Hallo Zusammen!
Momentan arbeite ich im Fach Kommunikationsdesign (Grafikdesign) an meiner Diplomarbeit. Es ist eine Aufklärungs- und Informationskampagne über Epilepsie, die sich an die Öffentlichkeit richten soll. In Form von Entwürfen für Anzeigen in Magazinen oder Großflächenplakaten, Citylights,...
Es geht darum,
das Krankheitsbild der Epilepsie bekannt zu machen und dadurch mit Vorurteilen aufzuräumen ( nicht eine Epilepsie sd. viele Arten, keine Geisteskrankheit, "es kann jeden treffen"... )
dass Epilepsie akzeptiert werden soll wie beispielsweise Diabetes.
dass Epilepsiepatienten oft das gleiche leisten können wie Menschen ohne Epilepsie, aber ihre Abreitslosenquote trotzdem 2-3 mal höher ist als die der Allgemeinbevölkerung.
Ich habe schon einige Stunden mit Lesen und Stöbern in diesem Forum verbracht, da ich selbst niemanden kenne, der Epilepsie hat. Über Kampagnen und die Meinungen darüber habe ich hier bisher nicht so viel gefunden.
Mich interessiert daher Eure Meinung über eine solche Kampagne. Denkt Ihr es besteht genereller Aufklärungsbedarf für Nicht-Betroffene über Epilepsie?
Welche konkreten Erfahrungen habt Ihr mit Vorurteilen (durch Unwissenheit von Nicht-Epileptikern) gemacht?
Ich freue mich über Eure Kommentare! Viele Grüße, Carolin
Re: Aufklärungskampagne über Epilepsie
danie
, Monday, 30.07.2007, 18:50 (vor 6962 Tagen) @
Carolin
Hei du
Aslo ich persönliche finde diese Idee echt super ich slebst leide auch an Epilepsie und merke schon das Menschen dameit ein Problem haben, weil einige nicht wissen wie sie damit umgehen solln.
Was die Arbeitslosigkeit anbelangt kann ich dir nur zustimmen denn ich selbst bin auch davon betroffen und seit Oktober 06 arbeitslos. Man bekommt als Antwort bei den Vorstellungssgesprächen "Tut mir leid aber es ist zu gefährlich sie in unseren Betrieb einzustellen wegen Ihrer Krankheit".
Wenn das mal keine Diskrieminierung ist.
Ich frage dann meistens was er tun würde wenn sein Sohn/Tochter Epileptiker währe ob er dann auch so darüber denkt wie jetzt. Darauf machen alle immer nur ein komisches Gesicht und ich glaube das sie dann auch zum Nachdenken anfangen.
Ich bin aus Österrecih und würde es super finden wenn es bei uns solche Enfälle geben würde aber für dieses Thema hat anscheinend keine Zeit und Lust Öffentlichkeitsarbeit zu machen.
Für nicht betroffenen Menschen währe es sicher auch hilfreich zu erfahren "Was ist Epilepsie eigentlich", "Wie kann ich im Anfallsgeschehen helfen", usw. "Nuss ich diesen Menschen besonderes Behandeln", usw.
Viele Menschen wissen nicht das auch Epileptiker ein ganz normales Leben führen könne und nicht bevorzugt behahandelt werden müssen.
immerhin ist es ja keine Geistige sondere KÖrperliche Erkrankung und ich glaube wenn das mal Menschen kappiert haben, dann haben es wir als Anfallskranke auch vielleicht ein Stück leichter im Leben.
Ich hoffe du kannst mmit meiner Meinung was anfangen, und hoffe dass deine Campagne was wird halt uns doch auf den laufenden würd mich freuen.
MFG
Dani
Re: Aufklärungskampagne über Epilepsie
Trolli
, Monday, 30.07.2007, 20:27 (vor 6962 Tagen) @
Carolin
[zitat=Carolin]Hallo Zusammen!
Momentan arbeite ich im Fach Kommunikationsdesign (Grafikdesign) an meiner Diplomarbeit. Es ist eine Aufklärungs- und Informationskampagne über Epilepsie, die sich an die Öffentlichkeit richten soll. In Form von Entwürfen für Anzeigen in Magazinen oder Großflächenplakaten, Citylights,...
Es geht darum,
das Krankheitsbild der Epilepsie bekannt zu machen und dadurch mit Vorurteilen aufzuräumen ( nicht eine Epilepsie sd. viele Arten, keine Geisteskrankheit, "es kann jeden treffen"... )
dass Epilepsie akzeptiert werden soll wie beispielsweise Diabetes.
dass Epilepsiepatienten oft das gleiche leisten können wie Menschen ohne Epilepsie, aber ihre Abreitslosenquote trotzdem 2-3 mal höher ist als die der Allgemeinbevölkerung.
