epileptische Psychose

sonja @, Friday, 28.03.2008, 23:55 (vor 6719 Tagen)

Hallo, habe eine ganz wichtige Frage. Gibt es hier irgendjemanden,der unter einer epileptischen Psychose leidet. Ich habe den Verdacht, dass meine Tochter darunter leidet. Mittlerweile haben wir es unter Kontrolle. Aber es fing alles an mit dem Absetzen von Petnidan ( Ethosuximid) SIe flippte völlig aus. Tag und Nacht. Verletzte sich und andere. Riss an de Haaren, würgte sich selbst bis sie blaue Flecken am hals hatte. Biss sich, riss sich kleiner Wunden wie Mückenstiche auf, bis sie rießen Löcher in den Armen hatte. Sie wollte nicht mehr leben und wollte uns alle umbringen. Sie beschimpfte uns und griff jeden an. Ich hab teilweise stundenlang auf ihr gesessen und sie festgehalten. Die Ärzte wollten mir nicht glauben, dass es evtl. etwas mit dem Absetzen des Medikamentes zu haben könnte und weigerten sich es wieder einzusetzten. Sie bekam dann Neuroleptika ( melperon) und es ging etwas besser. Man konnte sie etwas kontrollieren. Aber die Unruhe, das Rastlose, dieser andauernde Erregungszustand und die Schlaflosigkeit gingen nicht weg. Sie wurde dann in der Neurologie Marburg untersucht. Und man teilte mir mit, dass es nichts mit der Epilepsie zu tun hätte. Dann kam sie in die Psychiatrie und man meinte, es wäre halt leider eine schreckliche Entwicklung und wenn es nicht besser würde, müssen wir sie abgeben in ein Heim. Eine klare Diagnose wurde nie gestellt. Nach 9 Monaten Hölle habe ich selbst das Petnidan wieder hochdosiert aus lauter Verzweiflung. Und siehe da.... ein paar Tage später war meine Tochter wieder fast die Alte. Leider kann mir bis heute keiner sagen, was mit ihr los war. Ich überlege mal nach Bethel zu gehen um noch mal eine Meinung einzuholen und hoffe sehr, dass ich diesmal ernst genommen werde. Hat irgendjemand ähnliches erlebt. Wer kennt den Fall Anneliese Michel? Meine Tochter hat sich ähnlich benommen wie dieses Mädchen. So das reicht aber erst mal. Ich würde mich sehr über ANtworten freuen. Bin sehr verzweifelt und weiß nicht was wird, wenn es mal wieder schlechter wird. Weil ich ganz alleine da stehe und nicht mal die Ärzte uns helfen konnten. Hab im Internet recherchiert und bin auf die epileptische Psychose gestossen. Das ist das einzigste was auf meine Tochter passen könnte.
Vielen Dank schon mal. Allerliebste Grüße, sonja
Antwort

