Epilepsie und Generika

Christina S. @, Friday, 25.04.2008, 13:41 (vor 6691 Tagen)

Hallo,

ich nehme seit 5 Jahren Lamictal von Glaxo Smith Cline und hatte bisher keine Probleme. Neuerdings habe ich unbemerkt einen Re-Import erhalten. Die Folge ist, mein Gedächtnis ist total weg und ich bekomme regelmäßig polymotorische Anfälle. Meine Neurologin meint, das liegt nicht an den Generika.

Ich bin es leid, mich immer wieder mit den Ärzten rumzuärgern und ewig wegen der SCHEISS-Kosten mehr Anfälle zu bekommen.

Meine Frage: Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit Lamictal gemacht, positive als auch negative?

Re: Epilepsie und Generika

Anke S. @, Friday, 25.04.2008, 18:38 (vor 6691 Tagen) @ Christina S.

Hallo Christina!
Ich habe auch von dem Lamictal zu Lamotrigin von Desitin gewechselt. Da hatte ich keine Probleme, also mir ist nichts aufgefallen. Dann gab es in der Apoth. nur die Lamotrigin von biomo und da war die Toilette mein liebster Aufenthaltsort *lach*. Habe dann auch nach einer Packung wieder das von Desitin genommen.
Ich denke das kommt dann wieder ganz auf die Generika Firma an ob mans verträgt oder nicht.
Hoffe für dich das dir dein Arzt das Original wieder verschreibt.
Wenn er nicht darauf eingeht was du ihm sagst ist das schon mehr als besch...
Ich drück dir die Daumen das alles wieder gut bei dir wird.
LG Anke

Re: Epilepsie und Generika

Anton @, Friday, 25.04.2008, 19:49 (vor 6691 Tagen) @ Christina S.

Hallo Christina,

zu Deinem Thema möchte ich zwei Begrifflichkeiten näher definieren.

GENERIKUM
Ein Generikum ist ein wirkstoffgleiches Mittel eines Originalmedikaments, welches oft erheblich preiswerter angeboten wird als das Origininalmittel. Wenn der Arzt bei aut idem (= oder ein Gleiches) kein Kreuz macht, ist der Apotheker gehalten, das kostengünstigere Medikament herauszugeben. Wenn der Arzt unbedingt das Originalmedikament für den Patienten verordnen will, kann er Notiz auf dem Rezept durch ein Kreuz bei aut idem machen.

Zur Unterschiedlichkeit zwischen Originalmitteln und Generika möchte ich jetzt nicht Stellung beziehen.

REIMPORT
Unter einem Reimport verstehe ich ein Originalmittel oder ein Generikum, was zur Ankurbelung des Exports in diesem unseren Lande steuerlich subventioniert wird, bevor es die Grenze passiert. So kommt es, dass Medikamente teilweise im Ausland günstiger angeboten werden als bei uns.

Clevere Apotheker und sonstige Händler kaufen nicht beim Pharmakonzern oder dessen Verleger, sondern holen sich die Mittel zu wesentlich günstigeren Preisen aus dem Ausland (zurück). Diesen günstigeren Preis geben sie aber weder an die Krankenkasse noch an den Patienten weiter. Das Medikament ist nicht verändert. Es kommt aber manchmal in einer anderen Verpackung oder in anderen Einheiten aus dem Ausland zurück, als wir das im direkten Handel kennen. Diese andere Verpackung ist oft das einzige Zeichen, woran der Patient merkt, dass etwas anders ist.

Ich erhalte oft Reimporte und habe bisher Abweichungen nicht feststellen können. Ich wünsche allen Lesern Gesundheit, alles Gute und viele unbeschwerte Momente.

Herzliche Grüße
Anton

Re: Epilepsie und Generika

Anton @, Saturday, 26.04.2008, 12:53 (vor 6690 Tagen) @ Christina S.

Hallo,
mir ist zu den Themen Reimporte und Generika noch etwas eingefallen.

