Hallo Rosita,
ja natürlich gibt es eine Umstellungsphase.
Vom Vorgang her, verläuft sie so:
Dein Sohnemann hat Lamictal bekommen. Dieses wird langsam reduziert und paralell dazu ein neues Medikament, in dem Fall deines Sohnes jetzt Keppra langsam eingeschlichen, bis Anfallsfreiheit erreicht ist (im Optimalfall).
Für den Körper bedeutet dies, dass er weniger vom Lamigrogin bekommt und nun dafür einen neuen Wirkstoff verarbeiten muss (Levetiracetam). Ob der neue Wirkstoff dann aber auch wirklich wie gedacht wirkt ist ne andere Sache. Speziell bei Keppra kann mans nur an den Anfällen ablesen, da man die Serumkonzentration bei Keppra ja nicht bestimmen kann. Wie hoch dosiert werden muss ist unterschiedlich. Ich selbst, bin jetzt zum Beispiel 25 Jahre alt, und nehme vom Keppra 1000: 1 - 1 1/2 mg /Tag.
Dazu nehm ich noch Phenhydan.
Bei mir hat Keppra ca. 2-4 Wochen gebraucht bis es seine Wirkung voll entfalltete und dann alle Anfälle ausblieben.
Doch wie gesagt, Menschen sind unterschiedlich, da gibt es keine pauschalen Regeln!!!!
Wärend dieser Umstellungsphase ist es ratsam Leute in der Nähe zu haben, die von der Epilepsie wissen, und im Notfall reagieren können. Zudem ist es empfehlenswert auf den Schlafrythmus zu achten und auf Alkohol zu verzichten.
Doch entscheiden muss dein Sohn das selbst. Er ist mit seinen 18 Jahren Volljährig und trägt die Verantwortung und das Risiko letztendlich alleine!!!!
Denk dran, er muss damit klar kommen!!! Nicht du!!!
Du bist zwar seine Mutter, doch leben muss in erster Linie er damit !!!!
An der Stelle deines Sohnes wurde ich mich mit meinem Arzt kurzschließen und zusammen mit meinem Arzt ne Entscheidung treffen.
Hoffe ich konnte dir weiterhelfen.
Gruß Julia
[zitat=Hahn]Hallo Ihr Lieben,
brauche noch einmal Hilfe. Mein Sohn (18 Jahre)
wird im Moment von Lamotrigin auf Keppra umgestellt.
Seit er nur noch wenig Lamotrigin nimmt ( 25 mg morgens und
abends in Verbindung mit Keppra 1000 mg) hat er jeden Tag
einen Anfall.(Er hat vor 3 Tagen umgestellt) Nächste Woche
wird er gar kein Lamotrigin mehr nehmen , nur noch
Keppra.Gibt es eine Zeit der Umstellung?
Als er Lamotrigin nahm, hatte er gar keine Anfälle
mehr-nur Nebenwirkungen in Form von Hautausschlägen.
Wie ist das in der Umstellungsphase?Hat da jemand
Erfahrung? Er möchte in 2 Wochen als Betreuer in
ein Zeltlager fahren, und ich habe Angst, dass ihm
da etwas passiert.
Vielen Dank für Eure Hilfe.
Liebe Grüße
Roosita[/zitat]