Umstellung Keppra auf Valproat

Sebastian @, Monday, 26.11.2007, 15:28 (vor 6842 Tagen)

Hallo ihr Lieben,

Im April diesen Jahres ging bei mir erst der Spaß los, bis dato hatte ich niemals Probleme mit Anfällen oder was ähnlichem.

Danach war die Diagnose relativ schnell klar (trotz befundlosem eeg) und ich nahm seit Juni erst 1000mg und dann in Erhöhung 1500mg Keppra. Das wurde mir verordnet, um einen gewissen Schutz zu bewirken. Dennoch war ich noch sehr anfällig für Lichtreize und hatte mehr als einen Anfall.

Also stellte mich mein Neurologe innerhalb von 2 Wochen Anfang November von 500 - 0 - 1000 mg Keppra auf 500 - 0 - 1000 mg Valproat um.
Jetzt knabbere ich ein wenig an den Auswirkungen.
Meine Stimmung ist zwar besser, ich fühle mich oftmals fitter, werde aber seitdem von eine merkwürdigen Nebenwirkung genervt:
ganz plötzlich bekomme ich starke Übelkeit, stechende Kopfschmerzen und in meinem Mund breitet sich ein sehr metallischer Geschmack aus.

Daher meine Frage an euch: hat hier irgendeiner schon Erfahrungen mit der Umstellung von Keppra auf Valproat gesammelt und kann mir vielleicht weiter helfen? Das wäre wirklich sehr klasse!

Liebe Grüße aus Karlsruhe,
Sebastian

Re: Umstellung Keppra auf Valproat

Matthias @, Tuesday, 27.11.2007, 08:26 (vor 6842 Tagen) @ Sebastian

ganz plötzlich bekomme ich starke Übelkeit, stechende Kopfschmerzen und in meinem Mund breitet sich ein sehr metallischer Geschmack aus.

Mit Keppra haben wir zum Glück noch keine Erfahrungen, dafür hingegen mit Valproat. Unser Sohn ( damals 18 Monate ) bekam Valproat verschrieben, nachdem bei ihm eine Epilepsie festgestellt wurde. Uns fiel auf, dass sich sein Appetit schlagartig verschlechterte und dass er etwa eine halbe Stunde nach Einnahme der Kapsel, also wenn die Aufnahme des Wirkstoffes beginnt, unruhig wurde und zu weinen anfing. Wir nehmen an, dass er Kopfschmerzen gehabt haben könnte. Ferner änderten sich seine Nahrungsvorlieben, bis dahin ass er eigentlich alles, doch als er Valproat nahm, mochte er nur noch einige wenige Lebensmittel >> Geschmacksveränderungen ??

Re: Re: Umstellung Keppra auf Valproat

cokie @, Tuesday, 27.11.2007, 08:38 (vor 6842 Tagen) @ Sebastian

Hallo Sebastian,

ich mußte den umgekehrten Weg gehen von Valproat auf Keppra. Bei mir hat Valproat eher einen gesegneten Appetit mit dazugehöriger Gewichtszunahme verursacht. Nach 17jähriger Einnahme dann Leberprobleme. Generell bei Valproateinnahme immer die Leberwerte gut im Auge behalten! Wichtig sind GOT, GPT, GammaGT. Ansonsten war es das beste Mittel für mich - ich war 17 Jahre Anfallsfrei, seither nicht mehr.
Liebe Grüße Cordula

Re: Umstellung Keppra auf Valproat

Katja @, Tuesday, 27.11.2007, 11:39 (vor 6842 Tagen) @ Sebastian

[zitat=Sebastian]Hallo ihr Lieben,

Im April diesen Jahres ging bei mir erst der Spaß los, bis dato hatte ich niemals Probleme mit Anfällen oder was ähnlichem.

Danach war die Diagnose relativ schnell klar (trotz befundlosem eeg) und ich nahm seit Juni erst 1000mg und dann in Erhöhung 1500mg Keppra. Das wurde mir verordnet, um einen gewissen Schutz zu bewirken. Dennoch war ich noch sehr anfällig für Lichtreize und hatte mehr als einen Anfall.

Also stellte mich mein Neurologe innerhalb von 2 Wochen Anfang November von 500 - 0 - 1000 mg Keppra auf 500 - 0 - 1000 mg Valproat um.
Jetzt knabbere ich ein wenig an den Auswirkungen.
Meine Stimmung ist zwar besser, ich fühle mich oftmals fitter, werde aber seitdem von eine merkwürdigen Nebenwirkung genervt:
ganz plötzlich bekomme ich starke Übelkeit, stechende Kopfschmerzen und in meinem Mund breitet sich ein sehr metallischer Geschmack aus.

Daher meine Frage an euch: hat hier irgendeiner schon Erfahrungen mit der Umstellung von Keppra auf Valproat gesammelt und kann mir vielleicht weiter helfen? Das wäre wirklich sehr klasse!

Liebe Grüße aus Karlsruhe,
Sebastian[/zitat]

Hallo Sebastian,
unser Sohn hat 3 Jahre Valproat genommen und hat darunter auch unter starker Übelkeit, Geschmacksstörungen, Kopfschmerzen und innerer Unruhe(wohl ausgelöst durch Müdigkeit) gelitten. Die Kopfschmerzen und die Übelkeit sind im Laufe der Zeit besser geworden, die Müdigkeit hat eher zugenommen und gegessen hat er die drei Jahre kaum etwas, nicht einmal Süßigkeiten. Ich halte die Behauptung vieler Ärzte, Valproat habe kaum Nebenwirkungen, für falsch, Du wirst in diesem und in anderen Foren immer wieder auf sie von mir genannten Nebenwirkungen stoßen. Andererseits gibt es auch Leute, die vertragen Valproat bis auf eine Gewichtszunahme (da scheinen die Nebenwirkungen in die komplett andere Richtung zu gehen ;-)) sehr gut. Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass das Valproat sehr gut gewirkt hat. Mein Sohn ist jetzt seit zwei Jahren ohne Medis anfallsfrei (schnell mal auf Holz klopfen...).
Gruß
Katja