Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

Teks @, Saturday, 08.12.2007, 12:36 (vor 6831 Tagen)

Hi,

ich möchte dieses Jahr über Auswirkungen von epileptischen Anfällen im pädagogischen Alltag schreiben.Natürlich trifft das wort pädagigischer alltag nicht bei jeden zu, aber ich wollte mal Fragen ob ihr durch den Anfällen einschränkungen habt oder hattet (vlt als Kind)? Und wie ihr euch nach-und während eines Anfalls fühlt. Vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen :) Möchte gerne auch mal die andere Seite sehen... LG T.

Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

sandra @, Saturday, 08.12.2007, 15:49 (vor 6830 Tagen) @ Teks

Hallo,

also ich habe große Anfälle morgens (aufwach grand mal)... nach einem Anfall fühl ich mich als wäre ich stock besoffen, gehe in Schlangenlinien, habe letztens die Badezimmertür verfehlt und bin vor die Wand gelaufen, habe keinen Wahrnehmungssinn mehr! Meine Muskeln fühlen sich so schwer an und ich hab das Gefühl ich hab die letzte Woche 12 std Sport getrieben, da ich zudem so Muskelschmerzen habe!Es ist schon vorgekommen, dass ich währned des Anfalls uriniert habe und nach dem Anfall war es mir sehr unangenehm!Weine auch jedes mal nach einem Anfall, weil es für mich schrecklich ist so was zu erleiden!Gerade wenn man anfangs alles selber mitbekommt!Zusätzlich habe ich Kopfschmerzen und brauche mindestens 1 std um zu mir zu kommen! Während des Anfalls bekomme ich keine Luft und habe das Gefühl ich würde ersticken!Als Kind hatte ich das Gefühl ich würde sterben, da nimmt man eh alles anders wahr! Das was ich am Anfang eines Anfalls mitbekomme gefühlsmäßig ist das in meinem Körper alles kribbelt!Es fängt an indem ich anfange zu zittern ohne das mir jetzt kalt oder so ist!Dann habe ich das Gefühl ich wäre ne Gummipuppe und könnte meinen Arm und Bein in alle Richtungen bewegen und verbiegen! Hört sich komisch an aber fühle es so... Bin auch nur einseitig betroffen! dannach kribbelts wieder , es ist alles taub und danach weiß ich nie wies weiter geht...! Fühle mich währendessen so hilfslos gerade weil man selber keine Kontrolle über sich hat...

Dann habe ich noch über 15 mal Tagsüber so kleine Anfälle dessen Namen ich bis heute nicht weiß!
Die äußern sich so... kurz bevor ich sie bekomme habe ich ein ganz komisches Gefühl in der Magengegend und im Kopf! Danach wirds immer stärker und mein Arm aber immer nur der eine bewegt sich Richtung Kopf, mein Gesicht ist auch nur einseitig betroffen! ich halte meine Hand zwar immer damit die anderen Leute nicht denken ich sei bescheuert aber es ist mit sehr viel Kraft verbunden!Mein Auge fängt an zu zucken.Habe meist die Augen dann zu und mein Kopf dreht sich immer zur Seite! Kann es selber auch nicht kontrollieren geschweigedenn die nächsten paar Minuten danach! Habe kein Gefühl in der Hand und keine Kraft !Fühle mich in den sekunden des Anfalls wie eine behinderte Person!!! Sehr unangenehm in der öffentlichkeit! Kann aber immer sagen mir sei schwindelig!!!
wenn mir noch mehr dazu einfällt äußer ich mich nocheinmal... hoffe ich konnte ein wenig beitragen :)

Lg sandra

Re: Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

Teks @, Saturday, 15.12.2007, 01:15 (vor 6824 Tagen) @ sandra

Hallo Sandra und auch an alle anderen ein dickes DANKE für die vielen Einträge.
Ich hätte nicht gedacht das viele von euch so offen sind und war positiv erstaunt soviel erfahren zu dürfen :)
Es hat mir sehr geholfen einen Einblick über die chronische und belastende Krankheit zu erfahren.
Ich arbeite seit kurzer Zeit in zwei Einrichtungen für Behinderte die ebenfals an Epilepsie leiden, aber aufgrund der Behinderung mir diese Erlebnisse nicht schildern können.
Deshalb kam ich in dieses Forum und freue mich das soviele Antworten zu meinem kleinem Eintrag kamen.
Lasst euch nicht unterkriegen, auch wenn diese eigentlich aufgeklärte Welt manchmal unverständliche Reaktionen zeigt.
LG Teks

Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

Anton @, Saturday, 08.12.2007, 22:26 (vor 6830 Tagen) @ Teks

[zitat=Teks]Hi,

ich möchte dieses Jahr über Auswirkungen von epileptischen Anfällen im pädagogischen Alltag schreiben.Natürlich trifft das wort pädagigischer alltag nicht bei jeden zu, aber ich wollte mal Fragen ob ihr durch den Anfällen einschränkungen habt oder hattet (vlt als Kind)? Und wie ihr euch nach-und während eines Anfalls fühlt. Vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen :) Möchte gerne auch mal die andere Seite sehen... LG T.[/zitat]

Hallo,
die Epilepsie hat im gesamten Schul- und Arbeitsleben überhaupt keine Auswirkung. Meistens sind die an Epilepsie erkrankten Kinder wesentlich intelligenter als Kinder ohne dieses Leid. Die Epilepsie kann, sofern sie nicht richtig behandelt und therapiert wird, cerebrale Anfälle auslösen.
Aber gewisse Aussetzer hat jeder Mensch. Ob gesund oder krank. Sonst hätten wir nicht so oft "menschliches Versagen" z. B. als Unfallursache. Ich leide an Epilepsie, aber zum körperlichen Krüppel hat mich gefahren ein aus Deiner Sicht Normaler mit Aufmerksamkeitsmangelsyndrom.
Mit Deinem Irrglauben, hier im Forum nur nicht beschulte, lernschwache oder womöglich geistig Behinderte zu finden, bist Du hier falsch. Wir an Epilepsie Erkrankten haben höchstwahrscheinlich mehr Verstand im Kopf als Du.
Es gibt gesunde Menschen und behinderte Menschen mit Epilepsie. Leider schaffen es wenige mit Mehrfachbehinderungen geborene Menschen nicht, richtig beschult zu werden. Das ist aber kein gesundheitliches Problem der Nichtbeschulten, vielmehr liegt es an den vielen kaum oder gar nicht flexiblen Pädagogen in diesem unseren Lande.
Mit freundlichen Grüßen
Anton

