Nach Krankengeld?

Mandy @, Thursday, 31.01.2008, 10:45 (vor 6777 Tagen)

Hallo,
ich habe mal eine Frage. Ich bin aufgrund meiner Epilepsie seit 8.3.2007 krankgeschrieben und bekomme seit 18.4.2007 Krankengeld. Es sieht bis jetzt noch nicht so aus als ob ich nachdem das Krankengeld ausläuft wieder arbeiten gehen kann. Haben die Krankheit noch nicht so richtig in den Griff bekommen und es sind noch nicht weniger Anfälle geworden. Ist es richtig, daß ich dann Erwerbsminderungsrente bekomme? Ich weiß auch, daß ich bei dem Job bei dem ich bis damals gearbeitet habe es nicht schaffe weiterzuarbeiten ohne Pkw und alles. Ich war schonmal beim Vdk und er sagte mir, daß ich dann rechtzeitig von der Krankenkasse Bescheid bekomme wann ich die Rente beantragen muß. Stimmt das? Müßten die mir da jetzt nicht langsam Bescheid geben? Wann soll ich mir da vom Arbeitgeber die Kündigung geben lassen? Die Rente bekomm ich doch bestimmt erst wenn ich in keinem Arbeitsverhältnis stehe, oder? Hab nur Angst, daß ich dann eine Weile ohne Geld dastehe, wenn ich nicht rechtzeitig die Rente beantrage. Gebt mir doch bitte ein paar Tips.

Re: Nach Krankengeld?

Anton @, Thursday, 31.01.2008, 18:05 (vor 6776 Tagen) @ Mandy

Hallo Mandy,
die von dir genannten Stellen sind bestimmt gut zur mittel- bis langfristigen Lösung Deines Problems, womit ich die mögliche Erwerbsminderungsrente meine.
Um aber ein Paket an Wissen zu bekommen, dass dir kurzfristig hilft, würde ich den Sozialdienst in Anspruch nehmen. Einen Sozialdienst kannst Du finden bei der zuständigen Stadt- oder Kreisververwaltung Deines Wohnorts.
Diesen Dienst findet man aber auch in Akut- oder Kurkliniken. Ich wünsche dir, dass sich schon bald alles zum Positiven für dich klärt.
Herzliche Grüße
Anton

Re: Re: Nach Krankengeld?

"Leben mit Epilepsie" ⌂ @, Saturday, 02.02.2008, 01:07 (vor 6775 Tagen) @ Mandy

Such doch mal den IFD (Beratungsstelle)auf. (Leider kennen viel zuwenige diese Beraungsstellen)

Der IFD Integrationsfachdienst ist eine Beratungsstelle für Behinderte, die ins Berufsleben integriert werden sollen (früher auch Psychosozialer Dienst). Der IFD wird meist von Caritas, Diakonie, AWO oder anderen "Freien Trägern" ausgeübt und arbeitet im Auftrag der Integrationsämtern (früher Hauptfürsorge).

Hier findest du auch Beratungsstellen in deiner Nähe
http://www.integrationsaemter.de/webcom/show_page.php/_c-572/_nr-1/_lkm-840/i.html

Die Beratungsstellen arbeiten nicht nur für Behinderte mit Behindertenausweis, sondern auch für behinderte Menschen mit einer Gleichstellungsbescheinigung.

Diese Beratungsstellen helfen dir bei deinen Problemen. Seine Probleme mit den Sozialarbeiter/-pädagogen halte ich für sehr wichtig - Kontakt aufnehmen und Probleme durchsprechen.
Die Integrationsfachdienste erarbeiten mit dir ein Konzept ob du noch weiter arbeiten gehen kannst und welche Hilfen du brauchst um wieder in den Arbeitsmarkt integiert zu werden.
Wenn dies keine Aussicht auf Erfolg haben sollte, erkundigen sich die Berater auch wie es rechtlich für dich aussieht bezügl. Krankengeldende (Aussteuerung) - Reha - Alg I oder II - oder Erwerbsminderungsrente. Die Beratungstellen arbeiten für dich mit allen Behörden - Institutionen und Ärzten zusammen.
In den Beratungsstellen arbeiten meist Sozialarbeiter/Sozialpädagogen.
Ab und an übernehmen leider das Arbeitsamt oder Sachbearbeiter der Integrationsämter die Beratung, finde ich nicht gut, da entweder zu behördlich oder nicht richtig für Beratung ausgebildet. Man sollte dann im Umkreis eine IFD-Beratungsstelle aufsuchen, die mit Sozialarbeiter/Sozialpädagogen ausgestattet ist.

Du kannst mich auch anmailen

Grüße

Ragnar