Was kann man da tun?

Tami @, Sunday, 04.11.2007, 11:26 (vor 6865 Tagen)

Hallo,

ich suche nach "Hilfsideen" für meinen Schwager, den ich (erst) seit sieben Jahren kenne. Leider kann ich keine ganz konkreten Angaben zu seiner Epilepsie machen, ich weiß nur, dass sie zum ersten Mal im Alter von 18 aufgetreten ist (er ist heute 46), er keine Grand Mal-Anfälle hat, medikamentös eingestellt ist, den Führerschein abgeben musste und keinen Alkohol trinken darf. Er galt von Kleinkind an als "Problemfall", weil er in allem nicht so schnell war wie seine Geschwister, er wurde als "Sorgenkind" von vielem ferngehalten. Kontakte gab und gibt es nur innerhalb der Familie, Freundschaften oder gar Beziehungen zum anderen Geschlecht wurden unterbunden. Innerhalb der Familie wird er teilweise wie eine Unperson behandelt, mit der man nicht weiter spricht.
Er hat eine Schreinerlehre gemacht, durfte aber nach dem Auftreten der Epilepsie nicht mehr an Maschinen arbeiten. Heute ist er Pferdepfleger in einem etwas abseits gelegenen Reitstall. Wir haben ihm damals zugeredet, die Stelle anzunehmen, weil er so endlich von zuhause ausziehen konnte - mit 42 Jahren. Das hat ihm auch gut getan. Er wird dort allerdings ziemlich ausgenutzt.
Er pendelt zwischen Reitstall und Elternhaus hin und her und wirkt sehr unglücklich.
Wir möchten gern etwas für ihn tun, ihm irgendwelche Perspektiven eröffnen, kennen uns aber mit den Möglichkeiten (Selbsthilfe? Andere Organisationen? Wie sieht das eigentlich arbeitsrechtlich aus?) nicht aus. Hat jemand von Euch einen Tipp?

Herzlichen Dank!

Viele Grüße

Tami


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