Re: Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

teks @, Saturday, 15.12.2007, 01:27 (vor 6824 Tagen) @ Anton

[zitat=Anton][zitat=Teks]Hi,

ich möchte dieses Jahr über Auswirkungen von epileptischen Anfällen im pädagogischen Alltag schreiben.Natürlich trifft das wort pädagigischer alltag nicht bei jeden zu, aber ich wollte mal Fragen ob ihr durch den Anfällen einschränkungen habt oder hattet (vlt als Kind)? Und wie ihr euch nach-und während eines Anfalls fühlt. Vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen :) Möchte gerne auch mal die andere Seite sehen... LG T.[/zitat]

Hallo,
die Epilepsie hat im gesamten Schul- und Arbeitsleben überhaupt keine Auswirkung. Meistens sind die an Epilepsie erkrankten Kinder wesentlich intelligenter als Kinder ohne dieses Leid. Die Epilepsie kann, sofern sie nicht richtig behandelt und therapiert wird, cerebrale Anfälle auslösen.
Aber gewisse Aussetzer hat jeder Mensch. Ob gesund oder krank. Sonst hätten wir nicht so oft "menschliches Versagen" z. B. als Unfallursache. Ich leide an Epilepsie, aber zum körperlichen Krüppel hat mich gefahren ein aus Deiner Sicht Normaler mit Aufmerksamkeitsmangelsyndrom.
Mit Deinem Irrglauben, hier im Forum nur nicht beschulte, lernschwache oder womöglich geistig Behinderte zu finden, bist Du hier falsch. Wir an Epilepsie Erkrankten haben höchstwahrscheinlich mehr Verstand im Kopf als Du.
Es gibt gesunde Menschen und behinderte Menschen mit Epilepsie. Leider schaffen es wenige mit Mehrfachbehinderungen geborene Menschen nicht, richtig beschult zu werden. Das ist aber kein gesundheitliches Problem der Nichtbeschulten, vielmehr liegt es an den vielen kaum oder gar nicht flexiblen Pädagogen in diesem unseren Lande.
Mit freundlichen Grüßen
Anton[/zitat]

Hallo Anton,

ich galueb da hast du mich etwas missverstanden.
Ich bin nicht auf der suche nach lernschwachen oder womöglich geistig Behinderte, sondern nach ganz normalen Menschen mit der chronischen Krankheit.
Mich hat nur mal interessiert, ob eventuelle Einschränkungen im Alltag geben könnte oder wie sich ein "kleiner" Anfall im westentlichen anfühlt oder welchen Belastungen man ausgesetzt sein könnte nach und wärend eines anfalls.
Wie gesagt, da ich im Betreuten Wohnen erst kurzem tätig bin und ich das allerstemal einen Anfall miterlebt habe, wollte ich mal wissen wie das ist.
Ungünstiger weise arbeite ich mit behinderten zusammen und die können mir dies nunmal nicht schildern.
Das soll jetzt nicht bedeuten das nur behinderte von Epilepsie betroffen sind...jeder Mensch kann davon betroffen sein.

Lg Teks

Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

Marion44 @, Saturday, 08.12.2007, 23:26 (vor 6830 Tagen) @ Teks

[zitat=Teks]Hi,

ich möchte dieses Jahr über Auswirkungen von epileptischen Anfällen im pädagogischen Alltag schreiben.Natürlich trifft das wort pädagigischer alltag nicht bei jeden zu, aber ich wollte mal Fragen ob ihr durch den Anfällen einschränkungen habt oder hattet (vlt als Kind)? Und wie ihr euch nach-und während eines Anfalls fühlt. Vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen :) Möchte gerne auch mal die andere Seite sehen... LG T.[/zitat]

Hallo T-Punkt,

ich habe dir eine private mail geschrieben. Du müsstest genauer sagen wofür Du das von hier benötigst, denn Bücher, Aufsätze und homepages gibt es genügend.

Beste Grüße

Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

Sirius @, Sunday, 09.12.2007, 14:09 (vor 6829 Tagen) @ Teks

[zitat=Anton][zitat=Teks]Hi,

ich möchte dieses Jahr über Auswirkungen von epileptischen Anfällen im pädagogischen Alltag schreiben.Natürlich trifft das wort pädagigischer alltag nicht bei jeden zu, aber ich wollte mal Fragen ob ihr durch den Anfällen einschränkungen habt oder hattet (vlt als Kind)? Und wie ihr euch nach-und während eines Anfalls fühlt. Vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen :) Möchte gerne auch mal die andere Seite sehen... LG T.[/zitat]

Hallo,
die Epilepsie hat im gesamten Schul- und Arbeitsleben überhaupt keine Auswirkung. Meistens sind die an Epilepsie erkrankten Kinder wesentlich intelligenter als Kinder ohne dieses Leid. Die Epilepsie kann, sofern sie nicht richtig behandelt und therapiert wird, cerebrale Anfälle auslösen.
Aber gewisse Aussetzer hat jeder Mensch. Ob gesund oder krank. Sonst hätten wir nicht so oft "menschliches Versagen" z. B. als Unfallursache. Ich leide an Epilepsie, aber zum körperlichen Krüppel hat mich gefahren ein aus Deiner Sicht Normaler mit Aufmerksamkeitsmangelsyndrom.
Mit Deinem Irrglauben, hier im Forum nur nicht beschulte, lernschwache oder womöglich geistig Behinderte zu finden, bist Du hier falsch. Wir an Epilepsie Erkrankten haben höchstwahrscheinlich mehr Verstand im Kopf als Du.
Es gibt gesunde Menschen und behinderte Menschen mit Epilepsie. Leider schaffen es wenige mit Mehrfachbehinderungen geborene Menschen nicht, richtig beschult zu werden. Das ist aber kein gesundheitliches Problem der Nichtbeschulten, vielmehr liegt es an den vielen kaum oder gar nicht flexiblen Pädagogen in diesem unseren Lande.
Mit freundlichen Grüßen
Anton[/zitat]
Lieber Anton,
selbstverständlich kann ein epilepsiekrankes Kind genauso intelligent sein wir ein gesundes, aber wie kannst du behaupten die Erkrankung hätte keinen Einfluss auf den Schulalltag? Nur ein kleines Beispiel: Es wird eine Mathearbeit geschrieben, das erste Drittel fehlerfrei, dann kommt ein kleiner Anfall, fast unbemerkt und das Kind schreibt weiter (Automatismen). Es schreibt hinter zehn Aufgaben als Ergebnis 96 obwohl nach größer oder kleiner als gefragt wurde. Die restlichen Aufgaben werden fehlerfrei gerechnet. Ja, das Kind hat bewiesen das es rechnen kann. Die Arbeit wird aber aufgrund der Fehlerpunkte mit 3 bis 4 bewertet. Und da sagst du die Krankheit habe keinen Einfluss?Ich bin ja schon froh, das endlich mal dein Beitrag nicht mit "ich verstehe dich "angefangen hat, aber besser ist er deshalb trotzdem nicht.
Sirius

