Re: Altersepilepsie
Hallo Stefanie,
schade eigentlich, dass man ihm noch nicht hat helfen können. Von Berufs wegen weißt Du aber, dass es eine ganze Reihe neurologischer Erkrankungen gibt, ich nehme an, dass über 30 % Deiner Patienten neurologisch erkrankt sind.
Dein Opa ist in der glücklichen Lage, diesen Blutdruck, der zwar extrem niedrig ist, zu haben. Somit scheidet er als Schlaganfallkandidat aus. Ob seine Probleme durch den sehr niedrigen Blutdruck entstehen, kann ich als Laie aus der Ferne nicht sagen.
Du hast die Problematik Deines Opas sehr gut geschildert. Ich kann nur mutmaßen und könnte mir vorstellen, dass es vielleicht ein versteckter Schlaganfall gewesen ist. Ist er denn in einer Stoke Unit gewesen? Das was Du schilderst, halte ich für eine Epilepsie. Vielleicht ist sie durch den nicht sichtbaren Schlaganfall entstanden.
Weil eben das Gebiet der Neurologie unendlich ist, um alle Kenntnisse des Krankheitsbildes Epilepsie zu haben, würde ein Studium um die 20 Semester dauern. Weil es wohl kaum möglich ist, sich so lange auf einen Beruf vorzubereiten,
gibt es Neurologen mit der Zusatzausbildung Epilepsie, wenn sie schwerpunktmäßig Epilepsie studiert und auch noch Jahre auf diesem Gebiet tätig waren, sind es Epileptologen. Sie sind zu finden in den Ambulanzen der Epilepsie-Zentren. Nur diese Ärzte können eine Epilepsie richtig einschätzen.
Ich habe nicht gewußt, dass es diese Ärzte gibt und bin folglich über 30 Jahre falsch-, fehl- oder gar nicht behandelt worden. Als mir nach langer Zeit erstmals ein Epileptologe in einem Akutkrankenhaus erzählte, dass ich bereits seit 33 Jahren umsonst Medikamente nehme, die gar nichts bewirken können, konnte ich auf anderem Wege richtig behandelt werden.
Ich wünsche Deinem Opa gute Besserung und dir die Kraft, dich weiterhin so für ihn einzusetzen.
Herzliche Grüße
Anton
gesamter Thread:
- Altersepilepsie -
Stefanie,
22.03.2008, 16:17
- Re: Altersepilepsie - Anton, 22.03.2008, 17:18