Fieberkrampf als Kind - spätere Epilepsie

Anton @, Thursday, 06.03.2008, 23:18 (vor 6741 Tagen)

Hallo,
ich lese hier oft von einer Epilepsie nach frühkindlichem Fieberkrampf. Mir ist es so ergangen.
Nach erfolgter Pflichtpockenschutzimpfung und anschließendem Fieberkrampf ist ungefähr 20 Jahre später Epilepsie ausgebrochen. Sie ist schlecht bzw. gar nicht medikamentös therapierbar gewesen, festgestellt worden sind komplex fokale Anfälle. Erst sehr viel später habe ich erfahren, dass diese Anfallsart medikamentös nicht leicht in den Griff zu bekommen ist, sich aber gute Möglichkeiten der operativen Therapie bieten. Davon habe ich vor einigen Jahren Gebrauch gemacht. Heute geht es mir gut. Vielleicht gibt es noch weitere Leser, die sich dieser Option wegen einmal Gedanken machen können. Ich wünsche allen gute Gesundheit.
Viele Grüße
Anton

Re: Fieberkrampf als Kind - spätere Epilepsie

Gudrun @, Friday, 07.03.2008, 19:17 (vor 6740 Tagen) @ Anton

[Hallo Anton,
ich würde es nicht als Fieberkrämpfe alleine sehen. Sondern eher als einen Impfschaden.
Wenn Du die Pockenimpfung schon in dierekter Verbindung hast. Hast Du vieleicht 20 Jahre später irgendwelche Impfungen erhalten ???
Denn das wäre interessant zu wissen.
Meine Tochter hat auf die MMR Impfung reagiert..
Schau doch mal nach ob es da auch wieder einen Zusammenhang gibt.
Liebe Grüße
Gudrun

Re: Re: Fieberkrampf als Kind - spätere Epilepsie

Anton @, Friday, 07.03.2008, 19:51 (vor 6740 Tagen) @ Anton

Hallo Gudrun,
Du hast das richtiger definiert. Weil ich die Pockenschutzimpfung im Alter von 3 Jahren nicht vertragen habe, ist es zum Fieberkrampf gekommen. Epileptologen haben mir den Zusammenhang zwischen diesem Fieberkrampf (der aus Sicht der Mediziner eine "Schwachstelle" im Gehirn geschaffen hat) und dem Ausbruch der Epilepsie bestätigt. Somit hast Du recht mit dem Begriff "Impfschaden". Mit zwölf hätte ich normalerweise die zweite Impfung erhalten, das haben aber die Ärzte eingesehen und darauf verzichtet, was gar nicht so leicht war, weil es eben eine Pflicht war, daran teilzunehmen.
Diese Impfung hat mehr als das Fünffache an Schadensfällen gebracht, als der Pharmariese Grünenthal mit Contergan. Eine Entschädigung vom Staat habe ich nicht erhalten.
Viele Grüße
Anton

Re: Re: Re: Fieberkrampf als Kind - spätere Epilepsie

Anne @, Saturday, 08.03.2008, 07:33 (vor 6740 Tagen) @ Anton

[zitat=Anton]Hallo Gudrun,
Du hast das richtiger definiert. Weil ich die Pockenschutzimpfung im Alter von 3 Jahren nicht vertragen habe, ist es zum Fieberkrampf gekommen. Epileptologen haben mir den Zusammenhang zwischen diesem Fieberkrampf (der aus Sicht der Mediziner eine "Schwachstelle" im Gehirn geschaffen hat) und dem Ausbruch der Epilepsie bestätigt. Somit hast Du recht mit dem Begriff "Impfschaden". Mit zwölf hätte ich normalerweise die zweite Impfung erhalten, das haben aber die Ärzte eingesehen und darauf verzichtet, was gar nicht so leicht war, weil es eben eine Pflicht war, daran teilzunehmen.
Diese Impfung hat mehr als das Fünffache an Schadensfällen gebracht, als der Pharmariese Grünenthal mit Contergan. Eine Entschädigung vom Staat habe ich nicht erhalten.
Viele Grüße
Anton[/zitat]