Re: Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

teks @, Saturday, 15.12.2007, 01:31 (vor 6824 Tagen) @ Sirius

[zitat=Sirius][zitat=Anton][zitat=Teks]Hi,

ich möchte dieses Jahr über Auswirkungen von epileptischen Anfällen im pädagogischen Alltag schreiben.Natürlich trifft das wort pädagigischer alltag nicht bei jeden zu, aber ich wollte mal Fragen ob ihr durch den Anfällen einschränkungen habt oder hattet (vlt als Kind)? Und wie ihr euch nach-und während eines Anfalls fühlt. Vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen :) Möchte gerne auch mal die andere Seite sehen... LG T.[/zitat]

Hallo,
die Epilepsie hat im gesamten Schul- und Arbeitsleben überhaupt keine Auswirkung. Meistens sind die an Epilepsie erkrankten Kinder wesentlich intelligenter als Kinder ohne dieses Leid. Die Epilepsie kann, sofern sie nicht richtig behandelt und therapiert wird, cerebrale Anfälle auslösen.
Aber gewisse Aussetzer hat jeder Mensch. Ob gesund oder krank. Sonst hätten wir nicht so oft "menschliches Versagen" z. B. als Unfallursache. Ich leide an Epilepsie, aber zum körperlichen Krüppel hat mich gefahren ein aus Deiner Sicht Normaler mit Aufmerksamkeitsmangelsyndrom.
Mit Deinem Irrglauben, hier im Forum nur nicht beschulte, lernschwache oder womöglich geistig Behinderte zu finden, bist Du hier falsch. Wir an Epilepsie Erkrankten haben höchstwahrscheinlich mehr Verstand im Kopf als Du.
Es gibt gesunde Menschen und behinderte Menschen mit Epilepsie. Leider schaffen es wenige mit Mehrfachbehinderungen geborene Menschen nicht, richtig beschult zu werden. Das ist aber kein gesundheitliches Problem der Nichtbeschulten, vielmehr liegt es an den vielen kaum oder gar nicht flexiblen Pädagogen in diesem unseren Lande.
Mit freundlichen Grüßen
Anton[/zitat]
Lieber Anton,
selbstverständlich kann ein epilepsiekrankes Kind genauso intelligent sein wir ein gesundes, aber wie kannst du behaupten die Erkrankung hätte keinen Einfluss auf den Schulalltag? Nur ein kleines Beispiel: Es wird eine Mathearbeit geschrieben, das erste Drittel fehlerfrei, dann kommt ein kleiner Anfall, fast unbemerkt und das Kind schreibt weiter (Automatismen). Es schreibt hinter zehn Aufgaben als Ergebnis 96 obwohl nach größer oder kleiner als gefragt wurde. Die restlichen Aufgaben werden fehlerfrei gerechnet. Ja, das Kind hat bewiesen das es rechnen kann. Die Arbeit wird aber aufgrund der Fehlerpunkte mit 3 bis 4 bewertet. Und da sagst du die Krankheit habe keinen Einfluss?Ich bin ja schon froh, das endlich mal dein Beitrag nicht mit "ich verstehe dich "angefangen hat, aber besser ist er deshalb trotzdem nicht.
Sirius[/zitat]

Hast recht Sirius^^

Re: Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

Andreas S. @, Sunday, 09.12.2007, 17:50 (vor 6829 Tagen) @ Teks

[zitat=Sirius][zitat=Anton]
Hallo,
die Epilepsie hat im gesamten Schul- und Arbeitsleben überhaupt keine Auswirkung. Meistens sind die an Epilepsie erkrankten Kinder wesentlich intelligenter als Kinder ohne dieses Leid. Die Epilepsie kann, sofern sie nicht richtig behandelt und therapiert wird, cerebrale Anfälle auslösen.
Aber gewisse Aussetzer hat jeder Mensch. Ob gesund oder krank. Sonst hätten wir nicht so oft "menschliches Versagen" z. B. als Unfallursache. Ich leide an Epilepsie, aber zum körperlichen Krüppel hat mich gefahren ein aus Deiner Sicht Normaler mit Aufmerksamkeitsmangelsyndrom.
Mit Deinem Irrglauben, hier im Forum nur nicht beschulte, lernschwache oder womöglich geistig Behinderte zu finden, bist Du hier falsch. Wir an Epilepsie Erkrankten haben höchstwahrscheinlich mehr Verstand im Kopf als Du.
Es gibt gesunde Menschen und behinderte Menschen mit Epilepsie. Leider schaffen es wenige mit Mehrfachbehinderungen geborene Menschen nicht, richtig beschult zu werden. Das ist aber kein gesundheitliches Problem der Nichtbeschulten, vielmehr liegt es an den vielen kaum oder gar nicht flexiblen Pädagogen in diesem unseren Lande.
Mit freundlichen Grüßen
Anton[/zitat]
Lieber Anton,
selbstverständlich kann ein epilepsiekrankes Kind genauso intelligent sein wir ein gesundes, aber wie kannst du behaupten die Erkrankung hätte keinen Einfluss auf den Schulalltag? Nur ein kleines Beispiel: Es wird eine Mathearbeit geschrieben, das erste Drittel fehlerfrei, dann kommt ein kleiner Anfall, fast unbemerkt und das Kind schreibt weiter (Automatismen). Es schreibt hinter zehn Aufgaben als Ergebnis 96 obwohl nach größer oder kleiner als gefragt wurde. Die restlichen Aufgaben werden fehlerfrei gerechnet. Ja, das Kind hat bewiesen das es rechnen kann. Die Arbeit wird aber aufgrund der Fehlerpunkte mit 3 bis 4 bewertet. Und da sagst du die Krankheit habe keinen Einfluss?Ich bin ja schon froh, das endlich mal dein Beitrag nicht mit "ich verstehe dich "angefangen hat, aber besser ist er deshalb trotzdem nicht.
Sirius[/zitat]

