Keppra Depresionen

Leonardo @, Monday, 07.01.2008, 14:20 (vor 6800 Tagen)

Hi
Ich weis die themen wiederholen sich und trozdem hoffe ich auf verständnis.
Ich nehme seit 3 monaten keppra und hab natürlich mir alles durchgelesen und trozdem weiss ich nicht ob meine depressionen die auftreten wirklich das medikament verursacht haben oder es nur einbildung ist, durch die scheidung meiner Eltern.
Ich zweifel seit einieger zeit auch mit meiner an meinem gesunden menschenverstand. Ich bin 24 zum besseren verständnis.
Ich brauche dringend hilfe weil mir mein Leben durch die Finger gleitet.
Ich lebe alleine und ich bin total faul und könnt echt die ganze zeit heulen weil ich einfach nicht machen kann was ich will. Ich muss gegen mich selber kämpfen und das macht mich fertig. Ich erzähle es niemanden weil ich mich schäme.
Ich habe Konservative vorstellungen und bin sehr höfflich(manieren sind mir nicht fremd), ebenso mache ich wohl den anschein als ob ich sehr intelligent wäre, nur weil ich musisch und künstlerisch begabt sein soll was ich aber von mir selber nicht denke. Viele Leute sagen mir was für eine einzigartige Person ich doch bin und wissen nicht, dass ein wrack in mir steckt. Mit sowas kann ich nicht länger umgehen, daher auch die scham Leute zu enttäuschen. Ich weis nicht weiter und ich suche nach etwas das mir zeigt wie ich weitermachen kann. Diese Epilepsie habe ich nun schon seit 10 Jahren und ich verstehe nicht ob es ein Fluch oder Segen ist für mich, den ichb in eigentlich auch ein guter sportler habe aber jetzt knie probleme durch einen Sturz(Grandmal lässt grüßen), ich kann nicht mehr rennen weil irgend wann mein Knie knackst und die schmerzen mich zu boden werfen. Ich bin voll schlank weil ich geldprobleme habe von denen ich niemand erzähle, weil es mir peinlich ist.
Vielleicht hilft es mir auch nur wenn ich weis das jemand dieses liest, vielleicht schreibt mir auch jemand der mir einen weg weist.

Im moment schreibe ich auf keinen fall traurig, mir geht es sehr gut. Ich bin nur sehr ratlos und es gibt viele fragen auf die ich keine antwort habe und ich denke das viele menschen mir oft antworten geben die sie selber nicht verstehen. Ist verständlich wenn niemand zurückschreiben möchte...ist auch sehr viel text für ein Forum, wer weiß ob jemand bis hierhin gekommen ist, aber vielleicht schreibe ich mir auch selber.
Naja, ein frohes neues an euch alle da draussen und möge dieses Jahr euch sehr viel glück bereiten und nicht nur dieses.
Bis dann
Leo

Re: Keppra Depresionen

Luigi @, Monday, 07.01.2008, 14:53 (vor 6800 Tagen) @ Leonardo

Hallo Leo,
ich nehme erst seit einigen Tagen Keppra, kann also noch keine Erfahrungen weitergeben. Kann mir aber nicht vorstellen, dass Deine derzeitigen depressiven Verstimmungen von dem Medikament kommen sollen. Es klingt eher so, als hättest Du schon länger Probleme mit Dir selbst.
Bin auch gerade auf der Suche nach Unterstützung wegen Konzentraitons- und Gedächtnisstörungen. Habe schon über Gesprächstherapie nachgedacht. Vielleicht hilft Dir auch so etwas wie eine Selbsthilfegruppe. Selbst Betroffene verstehen vielleicht die Probleme der anderen besser.
Laß den Kopf nicht hängen, es wird immer wieder Tag.
Gruß Luigi

