Kälte und Epilepsie

cokie @, Wednesday, 24.10.2007, 14:30 (vor 6876 Tagen)

Hallo an alle,

hat jemand von Euch die Erfahrung gemacht, das ihr bereits bei den zur Zeit herrschenden Temperaturen - also so um die 6 Grad plus - bei längerem Aufenthalt im Freien Probleme bekommt? Und wenn ja was tut ihr dagegen?

Bisher hatte ich probleme mit Kälte nur bei echter Kälte - also bei Minus graden. Dann hatte ich immer das Gefühl mir "friert das Gehirn ein" und ich konnte eben etwas schwerfällig denken... irgendwann bekam ich dann auch rote "Kälteflecken" im Gesicht. Das ganze habe ich nie mit der Epi in Verbindung gebracht und auch nie großartig beachtet, da ich da wo ich lebe nur höchst selten mit wirklichen Minustemperaturen in längere Berührung komme. Bei uns liegt nur selten Schnee. Jetzt allerdings bekomme ich schon bei 6 Grad plus nach ner dreiviertel Stunde Aufenthalt im Freien dermaßen Schwierigkeiten dass mir schwindlig wird, mein Denken total verlangsamt ist, sich mein Gehirn wie eingefroren anfühlt. Meine Tochter die ich - wegen des nicht mehr Auto fahren dürfens eben zu Fuß von der SChule abholte, bemerkte wie ich immer blasser wurde, dass letzte drittel unseres Weges schaffte ich nur noch mit Mühe und zu Hause brauchte ich ne halbe Stunde "Aufwärmphase" bis ich wieder "warm gelaufen" war... Inzwischen hatte sich auch eine kribbelnde lähmung meiner rechten Hand mit der ich mein Fahrrad geschoben hatte wieder gelöst. ( das allerdings werte ich als Nebenwirkung von Topamax und Keppra.

Wenn ihr sowas mit der Kälte kennt gebt mir einen Hinweis was ich dagegen tun kann und ob ihr wisst ob das mit der Epi in Verbindung zu sehen ist. Bin dankbar für jeden Tipp - Auch wenns drum geht dass ich ne mütze aufziehen soll - werd ich nämlich morgen machen, denn ich hab echt Angst das nächste mal länger allein raus zu müssen.

Liebe Grüße an alle Cordula

Re: Kälte und Epilepsie

heinerle @, Wednesday, 24.10.2007, 18:08 (vor 6875 Tagen) @ cokie

Hallo Cordula,

mit der Kälte kenne ich das nicht so, aber ich reagiere mit Anfällen auf Hitze, da ist wohl jeder ein wenig anders.
Kälte ist für den Körper auf jeden Fall Stress und wie wir alle wissen, kann auch körperlicher Stress jederzeit Anfälle auslösen.
Versuche, den Stress auf ein Minimum zu reduzieren. Wenn du weisst, dass du kälteempfindlich bist, pack dich halt gut ein, sodaß du erst gar nicht zum Frieren kommst, (aber auch keinen Hitzschlag bekommst) das hilft vielleicht?

Viel Erfolg
heinerle

Re: Kälte und Epilepsie

Anton @, Wednesday, 24.10.2007, 19:45 (vor 6875 Tagen) @ cokie


Hallo Cordula,
ich habe schon seit Jahrzehnten mit der Epi zutun. In den letzten Jahren ist mein Kopf empfindlicher geworden. Ob das an den gehenden Haaren liegt oder woanders dran, weiß ich nicht. Seither schütze ich mich gegen Kälte und Hitze mit einer Pudelmütze, im Sommer mit einem Cappi. (oder Cappy)
Seit längerer Zeit ist mir auch das Schlafen bei offenem Fenster, so wie ich das bisher gemacht habe, unangenehm, weil ich meine, mein Kopf hat etwas Wärme lieber. Es hat bisher zwar nicht zu Anfällen geführt, im Bett ziehe ich mir dann die Decke über den Kopf oder schlafe eben bei geschlossenem Fenster. Lähmungserscheinungen oder sonstige Auffälligkeiten, wie Du sie beschreibst, habe ich nicht, es ist bei mir dann nur das Gefühl leichten Unwohlseins, was ich wie gesagt durch Wärmezufuhr stoppen kann, zu spüren. Ich an Deiner Stelle würde auf die "übertriebene Eitelkeit" verzichten und einfach eine Mütze aufsetzen. Ich wünsche dir alles Gute mit einer Vielzahl unbeschwerter Momente und Augenblicke des Glücks.
Viele Grüße
Anton