Oligoepilepsie-Was tun???

Janine @, Sunday, 13.01.2008, 11:29 (vor 6795 Tagen)

Hallo, ich weiß nicht wirklich weiter.Hoffe hier kann mir jemand helfen.Bin für alle Ratschläge dankbar.
Ich hatte meinen ersten Anfall 2003(mit 19), während meiner praktischen Abschlussprüfung zur Hotelfachfrau(schwarz vor Augen, Kopf zur linken Seite gedreht, nicht steuerbar, umgefallen, Bewusstseinsverlußt ca.15 min., Verwirrtheit nach aufwecken durch Sanitäter, kurzzeitige Amnesie). Nach zwei Stunden in der Klinik war ich wieder voll anprechbar und wusste alles wieder(Name, Adresse, Datum, etc..).Ärzte diagnostizierten Stress, bin nicht auf Epilepsie getestet worden.Danach wurde ich wieder mit eigenem Fahrzeug heim geschickt(100km).
2006(mit 22) hatte ich meinen zweiten Anfall in meiner Wohnung, während ich vom Wohnz. zur Küche lief(Punkte vor Augen, Schwindel,Kopf auf linke Seite(war wieder nicht steuerbar), konnte meinem Freund noch sehr leise mitteilen das es mir nicht gut ginge, konnte aber nicht zu ihm schauen, konnte mich nicht mehr kontrolliert bewegen, kurz darauf schwarz vor Augen und ab dann Bewusstseinsverlußt, Freund hat beschrieben das ich zusammensackte, zitterte(10 min am ganzen Körper), spuckte(blutig), und ca.20 min ohne Bewusstsein).Bei Eintreffen der Sanitäter war ich verwirrt, wußte weder Name, noch Datum oder Hausarzt.Habe die ganze Zeit nur komische Sachen erzählt und es gelang mir nicht ernsthaft zu bleiben(nicht steuerbar).Amnesie dauerte diesmal dreimal so lang wie beim ersten Mal und ich fühlte mich schlapp und geschafft wie als wäre ich einen Marathon gelaufen.
Einen Tag später(blieb in der Klinik) wusste ich wieder fast alles, nur ein paar Gedächtnisslücken blieben noch ein paar Tage.EEG zeigte auf einer Seite maximalen Ausschlag, andere Seite fast glatte Linie.Biopsie und MRT ohne Ergebniss.
Ärzte rieten mir dringendst zu einer medikamentösen Behandlung.Habe abgelehnt, darf kein Auto fahren(tue es dennoch:(( Was soll ich tun? Setze ich mein Leben ohne Medikamente aufs Spiel?? Will noch keine Medikamente nehmen, bin doch erst 24.
Bitte um Rat..

Re: Oligoepilepsie-Was tun???

Robert Heinrichs @, Sunday, 13.01.2008, 17:12 (vor 6794 Tagen) @ Janine

Hallo Janine,
2, 14, 23 oder 40. Es ist in jedem Alter blöd diese Krankheit zu bekommen. Aber gegenüber anderen Krankheiten haben wir noch die Chance hier unser Leben zu verlängern und durchaus sehr lebenswert und angenehm hinzubekommen. Leider führt dieser Weg zum derzeitigen medizinischen Standtpunkt über die Medikamentenschiene.. Sie schaffen es die Häufikkeit zu reduzieren, teilweise sogar sie völlig in den Griff zu bekommen. Gibt aber auch positive Erfahrungen ohne Medikamente, aber hier ist es eher die berühmte Nadel im Heuhaufen.
Du hast einen Freund, der offenbar zu Dir hält, eine sehr gute Ausgangsbasis. Informiere Dich selber bei drei verschiedenen Ärzten über die (Neben)wirkung der Medikamente, das beruhigt. Aber vor allen Dingen, lasse bitte die Finger vom Auto. Was Du jetzt noch als trotzige Tat ansiehst, kann für irgendjemand schnell tödlich enden. Im Zweifelsfalle für Dich.
"Las den Kopf nicht hängen" kommt in unserem Fall vieleicht als unpassender Spruch daher, ist aber durchaus ernst gemeint.
Beste Grüße, Robert

Re: Re: Oligoepilepsie-Was tun???

Oliver @, Sunday, 13.01.2008, 18:23 (vor 6794 Tagen) @ Janine

- ärzte haben ein interesse, menschen krank zu machen und krank zu halten, nur dann verdienen sie und machen Umsatz
- Ärzte verdienen auch an Pharmaumsätzen, je mehr Pillen sie verschreiben umso höher der verdienst
- meine freundin hatte exakt diesselben harmlosen Anfälle, im Krankenhaus wurde sie durch Überdosierung mit valiumderivat zum Pflegefall mit Pflegebett und Katheter und Magensonde
- ich empfehle alternative Behandlungen, östliche Medizin, Ruhe bewahren und fernhalten von der verbrecherischen, menschenverachtenden medikamentenvolldröhnung
- die dummheit der westlichen medizin ist grenzenlos

Re: Oligoepilepsie-Was tun???

