Vergesslichkeit durch Epilesie oder durch die dafür einhenommenen Medikamente
Ich litt ca. 3 Jahre lang an einem fokal kryptogenen Anfallsleiden (Epileptische Form). Nach einer gefundenen Medikametation, Keppra 500 mg 1-0-1, und Lamigtal 75 mg 1-0-0, ist das Anfallsleiden nicht mehr aufgetreten.
Für meinen Beruf brauche ich den LKW Führerschein, welcher mir aber aufgrund der Medikamenteneinnahme untersagt wird.
Da ich in meiner beantragten BU von meiner Versicherung jedoch auf den damals eingetragenen Beruf verwiesen werden kann, bekomme ich keine BU Rente.
Den Beruf den ich einst erlernte, aber nie ausübte, habe ich kommplett vergessen und habe auch aufgrund durch Nachschlagen in den noch vorhandenen Bücher keinen Bezug mehr.
Dazu meine Frage:
" Ist es möglich, daß man bei einem jahrelangen Anfallsleiden wichtige Dinge vergessen kann und wenn ja, wie kann ich dies meiner Versicherung erklären " ?
Re: Vergesslichkeit durch Epilesie oder durch die dafür einhenommenen Medikamente
Andreas Völcker
, Friday, 29.02.2008, 15:43 (vor 6747 Tagen) @
Gottfried
Hallo Goofried,
ich mache es mal kurz. Man kann sehr viel vergessen. Den jeder Anfall wirkt sich auf das Gehirn aus. Wie und wo es sich auswirkt, kann dir nur ein Neurologe sagen, bzw. Dich an eine Stelle verweisen die sich darum kümmert. Um es der Versicherung klar zu machen, muß Du dann den entsprechenden Arztbrief beifügen.
Der Rest liegt an dem Sachbearbeiter. Vielleicht kann auch Dein Neurologe noch passende Sätze dazu schreiben.
Gruß Andreas
Re: Vergesslichkeit durch Epilesie oder durch die dafür einhenommenen Medikamente
Anton
, Saturday, 01.03.2008, 18:03 (vor 6746 Tagen) @
Gottfried
Hallo Gottfried,
Du hast 3 Jahre unter Anfällen gelitten, mittlerweile nimmst Du Antikonvulsiva und bist anfallsfrei. Wenn das ein gutes Jahr der Fall ist, ist es meines Wissens nach wohl möglich, einen PKW zu fahren. Wenn Du aber beruflich einen LKW fahren musst, sieht die Sache schon wieder anders aus, noch genauer nimmt man es in der Personenbeförderung. Auch hier im Forum wird Stellung bezogen zu dem Thema "Epilepsie und Führerschein", dort kannst Du die Richtlinien lesen.
Inwieweit die Beantragung der BU von dem erlernten Beruf und der derzeitigen Tätigkeit abhängig ist, wird dir am Besten der Sozialdienst, zu finden in den Kommunal- oder Kreisverwaltungen, sagen können.
Jeder Gesunde, der den erlernten Beruf längere Zeit nicht ausübt, verlernt von Jahr zu Jahr die Inhalte, die zum Arbeiten in diesem Bereich erforderlich sind, es ist reine Übungssache.
Das Krankheitsbild Epilepsie macht nicht vergesslich, was sich negativ auswirken kann, sind zum einen die Medikamente und zum anderen, wenn man diese Tätigkeit längere Zeit aus gesundheitlichen Gründen nicht ausüben kann.
Jetzt zu Deiner Frage, wer dir helfen kann: a) der Sozialdienst und b) u. U. auch der VDK. Ich wünsche dir weiterhin gute Besserung und rasche Klärung der beruflichen Angelegenheit.
Herzliche Grüße
Anton
Re: Re: Vergesslichkeit durch Epilesie oder durch die dafür einhenommenen Medikamente
Susanne Albers
, Saturday, 01.03.2008, 19:37 (vor 6746 Tagen) @
Gottfried
Lieber Anton,
vielleicht ein kleiner Kommentar von meiner Seite zur Vergesslichkeit:
Ja, Epilespie kann AUCH vergesslich machen
und
Ja, zu den vielen Nebenwirkungen der Antiepileptika gehört auch die Vergesslichkeit.
Auch ich plage mich damit herum und beschäftige mich mit diesem Thema schon viele Jahre. Letzte Woche noch fragte ich meine Epileptologin danach und sie bejahte, durch die Epilepsie kann man vergesslicher werden, als ohne die Epilepsie.
