Grand Mal nach 20-Jahren Ruhe

figuralis @, Monday, 09.06.2008, 14:03 (vor 6646 Tagen)

Hallo,

ich bin immer noch etwas von den Socken, letzte Woche hatte nicht meinen ersten Grand Mal nach ca. 20 Jahren ohne größere Anfälle. Am Dienstag morgen bin ich wohl an der Bushaltestelle auf dem Weg zur Arbeit umgekippt, aufgewacht bin ich wieder im Rettungswagen. Physisch ist außer ein paar Schrammen nichts passiert, aber nach 20 Jahre ohne große Anfälle - nur Petit Mal oder Absencen etwa einmal jährlich - bin ich jetzt doch beunruhigt. Mein Sohn ist 5, und wenn ich mir vorstelle, dass ich in seiner Gegenwart umgekippt wäre, wird mir ganz anders ...

Wer hat noch nach langer Anfallsfreiheit wieder einen Anfall gehabt, und wie behandelt ihr das Thema Euren Kindern gegenüber?

LG

figuralis

Re: Grand Mal nach 20-Jahren Ruhe

Julia @, Monday, 09.06.2008, 16:25 (vor 6646 Tagen) @ figuralis

Hei,

hatte auch schon mehrere Jahre meine Ruhe und dann kam wieder was.
Bin immer offen und ehrlich mit der Situation umgegangen, hat sich bewährt!!!

Also mach deinen Kindern nichts vor, sei ehrlich zu ihnen, auch die Mama /der Papa kann mal krank werden.

Gruß Julia

[zitat=figuralis]Hallo,

ich bin immer noch etwas von den Socken, letzte Woche hatte nicht meinen ersten Grand Mal nach ca. 20 Jahren ohne größere Anfälle. Am Dienstag morgen bin ich wohl an der Bushaltestelle auf dem Weg zur Arbeit umgekippt, aufgewacht bin ich wieder im Rettungswagen. Physisch ist außer ein paar Schrammen nichts passiert, aber nach 20 Jahre ohne große Anfälle - nur Petit Mal oder Absencen etwa einmal jährlich - bin ich jetzt doch beunruhigt. Mein Sohn ist 5, und wenn ich mir vorstelle, dass ich in seiner Gegenwart umgekippt wäre, wird mir ganz anders ...

Wer hat noch nach langer Anfallsfreiheit wieder einen Anfall gehabt, und wie behandelt ihr das Thema Euren Kindern gegenüber?

LG

figuralis[/zitat]

Re: Grand Mal nach 20-Jahren Ruhe

Anton @, Monday, 09.06.2008, 17:36 (vor 6646 Tagen) @ figuralis


Hallo,
möchte mich den Ausführungen Julias anschließen. Meine Kinder sind mit einem epilepsiekranken Vater großgeworden, Kinder verhalten sich aus meiner Sicht besser als die meisten Erwachsenen. Sie waren eins und zwei, als ich erkrankte. Für sie gehörte es dazu, regelmäßig etwas mit mir zu unternehmen. In ihren Augen war ich ein vollwertiger Vater. Mein Sohn nannte die Erscheinungen von Beginn an "Lachanfälle". Auch während ihrer Pubertät haben sie mich akzeptiert.
Du solltest dir nicht so viel Sorgen machen. Ich wünsche dir gute Besserung und viel Spaß mit Deinem Sohn.
Viele Grüße
Anton

Re: Re: Grand Mal nach 20-Jahren Ruhe

figuralis @, Tuesday, 10.06.2008, 08:24 (vor 6645 Tagen) @ figuralis

Hallo Anton,

Danke für Deine aufmunternden Worte - klar unternehme ich weiterhin viel mit meinem Sohn, mit dem ich auch offen über meine Erkrankung spreche. Wahrscheinlich hast Du recht, dass Kinder viel besser mit Epilepsie oder auch anderen Erkrankungen klarkommen als man ihnen zunächst zutraut.

LG

Anja

[zitat=Anton]
Hallo,
möchte mich den Ausführungen Julias anschließen. Meine Kinder sind mit einem epilepsiekranken Vater großgeworden, Kinder verhalten sich aus meiner Sicht besser als die meisten Erwachsenen. Sie waren eins und zwei, als ich erkrankte. Für sie gehörte es dazu, regelmäßig etwas mit mir zu unternehmen. In ihren Augen war ich ein vollwertiger Vater. Mein Sohn nannte die Erscheinungen von Beginn an "Lachanfälle". Auch während ihrer Pubertät haben sie mich akzeptiert.
Du solltest dir nicht so viel Sorgen machen. Ich wünsche dir gute Besserung und viel Spaß mit Deinem Sohn.
Viele Grüße
Anton[/zitat]