Wechselwirkung von Keppra bei Kombinationstherapie mit Lamictal

Markus Hanusch @, Sunday, 09.09.2007, 14:20 (vor 6921 Tagen)

Hallo,

ich wurde 1998 nach häufigerem Auftreten von epileptischen Anfällen von Primidon auf Lamictal eingestellt. Die Tagesdosis von Lamictal lag zu diesem Zeitpunkt bei 600 mg (200-200-200).Anschließend hatte ich bis Oktober 2006 keine Anfälle mehr. Als die Anfallshäufigkeit 2006 wieder zunahm, ich hatte in diesem Jahr 4 Anfälle, vereinbarte ich mit meinen behandelnden Neurologen (Epilepsiesprechstunde in der Uni Göttingen)das Lamictal auf 400 mg (200-0-200) herab zusetzen und zusätzlich Keppra bis zu einer Dosis von 1500 mg aufzudosieren. Nachdem ich am 10. August diesen Jahres während der Arbeit einen erneuten Anfall bekam, wurde das Keppra innerhalb einer Woche auf eine Dosis von 2000 mg (1000-0-1000) erhöht, welches die ersten 3 Wochen keine Probleme verursachte. Vorletzten Freitag bekam ich mit einemmal, beim beugen der linken Hand, starke Scherzen im Handgelenk. Dieses beobachte ich eine Woche lang. Nachdem sich keinerlei Besserung zeigte, besuchte ich einen Orthopäden. Dieser stellte fest, dass ich eine Handgelenksinnenlagerungsschwäche auf der linken Seite habe. Desweiteren bekomme ich bei bestimmten Lebensmittelzusätzen Hautausschlag (waren vor der Erhöhung von Keppra nicht so häufig und so extrem). Meine Frage lautet daher: Kann dies mit der Erhöhung von Keppra zusammenhängen und was könnt ihr mir als weiteres vorgehen raten?

Markus

Re: Wechselwirkung von Keppra bei Kombinationstherapie mit Lamictal

Herbert @, Sunday, 09.09.2007, 17:51 (vor 6921 Tagen) @ Markus Hanusch

[zitat=Markus Hanusch]Hallo,

ich wurde 1998 nach häufigerem Auftreten von epileptischen Anfällen von Primidon auf Lamictal eingestellt. Die Tagesdosis von Lamictal lag zu diesem Zeitpunkt bei 600 mg (200-200-200).Anschließend hatte ich bis Oktober 2006 keine Anfälle mehr. Als die Anfallshäufigkeit 2006 wieder zunahm, ich hatte in diesem Jahr 4 Anfälle, vereinbarte ich mit meinen behandelnden Neurologen (Epilepsiesprechstunde in der Uni Göttingen)das Lamictal auf 400 mg (200-0-200) herab zusetzen und zusätzlich Keppra bis zu einer Dosis von 1500 mg aufzudosieren. Nachdem ich am 10. August diesen Jahres während der Arbeit einen erneuten Anfall bekam, wurde das Keppra innerhalb einer Woche auf eine Dosis von 2000 mg (1000-0-1000) erhöht, welches die ersten 3 Wochen keine Probleme verursachte. Vorletzten Freitag bekam ich mit einemmal, beim beugen der linken Hand, starke Scherzen im Handgelenk. Dieses beobachte ich eine Woche lang. Nachdem sich keinerlei Besserung zeigte, besuchte ich einen Orthopäden. Dieser stellte fest, dass ich eine Handgelenksinnenlagerungsschwäche auf der linken Seite habe. Desweiteren bekomme ich bei bestimmten Lebensmittelzusätzen Hautausschlag (waren vor der Erhöhung von Keppra nicht so häufig und so extrem). Meine Frage lautet daher: Kann dies mit der Erhöhung von Keppra zusammenhängen und was könnt ihr mir als weiteres vorgehen raten?

