Können durch die richtige Medikametierung Anfälle komplett vermeidet werden?
Mein Freund (28 J.) hat seit seinem 19. Lj. Epilepsie.
Ich kann einige Anfälle inkl. die Zusammenhänge nicht beschreiben, da ich mit ihm erst seit 8 Monaten zusammen bin.
Die derzeitige Situation ist wie folgt:
Er nimmt tägl. 300 mg Lamictal ein, er hat aber durschn. 1 Anfall im Monat. Anfangs nahm er eine Dosis von 200 mg da die Anfälle aber sehr häufig waren, steigerten wir auf 300 mg er war nun für drei Monate komplett Anfallsfrei und ich dachte echt wir haben dir richtige Dosierung. Doch leider bekam er am Sonntag wieder einen, der sehr heftig war.
Meine Frage ist nun, kann man durch die richtige Medikamtierung Anfälle komplett vermeiden? Wen ja, wer kann mir wie helfen dies herauszufinden?
Ich freu mich über jeden noch so kleinen Ratschlag
Danke schon mal im voraus.
Und noch eine Frage, ist es schlimm dass ich mir große Sorgen machen, dass er sich bei nem Anfall richtig stark verletzt zb beim umfallen usw. Und kann ich da irgendwie irgendwas machen?
Eure Jacqueline
Re: Können durch die richtige Medikametierung Anfälle komplett vermeidet werden?
Andreas Völcker
, Wednesday, 18.06.2008, 20:58 (vor 6637 Tagen) @
Jacqueline
[zitat=Jacqueline]Mein Freund (28 J.) hat seit seinem 19. Lj. Epilepsie.
Ich kann einige Anfälle inkl. die Zusammenhänge nicht beschreiben, da ich mit ihm erst seit 8 Monaten zusammen bin.
Die derzeitige Situation ist wie folgt:
Er nimmt tägl. 300 mg Lamictal ein, er hat aber durschn. 1 Anfall im Monat. Anfangs nahm er eine Dosis von 200 mg da die Anfälle aber sehr häufig waren, steigerten wir auf 300 mg er war nun für drei Monate komplett Anfallsfrei und ich dachte echt wir haben dir richtige Dosierung. Doch leider bekam er am Sonntag wieder einen, der sehr heftig war.
Meine Frage ist nun, kann man durch die richtige Medikamtierung Anfälle komplett vermeiden? Wen ja, wer kann mir wie helfen dies herauszufinden?
Ich freu mich über jeden noch so kleinen Ratschlag
Danke schon mal im voraus.
Und noch eine Frage, ist es schlimm dass ich mir große Sorgen machen, dass er sich bei nem Anfall richtig stark verletzt zb beim umfallen usw. Und kann ich da irgendwie irgendwas machen?
Eure Jacqueline[/zitat]
Hallo Jacqueline,
erstmal ist es nicht gerade leicht Deinen Namen zu schreiben 
Also ich versuche mal Deine Fragen abzuarbeiten.
Zu der Dosierung. Der Körper kann sich mit der Zeit an ein Medikament gewöhnen, so das die Dosis immer weiter erhöht werden muß, bis die Grenze erreicht ist und das Medi gewechselt werden muß. Bei Deinem Freund behaupte ich mal einfach, das es eine einfache Entladung war. Wie bei einem Stausee der einfach mal was abgelassen hat. Ein einzelner kann sich mal verlaufen.
Dei Anfälle komplett vermeiden ist teilweise möglich. Das kommt auf die Art der Anfälle an und die Behandlungsmöglichkeit.
Dein Freund müßte normalerweise einen Neurologen oder einen Epileptologen als "Hausarzt" haben. Setz Dich doch mit ihm und Deinen Freund zusammen und besprecht das Thema. Er wird Dir einiges über die Krankheit deines Freundes und deren Behandlung mitteilen,wennn es Dein Freund will. Dosiert NIEMALS eigenständig am Medis rum, sondern lasst es immer den Epileptologen machen. Den der kennt die Blutwerte und die Medis.