Re: Keppra Depresionen

teufelchennec @, Monday, 07.01.2008, 20:38 (vor 6800 Tagen) @ Leonardo

hallo, ich weis wovon du redest, unser sohn hat seit 3 jahren epi durch einen schweren autounfall verursacht, er muss auch keppra nehmen und noch andere medis dazu aber seit er keppra nimmt, ist er oft abwesend und nicht ansprechbar und auch müde und schlapp. ob die deppresionen davon kommen kann ich leider nicht sagen denn unser sohn kann seit dem unfall auch nicht mehr sprechen. aber die anzeigen für lustlosigkeit und müdigkeit weist er auch auf. bist du denn überhaupt einstellbar mit medikamenten oder nicht, denn in vogtareuth bei wasserburg am inn ist in der nähe von münchen gibts eine echt gute klinik da ist unser sohn im mom auch wieder die sind da top was epilepsie angeht.
lg und lass den kopf nicht hängen.[zitat=Leonardo]Hi
Ich weis die themen wiederholen sich und trozdem hoffe ich auf verständnis.
Ich nehme seit 3 monaten keppra und hab natürlich mir alles durchgelesen und trozdem weiss ich nicht ob meine depressionen die auftreten wirklich das medikament verursacht haben oder es nur einbildung ist, durch die scheidung meiner Eltern.
Ich zweifel seit einieger zeit auch mit meiner an meinem gesunden menschenverstand. Ich bin 24 zum besseren verständnis.
Ich brauche dringend hilfe weil mir mein Leben durch die Finger gleitet.
Ich lebe alleine und ich bin total faul und könnt echt die ganze zeit heulen weil ich einfach nicht machen kann was ich will. Ich muss gegen mich selber kämpfen und das macht mich fertig. Ich erzähle es niemanden weil ich mich schäme.
Ich habe Konservative vorstellungen und bin sehr höfflich(manieren sind mir nicht fremd), ebenso mache ich wohl den anschein als ob ich sehr intelligent wäre, nur weil ich musisch und künstlerisch begabt sein soll was ich aber von mir selber nicht denke. Viele Leute sagen mir was für eine einzigartige Person ich doch bin und wissen nicht, dass ein wrack in mir steckt. Mit sowas kann ich nicht länger umgehen, daher auch die scham Leute zu enttäuschen. Ich weis nicht weiter und ich suche nach etwas das mir zeigt wie ich weitermachen kann. Diese Epilepsie habe ich nun schon seit 10 Jahren und ich verstehe nicht ob es ein Fluch oder Segen ist für mich, den ichb in eigentlich auch ein guter sportler habe aber jetzt knie probleme durch einen Sturz(Grandmal lässt grüßen), ich kann nicht mehr rennen weil irgend wann mein Knie knackst und die schmerzen mich zu boden werfen. Ich bin voll schlank weil ich geldprobleme habe von denen ich niemand erzähle, weil es mir peinlich ist.
Vielleicht hilft es mir auch nur wenn ich weis das jemand dieses liest, vielleicht schreibt mir auch jemand der mir einen weg weist.

Im moment schreibe ich auf keinen fall traurig, mir geht es sehr gut. Ich bin nur sehr ratlos und es gibt viele fragen auf die ich keine antwort habe und ich denke das viele menschen mir oft antworten geben die sie selber nicht verstehen. Ist verständlich wenn niemand zurückschreiben möchte...ist auch sehr viel text für ein Forum, wer weiß ob jemand bis hierhin gekommen ist, aber vielleicht schreibe ich mir auch selber.
Naja, ein frohes neues an euch alle da draussen und möge dieses Jahr euch sehr viel glück bereiten und nicht nur dieses.
Bis dann
Leo[/zitat]

Re: Keppra Depresionen

Anja @, Monday, 07.01.2008, 21:36 (vor 6800 Tagen) @ Leonardo

Hi,

Deine Beschreibung klingt mir auch eher so, als hättest Du ein generelles Problem - ob das nun eine Depression ist vermag ich als Laie nicht zu sagen.

Aus eigener Erfahrung und auch hier aus dem Forum weiß ich allerdings, dass Keppra einen schon verändert: Ich war zum einen oft sehr müde und daher antriebslos, zum anderen überaus reizbar und aggressiv - nach zehn Wochen habe ich dann Keppra nach Absprache mit dem Neurologen abgesetzt - die Symptome verschwanden schnell.

