erfahrung mit Keppra

mond @, Sunday, 30.09.2007, 11:45 (vor 6900 Tagen)

Hallo Zusammen
Ich bin um jeden Hinweis froh, ob pos. oder neg. über Keppra.
Bin in einer 3er Kombination mit Keppra nun anfallsfrei, vertrage Keppra jedoch überhaupt nicht.

Re: erfahrung mit Keppra

Anton @, Sunday, 30.09.2007, 12:31 (vor 6900 Tagen) @ mond

Hallo Mond,
bevor ich Keppra genommen habe, hatte ich zuvor viel ausprobiert. Alles ohne Erfolg. Auf Keppra und Trileptal bin ich vor gut 1 1/2 Jahren umgestellt worden, Keppra nehme ich 1000 mg und Trileptal nehme ich 900 mg tgl.
Seit dieser Kombi-Therapie und nach einer OP im letzten Jahr geht es mir sehr gut. Natürlich machen alle Antikonvulsiva müde, Keppra kann auch feindselig machen, da muß man sich selbst beobachten. Bei Keppra ist z. B. bei mir ganz wichtig, dass es nicht durch ein Generikum ersetzt werden darf. Diesen Hinweis habe ich auch von der Klinik schriftlich bekommen. Außerdem hatte ich es selbst mit Timox (gleicher Wirkstoff) versucht, das ging allerdings ins Auge. Bei Keppra ist es ganz wichtig, dass man zu den Blutkontrolluntersuchungen geht, denn bei nur kleiner Überdosierung "redet man Dummes Zeug". Also, immer schön zum Arzt gehen. Nicht eigenmächtig erhöhen.
Vielleicht habe ich dir mit meinen Ausführungen ein wenig weiterhelfen können. Ich wünsche dir gute Gesundheit und viele Momente des Glücks.
Viele Grüße
Anton

Re: Re: erfahrung mit Keppra

mond @, Sunday, 30.09.2007, 14:55 (vor 6900 Tagen) @ mond

Danke Anton.
Hast du Keppra von Anfang an gut Vertragen? Betr. Müdigkeit, Gewicht...
Es freut mich für dich, dass es dir mit deiner Therapie gut geht.
LG Mond

Re: Re: erfahrung mit Keppra

cokie @, Sunday, 30.09.2007, 17:20 (vor 6900 Tagen) @ mond

[zitat=Anton]Hallo Mond,
bevor ich Keppra genommen habe, hatte ich zuvor viel ausprobiert. Alles ohne Erfolg. Auf Keppra und Trileptal bin ich vor gut 1 1/2 Jahren umgestellt worden, Keppra nehme ich 1000 mg und Trileptal nehme ich 900 mg tgl.
Seit dieser Kombi-Therapie und nach einer OP im letzten Jahr geht es mir sehr gut. Natürlich machen alle Antikonvulsiva müde, Keppra kann auch feindselig machen, da muß man sich selbst beobachten. Bei Keppra ist z. B. bei mir ganz wichtig, dass es nicht durch ein Generikum ersetzt werden darf. Diesen Hinweis habe ich auch von der Klinik schriftlich bekommen. Außerdem hatte ich es selbst mit Timox (gleicher Wirkstoff) versucht, das ging allerdings ins Auge. Bei Keppra ist es ganz wichtig, dass man zu den Blutkontrolluntersuchungen geht, denn bei nur kleiner Überdosierung "redet man Dummes Zeug". Also, immer schön zum Arzt gehen. Nicht eigenmächtig erhöhen.
Vielleicht habe ich dir mit meinen Ausführungen ein wenig weiterhelfen können. Ich wünsche dir gute Gesundheit und viele Momente des Glücks.
Viele Grüße
Anton[/zitat]

Hallo Anton,

dein Beitrag malt mir Fragezeichen ins Gesicht. Nehme seit einem knappen Jahr auch Keppra - jetzt mit Topamax und zur Zeit 3000mg am Tag früher sogar 4000mg am Tag ... aber da hat noch niemand was von Blutuntersuchung gesagt im Gegenteil, es wurde gesagt, eine Spiegelbestimmung bei Keppra sei nicht notwendig, beziehungsweise nicht maßgeblich... wie meinst du das mit dem -"sonst redet man Dummes Zeug"? Mit der Aggressivität das kann ich bestätigen, hat meine Familie auch zu spüren bekommen - hat sich nach Abdosierung wieder gelegt. Bessere Wirkung auf Anfälle hatte die sehr hohe Dosis im übrigen nicht. Topamax hat da besser geholfen. Was für Blutwerte werden bei dir untersucht und in welchen Abständen?
Würde gerne mal meine Neurologin danach fragen, warum das bei mir nicht gemacht wird. Danke schon mal.

