[zitat=Alex]Hallo, ich leide seit mittlerweile über 2 Jahren an celebralen Krampfanfällen. Ich wurde auch vom ZEE in der Kopfklinik fast 1 Jahr lang auf Epilepsie medikamentös behandelt. Bei einem Alpha-EEG konnte aber keine Focusierung festgestellt werden. Daruafhin wurde behauptet, dass es sich hierbei um sog. psychogene Anfälle handelt, was ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, da diese Anfälle allesamt tonisch-klonisch ablaufen. Um des Frieden Willens habe ich mich einer intensiven Psychosomatischen untersuchung gestellt, die natürlich wie erwartet ohne nennenswerten Ergebnis abgeschlossen wurde. D.h. es waren keinerlei Psychosomatische Hintergründe für die Anfälle zu erkennen. Nun bin ich ehrlich gesagt mit meinem Latein am Ende und stehe mit meinen Anfällen wieder am Anfang. Kann mir jemand einen Tip geben ? Gruss Alex[/zitat]Hallo Alex,deine Frustration kann ich verstehen. Eine genaue Diagnostik ist leider nicht so einfach und erfordert vor allem deine Mithilfe. Es ist z. B. hilfreich einen Anfallskalender zu führen. Solltest du wenig Anfälle haben, dann kann ich dir das Führen eines Tagebuchs empfehlen. Das müssen keine langen Abhandlungen sein, einfache Stichpunkte was du am Tag gemacht hast, wie du dich gefühlt hast, reichen . Ich benutze dafür meinen Timer. Versuche von jedem Anfall eine Beschreibung zu erstellen. Wahrscheinlich wirst du nicht an alle Dinge erinnern, aber vielleicht gibt es Leute die dich beobachtet haben. Es ist zwar sehr mühsam, aber hilfreich. Du lernst dich besser kennen und entdeckst vielleicht ein Muster. Was deine genaue Diagnose anbelangt, kann ich dir das Epilepsiezentrum Bethel (Bielefeld) empfehlen. Dort kannst du dir in der Ambulanz einen Termin holen. Die Ärzte sind kompetent und haben jahrelange Erfahrung. Außerdem arbeiten sie mit Zentren in Kanada, USA und Frankreich zusammen. Ich war gerade selbst für sieben Wochen zur Umstellung meiner Medikamente da. In der Ambulanz entscheidet der Arzt auch, ob ein stationärer Aufenthalt notwendig ist. Die Wartezeiten für eine Aufnahme sind leider sehr lang. Es wird auch erwartet, dass du mitarbeitest. Damit meine ich das Führen des Anfallskalenders usw.. Wenn du also wirklich wissen willst, was du hast, dann kann ich dir diesen Weg empfehlen. Ich habe seit 8 Jahren Epilepsie, aber eine genaue Diagnose habe ich jetzt erst bekommen. Lass dich also nicht unterbuttern, außerdem haben wir freie Arztwahl. Es gibt auch andere Neurologen! Liebe Grüße,Shyrin