Re: Epilepsie/Anfälle bei Kindern

Anton @, Monday, 23.06.2008, 17:52 (vor 6632 Tagen) @ Beate Brüch

Hallo,
ich kann da eigentlich gar nichts zu sagen und schreibe trotzdem. Ich weiß von Patienten, die nach operativer Therapie die Medikamente langsam reduzieren wollen. 3 Jahre Anfalls- und Aurenfreiheit sind Bedingung, erst dann kann minimal mit der Reduktion der Antikonvulsiva begonnen werden. Da wiederum ist entscheidend, wieviel man zuvor genommen hat.

Entscheidungen über das Paket des Ausschleichprozesses können nur wenige Neurologen und sehr gut die Epileptologen treffen, weil auch das Ergebnis der EEG-Messungen und weiterer Untersuchungen von Auschlag sein können.

Wenn gesagt wird, dass Medikamente bis nach der Pubertät genommen werden sollen, darf man das nicht falsch verstehen. Gemeint ist damit vielmehr, dass während der Pubertät Krankheiten beginnen und ihr Ende haben können. Auch im Anfang der 30er Jahre wird so etwas immer wieder, gerade bei Frauen in diesem Alter, festgestellt.

Die Pubertät ist aber eine Zeit der Unberechenbarkeit. Von daher würde ich auf jeden Fall einen Facharzt für das Gebiet Epileptologie als zweite Meinung zu Rate ziehen.

Selbst bei starken Nebenwirkungen, wie sie z. B. bei Carbamazepin Hautauschlag sein können, würde ich die Anfallsfreiheit als sehr hohes Gut schätzen und nicht durch einen Alleingang zunichte machen.

Ich wünsche Deiner Tochter weiterhin gute Gesundheit und für das Berufsleben einen guten Anfang. Euch beiden wünsche ich einen guten Weg.

Viele herzliche Grüße
Anton


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