Re: epileptische Psychose

Andrea @, Saturday, 29.03.2008, 11:36 (vor 6718 Tagen) @ sonja

[zitat=sonja]Hallo, habe eine ganz wichtige Frage. Gibt es hier irgendjemanden,der unter einer epileptischen Psychose leidet. Ich habe den Verdacht, dass meine Tochter darunter leidet. Mittlerweile haben wir es unter Kontrolle. Aber es fing alles an mit dem Absetzen von Petnidan ( Ethosuximid) SIe flippte völlig aus. Tag und Nacht. Verletzte sich und andere. Riss an de Haaren, würgte sich selbst bis sie blaue Flecken am hals hatte. Biss sich, riss sich kleiner Wunden wie Mückenstiche auf, bis sie rießen Löcher in den Armen hatte. Sie wollte nicht mehr leben und wollte uns alle umbringen. Sie beschimpfte uns und griff jeden an. Ich hab teilweise stundenlang auf ihr gesessen und sie festgehalten. Die Ärzte wollten mir nicht glauben, dass es evtl. etwas mit dem Absetzen des Medikamentes zu haben könnte und weigerten sich es wieder einzusetzten. Sie bekam dann Neuroleptika ( melperon) und es ging etwas besser. Man konnte sie etwas kontrollieren. Aber die Unruhe, das Rastlose, dieser andauernde Erregungszustand und die Schlaflosigkeit gingen nicht weg. Sie wurde dann in der Neurologie Marburg untersucht. Und man teilte mir mit, dass es nichts mit der Epilepsie zu tun hätte. Dann kam sie in die Psychiatrie und man meinte, es wäre halt leider eine schreckliche Entwicklung und wenn es nicht besser würde, müssen wir sie abgeben in ein Heim. Eine klare Diagnose wurde nie gestellt. Nach 9 Monaten Hölle habe ich selbst das Petnidan wieder hochdosiert aus lauter Verzweiflung. Und siehe da.... ein paar Tage später war meine Tochter wieder fast die Alte. Leider kann mir bis heute keiner sagen, was mit ihr los war. Ich überlege mal nach Bethel zu gehen um noch mal eine Meinung einzuholen und hoffe sehr, dass ich diesmal ernst genommen werde. Hat irgendjemand ähnliches erlebt. Wer kennt den Fall Anneliese Michel? Meine Tochter hat sich ähnlich benommen wie dieses Mädchen. So das reicht aber erst mal. Ich würde mich sehr über ANtworten freuen. Bin sehr verzweifelt und weiß nicht was wird, wenn es mal wieder schlechter wird. Weil ich ganz alleine da stehe und nicht mal die Ärzte uns helfen konnten. Hab im Internet recherchiert und bin auf die epileptische Psychose gestossen. Das ist das einzigste was auf meine Tochter passen könnte.
Vielen Dank schon mal. Allerliebste Grüße, sonja
Antwort[/zitat]Hallo liebe Sonja,meine Mama(67 jahre)nahm seit 4,5 Jahren Keppra.Zuletzt mit immensen NW.Innerhalb von 4 Wochen wurde dieses Medikament herausgenommen und nun hat sie auch mit Entzugserscheinungen zu kämpfen.So wie du den Zustand von deiner Tochter beschreibst,so war es ähnlich bei meiner Mutter-plötzliche übermässige Kräfte mit Hang zur Selbstzerstörung und Hang zum Zerstören von Mobiliar ....,Sprachstörung und tiefste Depressionen.Wir waren völlig fertig.Dass das Absetzen von Keppra solche Zustände auslöst,hatte uns keiner erzählt!Man kann nur hoffen,dass es "nur" Entzugserscheinungen sind und keine Dauererscheinungen.Denn Keppra wieder Ansetzen kommt ja nicht in Frage! Euch alles Gute und viel Kraft,Andrea

Re: epileptische Psychose

sonja @, Saturday, 29.03.2008, 13:13 (vor 6718 Tagen) @ sonja

Hallo, erstmal danke für deine Antwort.
Hört sich auch schlimm an. Gibt es keine Alternativmedikament. Oder wie gehts jetzt bei euch weiter. Also offiziell verursacht das Absetzen des Petnidan nicht solche Entzugserscheinungen. Das kam auch irgendwie nie in Frage, bei keinem der Ärzte.
Ich weiß es nicht. ich werd ja mal noch weiter versuchen Antworten zu bekommen. Danke schon mal und alles Gute für euch. gruß sonja

Re: Re: epileptische Psychose

sonja @, Saturday, 29.03.2008, 13:16 (vor 6718 Tagen) @ sonja

Ja und noch was. Steht es denn fest, dass es Entzugserscheinungen bei deiner Mutter sind?
Ich kenne das Medikament überhaupt nicht. Ist für Epilepsie auch?
Es gibt ja diese Fälle. Wenn jemand viele Jahre unter Elpilepsie leidet, dass dann auch Psychosen auftreten können.
Wieso dieses Petnidan wirkt ist unklar. Ich nehme an, dass es die kleinen Anfälle einigermaßen in Schach hält. diese Anfälle wiederum äussern sich in psychischen Formen. Vielleicht???

