Epilepsie und Depressionen

Maike-Lena Basten @, Tuesday, 29.01.2008, 19:46 (vor 6778 Tagen)

Hallo mein name ist Maike ich habe bereits einen Beitrag geschrieben und hoffe auf eine antwort von euch. Mein Bruder ist Epileptiker, und ich mache mir große Sorgen um ihn da er an starken Depressionen leidet und aus dem Grund auch schon ein der geschlossenen Psychiatrie war! Im moment ist er in einer Tagesklinik. Ihm gehts sehr schlecht hat keine Lust auf gar nicht. Kommt kaum noch aus dem Bett und hat zu nichts mehr LUst. ein Teil der Anfälle die er bekommt sind laut Ärzten Psychosomatischer Natur. Er bekommt aber bereits Antidepressiva sowie Medikamente gegen die Epilepsie.Meine Eltern und ich wissen mitlerweile nicht mehr was wir tun sollen. Wir möchten ihm immer wieder klar machen das er auch selber mitarbeiten muss aber von ihm kommt gar nichts mehr! Er hat Minderwertigkeits Komplexe.Manchmal habe ich das Gefühl ohne ihm was böses zu wollen, das er sich auf derKrankheit ausruht und diese als Entschuldigung vorschiebt! Ich weiß keinen Rat mehr!Vielleich hat jemand von euch damit Erfahrung oder einen tipp was man da machen kann und wie ich ihm Helfen kann ohne ihn zu verletzen.
Ich hoffe auf antwort
MFG Maike

Re: Epilepsie und Depressionen

hardy @, Wednesday, 30.01.2008, 10:15 (vor 6778 Tagen) @ Maike-Lena Basten

hallo,ich habe diese beschissene krankheit jetzt seit 5 jahren,sie kam einfach so aus dem nichts,plötzlich war sie da und mein leben war sofort nicht mehr meins sondern das der krankheit.ich bin dann auch wegen depris in die geschlossene gekommen,ohne familie und meine freunde hätte ich mich damals umgebracht.
zu dem satz diese krankheit nur vorzuschieben kann ich nur sagen;keiner der diese krankheit nicht hat kann verstehen wie depressiv mann wird von den ganzen medies und den ganzen alltagssorgen die es sonst nie geben würde.z.b. bin ich letzten monat bei einem anfall vor die strassenbahn gefallen,da denkt mann doch nicht dran als "normaler"!
ich glaube ihr könnt deinem bruder nur helfen in dem ihr zu ihm steht und ihm zeigt er ist nicht allein mit der krankheit.für mich ist meine kleine tochter die mich aus dem tiefsten loch rausgeholt hat aber in einem loch stecke ich immer noch und das wird auch so bleiben bis meine krankheit geheilt ist.

Re: Re: Epilepsie und Depressionen

Maike-Lena Basten @, Wednesday, 30.01.2008, 14:07 (vor 6777 Tagen) @ Maike-Lena Basten

Danke für deine antwort!
Ich möchte meinem Bruder ja nichts unterstellen aber immer wenn ich mich ein bischen zurück ziehe weil ich der Meinung bin jetzt muss er auch mal zeigen das er was ändern möchte kommt von ihm der satz :"dann spring ich halt von der Brücke" dann fühlt ich mich schlecht!Die Ärzte sagen jetzt muss mal langsam irgendwas von ihm kommen weil "Heilung" nur mit Mitarbeit des Patieneten möglich ist! Er sagt dann aber das er keine Lust hat was zu tun... meine Mutter ist schon sehr verzweifelt, Es artet oft in große Streitigkeiten mit meinem Bruder aus! Meine Mutter musste jetzt sogar eine Kur beantragen! Mein Bruder ist 19 ich kann ja viel nachvollziehen und will bestimmt auchs nichts behaubten was ich einfach als nicht-Epileptiker nicht beurteilen kann aber muss nicht auch ein Wille da sein was zu ändern? Ich mein irgndwas?Ich mein 24 Std. im Bett liegen und wenn meine Mutter dann sagt sie braucht mal ein-zwei Tage abstand, weil es dich ja auch fertig macht, kommt von ihn sofort"du liebst mich nicht dann kann ich auch sterben" und ähnliches.Mein Bruder war schon als klein Kind viel Krank und hat sehr viel Aufmerksamkeit erhalten!Und jetzt bin ich aber auch der Meinung das er was tun muss wir können ihm ja leider nur vor den Kopf gucken!Aber ich kann ihn ja nicht immer noch wie ein kleinkind an die hand nehmen das will er ja auch nicht!Ich weiß es nicht. Ganz ehrlich!Mich irritiert das alles er ist mit Sicherheit schwer krank aber ich weiß auch das er als KInd shon immer alles schlimmer gemacht hat als es war um Aufmersamkeit zu erhalten!Ich bin hin und hergerissen.Ich versuch ja auch nur zu verstehen!Und irgendwie eine Lösung zu finden aber blockt ab und wenn man sich dann etwas zurückzieht um ihm die Möglichkeiut zu geben mal zu sich selbst zu finden dann "droht" er mit Selbstmord!
Maike

Re: Epilepsie und Depressionen

Juriy @, Wednesday, 11.02.2009, 16:58 (vor 6399 Tagen) @ Maike-Lena Basten

[zitat=Maike-Lena Basten]Hallo mein name ist Maike ich habe bereits einen Beitrag geschrieben und hoffe auf eine antwort von euch. Mein Bruder ist Epileptiker, und ich mache mir große Sorgen um ihn da er an starken Depressionen leidet und aus dem Grund auch schon ein der geschlossenen Psychiatrie war! Im moment ist er in einer Tagesklinik. Ihm gehts sehr schlecht hat keine Lust auf gar nicht. Kommt kaum noch aus dem Bett und hat zu nichts mehr LUst. ein Teil der Anfälle die er bekommt sind laut Ärzten Psychosomatischer Natur. Er bekommt aber bereits Antidepressiva sowie Medikamente gegen die Epilepsie.Meine Eltern und ich wissen mitlerweile nicht mehr was wir tun sollen. Wir möchten ihm immer wieder klar machen das er auch selber mitarbeiten muss aber von ihm kommt gar nichts mehr! Er hat Minderwertigkeits Komplexe.Manchmal habe ich das Gefühl ohne ihm was böses zu wollen, das er sich auf derKrankheit ausruht und diese als Entschuldigung vorschiebt! Ich weiß keinen Rat mehr!Vielleich hat jemand von euch damit Erfahrung oder einen tipp was man da machen kann und wie ich ihm Helfen kann ohne ihn zu verletzen.
Ich hoffe auf antwort
MFG Maike [/zitat]

Liebe Maike, viele Antiepileptische Mittel haben bei manchen Menschen als Nebenwirkung Depressionen, bei mir war es auch so. Mir hat "Topamax" (Wirkstoff Topiramat) sehr gut gegen Depressionen geholfen. Gruss J.