Liebe Grüße cordula

Re: erfahrung mit Keppra

Michael @, Sunday, 30.09.2007, 19:05 (vor 6899 Tagen) @ mond

Hallo Mond,

kurz und bündig: Ich nehme seit fast 2 Jahren täglich 3000mg Keppra und ich vertrage diese Medikation vom ersten Tag weg echt klasse. Keine Nebenwirkungen, keine Aggresivität oder ähnliches. Auch nicht in der Kombi mit Lamictal bzw. jetzt mit den Trileptal.

LG
Michael

Re: erfahrung mit Keppra

Anton @, Sunday, 30.09.2007, 20:41 (vor 6899 Tagen) @ mond

Hallo und moin Cordula,
ich will mal versuchen, mich kurzzufassen, meistens gelingt mir das aber nicht. Bevor ich Anfang 2006 das erste Mal nach Bethel ging, um mich über die Möglichkeiten einer OP zu unterhalten, ging es mir verdammt schlecht. Ich habe damals Ergenyl und Timox genommen, von beiden nicht wenig. Ich davon bin ich damals nur noch benommen gewesen, ein Überqueren von wenig befahrenen Straßen war kaum noch möglich, Fahrradfahren konnte ich seit ca. 10 Jahren nicht mehr.
In Bethel hat mir der Arzt nach Aktenlage, ich war zuvor in einer anderen Klinik, sofort umgestellt auf Keppra 1000 mg und Trileptal 900 mg. Da Trileptal den selben Wirkstoff enthalten soll wie Timox, und ich noch massenhaft Timox zu Hause hatte, habe ich anstatt Trileptal Timox genommen. Das ging ins Auge und wußte nicht warum. Somit habe ich Keppra um 25 % erhöht. Ich bin erst ca. 1 Woche später dahinter gekommen, dass ich meiner Nachbarin und auch anderen Leuten Blödsinn erzählt habe, ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr ich war, dass ich chronischer Verwirrung dahinvegetierte.
Was die Blutuntersuchung der einzelnen Medis angeht, ist es wichtig zu wissen, dass diese Medizin einen dauerhaften Spiegel im Blut herstellt, mit den Blutuntersuchungen wird festgestellt, ob die Wirkung womöglich toxisch ist (dann ist man überfüllt) oder ob der Spiegel zu weit unten ist (dann ist die Anfallsschwelle gesenkt, es kommt zu Ausfällen). Die ganz teueren Medikamente, Keppra ist sehr teuer, haben den Vorteil, dass sie sehr lange eine konstante Wirkung haben, deshalb reichen auch 2 Gaben am Tag, wobei dann immer ein konstanter Spiegel im Blut ist. Das ist ein Grund für die Blutuntersuchungen. Die Halbwertzeit der Medis kann sich allerdings auch ändern durch eine Gewichtsabnahme oder -zunahme. Diese teueren Medikamente haben den weiteren Vorteil, dass meistens nichts passiert, wenn man sie doch mal später einnimmt. Sie machen uns freier. Liebe Cordula, vielleicht habe ich es halbwegs erklären können, ich bin medizinischer Laie, was ich losgelassen habe, sind Erfahrungen aus Jahrzehnten. Ich wünsche gute Besserung und alles Gute auf ganzer Breite.
Liebe Grüße
Anton

Re: erfahrung mit Keppra

Anja @, Monday, 01.10.2007, 14:14 (vor 6899 Tagen) @ mond

Hallo,

hatte auch negative Erfahrungen mit Keppra. Nach drei Monaten Aufdosierung war ich bei ca. 1000 mg, und immer total reizbar - leider auch meinem kleinen Sohn gegenüber. Die Müdigkeit war am Anfang schlimm, hatte sich aber mit der Zeit gebessert. Blutwerte wurden bei mir übrigens auch nicht kontrolliert, wenn ich mich recht erinnere, steht auch im Waschzettel nichts davon, dass da so sein muss. Wie dem auch sei, ohne Keppra geht's mir besser.