Ich habe schon einige Stunden mit Lesen und Stöbern in diesem Forum verbracht, da ich selbst niemanden kenne, der Epilepsie hat. Über Kampagnen und die Meinungen darüber habe ich hier bisher nicht so viel gefunden.
Mich interessiert daher Eure Meinung über eine solche Kampagne. Denkt Ihr es besteht genereller Aufklärungsbedarf für Nicht-Betroffene über Epilepsie?
Welche konkreten Erfahrungen habt Ihr mit Vorurteilen (durch Unwissenheit von Nicht-Epileptikern) gemacht?
Ich freue mich über Eure Kommentare! Viele Grüße, Carolin[/zitat]
Hallo,
ich finde alles gut was den Bekanntheitsgrad der Krankheit steigert. Diesen Weg finde ich besonders ansprechend.
Aufklärungsbedarf besteht auf jeden Fall. Mir wurde schon einmal von jemand gesagt, "dass er gar nicht gewusst habe, dass es so eine Krankheit überhaupt gibt". Und als ich im Bus einen Anfall hatte hat die Frau neben mir wahrscheinlich geglaubt ich bin betrunken und hat nur komisch geguckt.
Arbeitslos bin ich auch seit 1998. Bin eigentlich Bürokaufmann aber für eine Festanstellung hat es nie gereicht, nur Praktika und dann....den Rest kann man sich denken. Bitte halt uns auf dem neusten Stand was die Kampagne angeht, die wird bestimmt sehr interessant.
Gruß
Trolli
Re: Aufklärungskampagne über Epilepsie
Claus
, Monday, 30.07.2007, 23:42 (vor 6961 Tagen) @
Carolin
Hallo Carolin,
nettes Thema hast Du Dir ausgesucht.
Aufklärung hier tut not. Insbesondere die Denke: Epilepsie = geistig behindert = krank ist noch weit verbreitet. Zwar tun "Epis" nach und während ihrer Anfälle manchmal merkwürdige Dinge. Dies ist aber Folge des Anfalls und nicht die Folge einer dauernden Störung im Gehirn. Hat jemand einen Gips am Bein, wissen Alle: der/die kann nicht rennen. Hat jemand einen epileptischen Anfall und fällt dabei nicht um, wie es das klassische Klischee fordert, tut sich die Umwelt schon verdammt schwer.... .
Zwar gibt es Selbsthilfegruppen sowie Landesverbände und sogar einen Bundesverband. Durch ihre Öffentlichkeitsarbeit sind mir diese Einrichtungen bislang nicht aufgefallen. Vielleicht hälst ja Du den Schlüssel in der Hand, neue Ideen braucht das Land .... .
Zu mir: Habe auch studiert, trotz Epilepsie ein Examen an der Uni gemacht und dann trotz Pech Glück gehabt: Zunächst gab es keinen adäquaten Job (insbes wg Behindertenausweis und längerer Studiendauer) dann jedoch gelangte ich an die richtigen Ärzte: In der Folge: Gehirn-OP + ANFALLSFREI ohne Medikamente und ohne Ausfälle. 100%ige Heilung + neues, freies, tolles Leben + Effekte, von denen ich zuvor nicht einmal geträumt hätte. Preis hierfür: Umschulung.
Würde und könnte Dich also bei Deinem Projekt unterstützen. Laß mich hören, ob und wie, schreib' mir eine Mail
Grüße Claus
Re: Re: Aufklärungskampagne über Epilepsie
Georg
, Tuesday, 31.07.2007, 13:25 (vor 6961 Tagen) @
Carolin
Hi,
mir ist die selbe Idee auch vorgestern gekommen...freut mich Carolin, dass es auch Leute "außerhalb" interessiert!
Ich habe auch bereits eine Adresse reserviert, die auf joomla läuft www.bin-auch-epileptiker.de
Damit wäre eine Bearbeitung der Inhalte von allen Interessierten möglich.
Nichts gegen das Netzwerk hier, aber Infos sind praktisch nur mit gewisser Kenntnis und im Forum zu finden. Redaktionell tut einiges Not - auch in Koorperation mit Kliniken/Forschun/International mangelt es doch massiv. Bei den Berichtn über Anfälle könnte man Symtone ankreuzen, damit Suchende schneller gleiche Fälle finden etc. Wann war der letzte Newsletter?
Soll keine Konkurenz sein, aber die Seite ist nicht auf dem Stand der Technik. Wenn es am Ende auf dieselbe Domain soll, soll mir auch gleich sein, aber ich würde die Sache doch deutlich offener gestalten.
Das Layout steht noch lange nicht (ist nur eine Zwischenlösung) und Inhalte habe ich sowieso noch keine. Aufklärung soll auch groß sein. Bspw. rechts oben ein Achtung-Schild und Beschreibung was bei Anfall zu tun ist. Würde mich über Zusammenarbeit in jeder Form freuen. Alle Ideen sind willkommen. Beiträge müssten geschrieben werden, etc. Meldet Euch!