Hallo Anton und Gudrun
ja diese verfluchte Pockenimpfung... kann auch ein Lied davon singen!!
Hab die selbe Situation erlebt und heute kämpfe ich mit meiner Gesundheit und Ämtern!
Zur Zeit gibt es große Probleme mit der Wirbelsäule muß wahrscheinlich noch eine OP über mich ergehen lassen.
Was aber bei der Pocken impfung schwer ist das man eine Anerkennung bekommt, weil es früher ja kaum genaue Darstellungen gab und viele eben mit Fieberkrämpfen und Hirnhautentzündungen bis hin zur Geisteserkrankung ging. Bei denen die mit Fieberkrampf davon kamen haben wohl ein großes Problem einer Nachweispflicht! Denn weil oft mals Anfälle lange Zeit nicht auftreten und dann meist mit der Pupertät zum vollen Ausbruch kommt!
So war zumindestens mein Verlauf!
Die 2, Pflichtimpfung wurde schon nicht mehr bei mir gemacht aus den genannten Gründen. Denn da kamen schon die ersten größeren Anfälle und vorallem immer öfter 3-8 Anfälle in der Woche waren keine Seltenheit. Aber ich denke mal das Du das selber auch kennst.
Für mich war nur schlimm das ich keinen Rückhalt in meinem Elternhaus hatte, ich also auf mich selber angewiesen war! Sicher ich habe im großen und ganzem mein Leben auch so gemeistert weil ich das Glück hatte einen Mann an meiner Seite habe der mir den nötigen Rückhalt gibt.
Für uns war auch klar das unsere Kinder nicht geimpft werden sollten, denn bei unserem Großen der 1975 geboren wurde war noch die Pflichtimpfung gewesen, aber Gott sei dank kam keinerlei Schreiben vom Gesundheitsamt. Denn mich hat der Kinderarzt in der Klinik schon davor gewarnt, denn eine Impfendlichkeit gegen Seren kann ich ohne weiteres weiter geben!
Wo auch große Vorsicht geboten ist. ist bei der Keuchhustenimpfung denn auch diese IMpfung kann Epi hervorrufen, was auch nicht jeder Arzt einem sagt, und leider bekommen Eltern ja keinen Verpackungszettel in die Hand um die Nebenwirkungen zu wissen. Also sind doch die Eltern irgendwie immer wieder die Dummen. Heute kann man vieles im INternet nachlesen und sich Infos einholen aber auch nicht jeder hat diese Möglichkeit, also muß meiner Meinung nach doch noch viel mehr Aufklärung gemacht werden und das nicht nur von den Ärzten sondern auch von den Krankenkassen und unserer Regierung, denn Sie sind ja diejenigen die immer soooooo toll Aufrufe betreiben das man seine Kinder Impfen lassen soll oder gar daraus eine Pflicht machen wollen!!!
Aber wehe wenn dann irgendwann Impfschäden aufkommen dann ziehen sie sich aus der Verantwortung und man steht alleine da und muß dann um seine Rechte kämpfen! Aber da sage ich mir : was nützt eine Impfung wenn ich hinterher bis zum Lebensende nur noch krank bin und den sogeannten Rattenschwanz nicht kenne, na dann soll doch ein Mensch lieber an einer Krankheit sterben als den rest seines Lebens behindert zu sein!
Ich weiß das klingt hart aber das ist meine persönlich Meinung!
Wir können nur unsere Erfahrungen weitergeben und jedem Rate seit auf der Hut und Vorsichtig wenn Ihr nicht durch eine Impfung Eure Kinder Krank machen wollt!!
Diesen Rat hab ich auch meinen Kinder mit auf den Weg gegeben, aber die Entscheidung kann ich Ihnen nicht abnehmen, nur Sie haben es von Kindesbeinen erlebt wie es mir als Mutter ergangen ist!
Ich kann nur allen Eltern eine gute uns für sich richtige Entscheidung wünschen!
Wünsche euch noch ein schönes Wochenende
Gruß Anne

Re: Fieberkrampf als Kind - spätere Epilepsie

Brigitta @, Saturday, 08.03.2008, 23:20 (vor 6739 Tagen) @ Anton

Hallöchen,

ich habe als Baby/Kind ebenfalls Fieberkrämpfe gehabt und wurde in den Armen meiner Eltern ohnmächtig. Damals konnten die das net feststellen was das ist und woher das kommt, leider gabs dort woher ich komm nicht die Möglichkeit dazu und die Ärzte usw. waren auch net so weit ausgebildet, naja egal.

Jahre später bekam ich Epilepsie. Wurde operativ dann entfernt.

Habe irgendwo gelesen, daß wenn man als Kind Fieberkrämpfe hat dann ist die Wahrscheinlichkeit groß,daß sie auch Epilepsie bekommen mit den Jahren.

Lies das mal durch:

http://www.springerlink.com/content/g024742h210u067k/

LG

Brigitta


PS: die Impfungen würd ich trotzdem durchführen lassen bei den Kindern! Die sind wichtig meiner Meinung nach.


zitat=Anton]Hallo,
ich lese hier oft von einer Epilepsie nach frühkindlichem Fieberkrampf. Mir ist es so ergangen.
Nach erfolgter Pflichtpockenschutzimpfung und anschließendem Fieberkrampf ist ungefähr 20 Jahre später Epilepsie ausgebrochen. Sie ist schlecht bzw. gar nicht medikamentös therapierbar gewesen, festgestellt worden sind komplex fokale Anfälle. Erst sehr viel später habe ich erfahren, dass diese Anfallsart medikamentös nicht leicht in den Griff zu bekommen ist, sich aber gute Möglichkeiten der operativen Therapie bieten. Davon habe ich vor einigen Jahren Gebrauch gemacht. Heute geht es mir gut. Vielleicht gibt es noch weitere Leser, die sich dieser Option wegen einmal Gedanken machen können. Ich wünsche allen gute Gesundheit.
Viele Grüße
Anton[/zitat]