Herzliche Grüße, Susanne
Re: Vergesslichkeit durch Epilesie oder durch die dafür einhenommenen Medikamente
Gottfried
, Monday, 03.03.2008, 08:46 (vor 6745 Tagen) @
Gottfried
Hallo Anton,
danke für Deine Info.
Werd´s da mal versuchgen.
MfG
Gottfried
Re: Re: Vergesslichkeit durch Epilesie oder durch die dafür einhenommenen Medikamente
frank
, Monday, 03.03.2008, 09:07 (vor 6745 Tagen) @
Gottfried
hallo anton.dazu muss ich jetzt auch mal was sagen.ich habe seit 31 jahren epilepsie und es ist mir von anfang an nicht möglich zu behaupten das ich seit der krankheit nicht unter vergesslichkeit leide.ich hatte probleme zu lernen egal was es war weil viel in mir verschwunden ist.ich war jetzt in 9 kliniken und bin zwei mal op worden und immer ist mir gesagt worden das VERGESSLICHKEIT an erster stelle steht.ich frage mich wo dein ganzes wissen her kommt wo sich andere dran beruhigen sollen und dann das absolute gegenteil hören was jetzt oft der fall gewesen ist.nichts gegen dein wissen es ist schon sehr gut aber spiel kein arzt auf der seite ok.ich schreibe hier von einem freund diese zeilen,also mach ihm keine vorwürfe sei so gut.gruss manfred
Re: Re: Vergesslichkeit durch Epilesie oder durch die dafür einhenommenen Medikamente
Gottfried
, Tuesday, 04.03.2008, 10:04 (vor 6743 Tagen) @
Gottfried
Hallo Anton,
habs bei der VdK gestern versucht.
Da ich aber selbstständig bin habe ich keine Chance.
Ich bat um eine eventuelle rechtsanwältliche Unterstützung, die auch bezahlt werden könnte, aber keine Chance.
Trotzdem Danke
MfG
Gottfied
Re: Vergesslichkeit durch Epilesie oder durch die dafür einhenommenen Medikamente
Gottfried
, Tuesday, 04.03.2008, 10:18 (vor 6743 Tagen) @
Gottfried
Hallo Frank,
auch Dir möchte ich für Deine Aufklärung danken, daß es doch die Vergesslichkeit bei epileptischen Anfallsleiden gibt.
Ich dachte schon ich werde verückt oder ich leide vielleicht noch an einer anderern Krankheit wie Allzheimer u.s.w..
Vielleicht kannst Du mir die 9 Klinikem und die dazugehörigen Ärzte nennen, welche über die Vergesslichkeitsproblematik bei Epilepsie ein Wissen haben und mir vielleicht helfen können, da mein Betrieb mittlerweile an einem seidenen Faden hängt.
MfG
Gottfried
Re: Re: Vergesslichkeit durch Epilesie oder durch die dafür einhenommenen Medikamente
frank
, Tuesday, 04.03.2008, 14:06 (vor 6743 Tagen) @
Gottfried
hallo gottfried.die nachricht war von einem freund der seit über 30jahren mit dem ganzen kämpft.aus welcher gegend bist du.ich bin in bonn (uniklinik) die ich sehr empfehlen kann.kannst dich jeder zeit melden ok.gruss frank
Re: Vergesslichkeit durch Epilesie oder durch die dafür einhenommenen Medikamente
Gottfried
, Tuesday, 04.03.2008, 15:54 (vor 6743 Tagen) @
Gottfried
Hallo Frank,
danke für deine schnelle Reaktion.
Mein Wohnsitz ist in Bayern, bei Regensburg.
Wenn mir irgendwo geholfen werden kann, würde ich sogar nach Russland fahren.
Ich muß wissen, was für Unterlagen (mitlerweile 3 Meter hoch) ich mitzunehmen habe und wer die richtigen ärztlichen Ansprechspartner für solche Versichrungsfragen wären.
Kann derjenige das bestätigen, daß man einen nie ausgeübten Beruf,in welchen man eiskalt von der Versicherung verwiesen werden kann der damals in der Versicherungs Police eingetragen wurde aufgrund der epileptischen Krankheit oder durch die zu nehmenden Medikamente komplett vergessen kann?
MfG
Gottfried