Meiner Meinung nach ist das Verhältnis Patient/Apotheker immer noch unausgewogen. Die Apotheke möchte ein Geschäft mit uns machen, wir sind Kunde, also haben wir es zu sagen und er Apotheker das zu tun, was wir wünschen. Die Zeiten der "Hofapotheke" sind vorbei, in denen der Kranke noch um Medizin bitten musste.
Aus dem Grund habe ich als Kunde es zu sagen. Ich sehe im Medikamentenhandel ein "Zug-um-Zug-Geschäft". Erst die Ware, dann das Geld.

Das Geld ist in unserem Fall das Rezept. Erst wenn ich die Ware, die Medikamente in der Verpackung, in der ich sie haben möchte, sehe, gebe ich das Rezept aus der Hand. Wenn die Verpackung schon anders aussieht, muss der Apotheker mir erklären, woran das liegen könnte. Passen mir die Erklärungen nicht, erhält er nicht das Rezept und gehe in die nächste Apotheke und versuche mein "Glück" dort.

Es kommt auch vor, dass der Apotheker ein Medikament nicht vorrätig hat. Das ist ganz normal. Wenn der Apotheker das Geschäft mit mir machen dürfte, darf er das Mittel bestellen, wozu er das Rezept nicht braucht, das erhält er erst, wenn er mir die Ware auf den Tresen legt und ich sie in Ruhe in Augenschein nehmen kann.

Ich finde, somit kann man sich einen Haufen Ärger über nicht gewünschte Medikamente, die Fürchterliches anrichten können, sparen.

Liebe Grüße und alles Gute
Anton

Re: Re: Epilepsie und Generika

steffi @, Saturday, 26.04.2008, 19:11 (vor 6690 Tagen) @ Christina S.

[zitat=Anton]Hallo,
mir ist zu den Themen Reimporte und Generika noch etwas eingefallen.

Meiner Meinung nach ist das Verhältnis Patient/Apotheker immer noch unausgewogen. Die Apotheke möchte ein Geschäft mit uns machen, wir sind Kunde, also haben wir es zu sagen und er Apotheker das zu tun, was wir wünschen. Die Zeiten der "Hofapotheke" sind vorbei, in denen der Kranke noch um Medizin bitten musste.
Aus dem Grund habe ich als Kunde es zu sagen. Ich sehe im Medikamentenhandel ein "Zug-um-Zug-Geschäft". Erst die Ware, dann das Geld.

Das Geld ist in unserem Fall das Rezept. Erst wenn ich die Ware, die Medikamente in der Verpackung, in der ich sie haben möchte, sehe, gebe ich das Rezept aus der Hand. Wenn die Verpackung schon anders aussieht, muss der Apotheker mir erklären, woran das liegen könnte. Passen mir die Erklärungen nicht, erhält er nicht das Rezept und gehe in die nächste Apotheke und versuche mein "Glück" dort.

Es kommt auch vor, dass der Apotheker ein Medikament nicht vorrätig hat. Das ist ganz normal. Wenn der Apotheker das Geschäft mit mir machen dürfte, darf er das Mittel bestellen, wozu er das Rezept nicht braucht, das erhält er erst, wenn er mir die Ware auf den Tresen legt und ich sie in Ruhe in Augenschein nehmen kann.

Ich finde, somit kann man sich einen Haufen Ärger über nicht gewünschte Medikamente, die Fürchterliches anrichten können, sparen.

Liebe Grüße und alles Gute
Anton[/zitat]


Meine Tochter wurde auch vom original lamictal,auf ein import umgestellt,seitdem hat sie sehr viele probeleme gehabt,immer wieder kam es zu grossen anfällen,obwohl sie nur an absence epilepsie leidet.ihr lamotriginspiegel ist auf 1 gesunken,und die ärzte haben mir immer gesagt,sie würde das medikament nicht nehmen.(das stimmt nicht,sie nimmt es in meiner anwesendheit)jetzt bekommt sie seit 3 wochen,wieder das original,und alle probleme sind verschwunden,und der spiegel steigt.
der kinderarzt hat es mir bestätigt,das es am import medikament lag.ich achte jetzt immer drauf,was der arzt verschreibt,und was ich in der apotheke erhalte.lg steffi

Re: Re: Re: Epilepsie und Generika

steffi @, Saturday, 26.04.2008, 19:17 (vor 6690 Tagen) @ Christina S.

