Hallo
Nach einem Anfall kommt es häufig vor das ich verwirrt durch die Gegend renne. Vor allem nach großen Anfällen. Aber manchmal hab ich eine Art Schlafstörung bei der das unheimliche Phänomen auftritt wo ich Halluzinationen hab obwohl ich wach bin. Verknüpft ist das ganze mit extremen Stimmungsschwankungen, Hoch- und Tiefphasen. Da kommt es häufig vor das ich in Panik irgend was mache, z.B. sehe ich irgendwelche unheimliche gestallten oder Monster. Hängt das mit der Epi zusammen oder hat das nen anderen Grund ?
Grüße Anja
Re: Epilepsie und Verwirrtheit
Ingo
, Wednesday, 31.10.2007, 11:42 (vor 6869 Tagen) @
Anja
[zitat=Anja]Hallo
Nach einem Anfall kommt es häufig vor das ich verwirrt durch die Gegend renne. Vor allem nach großen Anfällen. Aber manchmal hab ich eine Art Schlafstörung bei der das unheimliche Phänomen auftritt wo ich Halluzinationen hab obwohl ich wach bin. Verknüpft ist das ganze mit extremen Stimmungsschwankungen, Hoch- und Tiefphasen. Da kommt es häufig vor das ich in Panik irgend was mache, z.B. sehe ich irgendwelche unheimliche gestallten oder Monster. Hängt das mit der Epi zusammen oder hat das nen anderen Grund ?
Grüße Anja[/zitat]
Hallo Anja,
zu Deiner Verwirrtheit möchte ich Dich fragen, ob Du medikamentös behandelt wirst und wenn ja, was für eins. Ich zB. werfe schon länger Ergenyl chrono 500 mg ein. Bei mir persönlich ist mit meinen Medikament eine Verwirrtheit nicht aufgetreten. Mein Arzt sagt aber auch, das die Nebenwirkungen, egal welcher Art, abhängig vom Alter sein könnten und somit unterschiedlich ausfallen. Das Blutbild jüngerer Menschen sei anders strukturiert als bei ältern und somit fällt auch die Verträglichkeit des Medikaments unterschiedlich aus. Ich zB. hatte am Anfang auch Schlafstörungen und leichte Depris die sich aber im laufe der Zeit einstellten. Auch war ich am Anfang ein wenig wackelig auf den Beinen, was den Eindruck erweckte, ich hätte einen im Tee. Was die Halluzis betrifft kann ich nur sagen, das sich bei mir ein Anfall ankündigt und ich Bilder vor meinen Augen nicht mehr festhalten kann die somit ein Schwindelgefühl hervorufen. Falls sich diese Symptomatik nicht einstellt, würde ich einen Neurologen aufsuchen.
Viele Grüße Ingo
Re: Epilepsie und Verwirrtheit
Anton
, Wednesday, 31.10.2007, 13:52 (vor 6869 Tagen) @
Anja
Hallo Anja,
beim Lesen Deiner Schilderung kommt mir der Verdacht auf, dass Deine Medikation "nicht stimmt". Ich frage mich Folgendes: a) Ist die Medikation festgesetzt worden von einem Neurologen mit Epilepsie-Zertifikat? b) Sind die Medikamente ordnungsgemäß eingeschlichen worden? c) Werden regelmäßig (mind. alle 3 Monate) Blut-Serum-Kontrollen vorgenommen? d)Wird dann auch ein EEG geschrieben? e)Ist dir gesagt worden, woran es liegen könnte, dass Du noch nicht anfallsfrei bist? f)Ist über Optionen gesprochen worden, die es zur Besserung Deines Zustandes kommen lassen könnten?
So wie Du Dein Krankheitsbild beschreibst, ich denke hier hauptsächlich an die Halluzinationen, müßte geprüft werden, ob sie in direktem Zusammenhang mit den Nebenwirkungen stehen können? Vielleicht haben sie ihren Ursprung auch woanders, dann müßte weitere Behandlung auf anderer Ebene erfolgen. Ich wünsche dir, dass sich das alles so schnell wie möglich gibt und hoffe, dass Du schon morgen wieder empfangen kannst die angenehmen unbeschwerten Glücksgefühle.
Viele Grüße
Anton
Re: Re: Epilepsie und Verwirrtheit
Danny
, Thursday, 01.11.2007, 17:20 (vor 6867 Tagen) @
Anja
Hi Anton,
ich finde es gut, dass du ermutigende, oft sogar kämpferische Beiträge verfasst und dich offen dagegen aussprichst, den Kopf hängenzulassen oder sich selbst nur als Opfer zu betrachten - über deinen Lebensweg scheinst du die für dich richtige, positive Einstellung gefunden zu haben.
Kritisch hinterfragen möchte ich aber an dieser Stelle (darum tue ich es auch hier, im Forum, ich hoffe, du entschuldigst) deine Kundeninformationen zu Arztbesuchen, die ich etwas pauschal finde.
Natürlich hast du recht, dass ein qualifizierter und zertifizierter Neurologe oder eine Spezialambulanz zu Rate gezogen werden sollten, und vielleicht nicht jemand, der das als "interessantes Arzthobby" betreibt...
Aber ich bin selbst in der Ambulanz einer Spezialklinik in Behandlung, und die empfehlen NICHT, alle drei Monate das EEG oder die Spiegel zu kontrollieren. Es mag also von Fall zu Fall sehr verschieden sein, und Empfehlungen wie "Wechsele sofort den Arzt" sollten vielleicht nicht von solchen Fristen abhängig gemacht werden. Es gibt viele schlechte Neurologen, die brav alle drei Monate ein EEG schreiben (weil sie dann den Patienten jedes Quartal sehen, klar?), aber sonst wenig Ahnung haben...
Nichts für ungut, relax,
Danny
Re: Re: Re: Epilepsie und Verwirrtheit
Anja
, Thursday, 01.11.2007, 22:02 (vor 6867 Tagen) @
Anja
[Hallo
Danke für Eure Antworten. Obwohl ich lange auf der Neuro war ist nie wirklich was geschehen. Ich bekam einfach ein Medikament in die Hand gedrückt und so was wie nimms einfach irgendwie. "Eingestellt" wurde ich von einem Bekannten. Eigentlich ist er Techniker und Strahlenphysiker, aber weil er selber Epi hat kennt er sich aus. Bei sich selber hat er die einstellung vorgenommen und es funktioniert gut. Bei mir hats auch geklappt, lange Zeit. Aber wegen irgendwelcher Umstände bekam ich das mit den halluzinationen, Stimmungsschwankungen und Verwirrtheitszuständen. Das es mit den Medis zusammenhängt ist extrem unwahrscheinlich, das sagen auch die Ärzte. Was das ist ist zur Zeit noch unklar.
Grüße Anja