Epi/spastische Anfälle

Silke @, Wednesday, 02.04.2008, 20:31 (vor 6714 Tagen)

Hallo,
nehme seit einigen Jahren Topiramat 125 mg morgens und abends. Da die Epianfälle zwar weniger heftig aber doch regelmäßig (alle 3 - 4 Tage) fokal auftraten, wurde letztes Jahr zusätzlich Lamictal eindosiert. Angefangen mit 25 mg. Nach ca. 4 Wochen wurde auf 50 mg erhöht. Kurz danach setzten spastische Krampfanfälle ein. Unkontrollierbares Zucken des Kopfes und am ganzen Körper.Dosis Lamictal wurde wieder auf 25 mg runter gesetzt und 5 mg weise eindosiert.
Ergebnis war, dass je höher dosiert, die Epi Anfälle so gut wie weg waren, die spastik jedoch zunahm.
Neurologe fand keine Erklärung für diese heftige Nebenwirkung und setzte Lamictal wieder ab.
Nach jetzt 10 Wochen ohne Lamictal sind die EpiAnfälle nur noch unwesentlich, die spastischen Krampfanfälle unvermindert heftig.
Der Neurologe ist im Moment völlig ratlos und empfiehlt noch länger zu warten, kann aber nicht garantieren, dass es aufhört.
Die Lebensqualität ist so wie auf null, da die Spastik ohne Vorzeichen auftritt und durch geringste äussere Einflüsse (Geräusch, starker Geruch, Berührung, etc.) ausgelöst wird.
Wer hat selber schon ähnliches erlebt und wie geht man damit um ?

Re: Epi/spastische Anfälle

Anton @, Wednesday, 02.04.2008, 20:51 (vor 6714 Tagen) @ Silke

Hallo Silke,
die Vielzahl der neurologischen Erkrankungen macht es fast unmöglich, dass ein Neurologe sie alle ausreichend beherrschen kann. Allein die Epilepsie nimmt soviel Raum während des Studiums ein, dass nur sogenannte Epileptologen die wirklichen Fachleute für dieses Krankheitsbild sein können. Diesen Facharzt findet man in den Ambulanzen der Epilepsie-Zentren oder in neurologischen Praxen, in denen der Arzt eine Zusatzausbildung für "Epilepsie", das "Epilepsie-Zertifikat" hat.
Ich würde mich in die Händes eines solchen Facharztes begeben, damit nicht weiterhin Frust wegen gescheiterter Therapieversuche entsteht.
Ich wünsche dir gute Besserung, viel Glück bei der Suche nach einem Facharzt und neuen Lebensmut.
Herzliche Grüße
Anton