[zitat=steffi][zitat=Anton]Hallo,
mir ist zu den Themen Reimporte und Generika noch etwas eingefallen.

Meiner Meinung nach ist das Verhältnis Patient/Apotheker immer noch unausgewogen. Die Apotheke möchte ein Geschäft mit uns machen, wir sind Kunde, also haben wir es zu sagen und er Apotheker das zu tun, was wir wünschen. Die Zeiten der "Hofapotheke" sind vorbei, in denen der Kranke noch um Medizin bitten musste.
Aus dem Grund habe ich als Kunde es zu sagen. Ich sehe im Medikamentenhandel ein "Zug-um-Zug-Geschäft". Erst die Ware, dann das Geld.

Das Geld ist in unserem Fall das Rezept. Erst wenn ich die Ware, die Medikamente in der Verpackung, in der ich sie haben möchte, sehe, gebe ich das Rezept aus der Hand. Wenn die Verpackung schon anders aussieht, muss der Apotheker mir erklären, woran das liegen könnte. Passen mir die Erklärungen nicht, erhält er nicht das Rezept und gehe in die nächste Apotheke und versuche mein "Glück" dort.

Es kommt auch vor, dass der Apotheker ein Medikament nicht vorrätig hat. Das ist ganz normal. Wenn der Apotheker das Geschäft mit mir machen dürfte, darf er das Mittel bestellen, wozu er das Rezept nicht braucht, das erhält er erst, wenn er mir die Ware auf den Tresen legt und ich sie in Ruhe in Augenschein nehmen kann.

Ich finde, somit kann man sich einen Haufen Ärger über nicht gewünschte Medikamente, die Fürchterliches anrichten können, sparen.

Liebe Grüße und alles Gute
Anton[/zitat]


Meine Tochter wurde auch vom original lamictal,auf ein import umgestellt,seitdem hat sie sehr viele probeleme gehabt,immer wieder kam es zu grossen anfällen,obwohl sie nur an absence epilepsie leidet.ihr lamotriginspiegel ist auf 1 gesunken,und die ärzte haben mir immer gesagt,sie würde das medikament nicht nehmen.(das stimmt nicht,sie nimmt es in meiner anwesendheit)jetzt bekommt sie seit 3 wochen,wieder das original,und alle probleme sind verschwunden,und der spiegel steigt.
der kinderarzt hat es mir bestätigt,das es am import medikament lag.ich achte jetzt immer drauf,was der arzt verschreibt,und was ich in der apotheke erhalte.lg steffi[/zitat]


schau mal hier:
http://www.oyla2.de/userdaten/37828886/pdf/GenerikaLeitlinien2005.pdf

Re: Re: Re: Re: Epilepsie und Generika

steffi @, Saturday, 26.04.2008, 19:21 (vor 6690 Tagen) @ Christina S.

[zitat=steffi][zitat=steffi][zitat=Anton]Hallo,
mir ist zu den Themen Reimporte und Generika noch etwas eingefallen.

Meiner Meinung nach ist das Verhältnis Patient/Apotheker immer noch unausgewogen. Die Apotheke möchte ein Geschäft mit uns machen, wir sind Kunde, also haben wir es zu sagen und er Apotheker das zu tun, was wir wünschen. Die Zeiten der "Hofapotheke" sind vorbei, in denen der Kranke noch um Medizin bitten musste.
Aus dem Grund habe ich als Kunde es zu sagen. Ich sehe im Medikamentenhandel ein "Zug-um-Zug-Geschäft". Erst die Ware, dann das Geld.