Markus[/zitat]

Hallo Markus,
ich hatte seit 1994 Ausfälle, Absencen, o.ä., aber nur aus dem Schlaf heraus. Nach Jahren wurde mir in diesem Frühjahr Keppra 500mg (0 - 0 - 1) mit Carbamazepin 400mg (1 - 0 - 1)in Kombination verordnet. Dabei sollte das Keppra bis zu 1500mg (1 - 0 - 1)gesteigert werden. Wegen heftiger Nebenwirkungen habe ich das Eigenmächtig auf der niedrigsten Dosierung 500 mg (0 - 0 - 1) belassen und das Carbamazepin auf 1/2 - 0 - 1/2 heruntergefahren. Das war ein voller Erfolg. Die Schlafepilepsie oder wie man das nennen mag ist so gut wie weg. Keppra ist scheinbar sehr gut, sehr teuer, aber in höheren Dosierungen möglicherweise teuflisch gefährlich. Also Achtung!
mfg
Herbert

Re: Re: Wechselwirkung von Keppra bei Kombinationstherapie mit Lamictal

Marco @, Monday, 10.09.2007, 16:20 (vor 6920 Tagen) @ Markus Hanusch

[zitat=Herbert][zitat=Markus Hanusch]Hallo,

ich wurde 1998 nach häufigerem Auftreten von epileptischen Anfällen von Primidon auf Lamictal eingestellt. Die Tagesdosis von Lamictal lag zu diesem Zeitpunkt bei 600 mg (200-200-200).Anschließend hatte ich bis Oktober 2006 keine Anfälle mehr. Als die Anfallshäufigkeit 2006 wieder zunahm, ich hatte in diesem Jahr 4 Anfälle, vereinbarte ich mit meinen behandelnden Neurologen (Epilepsiesprechstunde in der Uni Göttingen)das Lamictal auf 400 mg (200-0-200) herab zusetzen und zusätzlich Keppra bis zu einer Dosis von 1500 mg aufzudosieren. Nachdem ich am 10. August diesen Jahres während der Arbeit einen erneuten Anfall bekam, wurde das Keppra innerhalb einer Woche auf eine Dosis von 2000 mg (1000-0-1000) erhöht, welches die ersten 3 Wochen keine Probleme verursachte. Vorletzten Freitag bekam ich mit einemmal, beim beugen der linken Hand, starke Scherzen im Handgelenk. Dieses beobachte ich eine Woche lang. Nachdem sich keinerlei Besserung zeigte, besuchte ich einen Orthopäden. Dieser stellte fest, dass ich eine Handgelenksinnenlagerungsschwäche auf der linken Seite habe. Desweiteren bekomme ich bei bestimmten Lebensmittelzusätzen Hautausschlag (waren vor der Erhöhung von Keppra nicht so häufig und so extrem). Meine Frage lautet daher: Kann dies mit der Erhöhung von Keppra zusammenhängen und was könnt ihr mir als weiteres vorgehen raten?

Markus[/zitat]

Hallo Markus,
ich hatte seit 1994 Ausfälle, Absencen, o.ä., aber nur aus dem Schlaf heraus. Nach Jahren wurde mir in diesem Frühjahr Keppra 500mg (0 - 0 - 1) mit Carbamazepin 400mg (1 - 0 - 1)in Kombination verordnet. Dabei sollte das Keppra bis zu 1500mg (1 - 0 - 1)gesteigert werden. Wegen heftiger Nebenwirkungen habe ich das Eigenmächtig auf der niedrigsten Dosierung 500 mg (0 - 0 - 1) belassen und das Carbamazepin auf 1/2 - 0 - 1/2 heruntergefahren. Das war ein voller Erfolg. Die Schlafepilepsie oder wie man das nennen mag ist so gut wie weg. Keppra ist scheinbar sehr gut, sehr teuer, aber in höheren Dosierungen möglicherweise teuflisch gefährlich. Also Achtung!
mfg
Herbert[/zitat]

Hallo Markus,
ich kann dir da leider, oder besser Gott sei Dank, nicht zustimmen, dass Keppra in höheren Dosen möglicherweise gefährlich ist. Ich nehme von dem Medikament jeweils morgens und abends 2000 mg, d.h. eine Tagesdosis von 4000 mg und habe keine spürbaren Nebenwirkungen.