Re: epileptische Psychose

Anton @, Saturday, 29.03.2008, 13:34 (vor 6718 Tagen) @ sonja

Hallo Sonja,
ich kann die Ängste, die dir Deine Tochter derzeit mit den näherbezeichneten Erscheinungen macht, sehr gut verstehen. Aus meiner Sicht ist Gefahr in Verzug, d. h., mit annahenden oder bereits entstandenen Psychosen ist nicht zu spaßen, alle mir bekannten Fälle von Pychosen Jungendlicher sind im Chaos geendet, weil sie aus meiner Sicht nicht richtig behandelt worden sind.

Genau wie die Selbstzerstörung sind auch Psychosen das Mitteilen Kranker, die sich in großer Not befinden oder anderes Leid durchzustehen haben. Ein an einer Psychose Leidender gehört nicht in die Geschlossene, er braucht in erster Linie fachlich kompetente Ärzte und dazu die dringend erforderliche stationäre Psychotherapie. Auch die Selbstzerstörung läßt sich nur durch gezielte psychotherapeutische Behandlung unter Kontrolle bringen. Nach einem Klinikaufenthalt sollte auf keinen Fall auf weitere ambulante psychologische Psychotherapie verzichtet werden.

In einem Punkt kann ich meiner Vorrednerin zustimmen. Ein plötzliches Absetzen der Antikonvulsiva führt zu nicht kalkulierbaren Entzugserscheinungen. So etwas kann schlimmstenfalls auch im Abusus enden. Ärzte, die sich mit der Pharmakologie gut auskennen oder Epileptologen wissen, dass es bis zu 3 Jahre dauern kann, bis der Körper sich an die "Nulldiät" der Chemie gewöhnt hat. Ich mache das z. Zt. gerade durch, es ist ein steiniger Weg, der Disziplin und familiäre Unterstützung erfordert.

Sofern dir das Aufsuchen der Klinik in Bielefeld-Bethel keine Probleme bereiten sollte, kann ich es nur empfehlen. Dort sind Dutzende neurologischer Kliniken aller Fachrichtungen, in denen die Ärzte eine Heilung auf interdisziplinärem Weg erreichen können. Ich bin dort mehrfach Patient gewesen und habe aus der Erfahrung berichtet. Besonders hat mir dort gefallen, dass der Kranke das Menschsein aufrechterhalten kann, es ist oft schon mal ein erster Schritt in die Genesung. Ich wünsche Deiner Tochter gute Besserung und dir die Kraft, weiterhin so für sie dazusein.
Herzliche Grüße
Anton

Re: Re: epileptische Psychose

sonja @, Saturday, 29.03.2008, 13:47 (vor 6718 Tagen) @ sonja

Hallo Anton, vielen Dank. Es tut so gut mal zu hören, dass man nicht spinnt.
Deine Antwort hat mich noch mal bekräftigt wirklich noch mal nach aktiver Hilfe zu suchen. Ich schwankte schon etwas hin- und her, da man ja das Gefühl vermittelt bekommt, keine Ahnung zu haben. Und solche Sätze wie: " jetzt ist es ganz ok. Lassen wir es so. Hauptsache es geht ihr besser".
Ich muss dazu sagen, das meine Tochter geistig behindert ist. Durch die Anfälle hat sie Gehirnschädigungen davon getragen und befindet sich geistig auf dem Stand zwischen 2 und 4 Jahre altem Mädchen. Daher ist es für sie schwierig, sich mir richtig mitzuteilen. Sie kann mir nicht richtig sagen, wie es ihr geht, was sie fühlt usw.
Daher wird es auch mit Therapien schwierig werden.
Ausserdem muss ich noch sagen, dass der Petnidansaft schon weit unter dem therapeutischen Bereich lag. ( Blutspiegel) daher wurde es abgesetzt. Unser Arzt ist zwar toll, hat aber nie Zeit. Er kennt meine Tochter schon seit dem 3. Lebensjahr. Aber er kann mir auch keine Antworten geben. Es könnte eine Psychose sein. Mehr krieg ich nicht zu hören. Ich finde das ganz schlimm und kann das nicht einfach alles so abtun. Dafür ist zuviel passiert. Es hat sich zwar alles stark gebessert,d ennoch gibt es immer noch Phasen wo sie wieder seltsam ist. Letztens hat sie mir mal wieder , weil sie vor etwas Angst hatte, an den Haaren gerissen und versucht mich zu beissen. Ich konnte sie dann beruhigen. Sie ist dann echt nicht bei Sinnen. Bin schon froh, dass wir es kontrollieren können. Vielen vielen Dank für deine Antwort. Du h ast mir sehr weitergeholfen Ich werde auf JEDEN FALL mal nach Bethel gehen , auch wenn es aufwändig ist.
Liebe Grüße, sonja