LG

Anja

[zitat=Leonardo]Hi
Ich weis die themen wiederholen sich und trozdem hoffe ich auf verständnis.
Ich nehme seit 3 monaten keppra und hab natürlich mir alles durchgelesen und trozdem weiss ich nicht ob meine depressionen die auftreten wirklich das medikament verursacht haben oder es nur einbildung ist, durch die scheidung meiner Eltern.
Ich zweifel seit einieger zeit auch mit meiner an meinem gesunden menschenverstand. Ich bin 24 zum besseren verständnis.
Ich brauche dringend hilfe weil mir mein Leben durch die Finger gleitet.
Ich lebe alleine und ich bin total faul und könnt echt die ganze zeit heulen weil ich einfach nicht machen kann was ich will. Ich muss gegen mich selber kämpfen und das macht mich fertig. Ich erzähle es niemanden weil ich mich schäme.
Ich habe Konservative vorstellungen und bin sehr höfflich(manieren sind mir nicht fremd), ebenso mache ich wohl den anschein als ob ich sehr intelligent wäre, nur weil ich musisch und künstlerisch begabt sein soll was ich aber von mir selber nicht denke. Viele Leute sagen mir was für eine einzigartige Person ich doch bin und wissen nicht, dass ein wrack in mir steckt. Mit sowas kann ich nicht länger umgehen, daher auch die scham Leute zu enttäuschen. Ich weis nicht weiter und ich suche nach etwas das mir zeigt wie ich weitermachen kann. Diese Epilepsie habe ich nun schon seit 10 Jahren und ich verstehe nicht ob es ein Fluch oder Segen ist für mich, den ichb in eigentlich auch ein guter sportler habe aber jetzt knie probleme durch einen Sturz(Grandmal lässt grüßen), ich kann nicht mehr rennen weil irgend wann mein Knie knackst und die schmerzen mich zu boden werfen. Ich bin voll schlank weil ich geldprobleme habe von denen ich niemand erzähle, weil es mir peinlich ist.
Vielleicht hilft es mir auch nur wenn ich weis das jemand dieses liest, vielleicht schreibt mir auch jemand der mir einen weg weist.

Im moment schreibe ich auf keinen fall traurig, mir geht es sehr gut. Ich bin nur sehr ratlos und es gibt viele fragen auf die ich keine antwort habe und ich denke das viele menschen mir oft antworten geben die sie selber nicht verstehen. Ist verständlich wenn niemand zurückschreiben möchte...ist auch sehr viel text für ein Forum, wer weiß ob jemand bis hierhin gekommen ist, aber vielleicht schreibe ich mir auch selber.
Naja, ein frohes neues an euch alle da draussen und möge dieses Jahr euch sehr viel glück bereiten und nicht nur dieses.
Bis dann
Leo[/zitat]

Re: Re: Keppra Depresionen

Leonardo @, Tuesday, 08.01.2008, 03:49 (vor 6800 Tagen) @ Anja

Ich selber merke auch das ich agressiver geworden bin und meine wut immer unterdrücke und es mir immer schwerer fällt, aber andere menschen sollten das nicht ausbaden, "sie meinen es nicht böse" sage ich mir immer um mich zu beruhigen. Kann gut sein das ich ein generelles Problem habe und ich hoffe es und vielleicht kann ich es lösen damit alles besser wird. Ist zu lesen, dass ich wohl ein genereles Problem habe, könnt ihr mir glauben.
Das mit dem Autounfall tut mir leid, ich hoffe es wird besser, hoffe ich wirklich. Ich selber bin in der bonne rUni Klinik und die hat auch keinen schlechten ruf sagt man wohl, ich hoffe wirklich das es auch stimmt. Ichbin mit meinem Aruzt total zufrieden, echt ein netter Mensch und das ist mir sehr wichtig.
Was für ein Problem mag ich wohl haben??? Was meint ihr???
Alles gute

Re: Re: Re: Keppra Depresionen

hardy @, Tuesday, 08.01.2008, 09:40 (vor 6800 Tagen) @ Leonardo

keppra macht auf jeden fall aggressiv,ruhelos aber gleichzeitig antriebslos,d.h. man will irgendetwas machen doch nach 5 minuten hat mann keinen bock mehr!
ich nehme jetzt 3000 mg keppra+2900 mg valproat am tag und laufe die ganze zeit benommen durch die gegend.ich hoffe die nebenwirkungen werden in den nächsten wochen noch nachlassen.schöne grüsse Hardy

