Wechseljahre und Epilepsie

Regina Ludwig @, Friday, 16.05.2008, 07:15 (vor 6671 Tagen)

Hallo,
ich habe seit 2004 3 Anfälle gehabt. Wer kann mir sagen, ob dies auch
mit den Wechseljahren zusammen hängen kann. 2004 hatte ich eine Leberver-
giftung und einen ersten Anfall. Darauf bin ich auf Neurontin 1800 mg eingestellt worden. Man ließ das Medikament ausschleichen bis 2006.
Im Juli 2006 hatte ich dann einen zweiten. Neurontin wurde aufdosiert auf 1500 mg.
Im Februar 2008 unterzog ich mich einer Gebärmutterentfernung. Anschließend hatte ich eine Erkältung und mußte zu den Medikamenten vom Krnkenhaus noch
Antibiotika nehmen. Anschließend fehlte mir im Blut Eisen. Das Pärperat bewikrte das ich Durchfälle bekam. Es folgte der 3. anfall letzte Woche.
Nun habe ich Bluthochdruck, Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlaf-
störungen, die extrem sind. Habe natürlich jetzt bei jeder Regung Angst, daß wieder ein Anfall kommt. Wer kennt sich mit einer ANgstbewältigung aus.
Gruß Regina

Re: Wechseljahre und Epilepsie

Anton @, Saturday, 17.05.2008, 10:40 (vor 6669 Tagen) @ Regina Ludwig

Hallo Regina,
ich weiß, dass hormonelle Veränderungen, einige Frauen erleben das fast jeden Monat kurz vor der Mensis, Anfälle auslösen können.
Ich habe schon Anfälle durch die Einnahme von Antibiotika bekommen.
Auch Schlafentzug durch Schlafstörungen kann zu Anfällen führen, genau wie Durchfall. Antikonvulsiva sind Spiegel-Medikamente, sie sorgen für einen möglichst immer währenden gleichhohen Spiegel des Wirkstoffs im Blut. Durch Durchfall verliert der Körper die Tabletten auf einmal, so kann der Wirkstoff nicht ins Blut gelangen.

Für sehr wichtig halte ich, dass Du den Blutdruck erfolgreich behandeln lässt, er ist einer der Risikofaktoren für Schlaganfall und Herzinfarkt. Auch die Medikation gegen Hypertonie kann Anfälle auslösen, hier besteht jedoch Möglichkeit, durch Substitution der Mittel in Absprache mit Hausarzt oder Internisten eine besser Ausgangssituation für das Anfallsleiden zu schaffen.

Da ich davon ausgehe, dass die Entfernung der Gebährmutter aus onkologischem Grund erfolgt ist, können Deine Beschwerden auch auf Fatique zurückzuführen sein. Das solltest Du bitte mit dem dich behandelnden Gynäkologen besprechen.

Ängste können durch Unsicherheit, Ungewissheit entstehen.
Du hast sehr viel durchgemacht und es geschafft, das hat dich geschwächt, Du brauchst Zeit, um dich zu erholen. Vielleicht wird es dann mit den Ängsten weniger. Es gibt aber auch Therapien gegen Angst. Darüber solltest Du mal mit Deinem Hausarzt reden. Da gibt es die Möglichkeit der ambulanten oder stationären Therapien.

Die Angst vor neuen Anfällen hat fast jeder Epilepsiekranke. Durch Sicherheit, die man sich eigentlich nur bei Fachärzten für das Gebiet Neurologie, ich meine entweder Neurologen mit Epilepsie-Zertifikat oder die Epileptologen in den Epilepsie-Ambulanzen oder was noch besser ist, die Epileptologen in den Epilepsie-Zentren, weil sich dort die Fachärzte untereinander austauschen können, kann man schon die Ängste vor neuen Anfällen abbauen.

Ich bin der Meinung, dass Du nicht Nachvollziehbares geschafft hast, ich traue dir die Stärke zu, jetzt auch die nächsten Wege so zu beschreiten, dass Du bald wieder gesund bist. Ich wünsche dir viel Erfolg und alles Gute.

Herzliche Grüße
Anton

"falsches Deutsch"

Anton @, Saturday, 17.05.2008, 18:47 (vor 6669 Tagen) @ Regina Ludwig

Hallo Regina,
unterwegs ist mir eingefallen, dass ich Gebärmutter nicht richtig geschrieben habe. Ich bitte dieses peinliche Versehen zu entschuldigen.
Herzliche Grüße und alles Gute
Anton