Hallo,
ich habe eine Frage wegen eines Notfallmedikaments.Mein Neurologe hat mir bis lang nur diese "Rektal-Tuben" (so nenn ich die jetzt einfach mal) gegeben.Jedoch bin ich bis heute immer noch gehemmt meinen Bekannten dies zusagen,weil...naja...die Vorstellung, dass jemand an meinen Po geht wenn ich es nicht mitbekomme, ist für mich zu beklemmend.ich weiß das es sich in diesem Moment dann eben um einen Notfall handelt und ich das lockerer sehen sollte...aber ich kann mich nicht überwinden.
Ich hab hier vor kurzem im Forum was darüber gelesen.Weiß aber nicht mehr wo.
Also wann bekommt man dieses andere Medikament zu unter die zunge legen? Ist das abhängig von der Anfallsart? oder Dauer? oder Häufigkeit?
Wäre nett wenn ihr mir antwortet.
Lieben Gruß, anna
Re: Notfallmedikamente
sylke
, Wednesday, 06.02.2008, 15:31 (vor 6770 Tagen) @
Anna-Katharina
Also bei Leuten die übers Kinderalter hinaus sind find ichs ne Zumutung das der Arzt da nicht von selber auf die Idee kommt andere Notfall-Medis zu verschreiben.
Lass dir Tavor Expidet aufschreiben. Das sind Schmelztabletten die man unterm Anfall in die Wangentasche stecken muss.
Wirken genauso schnell wie Diazepam.
Ansonsten gibts noch Dormicum welches man mit dem richtigen Zerstäuber als Nasenspray einsetzen kann.
Und Rivotreiltropfen die man oral verabreichen kann
Re: Notfallmedikamente
Ulrike
, Wednesday, 06.02.2008, 15:37 (vor 6770 Tagen) @
Anna-Katharina
Hallo Anna,
wir haben zur Anfallsunterbrechung bei unserm Sohn Tavor expidet. Das sind kleine Tabletten, die sich wie zusammengepresstes Papier anfühlen. In der Wangentasche lösen sie sich schnell auf und geben den Wirkstoff frei. Falls sie im Anfall heruntergeschluckt werden dauert es etwas länger bis die anfallsunterbrechende Wirkung einsetzt.
Lg
Ulrike
Re: Notfallmedikamente
Marion44
, Wednesday, 06.02.2008, 16:33 (vor 6770 Tagen) @
Anna-Katharina
[zitat=Anna-Katharina]Hallo,
ich habe eine Frage wegen eines Notfallmedikaments.Mein Neurologe hat mir bis lang nur diese "Rektal-Tuben" (so nenn ich die jetzt einfach mal) gegeben.Jedoch bin ich bis heute immer noch gehemmt meinen Bekannten dies zusagen,weil...naja...die Vorstellung, dass jemand an meinen Po geht wenn ich es nicht mitbekomme, ist für mich zu beklemmend.ich weiß das es sich in diesem Moment dann eben um einen Notfall handelt und ich das lockerer sehen sollte...aber ich kann mich nicht überwinden.
Ich hab hier vor kurzem im Forum was darüber gelesen.Weiß aber nicht mehr wo.
Also wann bekommt man dieses andere Medikament zu unter die zunge legen? Ist das abhängig von der Anfallsart? oder Dauer? oder Häufigkeit?
Wäre nett wenn ihr mir antwortet.
Lieben Gruß, anna[/zitat]
Danke Anna Katharina für deine Frage hier. Ich habe demnächst allein eine längere Reise vor und allein die Anreise wird so an die 22 Stunden dauern. Ich bin zwar weitestgehend anfallsfrei, aber bei extremen Belastungen ist immer alles möglich. Ich wollte meinen Neurologen auch schon nach den Rektalzäpfchen fragen, aber jetzt erfahre ich, dass es etwas Besseres gibt. Danke! Das werde ich mir für den Notfall verschreiben lassen.
Sollte man die Stewardessen im Flugzeug informieren? Ich habe das noch nie getan und hoffe nur, dass ich einen Platz bekomme, an dem ich einigermaßen schlafen kann. Für mein fortgeschrittenes Alter bin ich recht übermütig, ich weiß
Und meine Medikamente immer schön mehrfach plazieren, falls eine Tasche, ein Koffer verloren geht. Nochmal danke!
Marion
Re: Notfallmedikamente
Anja
, Wednesday, 06.02.2008, 22:35 (vor 6770 Tagen) @
Anna-Katharina
Hallo Marion!
Ich habe in letzter Zeit gute Erfahrungen damit gemacht, in bestimmten Situationen wie Sportgruppe,im Flieger usw. anzugeben, dass ich Epileptikerin bin.Ich gebe auch an, wo mein Notfallmedikament zu finden ist. Ich fühle mich sicherer, weil ich weiß, dass im Anfall schnellere Reaktionen von der Umwelt kommen können. Habe festgestellt, dass die Offenheit meinerseits seltenst zu negativen Äußerungen meiner Mitmenschen beigetragen hat.Bis ich selbst aber soweit war hat es einige Jahre gedauert.