Anke S. @, Sunday, 13.01.2008, 19:10 (vor 6794 Tagen) @ Janine

Hallo!
Was muß denn noch passieren das du verstehst das du wahrscheinlich Epi hast und dann auch Medikamente nehmen solltest.
Ich versteh das nicht, wenn ich weiß mir kann geholfen werden warum greifst du da nicht darauf zurück. Das hat auch weiß Gott nichts mit dem Alter zu tun, da versteh ich dich gar nicht.
Ich habe seit ich 16 bin Epi und nehme seit 16 Jahren Medis und mir geht es einigermaßen gut. Wenn ich wüßte das ich durch Medis die Epi so weit es geht wegbekommen würde, würde ich sogar noch mehr nehmen.
Ok, es ist deine Gesundheit und du mußt selber wissen was du machst.
Auch mit dem Auto fahren, das liest man hier so viel, stellt die Kiste erst einmal in die Garage und setz alles dran wieder einigermaßen gesund zu werden. Wenn du einen Unfall hast, hast nicht nur du die A-Karte gezogen sondern vielleicht auch Unbeteiligte denen es dann vielleicht sogar noch schlechter als dir geht.
Lass dir alles noch einmal richtig durch den Kopf gehen und betrachte es auch mal von einer anderen Seite aus.
Viele Grüße Anke

Sorry wenn das so krass klingt aber man muß doch auch mal selber nachdenken.

Re: Oligoepilepsie-Was tun???

Micha @, Monday, 14.01.2008, 09:03 (vor 6794 Tagen) @ Janine

Hallo Janine,
auf eine Art ist es gut, dass Du mit einer gewissen Abwägung an die Sache gehst. Auf die andere Art sollte deine Krankheit behandelt werden. Ich selber würde es machen, da deine Lebensqualität und dein Umfeld auch damit leben müssen.
Was ich nicht verstehen kann ist, dass Du noch Auto fährst. Aus versicherungstechnischen Gründen kann dies für Dich ganz schön ins "Auge" gehen.
Was ist, wenn Du beim Autofahren einen Anfall hast und dadurch einen Unfall verursachst? Es werden unter Umständen durch dein Verhalten andere Menschen geschädigt (Plegefall, Familienglück zerstört etc).
Die Versicherung wird die Kosten evtl. zahlen aber Sie wird diese wieder bei Dir hole.
Du zerstörst unter Umständen nicht nur Dein Leben sondern auch das der unschuldigen Menschen.
Ich hoffe, dass Du zur richtigen Entscheidung betreffs der Behandlung kommst. Und egal wie Du dich entscheidest solltest Du dann auch die Konsequenz daraus ziehen.
Ich wünsche Dir für die Zukunft viel Glück.

mfG
Micha

Re: Oligoepilepsie-Was tun???

Angelina @, Wednesday, 16.01.2008, 17:30 (vor 6791 Tagen) @ Janine

[zitat=Janine]Hallo, ich weiß nicht wirklich weiter.Hoffe hier kann mir jemand helfen.Bin für alle Ratschläge dankbar.
Ich hatte meinen ersten Anfall 2003(mit 19), während meiner praktischen Abschlussprüfung zur Hotelfachfrau(schwarz vor Augen, Kopf zur linken Seite gedreht, nicht steuerbar, umgefallen, Bewusstseinsverlußt ca.15 min., Verwirrtheit nach aufwecken durch Sanitäter, kurzzeitige Amnesie). Nach zwei Stunden in der Klinik war ich wieder voll anprechbar und wusste alles wieder(Name, Adresse, Datum, etc..).Ärzte diagnostizierten Stress, bin nicht auf Epilepsie getestet worden.Danach wurde ich wieder mit eigenem Fahrzeug heim geschickt(100km).
2006(mit 22) hatte ich meinen zweiten Anfall in meiner Wohnung, während ich vom Wohnz. zur Küche lief(Punkte vor Augen, Schwindel,Kopf auf linke Seite(war wieder nicht steuerbar), konnte meinem Freund noch sehr leise mitteilen das es mir nicht gut ginge, konnte aber nicht zu ihm schauen, konnte mich nicht mehr kontrolliert bewegen, kurz darauf schwarz vor Augen und ab dann Bewusstseinsverlußt, Freund hat beschrieben das ich zusammensackte, zitterte(10 min am ganzen Körper), spuckte(blutig), und ca.20 min ohne Bewusstsein).Bei Eintreffen der Sanitäter war ich verwirrt, wußte weder Name, noch Datum oder Hausarzt.Habe die ganze Zeit nur komische Sachen erzählt und es gelang mir nicht ernsthaft zu bleiben(nicht steuerbar).Amnesie dauerte diesmal dreimal so lang wie beim ersten Mal und ich fühlte mich schlapp und geschafft wie als wäre ich einen Marathon gelaufen.
Einen Tag später(blieb in der Klinik) wusste ich wieder fast alles, nur ein paar Gedächtnisslücken blieben noch ein paar Tage.EEG zeigte auf einer Seite maximalen Ausschlag, andere Seite fast glatte Linie.Biopsie und MRT ohne Ergebniss.
Ärzte rieten mir dringendst zu einer medikamentösen Behandlung.Habe abgelehnt, darf kein Auto fahren(tue es dennoch:(( Was soll ich tun? Setze ich mein Leben ohne Medikamente aufs Spiel?? Will noch keine Medikamente nehmen, bin doch erst 24.
Bitte um Rat..[/zitat] Hallo Janine,
ich habe seit meiner Geburt Epi, ich bin 16 jahre alt und komme damit gut zurecht es ist egal wie alt man ist. Man kann es seit der Geburt haben oder mit 20 oder 80 bekommen, ich finde es nicht so gut das du auf Medis verzichtest ich habe damals als ich 10 war meine Medis mal net genommen und bekam einen großen Anfall es kann sich also bei dir nur veschlimmern mit den Anfällen aber mit Medis kann man gut leben.Grüße Angelina