Umschulung

goldi @, Sunday, 11.11.2007, 15:23 (vor 6857 Tagen)

Hallo und Gruß an euch.

Ich wollte euch einmal etwas fragen. Ich denke schon länger über eine Umschulung nach, da ich momentan meine beruflichen Zukunftspersektiven als sehr schlecht einschätze. Grundsätzlich ist es so, dass ich Medizin studiert habe, aber keine Approbation besitze (weil jene in Österreich derzeit erst mit Erhalt des Facharzt-Titels gegeben wird). Darum kann ich momentan nur in NL. oder B. arbeiten (jene Länder haben mir trotz dieser Situation die Approbation für ihr Land gegeben). Dass ich nicht als kurativer Arzt arbeiten kann, habe ich schnell erkannt, weil die unregeläassigen Arbeitszeiten und der starke Stress einfach Gift sind. Eigentlich wollte ich in die Arbeitsmedizin (jene Ärzte haben ja auch mit Berufsintegration etc. zu tun), aber ich muss immer mehr erkennen, dass ich nicht angenommen werde, weil mir der FS fehlt (selbst in Länder, wo ein starker Mangel an Betriebsärzten besteht). Nun ja. Momentan arbeite ich in der Forschung. Aber das geht auch nicht auf Dauer, weil ich mich später gegen Fachärzte etc. durchsetzen muss und das ist eigentlich schlicht aussichtslos. Was würdet ihr denn machen? Ich denke wirklich nun wirklich an eine totale Umschulung nach, denn je länger das so geht, umso schwieriger wird es beruflich für mich. Schon alleine, weil ich innerhalb der EU sehr schwer migrieren kann. Sollte ich versuchen, doch noch den Facharzt für Arbeitsmedizin in Belgien anzustreben (müsste zwei Jahre in einem Betrieb rundkriegen). Mich würde es freuen, wenn ihr mir mal eure Meinung wiedergeben könntet, weil ich werde einfach immer unsicherer. Schöne Grüße. Goldi

Re: Umschulung

Anton @, Monday, 12.11.2007, 18:08 (vor 6856 Tagen) @ goldi

Hallo,
mit Deiner Frage fühle ich mich zwar überfordert, sie kann eher von der Ärztekammer oder vom Arbeitsamt beantwortet werden. Wenn Du epilepsiekrank bleibst, bezweifele ich, dass Du überhaupt jemals kurativ arbeiten darfst. Mir liegen Beispiele nicht von Ärzten, aber von Mitarbeitern aus den therapeutischen Bereichen vor. Die läßt man leider mit dieser Krankheit an Patienten nicht heran.
Ich weiß auch gar nicht, auf was Du umschulen willst. Bei derzeitiger Arbeitsmarktsituation wird der Abschluß einer Umschulung leider von der Arbeitgeberseite oft als Makel gesehen. So unter dem Motto: "Da ist mit dem Bewerber doch etwas gewesen! Oder ist er womöglich behindert?" So traurig wie das klingt, ich kenne die Praxis und habe die Arbeitnehmerseite selbst miterlebt, auch als Umschüler. Ich an Deiner Stelle würde in einen der Randbereiche deines erlernten Berufes geben.
Liebe Grüße und viel Glück
Anton

Re: Umschulung

Annika Wind @, Tuesday, 13.11.2007, 16:12 (vor 6855 Tagen) @ goldi

Hallo goldi,
ich habe auch vor zwei Jahren eine Umschulung als Bürokauffrau begonnen und stehe jetzt kurz vor der Prüfung. Davor habe ich als Zahnarzthelferin gearbeitet und auch nicht gerade mit erfolg.
Ich würde dir raten dich mal bei einem Berufsbildungswerk oder direkt beim Arbeitsamt Rehaabteilung in deiner Nähe zu melden, bei mir ist es z.B. die Rehaabteilung da ich einen B-Schein besitze. Das habe ich damals auch auf Anraten eines Bekannten getan.
Dort melden die dich an und machen erst einmal einen sogenannten Crashkurs und Tests mit dir um zu sehen welcher Beruf für dich in Frage kommt. Dann hast du ca. zwei Monate nochmal Crashkurs, daß ist dann sozusagen dein erstes Lehrjahr im neuen Beruf. Dann geht es weiter zwei Jahre mit Schule und arbeiten (wenn du Glück hast, wirst du dann auch übernommen; ich nicht:-( leider)!!Liegt aber nicht an der EPI!!
Wünsche dir viel Kraft und Glück.
LG Annika