Hallo,
da muss ich mich Sirius anschließen, Epilepsie hat sehr wohl Auswirken auf schulische Leistungen solange ein Kind nicht anfallsfrei bleibt.
Besagte Automatismen haben bei mir dazu geführt das ich nach der ersten Klasse zwei Jahre auf eine Sonderschule kam da meine Noten immer 4 bis 5 waren. Erst als festgestellt wurde, dass es sich bei mir um keine geistige Einschränkung handelte konnte ich die vierte Klasse auf einer normalen Grundschule abschließen.
Selbstverständlich kann ein Kind mit Epilepsie in der Schule die gleichen Leistungen bringen wie jedes andere, aber nur wenn die gleichen Vorraussetzungen (anfallsfreiheit) gegeben sind und das Glück hat nicht jeder. Ob epilepsiekranke Kinder grundsätzlich intelligenter sind als andere wage ich zu bezweifeln. Es teilt sich denke ich auf, genauso wenig wie man behaupten kann alle Kinder mit Epilepsie sind dumm und alle anderen schlau (um es mal extrem zu sagen) kann man behaupten dass es umgekehrt richtig ist, denn die Epilepsie entscheidet nicht über die Intelligenz, weder zum Guten noch zum Schlechten.
Außerdem denke ich dass Teks' Beitrag nicht so zu verstehen ist dass er um es mal ganz platt zu sagen uns alle für unterbelichtet hält. Denn er hat ja ganz höflich um Erfahrungsberichte gebeten und das finde ich völlig in Ordnung wenn sich jemand mit so einem Thema auseinandersetzt und auch den Mut hat zu fragen, ich meine seien wir mal ehrlich: Das Thema Epilepsie ist in den Medien vorallem dem Fernsehen kaum präsent und daher rührt auch das Unverständnis bei vielen Menschen. Aber wenn jemand wirklich Interesse zeigt halte ich es für falsch ihn dafür anzugreifen.
Gruß
Andreas

Re: Re: Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

Anne @, Monday, 10.12.2007, 10:02 (vor 6829 Tagen) @ Teks

[zitat=Andreas S.][zitat=Sirius][zitat=Anton]
Hallo,
die Epilepsie hat im gesamten Schul- und Arbeitsleben überhaupt keine Auswirkung. Meistens sind die an Epilepsie erkrankten Kinder wesentlich intelligenter als Kinder ohne dieses Leid. Die Epilepsie kann, sofern sie nicht richtig behandelt und therapiert wird, cerebrale Anfälle auslösen.
Aber gewisse Aussetzer hat jeder Mensch. Ob gesund oder krank. Sonst hätten wir nicht so oft "menschliches Versagen" z. B. als Unfallursache. Ich leide an Epilepsie, aber zum körperlichen Krüppel hat mich gefahren ein aus Deiner Sicht Normaler mit Aufmerksamkeitsmangelsyndrom.
Mit Deinem Irrglauben, hier im Forum nur nicht beschulte, lernschwache oder womöglich geistig Behinderte zu finden, bist Du hier falsch. Wir an Epilepsie Erkrankten haben höchstwahrscheinlich mehr Verstand im Kopf als Du.
Es gibt gesunde Menschen und behinderte Menschen mit Epilepsie. Leider schaffen es wenige mit Mehrfachbehinderungen geborene Menschen nicht, richtig beschult zu werden. Das ist aber kein gesundheitliches Problem der Nichtbeschulten, vielmehr liegt es an den vielen kaum oder gar nicht flexiblen Pädagogen in diesem unseren Lande.
Mit freundlichen Grüßen
Anton[/zitat]
Lieber Anton,
selbstverständlich kann ein epilepsiekrankes Kind genauso intelligent sein wir ein gesundes, aber wie kannst du behaupten die Erkrankung hätte keinen Einfluss auf den Schulalltag? Nur ein kleines Beispiel: Es wird eine Mathearbeit geschrieben, das erste Drittel fehlerfrei, dann kommt ein kleiner Anfall, fast unbemerkt und das Kind schreibt weiter (Automatismen). Es schreibt hinter zehn Aufgaben als Ergebnis 96 obwohl nach größer oder kleiner als gefragt wurde. Die restlichen Aufgaben werden fehlerfrei gerechnet. Ja, das Kind hat bewiesen das es rechnen kann. Die Arbeit wird aber aufgrund der Fehlerpunkte mit 3 bis 4 bewertet. Und da sagst du die Krankheit habe keinen Einfluss?Ich bin ja schon froh, das endlich mal dein Beitrag nicht mit "ich verstehe dich "angefangen hat, aber besser ist er deshalb trotzdem nicht.
Sirius[/zitat]

Hallo,
da muss ich mich Sirius anschließen, Epilepsie hat sehr wohl Auswirken auf schulische Leistungen solange ein Kind nicht anfallsfrei bleibt.
Besagte Automatismen haben bei mir dazu geführt das ich nach der ersten Klasse zwei Jahre auf eine Sonderschule kam da meine Noten immer 4 bis 5 waren. Erst als festgestellt wurde, dass es sich bei mir um keine geistige Einschränkung handelte konnte ich die vierte Klasse auf einer normalen Grundschule abschließen.
Selbstverständlich kann ein Kind mit Epilepsie in der Schule die gleichen Leistungen bringen wie jedes andere, aber nur wenn die gleichen Vorraussetzungen (anfallsfreiheit) gegeben sind und das Glück hat nicht jeder. Ob epilepsiekranke Kinder grundsätzlich intelligenter sind als andere wage ich zu bezweifeln. Es teilt sich denke ich auf, genauso wenig wie man behaupten kann alle Kinder mit Epilepsie sind dumm und alle anderen schlau (um es mal extrem zu sagen) kann man behaupten dass es umgekehrt richtig ist, denn die Epilepsie entscheidet nicht über die Intelligenz, weder zum Guten noch zum Schlechten.
Außerdem denke ich dass Teks' Beitrag nicht so zu verstehen ist dass er um es mal ganz platt zu sagen uns alle für unterbelichtet hält. Denn er hat ja ganz höflich um Erfahrungsberichte gebeten und das finde ich völlig in Ordnung wenn sich jemand mit so einem Thema auseinandersetzt und auch den Mut hat zu fragen, ich meine seien wir mal ehrlich: Das Thema Epilepsie ist in den Medien vorallem dem Fernsehen kaum präsent und daher rührt auch das Unverständnis bei vielen Menschen. Aber wenn jemand wirklich Interesse zeigt halte ich es für falsch ihn dafür anzugreifen.
Gruß
Andreas[/zitat]