Re: epileptische Psychose

Melanie @, Monday, 31.03.2008, 14:06 (vor 6716 Tagen) @ sonja

[zitat=sonja]Hallo, habe eine ganz wichtige Frage. Gibt es hier irgendjemanden,der unter einer epileptischen Psychose leidet. Ich habe den Verdacht, dass meine Tochter darunter leidet. Mittlerweile haben wir es unter Kontrolle. Aber es fing alles an mit dem Absetzen von Petnidan ( Ethosuximid) SIe flippte völlig aus. Tag und Nacht. Verletzte sich und andere. Riss an de Haaren, würgte sich selbst bis sie blaue Flecken am hals hatte. Biss sich, riss sich kleiner Wunden wie Mückenstiche auf, bis sie rießen Löcher in den Armen hatte. Sie wollte nicht mehr leben und wollte uns alle umbringen. Sie beschimpfte uns und griff jeden an. Ich hab teilweise stundenlang auf ihr gesessen und sie festgehalten. Die Ärzte wollten mir nicht glauben, dass es evtl. etwas mit dem Absetzen des Medikamentes zu haben könnte und weigerten sich es wieder einzusetzten. Sie bekam dann Neuroleptika ( melperon) und es ging etwas besser. Man konnte sie etwas kontrollieren. Aber die Unruhe, das Rastlose, dieser andauernde Erregungszustand und die Schlaflosigkeit gingen nicht weg. Sie wurde dann in der Neurologie Marburg untersucht. Und man teilte mir mit, dass es nichts mit der Epilepsie zu tun hätte. Dann kam sie in die Psychiatrie und man meinte, es wäre halt leider eine schreckliche Entwicklung und wenn es nicht besser würde, müssen wir sie abgeben in ein Heim. Eine klare Diagnose wurde nie gestellt. Nach 9 Monaten Hölle habe ich selbst das Petnidan wieder hochdosiert aus lauter Verzweiflung. Und siehe da.... ein paar Tage später war meine Tochter wieder fast die Alte. Leider kann mir bis heute keiner sagen, was mit ihr los war. Ich überlege mal nach Bethel zu gehen um noch mal eine Meinung einzuholen und hoffe sehr, dass ich diesmal ernst genommen werde. Hat irgendjemand ähnliches erlebt. Wer kennt den Fall Anneliese Michel? Meine Tochter hat sich ähnlich benommen wie dieses Mädchen. So das reicht aber erst mal. Ich würde mich sehr über ANtworten freuen. Bin sehr verzweifelt und weiß nicht was wird, wenn es mal wieder schlechter wird. Weil ich ganz alleine da stehe und nicht mal die Ärzte uns helfen konnten. Hab im Internet recherchiert und bin auf die epileptische Psychose gestossen. Das ist das einzigste was auf meine Tochter passen könnte.
Vielen Dank schon mal. Allerliebste Grüße, sonja
Antwort[/zitat] Hallo Sonja! Mein Vater leidet seit seiner Kindheit an Epilepsie ich vermute wohl das es daran litt weil die Medikamente abgesetzt worden sind, denn mein Vater nimmt überhaupt keine Medikamente und er verhält sich zwar nicht so schlimm wie deine Tochter aber er hat seine Phasen wie zum Beispiel: Aggressiv, beleidigend, Bekommt jede Woche einen Anfall, er wird auch handgreiflich, dann mal wieder lieb oder nach einem Anfall sehr ruhig. Es ist sehr schwer für uns besonders für mich, da ich immer als Kind seine Anfälle mit bekommen habe und seine Verletzungen usw.LG Melanie

Re: epileptische Psychose

sonja @, Monday, 31.03.2008, 15:33 (vor 6716 Tagen) @ sonja

Hallo, will dein Vater keine Medikamente nehmen oder was ist los? Er sollte eigentlich zu einem Arzt gehen. Das ist doch für ihn selbst und für unzumutbar,zumal man es vielleicht leicht in den Griff kriegen könnte.
Ich kann mir gut vorstellen, wie sehr ihr darunter leidet.

