Unerklärliche Krampfanfälle bei meinem Sohn 14 Monate

Besorgte Mutter @, Thursday, 06.03.2008, 12:56 (vor 6741 Tagen)

Hallo,
mein Sohn hat so ca. 3 mal die Woche einen Krampfanfall. Er krabbelt ganz normal und aufeinmal bricht er zusammen verdreht seine Beine total komisch, weint und versucht wieder auf die Beine zu kommen, aber vergebens.
Das ganze ging los vor ca. 2 Monaten, wir waren bei einer Osteopatin, da er sehr unruhig war, er hat sehr wenig geschlafen und es war total anstrengend mit ihm. Die Osteopatin hat festgestellt, das seine Schädelknochen nicht normal stehen. Sie schlug mir die Cranio Sacraltherapie vor, die nun auch schon einen sehr guten Erfolg gebracht hat. Ob diese Therapie unmittelbar im Zusammenhang steht mit den Krampanfällen?
Letzte Woche war ich mit ihm zum Langzeit EEG, leider hat noch kein Arzt so richtig Zeit gehabt mit mir die Auswertung durchzu gehen. Ich konnte nur erfragen, das der EEG Befund nicht in Ordnung ist, aber eindeutig auch nicht. Ich habe mich in der Klinik nicht besonders gut aufgehoben gefühlt. Sollten die Anfäle wieder auftreten soll ich nun zu einem 2 EEG kommen, und dann würde er Tabletten bekommen. Was habt ihr für eine Meinung?
Am liebsten würde ich nocheinmal die Klinik wechseln.

Re: Unerklärliche Krampfanfälle bei meinem Sohn 14 Monate

Micha @, Thursday, 06.03.2008, 14:55 (vor 6741 Tagen) @ Besorgte Mutter

Hallo besorgte Mutter,
betreffs Cranio Scraltherapie ein Auszug aus Wikipedia:

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass der zerebrospinale Liquor puls- und atemsynchron ist. Eine im ganzen Körper wirksame Liquorwelle existiert jedoch nicht, eine Wirksamkeit der Cranio-Sacral-Therapie ist nicht belegt. Befürworter der Cranio-Sacral-Therapie berufen sich nur auf eigene Erfahrungen. Studien über die Wirksamkeit (siehe medizinische Wirksamkeit) oder Wirkweise der Cranio-Sacral-Therapie wurden in internationalen medizinischen Fachblättern aufgrund methodischer Mängel bisher als mangelhaft bewertet.

In den bisherigen Untersuchungen gab es keine signifikante Übereinstimmung über einen festgestellten Rhythmus zwischen zwei Therapeuten, die gleichzeitig die gleiche Person berührten. Auch die durch bildgebende Verfahren im Mikrobereich festgestellte Bewegung der Schädelnähte ist so gering, dass sie das Diskriminationsvermögen der feinen Tastsensoren einer menschlichen Hand deutlich unterschreitet.

Aus diesem Grund sollte jeder selbst entscheiden, ob die Behandlung bei Ihm durchgeführt wird.
Speziell bei Euch wird aus medizinischer Sicht auch kein Zusammenhang zwischen Therapie und Krampfanfälle erklärbar sein.

Betreffs den Krampfanfällen würde ich eine 2. Meinung einholen. Am besten von einem Arzt oder Klinik , die auf Epileptologie bzw. Neuropädiatrie spezialisiert sind. Es dürfte auch nicht sein, dass Ihr ungenügend informiert werdet. Schließlich hat das medizinische Personal die Pflicht euch ausreichend zu unterrichten und Euch die weitere Vorgehens- und Behandlungsart aufzuzeigen.

Wünsche Euch für die Zukunft alles Gute

Liebe Grüße

Micha

Re: Unerklärliche Krampfanfälle bei meinem Sohn 14 Monate

Anton @, Thursday, 06.03.2008, 21:14 (vor 6741 Tagen) @ Besorgte Mutter

Hallo,
ich bin Patient und medizinischer Laie. Bei den Problemen Deines Sohnes ist aus meiner Sicht die Osteopathie fehl am Platz. Dein Kind gehört einem Neurologen mit Epilepsie-Erfahrung, noch besser einem Epileptologen in einem der Epilepsie-Zentren, vorgestellt. Nur diese Fachärzte können den richtigen Weg für den Kleinen finden. Das was er an Anfällen hat, ist nicht zu verantworten. Schreibe dem Arzt doch einmal auf, wie genau die Anfallsverläufe sind, das könnte ihm helfen, die Art der Epilepsie zu bestimmen. Leider kostet das alles sehr viel Kraft und Geduld. Ich wünsche dir diese Stärke und dem Kleinen gute Besserung.
Herzliche Grüße
Anton