Der Titel "bin-auch-Epileptiker" soll ein wenig "Ironie" mit sich bringen. Ich habe es seit sechs Monaten und bin in einem Teil meines Freundeskreises nun in der ständigen Opferrolle...die haben keinen Schimmer und wollen es nicht verstehen, aber ich bin ja immer krank. Stimmt nicht, es besteht nur das (z.T. große) Risiko eines Anfalls, war da sonst was?? 
Grüße
Georg
Re: Aufklärungskampagne über Epilepsie
Georg
, Tuesday, 31.07.2007, 13:30 (vor 6961 Tagen) @
Carolin
Hi,
mir ist die selbe Idee auch vorgestern gekommen...freut mich Carolin, dass es auch Leute "außerhalb" interessiert!
Ich habe auch bereits eine Adresse reserviert, die auf joomla läuft www.bin-auch-epileptiker.de
Damit wäre eine Bearbeitung der Inhalte von allen Interessierten möglich.
Nichts gegen das Netzwerk hier, aber Infos sind praktisch nur mit gewisser Kenntnis und im Forum zu finden. Redaktionell tut einiges Not - auch in Koorperation mit Kliniken/Forschun/International mangelt es doch massiv. Bei den Berichtn über Anfälle könnte man Symtone ankreuzen, damit Suchende schneller gleiche Fälle finden etc. Wann war der letzte Newsletter?
Soll keine Konkurenz sein, aber die Seite ist nicht auf dem Stand der Technik. Wenn es am Ende auf dieselbe Domain soll, soll mir auch gleich sein, aber ich würde die Sache doch deutlich offener gestalten.
Das Layout steht noch lange nicht (ist nur eine Zwischenlösung) und Inhalte habe ich sowieso noch keine. Aufklärung soll auch groß sein. Bspw. rechts oben ein Achtung-Schild und Beschreibung was bei Anfall zu tun ist. Würde mich über Zusammenarbeit in jeder Form freuen. Alle Ideen sind willkommen. Beiträge müssten geschrieben werden, etc. Meldet Euch!
Der Titel "bin-auch-Epileptiker" soll ein wenig "Ironie" mit sich bringen. Ich habe es seit sechs Monaten und bin in einem Teil meines Freundeskreises nun in der ständigen Opferrolle...die haben keinen Schimmer und wollen es nicht verstehen, aber ich bin ja immer krank. Stimmt nicht, es besteht nur das (z.T. große) Risiko eines Anfalls, war da sonst was?? 
Grüße
Georg
Re: Aufklärungskampagne über Epilepsie
Carolin
, Tuesday, 31.07.2007, 21:03 (vor 6960 Tagen) @
Carolin
Vielen lieben Dank für Eure Kommentare! Ich habe für die Kampagne auch schon eine Internetseite gesichert, allerdings ist die noch nicht fertig gestaltet. Wenn es soweit ist, werde ich darauf auch die Anzeigenmotive veröffentlichen. Es wäre natürlich super, wenn ich hierbei Eure Unterstützung bekomme. Zum Beispiel in Form von Erfahrungsberichten wie man sie auch hier im Forum findet. Vielleicht kommt ja auch ein Austausch oder Blog mit Epis und Nicht-Epis zustande.
Ich würde auch gerne aus Euren Kommentaren zitieren, wenn es für Euch ok ist.
Herzliche Grüße, Carolin
Re: Aufklärungskampagne über Epilepsie
D.
, Wednesday, 01.08.2007, 09:34 (vor 6960 Tagen) @
Carolin
Hallo
bei allem Respekt vor Deiner Entscheidung Dich dem Thema Anfallskrank zu zuwenden, würden mich Deine Beweggründe dazu interesieren.
Den es gibt noch viele vielleicht andere
unbekannte Krankheit denen man sich auch zuwenden könnte.
Gruss D.
Re: Aufklärungskampagne über Epilepsie
Carolin
, Wednesday, 01.08.2007, 14:38 (vor 6960 Tagen) @
Carolin
[zitat=D.]...würden mich Deine Beweggründe dazu interesieren...
[/zitat] Ich hatte früher sogenannte nicht-epileptische Krampfanfälle. Bevor klar war, worum es sich dabei handelt habe ich mich über Epilepsie informiert. Im Rahmen der Themenfindung für mein Diplom fiel mir die Angelegenheit wieder ein, so dass ich ein wenig recherchiert habe. Ausschlaggebend war die Info, dass die Arbeitslosigkeit der Epi-Patienten so hoch ist, ohne dass eine Beeinträchtigung durch die Krankheit vorliegen muss. Das ist der Ansatzpunkt für meine Arbeit.