Hallo Andreas
Ja... wir habe bestimmte Probleme als Epileptiker im Schulaltag!! Dem kann ich Dir voll zustimmen! Ich selber habe es so gespürt, denn man bekommt z.B. Ängste das man Versagen könnte und ganz schlimm ist es bei Prüfungen, und da fangen unsere Probleme schon an! Denn diese Anspannungen gehen fürchterlich an die Supstanz vor allem in jungen Jahren. Ich denke heute noch viel schlimmer weil der Druck von Aussen noch größer ist, man hat einfach nicht die Kraft dagegen anzukämpfen! Ich selber hatte eine sehr gute Cheffin die es verstanden hat mit mir um zu gehen, was zum Beispiel meine Eltern nicht konnten!
Es ist ein sehr langer Lernprozess mit der Epi zu leben ich denke ich weiß wovon ich rede, da ich die ersten Anfälle mit knapp 2 Jahren hatte nach der Pockenimpfung.. dann waren mal ein paar Jahre ein Stillstand und dann kurz vor meinem 12 Lebensjahr ging der Pank ab und seit dem muß ich mit Antileptika leben, aber mein Spruch lautet :
"Ich lebe mit meiner Krankheit und nicht für meine Krankheit"!!
Heute stehe ich in vielem über die Dinge, kann gut mit der Situation leben. Das ist auch Verdienst von meinem Mann und meinen Jungs, sie gaben mir das was man braucht: Liebe, Geborgenheit und ganz.. ganz viel Verständnis!
Ich wünsche allen viel Kraft!
Gruß Anne

Re: Re: Re: Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

sandra @, Monday, 10.12.2007, 12:21 (vor 6829 Tagen) @ Teks

Ihr sagt alle Epileptiker Kinder seien in normalen Schulalltag beeinträchtigt!!!

Ich sehe das anders, ich glaube es liegt wirklich an der Art der Epilepsie und nicht an jeder!!! Ich bin auch seitdem ich 9 bin Epileptikerin und ich hatte nie Probleme in der Schule! Und auch jetzt nie in der Arbeit gehabt! Zu Konzentrationsstörungen haben mich die Antiepileptika gebracht und nicht die Krankheit selbst!

lg

Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

Ane @, Monday, 10.12.2007, 16:12 (vor 6828 Tagen) @ Teks

Ich frage mich wirklich, wie es nun schon wieder sein kann, dass hier eine Diskussion derart ausartet.... geht doch bitte mal auf die Fragestellung von Teks zurück! Was ich an diesem Forum immer wieder sehr schade finde, dass manche Leute nur darauf zu warten scheinen, jemanden persönlich anzugreifen, niederzumachen, aufzutrumpfen, Aussagen fehlinterpretieren.....

Man nimmt einmal folgende Zitate:
"Mit Deinem Irrglauben, hier im Forum nur nicht beschulte, lernschwache oder womöglich geistig Behinderte zu finden, bist Du hier falsch. "
Wo hat Teks Irrglauben im Beitrag kundgetan???

"aus Deiner Sicht Normaler mit Aufmerksamkeitsmangelsyndrom."
Wo hat Teks eine Definition eines Normalen dargelegt? Wie steht es denn mit den Vorurteilen des Schreibers?

"Wir an Epilepsie Erkrankten haben höchstwahrscheinlich mehr Verstand im Kopf als Du."
Spätestens mit so einem Satz glaubt wohl jeder Außenstehende daran, dass...naja wir bleiben konstruktiv....

"Ihr sagt alle Epileptiker Kinder seien in normalen Schulalltag beeinträchtigt!!!"
hat übrigens auch keiner geschrieben

Liebe Grüße und Dank an alle, die um Konstruktivität bemüht sind und anderen helfen oder es zumindest versuchen - Ane

Re: Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

Teks @, Saturday, 15.12.2007, 01:38 (vor 6824 Tagen) @ Ane

[zitat=Ane]Ich frage mich wirklich, wie es nun schon wieder sein kann, dass hier eine Diskussion derart ausartet.... geht doch bitte mal auf die Fragestellung von Teks zurück! Was ich an diesem Forum immer wieder sehr schade finde, dass manche Leute nur darauf zu warten scheinen, jemanden persönlich anzugreifen, niederzumachen, aufzutrumpfen, Aussagen fehlinterpretieren.....

Man nimmt einmal folgende Zitate:
"Mit Deinem Irrglauben, hier im Forum nur nicht beschulte, lernschwache oder womöglich geistig Behinderte zu finden, bist Du hier falsch. "
Wo hat Teks Irrglauben im Beitrag kundgetan???

"aus Deiner Sicht Normaler mit Aufmerksamkeitsmangelsyndrom."
Wo hat Teks eine Definition eines Normalen dargelegt? Wie steht es denn mit den Vorurteilen des Schreibers?

"Wir an Epilepsie Erkrankten haben höchstwahrscheinlich mehr Verstand im Kopf als Du."
Spätestens mit so einem Satz glaubt wohl jeder Außenstehende daran, dass...naja wir bleiben konstruktiv....

"Ihr sagt alle Epileptiker Kinder seien in normalen Schulalltag beeinträchtigt!!!"
hat übrigens auch keiner geschrieben

Liebe Grüße und Dank an alle, die um Konstruktivität bemüht sind und anderen helfen oder es zumindest versuchen - Ane
[/zitat]

Ich danke dir Ane^^
war auchs ehr verwundert darüber aber hab mich auch noch dazu geäußert.
Ich möchte niemanden angreifen und seh epilespie für mich als keine Krankheit oder irgentetwas schlimmes.
Das einzige schlimme ist in meinem Augen die Gesellschaft,die meist unverständliche Reaktionen zeigt...aber das liegt wohl eher an den fehlenden Informationen und Erfahrungen darüber. Man sollte nicht alles zu Herzen nehmen :)
Also Thx nochmal Ane ^^

Re: Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

Anne @, Tuesday, 11.12.2007, 07:10 (vor 6828 Tagen) @ Teks

[zitat=Ane]Ich frage mich wirklich, wie es nun schon wieder sein kann, dass hier eine Diskussion derart ausartet.... geht doch bitte mal auf die Fragestellung von Teks zurück! Was ich an diesem Forum immer wieder sehr schade finde, dass manche Leute nur darauf zu warten scheinen, jemanden persönlich anzugreifen, niederzumachen, aufzutrumpfen, Aussagen fehlinterpretieren.....

Man nimmt einmal folgende Zitate:
"Mit Deinem Irrglauben, hier im Forum nur nicht beschulte, lernschwache oder womöglich geistig Behinderte zu finden, bist Du hier falsch. "
Wo hat Teks Irrglauben im Beitrag kundgetan???

"aus Deiner Sicht Normaler mit Aufmerksamkeitsmangelsyndrom."
Wo hat Teks eine Definition eines Normalen dargelegt? Wie steht es denn mit den Vorurteilen des Schreibers?

"Wir an Epilepsie Erkrankten haben höchstwahrscheinlich mehr Verstand im Kopf als Du."
Spätestens mit so einem Satz glaubt wohl jeder Außenstehende daran, dass...naja wir bleiben konstruktiv....