Viele Grüße
Marco

Re: Wechselwirkung von Keppra bei Kombinationstherapie mit Lamictal

Michael @, Monday, 17.09.2007, 11:22 (vor 6913 Tagen) @ Markus Hanusch

[zitat=Markus Hanusch]Hallo,

ich wurde 1998 nach häufigerem Auftreten von epileptischen Anfällen von Primidon auf Lamictal eingestellt. Die Tagesdosis von Lamictal lag zu diesem Zeitpunkt bei 600 mg (200-200-200).Anschließend hatte ich bis Oktober 2006 keine Anfälle mehr. Als die Anfallshäufigkeit 2006 wieder zunahm, ich hatte in diesem Jahr 4 Anfälle, vereinbarte ich mit meinen behandelnden Neurologen (Epilepsiesprechstunde in der Uni Göttingen)das Lamictal auf 400 mg (200-0-200) herab zusetzen und zusätzlich Keppra bis zu einer Dosis von 1500 mg aufzudosieren. Nachdem ich am 10. August diesen Jahres während der Arbeit einen erneuten Anfall bekam, wurde das Keppra innerhalb einer Woche auf eine Dosis von 2000 mg (1000-0-1000) erhöht, welches die ersten 3 Wochen keine Probleme verursachte. Vorletzten Freitag bekam ich mit einemmal, beim beugen der linken Hand, starke Scherzen im Handgelenk. Dieses beobachte ich eine Woche lang. Nachdem sich keinerlei Besserung zeigte, besuchte ich einen Orthopäden. Dieser stellte fest, dass ich eine Handgelenksinnenlagerungsschwäche auf der linken Seite habe. Desweiteren bekomme ich bei bestimmten Lebensmittelzusätzen Hautausschlag (waren vor der Erhöhung von Keppra nicht so häufig und so extrem). Meine Frage lautet daher: Kann dies mit der Erhöhung von Keppra zusammenhängen und was könnt ihr mir als weiteres vorgehen raten?

Markus[/zitat]

Hallo Markus,

Ich kann dich da auch beruhigen. Ich habe auch für ungefähr 2 Jahre Lamictal 600mg/Tag und Keppra 3000mg/Tag genommen und konnte keine Nebenwirkungen feststellen. Lamictal habe ich jetzt versuchsweise abgesetzt und mit Trileptal ersetzt, um eine Besserung meiner Anfälle zu erzielen. Hab auch hier, bis auf die Übergangsphase der Umstellung der beiden Medikamente keine negativen Auswirkungen gespürt. Also, sowohl auf Lamictal, als auch auf Keppra keine Nebenwirkungen.

LG
Michael

Re: Wechselwirkung von Keppra bei Kombinationstherapie mit Lamictal

mond @, Monday, 17.09.2007, 18:46 (vor 6913 Tagen) @ Markus Hanusch

Hallo
Auf diese Medis reagieren einfach alle anders, da gibt es nicht ein gut oder ein schlecht.
Ich hatte mit 1000mg Keppra solche Nebenwirkungen, dass ich es sofort absetzten musste. Mit 500mg ist es erträglich, natürlich nehme ich noch andere Antiepileptika dazu.Ich finde jedoch auch, dass Keppra ein Mittel ist, über welches noch viel zu wenig über Nebenwirkungen bekannt ist.Immer wenn ein neues Arztneimittelkompendium herauskommt ist dort aufgeführt: Nebenwirkungen nach der Zulassung....... Keppra ist ein gutes neues Mittel aber man weiss eigentlich noch viel zu wenig darüber.
LG Mond

Re: Wechselwirkung von Keppra bei Kombinationstherapie mit Lamictal

santana @, Sunday, 16.03.2008, 23:11 (vor 6731 Tagen) @ Markus Hanusch

Ich nehme jetzt seit ein paar tagen auch lamictal zusammen mit keppra. Davor habe ich einige andere kombinationen versucht aber das hat garnicht geklappt. Ich nehme nu 2x25mg lamictal und nun 2x250mg keppra taegl. Ich bin immernoch schindelig. besonders wenn ich die augen bewege entsteht sowas wie ein schlag ganz kurz. ich kipp nicht um oder so aber es ist sehr unangenehm. ausserdem bin ich sehr schwach, was aber auch daran liegen kann das ich jetzt 4 wochen chemiekeulenwechselspielchen mache mit den medis. Ich frage mich ob bei einer kombinationstherapie so eine dosierung ueblich ist. normal ist eine keppradosierung ja mindestens das doppelte. auch in kombination? muss bei keppra ein spiegel aufgebaut werden, den man kontrollieren kann/muss? Auch schlafe ich extrem schlecht(allerdings nicht erst seit jetzt), habe extrem unruhige traeume und "zappelfuesse". lasset das nach, und grade das mit den augen kennt das jemand und lasst das nach? Ich hab auch imemrnoch auren. Ueber tipps tricks und erfahrungen wuerde ich mich freuen. man fragt sich ja immer ob das normal ist, weg geht oder dann doch falsch ist^^