Frau
Hallo
Meine Name ist Maike. Mein Bruder hat seid ca. 4 Jahre Epilepsie.Ich mache mir sehr große Sorgen um ihn da er an starken Depressionen leidet und aus dem Grund auch schon eine Zeitland in der geschlossenen Psychatrie.Im Moment ist er in einer Tagesklinik mit psychologischer Betreuung und soll anfang Februar nach Bielefeld in die Epilepsie Klinik. Er hat ca. 3-4 schwere anfälle im Jahr im Moment kommen aber noch mehrer "kleine" Anfälle hinzu die laut Ärzten psychsomatischer Natur sind. Er ist sehr Lustlos und hat weder den Drang was zu ändern noch sich helfen zu lassen Ich und meine Eltern kommen kaum noch an ihn ran! Er ist jetzt 19 und eigentlich sollte er dieses Jahr wieder mit der Schule anfangen.Ich weiß mitlerweile nicht mehr wie ich ihm helfen kann und in wieweit das mit der Epilepsie zusammen hängt!Auf die epilepsie Medikamente schlägt er kaum bis gar nicht an dies soll aber erst in Bielefeld geändert werden.Auch die Antidepressiva lassen ihn müder und lustloser werden. Vielleicht hat ja jemand die selben Erfahrungen gemacht und kann mir vielleicht einen Rat geben! Ich weiß mitlerweile auchnicht mehr wieviel von seinem Verhalten Medikamenten abhängig ist und wieviel einfach aus Lustlosigkeit besteht. Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen!
MFG Maike
Re: Frau
Hallo Maike,
Du bist ein wunderbarer Mensch, weil Du dich so lieb um Deinen Bruder kümmerst. Das ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit.
Weil ich schon sehr lange an Epi leide, kann ich gut sagen, was ich machen würde, weil alles das bedauerlicherweise mit mir auch nicht gemacht worden ist.
Ich weiß, dass Epilepsie fast automatisch in die Depression führt. Selbst wenn man die Depressionen behandeln würde, käm sie immer wieder, weil die Epi depressiv machen kann, nicht die Epi selbst, sondern das was der Mensch dabei empfindet: Niedergeschlagenheit, Traurigkeit und Frust.
Wenn Dein Bruder mein Sohn wäre, ginge ich mit ihm in eine der mittlerweile zahlreichen Epilepsie-Ambulanzen in Deutschland. Dort sind viele Epileptologen, die sich sehr gut mit dieser Krankheit auskennen. Dort würde man ihm bestimmt helfen können. Wenn die Depressionen dann nicht von alleine weggingen, wäre eine psychotherapeutische Behandlung sinnvoll. Ich finde, auf diesem Weg könnte Dein Bruder vielleicht völlige Heilung beider Problemfelder erfahren. Ich wünsche dir viel Kraft und Deinem Bruder gute Besserung.
Herzliche Grüße
Anton
Epi. und Depri
Danke für deine antwort!
Mein Bruder ist bereits in psychotherapeutischer Behandlung! Im Moment ist er in einer Tagesklinik mit psychotherapoeutischer Behandlung das Problem ist immer wenn wir sagen er muss auch was dafür tun das die Heilung vorran geht dann sag er hat keine Lust oder "ihr wollt mich los werden dann spring ich von der brücke" und ähnliches. Mein Bruder ist mitlerweile 19 das heißt ich kann ihn auch nicht an die Hand nehmen oder zu irgendetwas "zwingen" was ich auch eigentlich nicht möchte. Ich weiß echt nicht was ich noch für ihn tun kann! Die Ärzte sagen das ein Teil der Anfälle die er zur Zeit hat psychosomatischer Natur sind!Aber sie sagen auch das er mithelfen muss! Nur von ihm kommt gar nichts in die Richtung!Wenn ich oder meine Eltern dann mal einen Tag ein bischen Abstand brauchen dann wird uns das von ihm direkt zum Vorwurf gemacht! ich will ihm ja nichts unterstellen oder ihn verletzen aber irgendwann muss er doch auch mal was tun oder?Meine Mutter musste jetzt eine Kur beantragen weil sie so am ende ist.Das wirft er ihr dann auch vor! So nach dem Motto wir wollen ihn nicht sehen und er wäre uns egal!Das stimmt ja nicht! Wir tun alles was uns möglich ist nur er ist jetzt 8Wochen in der KLinik(erst geschlossene, dann offene, dann Tagesklinik)! Ich mach mmir sehr große Sorgen. Weil er uns auch immer wieder mit selbsmord droht und Aufmerksamkeit verlangt! Nur mitlerweile sind auch unsere Kräfte aufgebraucht. Was soll ich tun? soll ich ihn bemitleiden , oder soll ich auch mal meine meinung sagen das er seinen Hintern hoch kriegen muss! Ich mein Bemitleiden würde ihn doch nur in seinem Verhalten bestärken oder?Aber wenn ich ihm sage das das was er tut auch eine Art "Ausruhen" auf der Krankheit ist dann mach ich vielleicht nacher noch alles viel schlimmer!
Schon mal danke das du geschrieben hast! Das baut echt auf!
gruß Maike