Viele Grüße
Anja!
Re: Re: Notfallmedikamente
Marion44
, Thursday, 07.02.2008, 17:29 (vor 6769 Tagen) @
Anna-Katharina
[zitat=Anja]Hallo Marion!
Ich habe in letzter Zeit gute Erfahrungen damit gemacht, in bestimmten Situationen wie Sportgruppe,im Flieger usw. anzugeben, dass ich Epileptikerin bin.Ich gebe auch an, wo mein Notfallmedikament zu finden ist. Ich fühle mich sicherer, weil ich weiß, dass im Anfall schnellere Reaktionen von der Umwelt kommen können. Habe festgestellt, dass die Offenheit meinerseits seltenst zu negativen Äußerungen meiner Mitmenschen beigetragen hat.Bis ich selbst aber soweit war hat es einige Jahre gedauert.
Viele Grüße
Anja![/zitat]
Danke Anja für Deine Antwort. Wann oder wo sagst du es den Flugbegleitern? Es ist ja immer erst einmal ein ziemliches Gedrängel mit der Platzsuche usw. Irgendwann nach dem Start und dann Hingehen, wo die Begleiter sind? Schließlich möchte ich nicht, dass es meine Sitznachbarn erfahren. Dumme Fragen was? Aber ich habe das wirklich noch nie gemacht.
Grüße von Marion
Re: Notfallmedikamente
Anne
, Friday, 08.02.2008, 07:19 (vor 6769 Tagen) @
Anna-Katharina
[zitat=Marion44][zitat=Anja]Hallo Marion!
Ich habe in letzter Zeit gute Erfahrungen damit gemacht, in bestimmten Situationen wie Sportgruppe,im Flieger usw. anzugeben, dass ich Epileptikerin bin.Ich gebe auch an, wo mein Notfallmedikament zu finden ist. Ich fühle mich sicherer, weil ich weiß, dass im Anfall schnellere Reaktionen von der Umwelt kommen können. Habe festgestellt, dass die Offenheit meinerseits seltenst zu negativen Äußerungen meiner Mitmenschen beigetragen hat.Bis ich selbst aber soweit war hat es einige Jahre gedauert.
Viele Grüße
Anja![/zitat]
Danke Anja für Deine Antwort. Wann oder wo sagst du es den Flugbegleitern? Es ist ja immer erst einmal ein ziemliches Gedrängel mit der Platzsuche usw. Irgendwann nach dem Start und dann Hingehen, wo die Begleiter sind? Schließlich möchte ich nicht, dass es meine Sitznachbarn erfahren. Dumme Fragen was? Aber ich habe das wirklich noch nie gemacht.
Grüße von Marion[/zitat]
Hallo Marion
Also ganz ehrlich was ist so schlimm wenn ein Nachbar erfährt das Du Epileptikerin bist?
Willst Du im Notfall Hilfe ? JA? oder Nein??? diese Frage Soltest Du dir mal stellen.
Ich selber bin froh wenn ich Hilfe bekomme und Zwar ohne dumme Sprüche wie die ist ja besoffen oder so!
Vorallem man kann auch im Flugzeug gleich erklären was man bei Dir machen kann um Dir besser zu helfen.
Ich weiß z.B. bei mir ich brauche etwas zu Trinken am besten Wasser auf jedenfall etwas ohne Alk... auch hilft ein nasser kalter Waschlappen damit ich wieder voll Ansprechbar bin, das wissen in der Regel alle die Menschen die mir Helfen können, sie wissen auch das ich nicht gleich einen Krankewagen brauche!
Also denke nicht negativ! Denn es ist nicht peinlich das man eine Krankheit hat! Denn ich habe den Eindruck das Du auf der einen Seite Hilfe suchst aber auch wieder Angst hast Dich zu offenbaren, das mußt Du dringend ablegen sonst bekommst selbst ein Problem mit Dir! Oder Du stößt einen anderen Menschen der Dir helfen will vor den Kopf das ist nicht gut.
Also geh aus Dir Deinem Schneckenhaus damit hilfst Du Dir selber auch!
Alles Gute weiterhin Gruß Anne
Re: Re: Re: Notfallmedikamente
Anja
, Friday, 08.02.2008, 10:29 (vor 6769 Tagen) @
Anna-Katharina
Hallo Marion,
Also zuerst einmal gibt es hier keine dummen Fragen!!!
Ich sage dasso ganz nebenbei,wenn ein Flugbegleiter vorbei kommt.Wenn der erste Ansturm auf die Plätze vorbei ist.
Natürlich schrei ich nicht wild in der Gegend herum, dass ich Epileptikerin bin, aber mir ist es auch egal, wenn es mein Nachbar mitbekommt.Ich kann mittlerweile ganz gut damit umgehen.Aber wie bereits gesagt,das war ein langer Weg!
Alles Gute und liebe Grüße
Anja