Anfrage einer Angehörigen....

Elke @, Tuesday, 16.10.2007, 00:10 (vor 6884 Tagen)

Hallo,

meine Mutter (65) hat Epilepsia tarda (im höheren Alter). Es begann bei ihr mit den Wechseljahren. Sie hatte anfangs ca. alle drei Jahre einen Grand-mal-Anfall, dann kam ein Anfall außer der Reihe - nach einem Jahr - dazu. Sie wurde auf Carbamazepin eingestellt, was vor ungefähr sieben Jahren regelmäßig aufdosiert wurde und was sie auch relativ (!) gut verträgt...
Nachdem allerdings vor gut zwei Jahren auch Absencen hinzukamen, wurde ihr von ihrem Neurologen eine Art "Notfallmedikament" mitgegeben - Tavor, ein Benzodiazepin. Dieses wirkt, und seit dieser Zeit lebt sie anfallsfrei. Hat jemand in diesem Forum ähnliche Erfahrungen gemacht?

Re: Anfrage einer Angehörigen....

Karo @, Tuesday, 16.10.2007, 19:48 (vor 6883 Tagen) @ Elke

[zitat=Elke]Hallo,

meine Mutter (65) hat Epilepsia tarda (im höheren Alter). Es begann bei ihr mit den Wechseljahren. Sie hatte anfangs ca. alle drei Jahre einen Grand-mal-Anfall, dann kam ein Anfall außer der Reihe - nach einem Jahr - dazu. Sie wurde auf Carbamazepin eingestellt, was vor ungefähr sieben Jahren regelmäßig aufdosiert wurde und was sie auch relativ (!) gut verträgt...
Nachdem allerdings vor gut zwei Jahren auch Absencen hinzukamen, wurde ihr von ihrem Neurologen eine Art "Notfallmedikament" mitgegeben - Tavor, ein Benzodiazepin. Dieses wirkt, und seit dieser Zeit lebt sie anfallsfrei. Hat jemand in diesem Forum ähnliche Erfahrungen gemacht?[/zitat]

Hallo Elke!

Ich bekam Tavor auch nach meiner OP. Das Gefährliche daran ist aber, dass dieses Medikament süchtig macht (Valium-ähnlich). Deshalb wurde es mir nicht mehr gegeben.
LG
Karo

Re: Anfrage einer Angehörigen....

Anton @, Tuesday, 16.10.2007, 20:53 (vor 6883 Tagen) @ Elke

Hallo Elke,
Du hast es im Augenblick nicht leicht mit Deiner Mutter. Ich wünsche dir, dass es ihr schon bald wieder besser geht.
Carbamazepin habe ich ca. 10 Jahre genommen, habe es gut vertragen, es hat nur keine Wirkung gezeigt. Es hat mich gesundheitlich von Jahr zu Jahr mehr heruntergebracht. Außerdem hat es damit weiterhin Anfälle gegeben.
Was Tavor angeht ist wichtig, dass es ausschließlich für die Kurzbehandlung von Spannungs-, Angst- und Erregungzuständen genommen werden darf. Da stelle ich mir die Frage, kann Deine Mutter sich kontrollieren. Aus Deinem Beitrag höre ich zwischen den Zeilen, dass da mal wieder ohne genaues Wissen an einem Menschen herumgedoktert wird, ohne auf dessen Bedürfnisse einzugehen. Ich an Deiner Stelle würde bei nächster Auffälligkeit einen Neurologen mit Epilepsie-Kenntnissen hinzuziehen. Solche Ärzte findest Du im Internet. Neurologen ohne Epilepsie-Zertifikat ließe ich zumindestens an meiner Mutter nicht heran.
Ich wünsche Deiner lieben Mutter gute Genesung und dir eine Vielzahl unbeschwerter Momente.
Liebe Grüße
Anton