Das Geld ist in unserem Fall das Rezept. Erst wenn ich die Ware, die Medikamente in der Verpackung, in der ich sie haben möchte, sehe, gebe ich das Rezept aus der Hand. Wenn die Verpackung schon anders aussieht, muss der Apotheker mir erklären, woran das liegen könnte. Passen mir die Erklärungen nicht, erhält er nicht das Rezept und gehe in die nächste Apotheke und versuche mein "Glück" dort.

Es kommt auch vor, dass der Apotheker ein Medikament nicht vorrätig hat. Das ist ganz normal. Wenn der Apotheker das Geschäft mit mir machen dürfte, darf er das Mittel bestellen, wozu er das Rezept nicht braucht, das erhält er erst, wenn er mir die Ware auf den Tresen legt und ich sie in Ruhe in Augenschein nehmen kann.

Ich finde, somit kann man sich einen Haufen Ärger über nicht gewünschte Medikamente, die Fürchterliches anrichten können, sparen.

Liebe Grüße und alles Gute
Anton[/zitat]


Meine Tochter wurde auch vom original lamictal,auf ein import umgestellt,seitdem hat sie sehr viele probeleme gehabt,immer wieder kam es zu grossen anfällen,obwohl sie nur an absence epilepsie leidet.ihr lamotriginspiegel ist auf 1 gesunken,und die ärzte haben mir immer gesagt,sie würde das medikament nicht nehmen.(das stimmt nicht,sie nimmt es in meiner anwesendheit)jetzt bekommt sie seit 3 wochen,wieder das original,und alle probleme sind verschwunden,und der spiegel steigt.
der kinderarzt hat es mir bestätigt,das es am import medikament lag.ich achte jetzt immer drauf,was der arzt verschreibt,und was ich in der apotheke erhalte.lg steffi[/zitat]


schau mal hier:
http://www.oyla2.de/userdaten/37828886/pdf/GenerikaLeitlinien2005.pdf

[/zitat]


Originaltablette A enthält 100 mg eines Wirkstoffes. Nachdem du das Medikament geschluckt hast, kommen im Laufe von sagen wir ´mal 24 Stunden 80 mg auch wirklich im Blut an (der Rest ist offenbar im Magen „verloren gegangen). Mehr passiert leider nicht. Die Bioverfügbarkeit liegt in diesem Fall bei 80 Prozent. Die verfügbaren 80 mg können nun ihres Amtes walten und eine heilende Wirkung entfalten. Nun zu Tablette Generikum B .
Es enthält ebenfalls 100 mg des gleichen Wirkstoffes. Man hegt deshalb zunächst keinerlei Zweifel, dass beide Tabletten daher auch gleich gut sind. Das Gedankenexperiment zeigt nun aber, dass nach 24 Stunden lediglich 40 mg des Wirkstoffes im Blut wieder gefunden werden. Mehr konnte nicht freigesetzt werden. Die Bioverfügbarkeit dieser Tablette beträgt also lediglich 40 Prozent. Ihre heilende Wirkung ist daher wesentlich geringer. Weil sich die Bioverfügbarkeiten beider Tabletten unterscheiden, sind sie nicht bioäquivalent. Sie entfalten trotz gleicher Wirkstoffmenge eine unterschiedlich starke Wirkung im Organismus. Vom Generikum B muss man in unserem Beispiel die doppelte Menge nehmen, um den gleichen Effekt wie mit dem Original A zu erzielen. Die Behandlung mit dem Generikum ist unter diesem Gesichtspunkt nur dann preiswerter, wenn es weniger als die Hälfte des Originalpräparates kosten würde. Da zwar auf jeder Medikamentenpackung der Wirkstoffgehalt ausgewiesen sein muss, über die tatsächliche Bioverfügbarkeit jedoch keine Aussagen zu finden sind, ist dem Normalbürger ein objektiver Vergleich von Original und Generikum in der Praxis meist nicht möglich.