Re: Fieberkrampf als Kind - spätere Epilepsie

Anne @, Sunday, 09.03.2008, 08:10 (vor 6739 Tagen) @ Anton

[zitat=Brigitta]Hallöchen,

ich habe als Baby/Kind ebenfalls Fieberkrämpfe gehabt und wurde in den Armen meiner Eltern ohnmächtig. Damals konnten die das net feststellen was das ist und woher das kommt, leider gabs dort woher ich komm nicht die Möglichkeit dazu und die Ärzte usw. waren auch net so weit ausgebildet, naja egal.

Jahre später bekam ich Epilepsie. Wurde operativ dann entfernt.

Habe irgendwo gelesen, daß wenn man als Kind Fieberkrämpfe hat dann ist die Wahrscheinlichkeit groß,daß sie auch Epilepsie bekommen mit den Jahren.

Lies das mal durch:

http://www.springerlink.com/content/g024742h210u067k/

LG

Brigitta


PS: die Impfungen würd ich trotzdem durchführen lassen bei den Kindern! Die sind wichtig meiner Meinung nach.


zitat=Anton]Hallo,
ich lese hier oft von einer Epilepsie nach frühkindlichem Fieberkrampf. Mir ist es so ergangen.
Nach erfolgter Pflichtpockenschutzimpfung und anschließendem Fieberkrampf ist ungefähr 20 Jahre später Epilepsie ausgebrochen. Sie ist schlecht bzw. gar nicht medikamentös therapierbar gewesen, festgestellt worden sind komplex fokale Anfälle. Erst sehr viel später habe ich erfahren, dass diese Anfallsart medikamentös nicht leicht in den Griff zu bekommen ist, sich aber gute Möglichkeiten der operativen Therapie bieten. Davon habe ich vor einigen Jahren Gebrauch gemacht. Heute geht es mir gut. Vielleicht gibt es noch weitere Leser, die sich dieser Option wegen einmal Gedanken machen können. Ich wünsche allen gute Gesundheit.
Viele Grüße
Anton[/zitat][/zitat]

Hallo Brigitta
Ich kann mit deiner Meinung leben und trotzdem äußere ich mich doch dazu!
"Impfungen bei Kinder"
Man muß sich wirklich gut beraten lassen .. vorallem wenn schon in der Familie durch eine Impfung Epi aufgetreten ist!
Auch muß man daran denken das die meisten Impfungen nicht für´s ganze Leben ist, sondern immer wieder aufgefrischt werden!
Wundstarkrampf ..Tätanus.. usw, ja das hab ich auch machen lassen , aber Impfungen wie bei Masern .. Keuchhusten .. usw. würde ich mir stark überlegen, ob da die Nebenwirkungen zu groß sind!
Denn mir hat mal ein Kinderarzt gesagt das man bei den normalen Kinderkrankheiten besser so zu behandeln sind und es besser ist die Krankheiten zu bekommen und somit in der Regel emuhn gegen die Krankheit ist, was bei einer Impfung nicht der Fall ist!
Da wir oft die Nebenwirkungen nicht kennen und die Aufklärung nicht immer optimal ist wäre ich sehr vorsichtig!
Mag sein das ich als gebranntes Kind das Feuer scheue!

Gruß Anne

Re: Re: Fieberkrampf als Kind - spätere Epilepsie

Brigitta @, Monday, 10.03.2008, 00:55 (vor 6738 Tagen) @ Anton

Hallöchen Anne,

ich wurde damals als Kind glaub garnet gegen sowas geimpft oder mal net gegen alles. Denk mal nicht, daß es bei mir durch die Impfung gekommen ist.

Klar muß man sich beraten lassen, wie bei allen Krankheiten/Medis. Aber ich geh davon aus, wenn ich einen guten Kinderarzt hab daß der das auch macht oder es richtig macht.
Jeder Arzt hat aber seine Erfahrungen/Behandlungsart/Beratung usw. und macht es anders wie ein anderer Arzt. Kenn ich aus Erfahrung.

Die Impfungen haben Vor- und Nachteile wie bei allen Sachen im Leben.

Wieso ist man durch eine Impfung net imun gegen die Krankheit?

Und auch bei jedes Kind/Mensch wirkt jede Impfung/Medis anders oder eben net.

LG

Brigitta

PS: muß ja jeder selber entscheiden, und mag auch sein weil du ein gebranntes Kind bist es anders siehst.