hallo,
wie fühlt ihr euch eigentlich nach einem epileptischen anfall? habt ihr auch tierischen muskelkarter und seit für 1-2 tage völlig außer gefecht gesetzt?
Re: wie fühlt ihr euch nach einem anfall?
Anton
, Saturday, 17.11.2007, 12:38 (vor 6852 Tagen) @
Jesse
Hallo Jesse,
große Anfälle habe ich gehabt, als ich noch nicht medikamentös behandelt worden bin. Da ist es mir genau wie dir ergangen, denn ich hatte Gliederschmerzen, Muskelkater, Kopfschmerzen, war todmüde, meine Psyche war angekratzt, besonders, wenn ich später erfuhr, dass auch noch andere sie mitbekommen haben. Da ging es mir wie dir, ich war total kaputt.
Was die kleinen Anfälle angeht, die Fremde leider manchmal mitbekommen, habe ich weniger Probleme. Es sind dann auch nicht die Anfälle, die mir zu schaffen machen, es ist die Umwelt, die mit dummen Fragen kommt, die kein Verständnis aufbringen will, wenn es einem nur kurz nicht gut geht, einige machen sich im Nachhinein noch lustig darüber, sogar in der eigenen Familie bzw. Verwandtschaft habe ich das erleben müssen.
Mir persönlich machen Anfälle so lange nicht aus, wie meine Mitmenschen sie nicht miterleben müssen. Das ist zwar traurig, aber wahr. Wie geht es dir, hast Du da auch Probleme, oder meinst Du die rein somatischen Schwierigkeiten nach einem Anfall?
Ich wünsche dir, dass richtige Medikamente es bald bei dir schaffen, dass Du Beschwerden in der von dir genannten Art gar nicht mehr hast.
Liebe Grüße
Anton
Die eigentliche Belastung für mich ist,
Re: wie fühlt ihr euch nach einem anfall?
Schluffi
, Saturday, 17.11.2007, 15:06 (vor 6851 Tagen) @
Jesse
Hallo Jesse
Sobald meine Gedanken wieder halbwegs klar sind,laufe ich zum Schrank und benötige 3 Paracetamol !
Der nächste Weg ist in führt ins Bett wo ich dann auch ca. 4 bis 5 Stunden nicht mehr rauszuholen bin !
Muskelkater habe ich bisher noch keinen gehabt.
Grüße Schluffi
Re: wie fühlt ihr euch nach einem anfall?
Brigitte
, Saturday, 17.11.2007, 16:09 (vor 6851 Tagen) @
Jesse
Hallo Jesse,
nach einem Grand Mal Anfall fühle ich mich anschließend erst einmal total fertig und kaputt. Zuerst begreife ich nicht so schnell was eigentlich passiert ist, danach bekomme ich regelmäßig Weinanfälle, also psychische Probleme, 2-2 Stunden. Danach lege ich mich in das Bett und komme für die nächsten Stunden nicht mehr raus, das heißt, ich gönne meinem Körper die Ruhe die er jetzt braucht. Muskelkater hatte ich bisher noch nie. Körperlich belastbar bin ich dann erst wieder nach einigen Tagen.
Ein schönes Wochende mit
lGrüßen
Brigitte
Re: wie fühlt ihr euch nach einem anfall?
Anke S.
, Saturday, 17.11.2007, 17:07 (vor 6851 Tagen) @
Jesse
Hallo Jesse,
meinen letzten Anfall (GM) hatte ich vor 4 Wochen nach fast 3jähriger Anfallsfreiheit. Nun gut.
Ich war auf Arbeit als ich ihn hatte und habe ja nichts mit bekommen. Danach ging es mir erstaunlich gut, was aber vielleicht auch an der Spritze lag die mir der Arzt gegeben hatte.
Ich lag dann noch eine ganze Weile und die Mitarbeiter haben mich auch alle ein wenig aufgebaut.
Danach hatte ich fast eine ganze Woche mehr als starken Muskelkater, kam mir vor wie eine alte Frau.