Re: Re: Aufklärungskampagne über Epilepsie
Lena
, Sunday, 05.08.2007, 18:10 (vor 6956 Tagen) @
Carolin
ich finde es wirklich schön, dass du dich dem thema mal widmest, da besonders in wenig gebildeten gesellschaftsschichten noch wirklich absurde vorurteile herrschen... ich habe das glück genau wie du ein kreatives studium zu absolvieren und von daher recht offene menschen um mich zu haben, aber ein paar "du bist also noch irrer als gedacht" kommentare musste man doch über sich ergehen lassen.
auch die tatsache dass man trotz dieser krankheit ein relativ normales leben führen kann wird oft ignoriert, manchmalhabe ich das gefühl, dass unser aller problem größtenteils totgeschwiegen wird und weiß nicht warum.
wenn also etwas bei dir voran geht, würde es mich sehr interessieren...
Re: Aufklärungskampagne über Epilepsie
Kant Barbara
, Sunday, 05.08.2007, 19:52 (vor 6956 Tagen) @
Carolin
Hallo Carolin!
Ich werde leider wegen meiner Epilepsie auf der Arbeit Gemobbt und das von der Chefin!Ich wurde auf Teamfähigkeit Beim Betriebsarzt untersucht!Die Ärztin fand das witzig ich nicht!Angeblich habe ich meiner Kollegin eine Schere vor die Füße geworfen,auf grund dessen wurde mir Meine Nähmschine weggenommen.Ich bin Schneiderin bei der Bundeswehr!Jetzt gehe ich in Epilpsiezentrum das spezialisiert ist auf diese Krankheit was man tun kann damit es besser wird.Ich finde Deinen einsatz nicht schlecht nur gibt leider immer noch viele Leute die sich von einem abweden wenn sie den Anfall zum erstenmal mitbekommen ohne zu wissen was es ist.Ich habe noch keine Hilfe erfahren man kann mir auch nicht helfen.Man darf mich nicht festhalten und nichts zwischen die Zähne schieben,eventueller Zahnverlust kann sich einstellen.Auf der Arbeit wird alles dafür getan das man los wird aber es klappt nicht ich arbeite Babs
Re: Aufklärungskampagne über Epilepsie
Markus
, Monday, 10.09.2007, 12:28 (vor 6920 Tagen) @
Carolin
Hallo Carolin,
ich freue mich, daß es Menschen wie dich gibt. Und du bist zumindest wenn du willst kein Einzelkämpfer...
Leider weiß ich nicht wo du wohnst (Bundesland oder Stadt). Ich kann dir zumindest sagen, daß es Beratungsstellen bereits in einigen Bundesländern gibt und auch Beratungsstellen auch in anderen Bundesländern in Arbeit sind (z. B. NRW) Wenn du Infos brauchst schreib mir ruhig und ich werde sehen, was ich dir an Infos geben kann. Da ich auch einige Kontakte habe könnten diese Infos auch ganz nützlich sein und vielleicht kannst du dir ja auch Infos in einer Selbsthilfegruppe in deiner Nähe finden. Dort kommen auch immer wieder neue Erkanntnisse, die wir z.B. auch an Bonn oder Bielefeld weiterleiten, wenn diese ganz neu sind.
[zitat=Carolin]Hallo Zusammen!
Momentan arbeite ich im Fach Kommunikationsdesign (Grafikdesign) an meiner Diplomarbeit. Es ist eine Aufklärungs- und Informationskampagne über Epilepsie, die sich an die Öffentlichkeit richten soll. In Form von Entwürfen für Anzeigen in Magazinen oder Großflächenplakaten, Citylights,...
Es geht darum,
das Krankheitsbild der Epilepsie bekannt zu machen und dadurch mit Vorurteilen aufzuräumen ( nicht eine Epilepsie sd. viele Arten, keine Geisteskrankheit, "es kann jeden treffen"... )
dass Epilepsie akzeptiert werden soll wie beispielsweise Diabetes.
dass Epilepsiepatienten oft das gleiche leisten können wie Menschen ohne Epilepsie, aber ihre Abreitslosenquote trotzdem 2-3 mal höher ist als die der Allgemeinbevölkerung.
Ich habe schon einige Stunden mit Lesen und Stöbern in diesem Forum verbracht, da ich selbst niemanden kenne, der Epilepsie hat. Über Kampagnen und die Meinungen darüber habe ich hier bisher nicht so viel gefunden.
Mich interessiert daher Eure Meinung über eine solche Kampagne. Denkt Ihr es besteht genereller Aufklärungsbedarf für Nicht-Betroffene über Epilepsie?
Welche konkreten Erfahrungen habt Ihr mit Vorurteilen (durch Unwissenheit von Nicht-Epileptikern) gemacht?
Ich freue mich über Eure Kommentare! Viele Grüße, Carolin[/zitat]