Dies ist vielleicht bei einem normalen Arzneimittel nicht so tagisch.


Re: Re: Re: Re: Re: Epilepsie und Generika

Christina @, Saturday, 26.04.2008, 23:26 (vor 6690 Tagen) @ steffi

hi,
vielen Dank für deinen Rat, jetzt bin ich mir auch sicherer da ich von den anderen Patientin das selbe gehört habe und somit weiß ich,dass meine Ansicht richtig ist und ich somit mir nur das orginale mir verschreiben lasse, die Ärzte heutzutagen die wollen alle nur verdienen und jeder erzählt mir was anderes, da ist es doch besser, wenn man andere Betroffene fragt, die einen dann auch die Wahrheit sagen!

Ich hoffe, dass sich dann dadurch meine Leistungen sich verbessern werden!

LG

[zitat=steffi][zitat=steffi][zitat=steffi][zitat=Anton]Hallo,
mir ist zu den Themen Reimporte und Generika noch etwas eingefallen.

Meiner Meinung nach ist das Verhältnis Patient/Apotheker immer noch unausgewogen. Die Apotheke möchte ein Geschäft mit uns machen, wir sind Kunde, also haben wir es zu sagen und er Apotheker das zu tun, was wir wünschen. Die Zeiten der "Hofapotheke" sind vorbei, in denen der Kranke noch um Medizin bitten musste.
Aus dem Grund habe ich als Kunde es zu sagen. Ich sehe im Medikamentenhandel ein "Zug-um-Zug-Geschäft". Erst die Ware, dann das Geld.

Das Geld ist in unserem Fall das Rezept. Erst wenn ich die Ware, die Medikamente in der Verpackung, in der ich sie haben möchte, sehe, gebe ich das Rezept aus der Hand. Wenn die Verpackung schon anders aussieht, muss der Apotheker mir erklären, woran das liegen könnte. Passen mir die Erklärungen nicht, erhält er nicht das Rezept und gehe in die nächste Apotheke und versuche mein "Glück" dort.

Es kommt auch vor, dass der Apotheker ein Medikament nicht vorrätig hat. Das ist ganz normal. Wenn der Apotheker das Geschäft mit mir machen dürfte, darf er das Mittel bestellen, wozu er das Rezept nicht braucht, das erhält er erst, wenn er mir die Ware auf den Tresen legt und ich sie in Ruhe in Augenschein nehmen kann.

Ich finde, somit kann man sich einen Haufen Ärger über nicht gewünschte Medikamente, die Fürchterliches anrichten können, sparen.

Liebe Grüße und alles Gute
Anton[/zitat]


Meine Tochter wurde auch vom original lamictal,auf ein import umgestellt,seitdem hat sie sehr viele probeleme gehabt,immer wieder kam es zu grossen anfällen,obwohl sie nur an absence epilepsie leidet.ihr lamotriginspiegel ist auf 1 gesunken,und die ärzte haben mir immer gesagt,sie würde das medikament nicht nehmen.(das stimmt nicht,sie nimmt es in meiner anwesendheit)jetzt bekommt sie seit 3 wochen,wieder das original,und alle probleme sind verschwunden,und der spiegel steigt.
der kinderarzt hat es mir bestätigt,das es am import medikament lag.ich achte jetzt immer drauf,was der arzt verschreibt,und was ich in der apotheke erhalte.lg steffi[/zitat]


schau mal hier:
http://www.oyla2.de/userdaten/37828886/pdf/GenerikaLeitlinien2005.pdf

[/zitat]