Ansonsten kannst Du nicht viel helfen, wenn Dein Freund einen Anfall hat. Pass auf das er sich nirgends verletzten kann. Versuche NIEMALS etwas zwischen die Zähne zu schieben oder ihn festzuhalten (schafft man sowieso nie). Einfach konrollieren und bei einem großen Anfall einen Notarzt rufen. Das kann man mit der Zeit allerdings sehr gut einschätzen, ob man einen benötigt. Bist Du unsicher wähle die 112. Es ist nicht schlimm wenn der Arzt ankommt und es ist alles wieder ok (http://www.epilepsie-dollbergen.de/include.php?src=http://www.epilepsie-dollbergen.de/epi/notfall.htm).
Sorgen im großen ganzen mußt Du nicht. Schau einfach mal im Netz wie man bei einen Anfall vorgeht und besprich alles mit den Ärzten und mit der Zeit kommst Du super damit zurecht.
Gruß Andreas
Re: Re: Können durch die richtige Medikametierung Anfälle komplett vermeidet werden?
Jacqueline
, Thursday, 19.06.2008, 08:26 (vor 6636 Tagen) @
Andreas Völcker
Hallo Jacqueline,
erstmal ist es nicht gerade leicht Deinen Namen zu schreiben 
Also ich versuche mal Deine Fragen abzuarbeiten.
Zu der Dosierung. Der Körper kann sich mit der Zeit an ein Medikament gewöhnen, so das die Dosis immer weiter erhöht werden muß, bis die Grenze erreicht ist und das Medi gewechselt werden muß. Bei Deinem Freund behaupte ich mal einfach, das es eine einfache Entladung war. Wie bei einem Stausee der einfach mal was abgelassen hat. Ein einzelner kann sich mal verlaufen.
Dei Anfälle komplett vermeiden ist teilweise möglich. Das kommt auf die Art der Anfälle an und die Behandlungsmöglichkeit.
Dein Freund müßte normalerweise einen Neurologen oder einen Epileptologen als "Hausarzt" haben. Setz Dich doch mit ihm und Deinen Freund zusammen und besprecht das Thema. Er wird Dir einiges über die Krankheit deines Freundes und deren Behandlung mitteilen,wennn es Dein Freund will. Dosiert NIEMALS eigenständig am Medis rum, sondern lasst es immer den Epileptologen machen. Den der kennt die Blutwerte und die Medis.
Ansonsten kannst Du nicht viel helfen, wenn Dein Freund einen Anfall hat. Pass auf das er sich nirgends verletzten kann. Versuche NIEMALS etwas zwischen die Zähne zu schieben oder ihn festzuhalten (schafft man sowieso nie). Einfach konrollieren und bei einem großen Anfall einen Notarzt rufen. Das kann man mit der Zeit allerdings sehr gut einschätzen, ob man einen benötigt. Bist Du unsicher wähle die 112. Es ist nicht schlimm wenn der Arzt ankommt und es ist alles wieder ok (http://www.epilepsie-dollbergen.de/include.php?src=http://www.epilepsie-dollbergen.de/epi/notfall.htm).
Sorgen im großen ganzen mußt Du nicht. Schau einfach mal im Netz wie man bei einen Anfall vorgeht und besprich alles mit den Ärzten und mit der Zeit kommst Du super damit zurecht.
Gruß Andreas[/zitat]
Hallo Andras,
ich danke dir für die rasche Antwort, ich war schon mit ihm bei den Neurologen nur bei dem wo er ist, habe ich das Gefühl dass er mein "Anliegen" nicht versteht.
Mein Freund ist 1,87 m groß ich bin gerade mal 1,56 m, mir geht es eigentlich darum dass ich jeden Anfall schon Stunden vorher an meinem Freund sehe, ich weiß wie er sich verhält ich kann seinen Blick zuordnen usw. also ich weiß genau wenn ein Tag ist wo ein Anfall kommt, bis auf den letzten Anfall habe ich es immer geschafft, dass er bei dem Anfall gelegen ist, weil ich ihn meistens nicht aufstehen lass! Das Problem dabei ist, dass er sich dadurch "Entmannt" vorkommt und ich kann ihm nicht verständlich machen, dass es im Prinzip nur zu seinem eigenen Schutz ist. Im liegen kann nicht so viel passieren wie wenn er zb wie beim letzten Anfall auf den Glastisch fällt (hab den Tisch zwar extra weg gestellt nur wie es das Schicksal will flog er trotzdem drauf - der Tisch ist ganz und ihm ist nichts passiert)! Ich hoffe du verstehst auf was ich hinaus will. Das eigentliche Problem liegt darin, dass ich den Sturz nicht "kontrollieren" kann!!!!