Ich wußte gar nicht das man an manchen Stellen welchen haben kann.
Körperlich ging es mir dann wieder gut aber das blöde Gefühl bleibt bei mir immer ganz lang.
Vor 3 Jahren bin ich abends auf der Straße umgeflogen und lag da im dunkeln. Ja und diese Angst ist geblieben. Ich arbeite jetzt nur 6 Stunden damit ich früh und nachmittags im hellen nach Haus fahren kann. Hab auch immer Beruhigungstabletten dabei.
Ich wünsche dir alles Gute
LG Anke
Re: wie fühlt ihr euch nach einem anfall?
cokie
, Monday, 19.11.2007, 11:31 (vor 6850 Tagen) @
Jesse
Hallo Jesse,
nach GM geht es mir mit dem Muskelkater wie dir auch. Wenn ich nachts im Schlaf GM hatte bemerke ich meist nur an der verdrehten Körperhaltung, dem tiefen Schlafen, dem höllischen Muskelkater und der aufgebissenen Zunge wenn ich aufwache das ich einen Grandmal in der Nacht hatte. Der Muskelkater dauert dann gut 2 - 3 Tage. Der letzte GM den ich aus dem Wachen heraus hatte, hat mir nach dem ich wieder bei mir war noch eine Weile die Orientierung gefehlt, danach war ich einfach nur müde, trotzdem war irgendwie eine Anspannung von mir abgefallen und es ging mir erstmal besser, ich fühlte mich erleichtert. GM bauen sich bei mir über ganz ganz viel Absencen auf. Früher hatte ich auch psychisch mehr Probleme. Ich war sehr bemüht die Absencen vor anderen und vor mir selbst zu verleugnen. In einem längeren Prozeß habe ich gelernt damit offener teilweise mit Humor umzugehen, dann lassen sie sich leichter verkraften. Sind es nur einzelne Ausseter kann ichsie sehr gut kompensieren. Sind meine Medis zum Beispiel durch Antibiotika geschwächt und ich bekomme Absencen wieder zu Hunderten pro Stunde dann bin sozusagen unbrauchbar und bin froh wenn ich irgendwo "rumliegen" kann. Ich kann kaum gradaus denken. Ich fühle mich dann auch psychisch total daneben, weil ich wie ein Zombie durch die Gegend lauf. Es ist als ob einem ständig ein Fetzen der Realität fehlt. Solche Tage versuche ich soweit wie möglich zu verschlafen, habe dann nämlich auch tierische Kopfschmerzen.
Liebe Grüße Cordula
Liebe Grüße Cordula
Re: wie fühlt ihr euch nach einem anfall?
Patricia
, Tuesday, 20.11.2007, 17:56 (vor 6848 Tagen) @
Jesse
Hallo Jesse,
nach meinen Anfällen bin ich sehr müde und bin total verwirrt.
Das dauert bei mir Stunden bis ich wieder wohl auf bin. Psychisch nimmt es einen auch mit, weil man weiss, dass andere dich gesehen haben, als du einen Anfall hattest und man dagegen nichts tun kann. Der Körper leidet darunter. Ich hatte bis jetzt noch nie einen Muskelkater gehabt. Ich bin nur sehr müde, verwirrt, blass im Gesicht, habe keinen richtigen Apetit...
Re: wie fühlt ihr euch nach einem anfall?
Superbeowulf
, Thursday, 22.11.2007, 17:36 (vor 6846 Tagen) @
Jesse
Hallo,
es kommt auf die Epilepsie an die man hat. Ich habe Absencen-Epilepsie und nehme meine Anfälle nicht wahr. Aber ich hatte mal für einige Tage keine Antikonvulsiva mehr, da wurde mir übel und ich hatte das Gefühl, als würde mein Kopf zu Apfelmus zerkleinert werden. Gut, das war etwas übertrieben geschildert, aber so oder so ähnlich hat es sich angefühlt.
Außerdem leide ich unter Depressionen, welche höchstwahrscheinlich Spätfolgen meiner Absencen-Epilepsie sind.
MfG
Frank