Originaltablette A enthält 100 mg eines Wirkstoffes. Nachdem du das Medikament geschluckt hast, kommen im Laufe von sagen wir ´mal 24 Stunden 80 mg auch wirklich im Blut an (der Rest ist offenbar im Magen „verloren gegangen). Mehr passiert leider nicht. Die Bioverfügbarkeit liegt in diesem Fall bei 80 Prozent. Die verfügbaren 80 mg können nun ihres Amtes walten und eine heilende Wirkung entfalten. Nun zu Tablette Generikum B .
Es enthält ebenfalls 100 mg des gleichen Wirkstoffes. Man hegt deshalb zunächst keinerlei Zweifel, dass beide Tabletten daher auch gleich gut sind. Das Gedankenexperiment zeigt nun aber, dass nach 24 Stunden lediglich 40 mg des Wirkstoffes im Blut wieder gefunden werden. Mehr konnte nicht freigesetzt werden. Die Bioverfügbarkeit dieser Tablette beträgt also lediglich 40 Prozent. Ihre heilende Wirkung ist daher wesentlich geringer. Weil sich die Bioverfügbarkeiten beider Tabletten unterscheiden, sind sie nicht bioäquivalent. Sie entfalten trotz gleicher Wirkstoffmenge eine unterschiedlich starke Wirkung im Organismus. Vom Generikum B muss man in unserem Beispiel die doppelte Menge nehmen, um den gleichen Effekt wie mit dem Original A zu erzielen. Die Behandlung mit dem Generikum ist unter diesem Gesichtspunkt nur dann preiswerter, wenn es weniger als die Hälfte des Originalpräparates kosten würde. Da zwar auf jeder Medikamentenpackung der Wirkstoffgehalt ausgewiesen sein muss, über die tatsächliche Bioverfügbarkeit jedoch keine Aussagen zu finden sind, ist dem Normalbürger ein objektiver Vergleich von Original und Generikum in der Praxis meist nicht möglich.

Dies ist vielleicht bei einem normalen Arzneimittel nicht so tagisch.


[/zitat]

Re: Re: Re: Re: Epilepsie und Generika

Anton @, Saturday, 26.04.2008, 21:38 (vor 6690 Tagen) @ Christina S.

Hallo Steffi,
ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, habe nur beim Reimport noch keine negative Erfahrung gemacht. Ich habe das nur erklären wollen, damit nicht noch mehr Unsicherheit in der Sache aufkommt.

Schlechte, ganz üble Erfahrung habe ich machen müssen mit den Generika. Ich zum Beispiel vertrage gar keine Generika und habe dem Arzt das gesagt. Der hat es verstanden und mir eine Bescheinigung ausgestellt, dass ich nur Original-Medikamente nehmen darf. Somit ist das für andere Verschreibende geklärt.

Ich danke dir für den Hinweis und werde in Zukunft noch vorsichtiger mit den Reimporten sein. Ich wünsche dir alles Gute.
Herzliche Grüße
Anton

Re: Epilepsie und Generika

Corinna Rohde @, Wednesday, 30.04.2008, 16:55 (vor 6686 Tagen) @ Christina S.

[zitat=Christina S.]Hallo,

ich nehme seit 5 Jahren Lamictal von Glaxo Smith Cline und hatte bisher keine Probleme. Neuerdings habe ich unbemerkt einen Re-Import erhalten. Die Folge ist, mein Gedächtnis ist total weg und ich bekomme regelmäßig polymotorische Anfälle. Meine Neurologin meint, das liegt nicht an den Generika.

Ich bin es leid, mich immer wieder mit den Ärzten rumzuärgern und ewig wegen der SCHEISS-Kosten mehr Anfälle zu bekommen.

Meine Frage: Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit Lamictal gemacht, positive als auch negative?[/zitat]

Hallo Christiane,
ich habe inzwischen die gleichen Erfahrung gemacht, mit dem Lamictal als Generetika. Mir wurde auch immer erzählt das ist das Selbe und es ist es ist genauso gut wie das Lamictal von GsK. Bis ich mit Anfällen in die klinik kam total verwirrt und zvor noch über mehrer Tage ein Absencenstatus hatte, aus dem nicht mehr herausgekommen bin. Ich hoffe, das mein nächster Neurologen nicht so so und auf den Kosten rumreitet. Du bist also nicht alleine.

Gruß
Corinna