Re: Keppra Depresionen

cokie @, Wednesday, 09.01.2008, 00:23 (vor 6799 Tagen) @ Leonardo

Hallo Leonardo,

ich nehme auch Keppra und Topamax. Im Waschzettel von allen beiden steht dass sie zu Depris in all ihren Facetten führen können. Wenn ich deinen Beitrag so lese meine ich, ich erlebe gerade mich selber wie ich gerade dabei bin mich in eine ganz dicke Depriphase hineinzumanövrieren. Deine Gedanken sind mir sehr bekannt. Es ist als ob man sich selbst beobachten und gleichzeitig im Namen anderer beurteilt, zum Teil verurteilt und schon ist man dabei sich zurückzuziehen, weil man sich ja so keinem zumuten will man sich eigentlich für wertlos und nutzlos hält .... man blockiert sich selber ohne es zu merken ... und da stehe ich dann, ob es in meiner Küche oder mitten in einem Supermarkt ist und heule mit mühsam unterdrückten Tränen lautlos vor mich hin und wenn ich der Welt entfliehen schaffe und mir die Menschen um mich unbewußt auch nur die kleinste Chance bieten noch mehr an mir zu zweifeln, verfalle ich dann in richtige Weinattacken... Ich mache ein Gesprächstherapie und ich kann dir nur empfehlen Leonardo ganz schnell zu deinem Neurologen zu gehen dich zu überwinden und dich ihm anzuvertrauen!!! Mit Depressionen ist nicht zu spassen. Sie sind wie ein Strudel, die einen immer tiefer ziehen, wenn man sich nicht wehren schafft. Bei mir kommen sie trotz Gesprächstherapie Schubweise immer wieder. Erst vor kurzem trafen bei mir mehrere negativ-Ereignisse aufeinander die mein Seelenleben so angriffen(anderen wären sie nie aufgefallen) und mir auch wieder mehrere kleine Anfälle bescherten. Mißerfolg zieht runter und schwubs schon war ich wieder drin in den Depris. Naja aber Gesprächstherapie ist nur 1x im Monat. Der Erfolg einer Stunde hält leider nicht ewig. Ich bin zwar in der glücklichen Lage einen tollen Mann und Kinder zu haben die echt eine tolle Familie sind - und trotzdem kriegen mich die Depries immer wieder - es ist kaum zu verstehen. Der letzte Schub war für mich so heftig das ich beschlossen habe mir wieder Antidepressiva geben zu lassen.Ich habe diese Medis schon mal genommen und mußte sie wegen meiner Lebergeschichte absetzten. Jetzt wo meine Leberwerte wieder im grünen Bereich sind, will ich sie aber wieder nehmen. Das was ich das letzte mal mit den Depris hatte muß ich nicht haben und meine Neurologin sagte mir, dass es als Nebenwirkung von Keppra und Topamax immer wieder zu Depressionsschüben bei mir kommen kann. Depressionen sind nichts das man greifen und rausschneiden kann. Das muß nicht jeder als Nebenwirkung kriegen, wenn aber jemand eh schon eine sensible Veranlagung hat, dann ist er da wohl noch eher "anfälliger" dafür. Geh zum Arzt Leonardo und lass dir helfen! Wobei das Schreiben auch nicht schlecht ist. Nicht nur hier im Forum - Egal wie lang im übrigen das ist doch jedem freigestellt - ich schreibe auch. Auch für mich selbst. Wenn es mir gar nicht gut geht, setz ich mich hin und schreibe alles auf so wie es mir in den Kopf kommt. Das mache ich schon seit Jahren und es hat mir immer geholfen "es" los zu werden. Seit einiger Zeit nun schreibe ich an einem Buch... nicht irgendein psychodelisches Werk, Gedichte oder irgendnem Ratgeber... ich schreibe eine Art Krimmi. Ich habe mir ein Ziel gesetzt. Und wenn es jeden Tag nur ein paar Zeilen sind. Es tut mir wahnsinnig gut. Es baut auf. Auch das ist eine Art Therapie.
Ich wünsche dir das du deinen Weg zu dir wieder findest. Lass dich nicht gehen, die Medis können durchaus Schuld an den Depris sein - egal ob du eine Veranlagung dazu hast oder nicht (Grundproblem klingt übrigens bescheiden...lt. verschiedener Statistiken reicht es schon Epileptiker zu sein um anfälliger für Depressionen zu sein als andere, denn schließlich wird man ja von vielen als "anders" angesehen muß damit umgehen und und und...) aber tu was dagegen, es lohnt sich immer für dich!

Liebes Grüßle Cordula

Re: Re: Keppra Depresionen

Leonardo @, Friday, 11.01.2008, 17:49 (vor 6796 Tagen) @ cokie

Danke für die ganzen antworten und ich werde auf jedenfall mit mal ne vertaruensperson suchen.
Gehen diese nebenwirkungen nicht vorbei?? aggresivität .....