"Ihr sagt alle Epileptiker Kinder seien in normalen Schulalltag beeinträchtigt!!!"
hat übrigens auch keiner geschrieben

Liebe Grüße und Dank an alle, die um Konstruktivität bemüht sind und anderen helfen oder es zumindest versuchen - Ane
[/zitat]

Hallo Ane
Ich denke mal es wird so manches nicht ganz verstanden! Hier sollte doch eigentlich jeder seine eigene Erfahrungen darstellen. Man kann im algemeinen nie alle Menschen mit Epi vergleichen, da es ja sehr viele verschiedene Arten gibt! Bei diesem Thema Epi - Kinder - Schule- Leistung...gibt es sehr viele verschiedene Erfahrungen oder sehe ich das falsch?
Ich glaube auch das manche meinen mit Epi währe man dumm oder blöde.. nein das ist nicht der Fall, aber es gibt viele die habe im schulischen mit den Lernen probleme wegen der Konzentration, im übrigen gibt es eh keine blöde Menschen denn jeder.. jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen und so hat die Natur einen Ausgleich geschaffen und das ist auch gut so. z.B. Blinde Menschen hören und fühlen besser wie sehende..und sehr viele Menschen mit Epi sind sehr feinfühlig und empfindsam manchmal auch semsibel. Dies müßen alle Menschen akzeptieren, das ist meine persönliche Meinung.

Gruß
Anne

Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

cokie @, Tuesday, 11.12.2007, 12:19 (vor 6828 Tagen) @ Teks

Hallo Teks,

also erstmal ich bin selbst Epileptikerin, hab das wohl schon in der Schulzeit gehabt, wurde aber erst danach diagnostiziert, hab dennoch mein Abi gemacht. Meine Töchter sind auch Epileptiker. Die älteste hatte durch Absencen Konzentrationsschwierigkeiten, dann kam noch Legasthenie dazu und trotz gewaltig hohem IQ hats aus verschiedenen anderen Gründen nur zum Hauptschulabschluß gereicht. Ihr "Hauptproblem" ist und war die Konzentration und das nicht Wahrnehmen des Problems durch die Umwelt - kann aber auch nicht, denn keiner bemerkt Absencen zumal sie sie selbst so gut wie möglich kaschiert (tu ich selbst in der Öffentlichkeit übrigens auch) ABER dann fehlt einem eben ein Stück vom Schulstoff. Dadurch fühlt sie sich oft daneben im wahrsten Sinne des Wortes, hat aber eine sehr sehr soziale Ader entwickelt und meint immer und stets und ständig für alle anderen da sein zu müssen - vielleicht weil im entscheidenden Moment niemand für sie da ist... Meine Jüngste ist eine sehr gute Schülerin. Sie lernt sozusagen im vorbeigehen. Mathematik hat sie in der 2. Klasse bereits den Stoff der 3. Klasse gemacht und jetzt in der Klasse bat mich die Lehrerin einen IQ-Test machen zu lassen und verwies mich mit ihr an die Kinder-uni.... Sie löst Aufgaben von denen sie nie was gehört hat und erklärt mir das sei logisch - da stellen sich mir die Haare zu Berge, hört klassische Musik und erkennt Vivaldi wenn er bei einer Ballettaufführung gespielt wird... Sie ist 9. Sie hat zusätzlich zur generalisierten Absencen-Epi die meine Älteste und ich auch haben noch eine fokale Temporallappen Epi links und die behandelnde Epileptologin meinte der linke Temporallappen sei zuständig für mathematische und musikalische Begabung... Okay soweit. Aber sie hat unerträgliche Kopfschmerzen wenn sie wieder einmal das Empfinden hat alles ringsumher ist viel viel zu laut und wie das alles mal wird, wie sich dieses fokale Dings entwickelt wissen wir noch nicht. Die Nebenwirkungen von den Medikamenten halten sich bei ihr noch in den Grenzen was die Auswirkungen auf ihr Allgemeinbefinden und somit auf den Schulalltag betrifft.
Aber ich will deine Frage mal von einer anderen Seite her beleuchten. Du sprichst vom pädagogischen Alltag... Meinst du vielleicht auch wie es wäre wenn ein Lehrer Epilepsie hat??? Ich habe hier im Forum schon öfter Fragen gelesen, das jemand mit Epi auf Lehramt studiert und dann überlegt ob er auf seinem Weg zur Verbeamtung seine Krankheit angeben muß. Ich habe da so meinen eigenen Standpunkt und zu dem stehe ich immer noch. Ich glaube das es weder für den Lehrer noch für die Kinder gut ist wenn der Lehrer mit einem Grand mal Anfall vor der Klasse zusammen bricht. Mal von der Verantwortung abgesehen die er zum Beispiel bei einem Klassenausflug überhaupt nicht übernehmen kann und darf! Passiert dem epilepsiekranken Lehrer da auch nur eine Absence während er die Schüler über eine Straße leiten soll, er übersieht auch nur ein Auto, die Kinder verlassen sich auf ihn... ich will den Faden gar nicht weiter spinnen. Aber bleiben wir bei dem Beispiel großer Anfall vor der Klasse. Ich weiß wie wenig informiert Direktoren,Lehrer und alle anderen über Epilepsie sind. Und erst recht unsere Kinder. Nach diesem angenommenen Anfall würde zuerst ein Chaos ausbrechen und danach eine regelrechte Hetzjagd von Lehrern, und vorallem Eltern der Schüler auf den betroffenen Lehrer. Es wäre ein unendlich nervtötendes Dilemma. Ein Gezeter um nichts. Leider so ist es bei uns. Mal von dem Schrecken den die Kinder in dem Moment haben, abgesehen, denn das könnte man durch Aufklärung ganz leicht beheben. Aber bei uns wird lieber weg gesehen als aufgeklärt. Ich erscheine hier vermutlich sehr verbittert und bösartig. Aber das hat seinen Grund. Ich habe bei uns in der Grundschule die sich im übrigen "Integrationsschule" nennt Aufklärung versucht. Da ausser meiner Tochter noch andere Kinder mit Epilepsie an dieser Schule sind habe ich der Direktorin ein Informationsgespräch zuersteinmal für die Lehrer vorgeschlagen, ihr auch angeboten meine Neurologin dazuzuholen. Die Direktorin wußte selbst nicht wie sich Absencen äußern und hat mich galant aus ihrem Büro komplimentiert da ihrer Meinung kein Bedarf an sowas besteht! An dieser Schule werden Kinder mit Behinderungen durch Diplompädagogen gefördert. Andrerseits werden den selben Kindern von der Religionslehrerin(!) Strafarbeiten verpasst weil sie aufgrund ihrer Behinderungen zu langsam sind. Das ist der reale Schulalltag. Da haben es nicht nur Kinder mit oder ohne Epilepsie schwer, da sollte jeder der sich überlegt als Epileptiker Lehrer werden zu wollen ob er das verantworten kann. Und im übrigen fühle ich mich nach einem großen Anfall orientierungslos und müde - nicht so das ich vor einer Klasse stehen und unterrichten oder die Verantwortung für Kinder anderer Leute übernehmen könnte.
Viel Glück für das was du vor hast Tecks!
Liebe Grüße Cordula

Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

luki2511 @, Tuesday, 11.12.2007, 21:27 (vor 6827 Tagen) @ Teks

ich muss ehrlich sagen, so ne blöde frage zu stellen is doch net normal.mein vater hat eleptischeanfälle und er fühlt sich danach immer übels scheiße.ich habe sogar angst das der nächste anfall sein letzer sein könnte.

