Hallo,
ich habe von meinem Neurologen als Notfallmedikament Diazepam 10 mg Rectiole verordnet bekommen. Gibt es noch weitere Notfallmedikamente die durch Dritte leichter zu verabreichen sind (habe von einem Bekannten gehört, daß es auch ein Notfallmedikament gibt, welches über die Nase verabreicht werden kann)? Kennt jemand von Euch dieses Medikament?
Vielen Dank
Markus
Re: Notfallmedikamente
sylke
, Sunday, 18.05.2008, 09:49 (vor 6668 Tagen) @
Markus
Diazepam für Erwachsene?
Das fänd ich doch sehr peinlich.....
Durch die Nase gibt man Dormicum, entweder reinträufeln, oder es gibt auch solch Aufsatz womit es als Spray umgesetzt wird.
Am einfachsten allerdings ist Tavor.
Das sind kleine Schmelztabletten die man einfach in die Wangentasche oder unter die Zunge legt.
Und es gibt Rivotril-Tropfen die man in den Mund gibt, wird auch über die Schleimhäute aufgenommen.
Re: Re: Notfallmedikamente
Markus
, Tuesday, 10.06.2008, 20:24 (vor 6645 Tagen) @
sylke
Hallo Sylke,
kannst Du mir die entsprechende Bezeichnung des Dormicumpräperates nennen und was ich von meinem Hausarzt rezeptieren lassen muß, um das Präparat als Nasenspray zu bekommen?
Markus
[zitat=sylke]Diazepam für Erwachsene?
Das fänd ich doch sehr peinlich.....
Durch die Nase gibt man Dormicum, entweder reinträufeln, oder es gibt auch solch Aufsatz womit es als Spray umgesetzt wird.
Am einfachsten allerdings ist Tavor.
Das sind kleine Schmelztabletten die man einfach in die Wangentasche oder unter die Zunge legt.
Und es gibt Rivotril-Tropfen die man in den Mund gibt, wird auch über die Schleimhäute aufgenommen.[/zitat]
Re: Re: Notfallmedikamente
Regina
, Monday, 19.05.2008, 13:38 (vor 6667 Tagen) @
Markus
[zitat=sylke]Diazepam für Erwachsene?
Das fänd ich doch sehr peinlich.....
Durch die Nase gibt man Dormicum, entweder reinträufeln, oder es gibt auch solch Aufsatz womit es als Spray umgesetzt wird.
Am einfachsten allerdings ist Tavor.
Das sind kleine Schmelztabletten die man einfach in die Wangentasche oder unter die Zunge legt.
Und es gibt Rivotril-Tropfen die man in den Mund gibt, wird auch über die Schleimhäute aufgenommen.[/zitat]
Hallo,
mich würde interessieren, ob diese Notfallmedikation auch einen Anfall stoppt,
wenn man diese Medikamente nach einer Aura nehmen würde.
Regina
Re: Re: Re: Notfallmedikamente
sylke
, Monday, 19.05.2008, 13:50 (vor 6667 Tagen) @
Markus
Ja, auf jeden Fall ist das möglich.
Dafür eigent sich halt besonders gut das Tavor......einfach fix eine Tablette in den Mund schieben und gut ist.
Kommt halt drauf an wie lang vorher die aura kommt.
Ist es nur wenige Sekunden bringt gar kein Notfall-Medi was.
Ist die aura 5 Minuten oder mehr vorm Anfall kann Tavor den anfall verhindern.
Ich hab z.B. immer Rivotril-Tropfen im Haus und geb die meiner Tochter wenn sie kränkelt oder auffiebert......eben weil dann die Krampfbereitschaft nicht so hoch ist.
Merke ich das Kimberly plötzlich Blickkrämpfe bekommt geb ich ihr sofort eine Tavor. Sie geht dann zwar trotzdem gelegentlich in einen richtigen Anfall über, aber der dauert halt nicht so lang.
Kimberly krampft mit Statusneigung....30 Minuten ist da leider normal bei ihr.
Aber ich hab gemerkt wenn ich sofort handel und Tavor gebe stoppen die Anfälle oft schon nach wenigen Minuten.
Re: Notfallmedikamente
Julia
, Wednesday, 21.05.2008, 17:17 (vor 6665 Tagen) @
Markus
Hallo Regina,
hab jetzt seit meiner Kleinkinderzeit Epilepsie und leider schon sehr sehr viel Erfahrung mit Notfallmedikamenten machen müssen.
Einige davon waren: Tavor, Diazepam, Rivotril, Phenhydan, Luminal, Frisium, Valium....
Doch so praktisch diese Medikamente auch sein mögen, man muss eins wissen. Bei diesen Medikamenten besteht die Gefahr, dass der Körper irgendwann, nach längerem Gebrauch resistent dagegen wird, das heißt irgendwann wirkt das Medikament nicht mehr, weil sich der Körper daran gewöhnt hat, es als normal empfindet.
Von daher ist mit diesen Medikamenten sehr sehr vorsichtig umzugehen, und auch nur unter Aufsicht eines erfahren Epileptilogen/Neurologen.
Ich bin z. B. in der unglücklichen Lage, dass ich auf sehr sehr viele Medikamente resistent bin und die Ärzte bei einem erneuten Anfall mit den Medikamenten wieder von Vorne anfangen müssten, bis sie ein wirksames Mittel gefunden haben und dass kann unter Umständen Tage dauern und ist bei einem Status Epilepticus mit Grand mal Variante (an dem man sterben kann) alles Andere als lustig.
Zum Glück bin ich derzeit gut eingestellt und anfallsfrei.
Geh vorsichtig damit um, und lass die Notfallmedikamente weg, wenn du sie nicht unbedingt brauchst. Besprech die ganze Sache am besten mit deinem behandelnden Arzt.
Ach und wass die Peinlichkeit von Diazepam angeht. Ich finde es ist völlig egal auf welchem Wege man das Zeug, wenn man es braucht bekommt, hauptsache es wirkt!!
Lieben Gruß
Julia
[zitat=Regina][zitat=sylke]Diazepam für Erwachsene?
Das fänd ich doch sehr peinlich.....
Durch die Nase gibt man Dormicum, entweder reinträufeln, oder es gibt auch solch Aufsatz womit es als Spray umgesetzt wird.
Am einfachsten allerdings ist Tavor.
Das sind kleine Schmelztabletten die man einfach in die Wangentasche oder unter die Zunge legt.
Und es gibt Rivotril-Tropfen die man in den Mund gibt, wird auch über die Schleimhäute aufgenommen.[/zitat]
Hallo,
mich würde interessieren, ob diese Notfallmedikation auch einen Anfall stoppt,
wenn man diese Medikamente nach einer Aura nehmen würde.
Regina[/zitat]