Wie kann ich ihn zu verstehen geben dass ich ihn nicht entmannen will sondern nur um seine eigene Sicherheit besorgt bin? Und kann ich das überhaupt? Oder ist mein Verhalten - wie er sagt - falsch???
Danke
Jacqueline
ps. danke für die seite die ist echt toll
Re: Re: Re: Können durch die richtige Medikametierung Anfälle komplett vermeidet werden?
Mystica
, Thursday, 19.06.2008, 08:50 (vor 6636 Tagen) @
Jacqueline
Hallo Jacqueline,mein Mann hat den vorherigen Text geschrieben und ich gebe ihm Recht,denn ich hatte letztes Jahr noch mind.30 Anfälle im Monat,nach der OP in bonn sind es max. noch 3 Anfälle pro Monat.
Die Medikation,die dein mann gerade einnimmt,ist nicht besonders hoch.Deshalb kommt es mir am sinnvollsten vor,wenn IHR,so wie Andreas schon sagte,zu einem Epileptologen gemeinsam geht und der Arzt ihm die Situation klarmacht.Anscheinend will er auf dich nicht hören!
LG,Mystica
Re: Können durch die richtige Medikametierung Anfälle komplett vermeidet werden?
Andreas Völcker
, Thursday, 19.06.2008, 12:54 (vor 6636 Tagen) @
Jacqueline
Hi,
es ist schwer wenn Dein Freund mauert. Aber versuche ihm klar zu machen, das Du nichts böses willst. Wenn er das Gefühl hat, das er kein "richtiger" Mann ist wenn er Deine Hilfe annimmt, hast Du es schwer. Ich denke aber, das in einer Beziehung man sich immer gegenseitig helfen sollte ohne sich gekränkt zu fühlen. Auch falscher Stolz kann schädlich sein.
Suche einfach ein Gespräch und teile ihm Deine Sorgen und Gefühle mit. Du bist ein Teil von ihm und er sollte Deine Hilfe schätzen. #
Mach aber bitte nicht den Fehler und versuche ihn in Watte zu packen ^^. Das kann wiederrum nach hinten losgehen. Manche Beule bringt das Ego auch in die richtige Richtung.
Gruß Andreas
Re: Re: Können durch die richtige Medikametierung Anfälle komplett vermeidet werden?
Jacqueline
, Thursday, 19.06.2008, 20:02 (vor 6636 Tagen) @
Andreas Völcker
Hallo nochmal,
als im Grunde ist es so, dass er im Großen und Ganzen ja auf mich hört. Und es geht mir nicht darum ihn "nur" weil er einen Anfall haben könnte ich ihn deswegen jetzt einsperr. Ich will meist eigentlich nur vermeiden, dass er unnötiger weise aufsteht!
Inwiefern kann Epilepsie operiert werden?
Danke
Jacqueline
Re: Re: Re: Können durch die richtige Medikametierung Anfälle komplett vermeidet werden?
Andreas Völcker
, Friday, 20.06.2008, 08:41 (vor 6635 Tagen) @
Jacqueline
[zitat=Jacqueline]Hallo nochmal,
als im Grunde ist es so, dass er im Großen und Ganzen ja auf mich hört. Und es geht mir nicht darum ihn "nur" weil er einen Anfall haben könnte ich ihn deswegen jetzt einsperr. Ich will meist eigentlich nur vermeiden, dass er unnötiger weise aufsteht!
Inwiefern kann Epilepsie operiert werden?
Danke
Jacqueline[/zitat]
Salut,
theoretisch schon. Ist immer eine Frage der Position des herdes und auch die Gefahren die dabei entstehen kann (Sprachzentrum oder ähnliches in der Nähe). Ausserdem ist eine OP sehr teuer und wird (wenn Medikamentös einstellbar) nicht von einer Krankenkasse finanziert.
Gruß Andreas