Also menschen mit eleptischenanfällen sind net blöd, das kann i mit guten gewissen sagen da mein vater seine schule mit eins bestanden hat.

Re: Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

Teks @, Saturday, 15.12.2007, 02:09 (vor 6824 Tagen) @ luki2511

[zitat=luki2511]ich muss ehrlich sagen, so ne blöde frage zu stellen is doch net normal.mein vater hat eleptischeanfälle und er fühlt sich danach immer übels scheiße.ich habe sogar angst das der nächste anfall sein letzer sein könnte.

Also menschen mit eleptischenanfällen sind net blöd, das kann i mit guten gewissen sagen da mein vater seine schule mit eins bestanden hat.
[/zitat]

Blöde Fragen stellen nur unerfahrende Leute sry :)
Klar kann ich mir vorstellen das man sich "scheiße" fühlt...aber körperlich scheiße oder auch seelisch? Ich denke nicht jeder fühlt sich gleich schlecht, denke das kommt auch drauf an unter welcher Epilepsie man leidet und wie man selbst damit am besten umgeht oder nicht?
Sorry aber blöd sollte die frage nicht rüber kommen.

Lg Teks

Re: Re: Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

Maik @, Saturday, 15.12.2007, 19:44 (vor 6823 Tagen) @ Teks

[zitat=Teks][zitat=luki2511]ich muss ehrlich sagen, so ne blöde frage zu stellen is doch net normal.mein vater hat eleptischeanfälle und er fühlt sich danach immer übels scheiße.ich habe sogar angst das der nächste anfall sein letzer sein könnte.

Also menschen mit eleptischenanfällen sind net blöd, das kann i mit guten gewissen sagen da mein vater seine schule mit eins bestanden hat.
[/zitat]

Wer fragt wirkt für einen Moment dumm,wer nicht fragt bleibt es sein Leben lang

Blöde Fragen stellen nur unerfahrende Leute sry :)
Klar kann ich mir vorstellen das man sich "scheiße" fühlt...aber körperlich scheiße oder auch seelisch? Ich denke nicht jeder fühlt sich gleich schlecht, denke das kommt auch drauf an unter welcher Epilepsie man leidet und wie man selbst damit am besten umgeht oder nicht?
Sorry aber blöd sollte die frage nicht rüber kommen.

Lg Teks[/zitat]

Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

Teks @, Saturday, 15.12.2007, 02:02 (vor 6824 Tagen) @ Teks

[zitat=Teks]Hi,

ich möchte dieses Jahr über Auswirkungen von epileptischen Anfällen im pädagogischen Alltag schreiben.Natürlich trifft das wort pädagigischer alltag nicht bei jeden zu, aber ich wollte mal Fragen ob ihr durch den Anfällen einschränkungen habt oder hattet (vlt als Kind)? Und wie ihr euch nach-und während eines Anfalls fühlt. Vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen :) Möchte gerne auch mal die andere Seite sehen... LG T.[/zitat]

Sry zur verbesserung:
Auswirkungen von epileptischen Anfällen im Alltag
(psychische und physische siehe Eintrag von Sandra >super Beispiel<, gibt es Einschränkungen (z.B. in der Freizeit)zur eigenen Vorbeugung der Verletzungen (trifftnicht bei jedem zu)

Re: Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

cokie @, Saturday, 15.12.2007, 16:58 (vor 6823 Tagen) @ Teks

[zitat=Teks][zitat=Teks]Hi,

ich möchte dieses Jahr über Auswirkungen von epileptischen Anfällen im pädagogischen Alltag schreiben.Natürlich trifft das wort pädagigischer alltag nicht bei jeden zu, aber ich wollte mal Fragen ob ihr durch den Anfällen einschränkungen habt oder hattet (vlt als Kind)? Und wie ihr euch nach-und während eines Anfalls fühlt. Vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen :) Möchte gerne auch mal die andere Seite sehen... LG T.[/zitat

Sry zur verbesserung:
Auswirkungen von epileptischen Anfällen im Alltag
(psychische und physische siehe Eintrag von Sandra >super Beispiel<, gibt es Einschränkungen (z.B. in der Freizeit)zur eigenen Vorbeugung der Verletzungen (trifftnicht bei jedem zu)

[/zitat]

Hallo nochmal Teks,

ohne das "pädagogische" vor dem Alltag ist deine Frage für mich eine etwas persönlichere... andere eben. Ich habe ne Weile in mich rein überlegt. Und sag ja, ich hab Einschränkungen. Leider sogar jede Menge. Aber ich weiß von meiner Epi nun schon fast 19 Jahre. Meine Einschränkungen wahrnehmen "will" und spüre ich erst seit ungefähr 2 Jahren. Erstnachdem mein physischer Zustand soweit ruiniert war - durch ein Medi, das mich für lange Zeit Anfallsfrei gehalten hat. Dann aber mußte das Medi weg, die organischen Schäden mußten wieder in den Griff bekommen werden und ich habe seither wieder und jetzt mit voller Wucht mit Anfällen, ihren Auswirkungen, mit den neuen Antiepileptika und ihren Nebenwirkungen zu kämpfen. Was sind nun meine Einschränkungen. Haupteinschränkung durch alles das kann ich nicht mehr Arbeiten gehen. Ich bin 41. Hab mal Abi gemacht und nen vielseitigen Beruf gelernt und immer 40 Stunden geschafft, 3 Kinder bekommen und großgezogen und die Familie gemanagt - ich bin von 100 auf 0 ausgebremst worden, es läuft alles auf Sparflamme, sozusagen auf Notbesetzung. Ich krieg grad noch so den Haushalt hin und verlier auch da oft den Überblick, hab zu nix mehr Lust und fühle mich oft einfach wertlos... Und da zeigt sich schon das nächste.Wenn viele kleine Anfälle meine Tage "bereichern" haben sie die Depris im Schlepptau. Die psychischen Einschränkungen. Die kleinen Anfälle sind bei mir Absencen von unterschiedlicher Häufigkeit und Stärke. Manche bekome ich mit, manche nicht. Oft fehlt mir der Faden, dann ist es schwer in Gesprächen mit zukommen, wenn ich mich zu solchen Zeiten überhaupt noch in Gesellschaft traue. Aber auch im Gespräch in der Familie macht das Probleme. Ich kann dann kaum noch folgen. Dagegen können die mir dann kaum noch folgen wenns mir dann mal ein Tag gut geht, weil ich dann die Zeit nutzen will und an diesem Tag oft komplett abgedreht bin... Was meine Familie zum Glück ganz gut mit mir aushält und mit zieht mittlerweile. Bevor es bei mir zu einem Grand mal kommt habe ich meist eine längere Zeit mit hunderten von Absencen. atte ich einen GM kommt danach der erholsame Schlaf und danach fühle ich mich seelisch oft erleichtert. Vielleicht weil ich weiß jetzt ist erst mal wieder Ruhe. Körperlich bin ich dafür total im Ar.... sprich Muskelkater für Tage und meist auch ne aufgebissene Zunge. Aber mit Medis nicht so stark wie ohne. Das schlimmste aber wie gesagt für mich die seelische Geschichte. Es belastet total, eigentlich fühle mich noch sehr jung, aber es geht einfach nix mehr. Wie ein neu neugebauter Rennflitzer dem sie ne altersschwache Batterie eingebaut haben, die man nicht mehr richtig laden kann...
Naja das triffts einigermaßen. Sorry dass ich wieder soviel geschrieben habe, - gestern hat ich nen schlechten Tag- heut dafür nen guten zum schreiben.
Danke fürs Zuhören ...oder besser Lesen ;-)
Liebes Grüßle Cordula

