Nach Gehirnblutung Epilepsie???

Uschi @, Tuesday, 10.06.2008, 19:15 (vor 6645 Tagen)

Hallo,
auch ich habe mal ne Frage. Mein Mann (53J.)hatte im Mai 07 eine Gehirnblutung, er hatte sich wieder gut erholt und war voll erwerbsfähig. Im Januar 08 aus heiterem Himmel hatte er einen Krampfanfall, Diagnose Epilepsie!?!? d.h. ein Jahr lang kein Auto fahren, 1 Jahr lang auf kein Gerüst (Stuckateurmeister). Ein 1/4 Jahr später das EEG war unauffällig ist mit Medikamenten eingestellt, seither war nichts mehr. Wir haben Antrag auf berufliche Rehabilitation gestellt, der Arzt von der DRV sagte mir normalerweise wartet man 1/2 Jahr, ob noch Anfälle auftreten oder nicht. Ja und dann??? Können die 1jährigen Verbote dann rückgängig gemacht werden??? Er hatte einen befristeten Arbeitsvertrag bis Ende Jan. 08 der ist natürlich ausgelaufen. Nun ist er arbeitslos, der Agenturarzt hat sich dem Gutachten des Neurologen angeschlossen?? Was gibt es denn für Möglichkeiten, hab keine Ahnung, soll man von einem anderen Neurologen eine Zweitmeinung einholen, Schwerbhindertenausweis beantragen, ein Berater sagte mir, hier spricht man von Berufsunfähigkeit??? Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen, denn so einen Job zu finden wird wohl nicht möglich sein. Was gibt es denn sonst noch für Hilfen????

Re: Nach Gehirnblutung Epilepsie???

Mystica ⌂ @, Saturday, 14.06.2008, 18:11 (vor 6641 Tagen) @ Uschi

Hallo Uschi,
ich möchte mich einmal kurz vorstellen:ich bin 32 Jahre,habe eine Familie mit gesundem 9jährigem Sohn,bin staatlich gepr.Kosmrtikerin,habe auch Abitur und Humanmedizin angefangen zu studieren,wegen schwangerschaft abgebrochen.Ich bin unter anderem durch meine Epilepsie 100% schwerbehindert und spare überall und werde auch wieder anfangen,Medizin zu studieren.Ich möchte dir damit erstmal sagen,daß man durch diesen Schwerbehindertenausweis unheimlich viel Geld sparen kann und zum zweiten ist die 100% auf den Grad der Behinderung und nicht auf Berufsunfähigkeit bezogen.
Gutachten solltet ihr grundsätzlich nur durch Epileptologen machen lassen,
denn Neurologen sehen das Ganze etwas oberflächlich.
Mit der Berufsunfähigkeit wird das Klettern auf Gerüsten gemeint sein,damit gefährdet er sich und andere Menschen.
Bei dem Schwerbehindertenausweis gibt es auch mtl.angepasstes Geld und die Epileptologen sind in der Beurteilung völlig o.k.
Was das Autofahren angeht:es geht nicht nur um sein Leben,sondern auf der Straße sind noch andere!!
LG,Mystica


Re: Re: Nach Gehirnblutung Epilepsie???

Ursula Moll @, Sunday, 15.06.2008, 15:19 (vor 6640 Tagen) @ Uschi

[zitat=Mystica]Hallo Uschi,
ich möchte mich einmal kurz vorstellen:ich bin 32 Jahre,habe eine Familie mit gesundem 9jährigem Sohn,bin staatlich gepr.Kosmrtikerin,habe auch Abitur und Humanmedizin angefangen zu studieren,wegen schwangerschaft abgebrochen.Ich bin unter anderem durch meine Epilepsie 100% schwerbehindert und spare überall und werde auch wieder anfangen,Medizin zu studieren.Ich möchte dir damit erstmal sagen,daß man durch diesen Schwerbehindertenausweis unheimlich viel Geld sparen kann und zum zweiten ist die 100% auf den Grad der Behinderung und nicht auf Berufsunfähigkeit bezogen.
Gutachten solltet ihr grundsätzlich nur durch Epileptologen machen lassen,
denn Neurologen sehen das Ganze etwas oberflächlich.
Mit der Berufsunfähigkeit wird das Klettern auf Gerüsten gemeint sein,damit gefährdet er sich und andere Menschen.
Bei dem Schwerbehindertenausweis gibt es auch mtl.angepasstes Geld und die Epileptologen sind in der Beurteilung völlig o.k.
Was das Autofahren angeht:es geht nicht nur um sein Leben,sondern auf der Straße sind noch andere!!
LG,Mystica

Hallo Mystica,
zunächst mal danke für Deinen Beitrag, dachte schon bin mit meinem Problem alleine auf der Welt :-) Was für mich halt nicht ganz klar ist, der Arzt der Rentenversicherung (wir haben ja Antrag auf berufliche Reha gestellt) sagte mir, dass man zuerst mal 1/2 Jahr abwartet, da seine Erachtens ein Krampfanfall nach einer Gehirnblutung eine einmalige Sache ist, wenn er durch Medikamente eingestellt ist. Da hatte ich dann schon wieder ein bisschen Hoffnung. Was ich nicht verstehe dass der Hausarzt uns dann nicht zu einem Eptiologen geschickt hat sondern zum Neurologen, dieser will ja auch bei der nächsten Untersuchung den Antrag auf Schwerbehinderung ausfüllen. Dachte einfach dass es vielleicht noch jemanden gibt, der ähnliche erlebt hat. Kannst Du alles wieder tun, trotz deiner Epilepsie`?? Es tut schon gut wenn man sich austauschen kann.
Liebe GrüßeUschi


[/zitat]

Re: Re: Re: Nach Gehirnblutung Epilepsie???

Mystica ⌂ @, Monday, 16.06.2008, 12:29 (vor 6639 Tagen) @ Uschi

Hallo Uschi,RV-Ärzte sind grundsätzlich ärzte,die Geld verdienen möchten und euch nur das gute sagen,weil sie durch das schlechte wieder ordentlich geld verdienen.Denen solltest du nie glauben,denn:deine bzw. eure pflichten werdet ihr sehr schnell kennen,nur eure rechte müßt ihr selbst rauskriegen.Anträge müßt ihr grundsätzlich selbst stellen,das dazu.
Eine medikamentös eingestellte Epilepsie muß normal anderthalb Jahre
nicht mehr auftreten-logischerweise immer durch eeg beim Epileptologen zu kontrollieren-sonst gibt es gesetzl.probleme.Ein Medikament muß auch erstmal langsam eingeschlichen werden,der spiegel muß kontrolliert werden usw.
Ein haus arzt weiß meistens noch nicht einmal,was Epilesie istund sich von dem weiterempfehlen zu lassen, geht immer nach hinten los.Der Epileptologe ist ein neurologe,aber einer,der sich sehr genau mit dem gebiet beschäftigt.
Meine Epilepsie gehört zu mir,ohne sie mache ich gar nichts.Ich hab`sie erst mit 17 bekommen,da war ich in der 12 Klasse.
Ich hatte bis vor 1 Jahr 30 Anfälle/monat,nach OP in Bonn sind es noch 3/Monat.
LG,Mystica


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