Re: Re: Re: Abitur

Sandy @, Thursday, 12.06.2008, 19:04 (vor 6643 Tagen) @ Rosita Hahn

Hallo Rosita,

ja, ich bin immer noch anfallsfrei. Allerdings sind meine EEGs im Moment nicht so gut, was aber wohl daran liegt, dass ich 1. aktuell keine Medis nehme (bereits seit geplanter Schwangerschaft) und zweitens unter akutem Schlafmangel leide....wegen eben meinem süßen Baby der jetzt 8 Monate ist ;-)

Zu Deiner Frage...ja, ich habe ohne Probleme einen Arbeitsplatz gefunden in einer großen Firma (Energieversorgungunternehmen). Die Epilepsie wurde lediglich bei der werksärztlichen Untersuchung thematisiert und war kein Problem. Ich hätte auch noch bei einer großen namenhaften Versicherung anfangen können. Auch dort war es kein Problem. Nur die wollten in der Pensionsversicherung (firmeneigen) den Grund Epilepsie ausschließen. Das finde ich aber vollkommen legitim.

Nach der Ausbildung wurde ich auch ohne Probleme übernommen. Ein Studium habe ich auch gemacht. Allerdings "nur" ein privates Abendstudium neben dem Beruf. Auch das war kein Problem.

Ich kann verstehen, dass Du dir Sorgen machst, aber wenn Dein Sohn medikamentös gut eingestellt ist, dann wird er bis auf ein paar Einschränkungen ein völlig normales Leben führen. ;-)

Wenn er lange genug anfallsfrei ist und bleibt wird er auch Auto fahren können. Sicher ist es so, dass man auf seinen Lebenswandel achten sollte, aber solange alles in Maßen bleibt ist es OK. Ich trinke auch mal nen Glas Wein, aber zwangsläufig auch mal wenig Schlaf ...leider ... ;-)))

Ich wünsche Euch alles Gute und dass Dein Sohn mit den Medis gut klar kommt und anfallsfrei wird bzw. bleibt....


[zitat=Rosita Hahn]Hallo,

ich als jemand mit langjähriger Epilepsie-Erfahrung würde meinem Sohn folgen Rat geben:

a) Mittel gegen Epilepsie sind dauerhaft, auch wenn keine Anfälle kommen, zu nehmen,

b) auf Änderungen des Schlaf-/wachrhythmus muss verzichtet werden, ebenso auf Schlafentzug,

c) Flackerlicht in der Disco kann Anfälle auslösen,

d) keinen Alkohol trinken,
e) Rauchen hat mir nichts ausgemacht,

und f) grundsätzlich auf exzessives Leben zu verzichten.

Mit dieser Lebens-Einstellung, die auch für mich oft Verzicht bedeutet hat, habe ich trotz der Antikonvulsiva
nicht schlechter als andere arbeiten können. Mehr kann ich zu Deiner Frage leider nicht sagen.

Viele Grüße
Anton

PS.: Wenn der Sohn sein Abi dann in der Tasche hat, sollte das Anfalsleiden unbedingt einem Epileptologen vorgestellt werden, um die bestmögliche Therapie für ihn zu finden.


Lieber Anton,

vielen Dank für deine Antwort und deine Empfehlungen.
Mein Sohn ist in neurolog. Behandlung in der Mainzer
Uni-Klinik- ich denke dass da gute Epileptologen
sind. Oder was meinst Du?

Liebe Grüße

Rosita[/zitat]


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