Re: Unerklärliche Krampfanfälle bei meinem Sohn 14 Monate

Gudrun @, Thursday, 06.03.2008, 22:00 (vor 6741 Tagen) @ Besorgte Mutter

So nun muß ich doch noch was dazu schreiben.
Es ist nicht die Schulmedizin DAS Allheilmittel.
Ich kenne mittlerweile mehr Menschen denen es besser geht z B mit Homöopathie,...
Undich habe viele kennen gelernt denen es sehr schlecht ging mit der SM einschließlich damals uns.
Und wir haben keine Heilung durch die SM bekommen.
Es war eine Odisee die wir in Jahren durchlaufen haben,ohne das meiner Tochter geholfen werden konnte.
Die Nebenwirkungen waren Hammermäßig, und meine Tochter hat enorm gelitten, wir als Familie sowieso.
Und wodruch wurde es verursacht ???
Durch die Schulmedizin.
Hätte sie diese ... Impfung nicht erhalten wäre es nie passiert.(die ja angeblich schützt!!!)
Und das denke ich spielt bei dem kleinen Mann auch mit rein.
Hier läuft alles pro SM.
Was anderes wird nicht zugelassen.
Ob jemanden Cranio hilft oder nicht, habt ihr hier doch nicht zu entscheiden.
Und wenn sie schreibt das er enorme Fortschritte gemacht hat, dann hat es ihr geholfen.
Keiner von euch hat anscheindend eigene Erfahrungen, sondern zitiert irgendetwas ,.... Mit welchem Sinn, um verunsicherung zu streuen!!!
Wären wir den SM weg weiter gegangen, weis Gott wo meine Tochter heute wäre.
Doch nach Jahren ohne Erfolg mit der SM, haben wir mit der Homöopathie begonnen. Und was dadurch passiert ist ,hätten wir mit der SM nie geschafft.
Und solche Beispiele kenne ich mittlerweile nicht wenig,....
Aber was nicht sein kann darf auch nicht sein,.....
Heute ist meine Tochter 9,1/2 Jahre alt, seid Jahren ohne Anfälle, und ohne Medis.... ein ganz normales Mädchen. Und eine nicht einstellbare Epi wurde "Diagnostiziert" und Behinderung wurde mir Provezeit!!! Soviel zur treffsicherheit der "Götter in Weiß"! Heut zählt sie zu den Besten ihre Klasse,...
Zu den alternativen Heilmethoden noch gesagt.
Man kann sie nicht mit der "Brille" der SM "beweisen".
Kann ja die SM nicht mal die meisten ihrer Theorien beweißen,.... also was soll das ..
Hier ließt man nur die eine Richtung, wenig alternatives. Und wenn ja wird mit Angst machen dagegegen geschürt.
So was nennt sich dann "NEUTRAL"
Jeder will sich halt nicht die Chemie reinziehen,sonder sucht ander Wege.
Und es gibt nicht nur DEN EINEN WEG
Der schelchteste ist DEVINITIV sich Chemie rein zu ziehen und die Augen zu zu machen, denn der Doc weis was er tut (und die Pharma samt Doc freut sich )
So nun könnt ihr über mich her fallen.

Re: Re: Unerklärliche Krampfanfälle bei meinem Sohn 14 Monate

Anton @, Thursday, 06.03.2008, 22:45 (vor 6741 Tagen) @ Besorgte Mutter

Hallo Gudrun,
bedauerlicherweise hast Du mich falsch verstanden. Ich habe in dem von dir zu Recht kritisierten Beitrag lediglich gesagt, was ich nach bestem Wissen und Gewissen anstelle des Kindes, hier ist die Mutter die gesetzliche Vertreterin, machen würde.
Wenn Du von "ihr hier um Forum" sprichst, kann ich das nicht ganz verstehen. Ich gehöre hier nicht zum Forum, ich bin nur Patient, der über Jahrzehnte nicht richtig behandelt worden ist(durch die Schulmedizin), dessen einziges Anliegen es ist, die gewonnene Erfahrung hier einzubringen, nachdem ich doch noch Hilfe erfahren konnte (durch die Schulmedizin).
Da das Forum hier für jeden offen ist, finde ich es gut, dass Du mich kritisiert hast, zumal es auf konstruktiver Ebene geschehen ist. Herzlichen Dank.
Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass sich Deine Tochter weiterhin so positiv entwickelt.
Viele liebe Grüße
Anton

Re: Unerklärliche Krampfanfälle bei meinem Sohn 14 Monate

Micha @, Friday, 07.03.2008, 08:44 (vor 6741 Tagen) @ Besorgte Mutter

Anmerkung zu Gudrun,

weder Anton noch ich haben eine Entscheidung getroffen. Wir Beide sprachen nur eine Empfehlung aus.
Zusätzlich sei erwähnt:
1. Die Lehre der Osteopathie geht von einer Aktivierung der Selbstheilungskräften aus. In der Notfall- und Akutmedizin verweist Diese sogar auf eine Behandlung der Schulmedizin hin, da Ihr Grenzen gesetzt sind. Eine Behandlung von anerkannten oder alternativen (z.B. homöopathische Mittel etc.)Medikamenten sieht diese Therapieform nicht vor.
2. Die Homöopathie ist seit 1978 vom Gesetzgeber anerkannt. Also inzwischen auch eine sogenannte "Schulmedizin".

In unserer aufgeklärten und intelligenten Gesellschaft bleibt es jedem Einzelnen überlassen, welcher Behandlungsweg- und methode für Ihn sinnvoll erscheint.
Ich kann zwar die Abneigung zur Schulmedizin und Chemie verstehen. Aber auch wir haben persönlich sehr viele Erfahrungen machen dürfen und müssen.
In diesem Sinne ist jeder Beitrag und jede Antwort von einer gewissen persönlichen "Note" geprägt.
Zum anderen kommt eine Verunsicherung doch erst dann zustande, wenn Jemand sich zu viele verschiedene Einstellungen anhört und alle gleichzeitig umsetzen möchte.
Ich hoffe, dass damit einige Unklarheiten beseitigt werden konnten.

Gruß

Micha