Tabletten absetzen

varinia @, Thursday, 07.02.2008, 17:11 (vor 6769 Tagen)

Hallo, ihr Lieben,

nachdem ich mir nun sicher bin, daß meine Anfälle auf einen Impfschaden zurückzuführen sind und somit die Medis eh nicht greifen, hab ich den Entschluß gefasst, diese abzusetzen. Von zuvor Keppra 1000-0-1000 und Lamictal 100-0-100 geh ich nun in langsamen Schritten auf null runter. Merke allerdings schon jetzt nach drei Wochen sogenannte Entzugserscheinungen (wie auf Wolke schwebend- total benebelt...)
Hat irgendjemand selber Erfahrung damit gemacht und kann mir sagen, wie lange dieser Zustand wohl anhalten wird? Ist nämlich nicht so ein tolles Gefühl...

Liebe Grüße, Varinia

Re: Tabletten absetzen

Anke S. @, Thursday, 07.02.2008, 19:19 (vor 6769 Tagen) @ varinia

Hallo Varinia,
bist du dir da wirklich sicher das du das richtige tust.
Geh bitte zu deinem Arzt und rede mit ihm. Wenn du so entschlossen bist dann mach es wenigstens unter Beobachtung eines Arztes.
Ich drücke dir die Daumen das es dir bald wieder gut geht und keine Anfälle kommen.
LG Anke

Re: Tabletten absetzen

Anton @, Thursday, 07.02.2008, 20:52 (vor 6769 Tagen) @ varinia

Hallo Varinia,
in Wirklichkeit sendest Du uns einen Hilferuf, wenn Du voller Stolz verkündest, zukünftig keine Medikamente mehr zu nehmen, Du erzählst es uns fragend, weil Du dir nicht sicher bist. Das kann ich gut verstehen, denn von der Menge Keppra auf NULL herunterzufahren, halte ich für schlichtweg lebensgefährlich. So wie meine Vorrednerin schon sagte, solltest Du das auf jeden Fall mit einem Arzt besprechen.
Durch einen Fieberkrampf im Kindesalter, entstanden durch die seinerzeitige Pflicht-Pockenschutzimpfung, ist bei mir die Epilepsie ausgebrochen mit 25 Jahren, also über 20 Jahre später.
Ich bin vor 1 1/2 Jahren operiert worden, muß aber noch mindestens ein Jahr mit dem Absetzen der Medikamente warten, obwohl ich seit der OP anfallsfrei bin.
Das ist der Beweis: Selbst bei Anfallsfreiheit sollte man ganz langsam den Wirkstoff ausschleichen.
Ich wünsche dir, dass Du nicht zu negative Konsequenzen aus dem Fehlverhalten ziehen mußt, gute Besserung und viele unbeschwerte Momente.
Herzliche Grüße und alles Gute
Anton

Re: Tabletten absetzen

Anna-Katharina @, Thursday, 07.02.2008, 21:47 (vor 6769 Tagen) @ varinia

Hallo,
ich kann dazu nur sagen, dass du eine solche entscheidung zumindest mit dem arzt besprechen solltest.Solche eingenmächtigen Entscheidungen können schlimme folgen haben.Natürlich wünsche ich dir, dass alles gut verläuft, aber lasse den Ausschleichversuch trotzdem engmaschig von deinem Neurologen kontrollieren.
lieben Gruß, anna

Re: Tabletten absetzen

catalina @, Friday, 08.02.2008, 09:49 (vor 6769 Tagen) @ varinia

Hallo Anton,

werden die Medikamente nach eine Op immer erst nach 2 1/2 Jahren abgesetzt? Ich dachte nach 1 Jahr...???
Lg
Catalina

zitat=Anton]Hallo Varinia,
in Wirklichkeit sendest Du uns einen Hilferuf, wenn Du voller Stolz verkündest, zukünftig keine Medikamente mehr zu nehmen, Du erzählst es uns fragend, weil Du dir nicht sicher bist. Das kann ich gut verstehen, denn von der Menge Keppra auf NULL herunterzufahren, halte ich für schlichtweg lebensgefährlich. So wie meine Vorrednerin schon sagte, solltest Du das auf jeden Fall mit einem Arzt besprechen.
Durch einen Fieberkrampf im Kindesalter, entstanden durch die seinerzeitige Pflicht-Pockenschutzimpfung, ist bei mir die Epilepsie ausgebrochen mit 25 Jahren, also über 20 Jahre später.
Ich bin vor 1 1/2 Jahren operiert worden, muß aber noch mindestens ein Jahr mit dem Absetzen der Medikamente warten, obwohl ich seit der OP anfallsfrei bin.
Das ist der Beweis: Selbst bei Anfallsfreiheit sollte man ganz langsam den Wirkstoff ausschleichen.
Ich wünsche dir, dass Du nicht zu negative Konsequenzen aus dem Fehlverhalten ziehen mußt, gute Besserung und viele unbeschwerte Momente.
Herzliche Grüße und alles Gute
Anton[/zitat]

Re: Tabletten absetzen

Anton @, Friday, 08.02.2008, 13:41 (vor 6768 Tagen) @ varinia

Hallo Catalina,
nach epilepsiechirurgischem Eingriff werden die Medikamente unter der Voraussetzung, dass der Patient nach der OP Anfälle nicht mehr gehabt hat, frühestens nach 3 Jahren ausgeschlichen. Durch den Eingriff bin ich zwar geheilt, aber der Körper würde ein plötzliches Absetzen der Medikamente nicht verkraften. Das ist die Erklärung der Ärzte zur Langfristigkeit des Ausschleichens.
Ich habe im Epilepsie-Zentrum Patienten kennengelernt, die meinten, jetzt nach der OP die Tabletteneinnahme einstellen zu können. Fast alle habe Schiffbruch damit erleiden müssen.
In meinem Fall ist der Verlauf wie folgt: Im Juni 2006 operiert, bis heute noch keine Anfälle gehabt, im September 2007 hat mich das Ärzte-Team um erneutes Erscheinen in der Klinik in 2 Jahren gebeten, um dann den weiteren Weg zu besprechen.
Ich fühle mich seit der OP, obwohl ich noch Medikamente nehme, sehr gut, komischerweise haben die Medikamente nicht mehr die negative Wirkung wie vor dem Eingriff, woran das liegen kann, weiß ich nicht. Ich habe nach dem Eingriff ein neues Leben beginnen können.
Viele liebe Grüße
Anton