LG

Anja

[zitat=mond]Hallo Zusammen
Ich bin um jeden Hinweis froh, ob pos. oder neg. über Keppra.
Bin in einer 3er Kombination mit Keppra nun anfallsfrei, vertrage Keppra jedoch überhaupt nicht.[/zitat]

Re: erfahrung mit Keppra

Schluffi @, Monday, 01.10.2007, 15:55 (vor 6899 Tagen) @ mond

Jo da mach ich doch mit!

Keppra ist aus meiner Sicht ein "Sehr gutes Medikament".
Ich bin bei 1000-0-1000 am Tag mit Lamotigrin 200-0-200 un dies ist die einzige Kombination die "geholfen hat" mit einer Frisium am Mittag!
Vorher bei anderen Kombinationen gabs öfters einen GM und auch schon mal (1 bis 2 mal im Jahr einen Status) was nun nicht mehr der Fall ist.
Heute bin ich bei Auren und ca 1 mal im Monat (bei Anstrengung) 2 mal einen GM aber zum Glück immer im Schlafenden zustand,so das ich Morgens mit einem Dicken Schädel aufwache.


Grüße Schluffi

Re: Re: erfahrung mit Keppra

gitta @, Monday, 01.10.2007, 16:52 (vor 6899 Tagen) @ mond

hi! mir hilft keppra auch sehr gut allerdings habe ich anfangs ziemlich abgenommen, da ich anfangs sehr appettitlos war. das hat sich aber halbwegs wieder gegeben. mir wurde auch gesagt, dass man garnicht genau weiß wie der blutspiegel sein soll man diesen also nicht messen muss aber da keppra über die nieren abgesetzt wird ist es wichtig die nierenwerte im auge zu behalten. lg,gitta

Re: erfahrung mit Keppra

mond @, Monday, 01.10.2007, 19:18 (vor 6898 Tagen) @ mond

[zitat=gitta]hi! mir hilft keppra auch sehr gut allerdings habe ich anfangs ziemlich abgenommen, da ich anfangs sehr appettitlos war. das hat sich aber halbwegs wieder gegeben. mir wurde auch gesagt, dass man garnicht genau weiß wie der blutspiegel sein soll man diesen also nicht messen muss aber da keppra über die nieren abgesetzt wird ist es wichtig die nierenwerte im auge zu behalten. lg,gitta[/zitat]

Mersi für eure Antworten. So ist es eben, jeder reagiert anders auf diese Medis.
Ich nehme wie du gitta auch ab und könnte dies gar nicht gebrauchen. Wie lange dauerte es, bis das Gewicht stabil blieb?
LG mond

Re: Re: erfahrung mit Keppra

Anne @, Tuesday, 02.10.2007, 07:32 (vor 6898 Tagen) @ mond

[zitat=mond][zitat=gitta]hi! mir hilft keppra auch sehr gut allerdings habe ich anfangs ziemlich abgenommen, da ich anfangs sehr appettitlos war. das hat sich aber halbwegs wieder gegeben. mir wurde auch gesagt, dass man garnicht genau weiß wie der blutspiegel sein soll man diesen also nicht messen muss aber da keppra über die nieren abgesetzt wird ist es wichtig die nierenwerte im auge zu behalten. lg,gitta[/zitat]

Mersi für eure Antworten. So ist es eben, jeder reagiert anders auf diese Medis.
Ich nehme wie du gitta auch ab und könnte dies gar nicht gebrauchen. Wie lange dauerte es, bis das Gewicht stabil blieb?
LG mond[/zitat]

Hallo Gitta
muß grade mal leise schmunzeln über deine erfahrung mit Keppra... währe froh wenn ich auch abgenommen hätte... ich nehme keppra auch seit etwas über 2 Jahre hab gute erfahrung gemacht. Vorallem bin ich seit dem nicht mehr gestürtzt bei einem Anfall. Anfangs habe ich auch das Prblem mit der Müdigkeit gehabt, hat sich aber nach einigen Wochen gut gelegt.
Gruß Anne

Re: erfahrung mit Keppra

dieter wolf @, Friday, 09.01.2009, 11:20 (vor 6433 Tagen) @ mond

meine Frau nimmt Keppra ( tgl 3500 mg ) und Tegretel ( tgl 1200mg) nach Schädelhirntrauma und teils geglückter OP

Es stimmt, aggresives Verhalten ist erhöht und auch super schlechte Leberwerte. gibts da Erfahrung ? unser arzt meint dass es eben so ist
Grüße Dieter