Re: Re: Re: Epilepsie-Wie geht es euch nach-und während eines Anfalls

Teks @, Saturday, 15.12.2007, 20:14 (vor 6823 Tagen) @ cokie

[zitat=cokie][zitat=Teks][zitat=Teks]Hi,

ich möchte dieses Jahr über Auswirkungen von epileptischen Anfällen im pädagogischen Alltag schreiben.Natürlich trifft das wort pädagigischer alltag nicht bei jeden zu, aber ich wollte mal Fragen ob ihr durch den Anfällen einschränkungen habt oder hattet (vlt als Kind)? Und wie ihr euch nach-und während eines Anfalls fühlt. Vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen :) Möchte gerne auch mal die andere Seite sehen... LG T.[/zitat

Sry zur verbesserung:
Auswirkungen von epileptischen Anfällen im Alltag
(psychische und physische siehe Eintrag von Sandra >super Beispiel<, gibt es Einschränkungen (z.B. in der Freizeit)zur eigenen Vorbeugung der Verletzungen (trifftnicht bei jedem zu)

[/zitat]

Hallo nochmal Teks,

ohne das "pädagogische" vor dem Alltag ist deine Frage für mich eine etwas persönlichere... andere eben. Ich habe ne Weile in mich rein überlegt. Und sag ja, ich hab Einschränkungen. Leider sogar jede Menge. Aber ich weiß von meiner Epi nun schon fast 19 Jahre. Meine Einschränkungen wahrnehmen "will" und spüre ich erst seit ungefähr 2 Jahren. Erstnachdem mein physischer Zustand soweit ruiniert war - durch ein Medi, das mich für lange Zeit Anfallsfrei gehalten hat. Dann aber mußte das Medi weg, die organischen Schäden mußten wieder in den Griff bekommen werden und ich habe seither wieder und jetzt mit voller Wucht mit Anfällen, ihren Auswirkungen, mit den neuen Antiepileptika und ihren Nebenwirkungen zu kämpfen. Was sind nun meine Einschränkungen. Haupteinschränkung durch alles das kann ich nicht mehr Arbeiten gehen. Ich bin 41. Hab mal Abi gemacht und nen vielseitigen Beruf gelernt und immer 40 Stunden geschafft, 3 Kinder bekommen und großgezogen und die Familie gemanagt - ich bin von 100 auf 0 ausgebremst worden, es läuft alles auf Sparflamme, sozusagen auf Notbesetzung. Ich krieg grad noch so den Haushalt hin und verlier auch da oft den Überblick, hab zu nix mehr Lust und fühle mich oft einfach wertlos... Und da zeigt sich schon das nächste.Wenn viele kleine Anfälle meine Tage "bereichern" haben sie die Depris im Schlepptau. Die psychischen Einschränkungen. Die kleinen Anfälle sind bei mir Absencen von unterschiedlicher Häufigkeit und Stärke. Manche bekome ich mit, manche nicht. Oft fehlt mir der Faden, dann ist es schwer in Gesprächen mit zukommen, wenn ich mich zu solchen Zeiten überhaupt noch in Gesellschaft traue. Aber auch im Gespräch in der Familie macht das Probleme. Ich kann dann kaum noch folgen. Dagegen können die mir dann kaum noch folgen wenns mir dann mal ein Tag gut geht, weil ich dann die Zeit nutzen will und an diesem Tag oft komplett abgedreht bin... Was meine Familie zum Glück ganz gut mit mir aushält und mit zieht mittlerweile. Bevor es bei mir zu einem Grand mal kommt habe ich meist eine längere Zeit mit hunderten von Absencen. atte ich einen GM kommt danach der erholsame Schlaf und danach fühle ich mich seelisch oft erleichtert. Vielleicht weil ich weiß jetzt ist erst mal wieder Ruhe. Körperlich bin ich dafür total im Ar.... sprich Muskelkater für Tage und meist auch ne aufgebissene Zunge. Aber mit Medis nicht so stark wie ohne. Das schlimmste aber wie gesagt für mich die seelische Geschichte. Es belastet total, eigentlich fühle mich noch sehr jung, aber es geht einfach nix mehr. Wie ein neu neugebauter Rennflitzer dem sie ne altersschwache Batterie eingebaut haben, die man nicht mehr richtig laden kann...
Naja das triffts einigermaßen. Sorry dass ich wieder soviel geschrieben habe, - gestern hat ich nen schlechten Tag- heut dafür nen guten zum schreiben.
Danke fürs Zuhören ...oder besser Lesen ;-)
Liebes Grüßle Cordula[/zitat]


HI Cordula,

erstmal ein riesiges danke für deine großen Einträge und für deine offene Art die mir einen einblick verschaffen lässt. Es hilft mir aufjeden fall sehr viel weiter als in Büchern zu welzen die Doktoren verfasst haben.
Das es dich an manchen tagen hart trifft, ist natürlich nicht sehr aufmunternd, aber wie du bereits geschrieben hast, hast du eine Familie die zu dir hält und das sollte man nicht missen :)
Lass dich nicht unterkriegen!
LG Teks