Epilepsie und Arbeit

net-zwerg @, Wednesday, 11.06.2008, 10:53 (vor 6644 Tagen)

Hallo

Ich (26) habe vor einem Monat die Diagnose Epilepsie bekommen. Ich habe die Anzeichen hauptsächlich beim Autofahren gemerkt, wenn ich bei tiefem Sonnenstand durch eine Allee gefahren bin. Dann zuckte ich am ganzen Körper, aber nur für einen Bruchteil einer Sekunde.
Anfang diesen Jahres hatte ich einen etwas stärkeren Anfall, der schon etwas über eine Sekunde ging. Beim Autofahren nicht mehr im Bereich des akzeptabeln. Da meine Mutter auch Epilepsie hat und das ja vererbbar ist, wollte ich das mal testen lassen.
Nun ...endlich... meine Frage:
Ich werde dieses Jahr mit dem Studium (technische Informatik) fertig und habe jetzt gehört, dass man als Epileptiker auch als behindert angesehen werden kann, was für mich, wie auch für meine Arbeitgeber unter Umständen zu Vorteilen führen kann. Nun bin ich nicht einer, der den Staat ausnutzen will, und ich sehe mein Leben auch nicht sonderlich beeinträchtigt, will mich aber trotzdem informieren, nur für den Fall, dass das Medikament nicht wirkt, oder sich die Anfälle verschlimmern.
Kann mir jemand Tipps geben.
Und bitte, mit google kenne ich mich aus, ich suche rechtliches Material, wo ich mich einlesen kann.

Re: Epilepsie und Arbeit

Andreas Völcker ⌂ @, Wednesday, 11.06.2008, 14:08 (vor 6644 Tagen) @ net-zwerg

[zitat=net-zwerg]Hallo

Ich (26) habe vor einem Monat die Diagnose Epilepsie bekommen. Ich habe die Anzeichen hauptsächlich beim Autofahren gemerkt, wenn ich bei tiefem Sonnenstand durch eine Allee gefahren bin. Dann zuckte ich am ganzen Körper, aber nur für einen Bruchteil einer Sekunde.
Anfang diesen Jahres hatte ich einen etwas stärkeren Anfall, der schon etwas über eine Sekunde ging. Beim Autofahren nicht mehr im Bereich des akzeptabeln. Da meine Mutter auch Epilepsie hat und das ja vererbbar ist, wollte ich das mal testen lassen.
Nun ...endlich... meine Frage:
Ich werde dieses Jahr mit dem Studium (technische Informatik) fertig und habe jetzt gehört, dass man als Epileptiker auch als behindert angesehen werden kann, was für mich, wie auch für meine Arbeitgeber unter Umständen zu Vorteilen führen kann. Nun bin ich nicht einer, der den Staat ausnutzen will, und ich sehe mein Leben auch nicht sonderlich beeinträchtigt, will mich aber trotzdem informieren, nur für den Fall, dass das Medikament nicht wirkt, oder sich die Anfälle verschlimmern.
Kann mir jemand Tipps geben.
Und bitte, mit google kenne ich mich aus, ich suche rechtliches Material, wo ich mich einlesen kann. [/zitat]

Hi,
was Du suchst ist wohl folgendes:
Das neunte Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX)
Dort solltest du alles finden. Ansonsten such einen Epileptologen Deines Vertrauens auf und schaut mal welchen GdB (Grad der Behinderung)Du erhalten kannst, was dann beim Versorgungsamt beantragt werden muß. Darauf wird ein Behindertenausweis erstellt mit der Prozentzahl und ggf. Zusatzbuchstaben. Das alles wird aufgrund der Anfallszahl und schwere festgelegt (http://www.epilepsie-dollbergen.de/include.php?src=http://www.epilepsie-dollbergen.de/epi/gdb.htm).
Hoffe es hilft etwas.
Gruß Andreas