Re: epileptische Psychose

Nicole @, Tuesday, 28.10.2008, 13:15 (vor 6505 Tagen) @ sonja

[zitat=sonja]Hallo, habe eine ganz wichtige Frage. Gibt es hier irgendjemanden,der unter einer epileptischen Psychose leidet. Ich habe den Verdacht, dass meine Tochter darunter leidet. Mittlerweile haben wir es unter Kontrolle. Aber es fing alles an mit dem Absetzen von Petnidan ( Ethosuximid) SIe flippte völlig aus. Tag und Nacht. Verletzte sich und andere. Riss an de Haaren, würgte sich selbst bis sie blaue Flecken am hals hatte. Biss sich, riss sich kleiner Wunden wie Mückenstiche auf, bis sie rießen Löcher in den Armen hatte. Sie wollte nicht mehr leben und wollte uns alle umbringen. Sie beschimpfte uns und griff jeden an. Ich hab teilweise stundenlang auf ihr gesessen und sie festgehalten. Die Ärzte wollten mir nicht glauben, dass es evtl. etwas mit dem Absetzen des Medikamentes zu haben könnte und weigerten sich es wieder einzusetzten. Sie bekam dann Neuroleptika ( melperon) und es ging etwas besser. Man konnte sie etwas kontrollieren. Aber die Unruhe, das Rastlose, dieser andauernde Erregungszustand und die Schlaflosigkeit gingen nicht weg. Sie wurde dann in der Neurologie Marburg untersucht. Und man teilte mir mit, dass es nichts mit der Epilepsie zu tun hätte. Dann kam sie in die Psychiatrie und man meinte, es wäre halt leider eine schreckliche Entwicklung und wenn es nicht besser würde, müssen wir sie abgeben in ein Heim. Eine klare Diagnose wurde nie gestellt. Nach 9 Monaten Hölle habe ich selbst das Petnidan wieder hochdosiert aus lauter Verzweiflung. Und siehe da.... ein paar Tage später war meine Tochter wieder fast die Alte. Leider kann mir bis heute keiner sagen, was mit ihr los war. Ich überlege mal nach Bethel zu gehen um noch mal eine Meinung einzuholen und hoffe sehr, dass ich diesmal ernst genommen werde. Hat irgendjemand ähnliches erlebt. Wer kennt den Fall Anneliese Michel? Meine Tochter hat sich ähnlich benommen wie dieses Mädchen. So das reicht aber erst mal. Ich würde mich sehr über ANtworten freuen. Bin sehr verzweifelt und weiß nicht was wird, wenn es mal wieder schlechter wird. Weil ich ganz alleine da stehe und nicht mal die Ärzte uns helfen konnten. Hab im Internet recherchiert und bin auf die epileptische Psychose gestossen. Das ist das einzigste was auf meine Tochter passen könnte.
Vielen Dank schon mal. Allerliebste Grüße, sonja
Antwort[/zitat]

Hallo Sonja,

das klingt fast wie bei meiner Tochter. Ungefähr ein halbes Jahr
nachdem das Petnidan ausgeschlichen war, fing sie an Dinge
kaputt zu schlagen, aggresiv zu reagieren und sich aufzukratzen.
All dies entsprach gar nicht ihrem eigentlich Wesen. Sie war immer
ein vernünftiges friedliches Kind. Sie ging nicht mehr zur Schule und
nicht mehr aus dem Haus. Zog sich komplett zurück.
Nach vielen Besuchen beim Privattherapeuten, hat sie sich halbwegs
gefangen. Sie geht wieder zur Schule und pflegt soziale Kontakte.
Leider ist aber die Eßstörung geblieben. Ich hoffe das wir auch dieses
Problem bald bewältigt haben.

Liebe Grüße Nicole