Austausch von Medikamenten
Liebe Forumsnutzer,
in den letzten Wochen mussten wir als Epilepsie-Selbsthilfe leider verstärkt Berichte von Betroffenen über die verschärfte Problematik der Situation vernehmen. Die üblichen oft seit Jahren verordneten Medikamente werden in der Apotheke (aufgrund der zwischen den Krankenkassen und Pharmafirmen geschlossenen Rabattverträge) ausgetauscht, es kommt vermehrt zu Anfällen und/oder zu unerwünschten Nebenwirkungen oder im schlimmsten Fall zum erneuten Anfall nach jahrelanger Anfallsfreiheit.
Gemeinsam haben wir daher eine Stellungnahme verfasst (s. http://www.epilepsie-elternverband.de/fileadmin/redakteure/PDF/Autidem-gemeinsame-Stellungnahme-Selbsthilfe.pdf) und diese u.a. an alle Krankenkassen-Bundesverbände, kassenärztlichen Vereinigungen in Bund und Ländern, die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und verantwortliche Institutionen/Personen in der Politik (z. B. Bundesministerium für Gesundheit Ulla Schmid, Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel etc.) versandt.
Um unseren Forderungen den nötigen Nachdruck zu verleihen, müssen wir auch belegen können, dass der Austausch von Medikamenten schwerwiegende Folgen für Betroffene haben kann. Deshalb brauchen wir (am besten gut dokumentierte) Fälle von Medikamentenaustausch und deren Folgen, aber auch von Schwierigkeiten mit Ärzten (kein Aut-Idem-Kreuz) oder Apotheken (keine pharmazeutischen Bedenken gegen den Austausch).
Bitte schickt diese Fälle an: S. Fey, kontakt@epilepsie-elternverband e.V., Tel. 0202 2988465 dort werden bundesweit alle Fälle in anonymer Form gesammelt, damit wir unser Anliegen auch aussagekräftig beweisen können.
Herzlichen Dank für Eure Mitarbeit!
S. Fey
im Namen aller Epilepsie-Selbsthilfeverbände