Hallo, hoffe mir kann einer helfen
Bin im Juli und September 2007 umgefallen mit Krämpfen. Hatte daraufhin Gangstörungen und fühlte mich echt mies. War vorher eine regelrechte Powerfrau.
war zur Reha und bin beim Neurologen mit Lamotrigin eingestellt.
Soll jetzt wieder arbeiten im schichtdienst, wovor ich Angst habe, da alle Anfälle im Schichtdienst waren. wer weiss Rat?
danke Petra
Re: Schichtdienst bei Epilepsie
Andreas Völcker
, Wednesday, 09.07.2008, 11:11 (vor 6616 Tagen) @
Petra Ricchizzi
[zitat=Petra Ricchizzi]Hallo, hoffe mir kann einer helfen
Bin im Juli und September 2007 umgefallen mit Krämpfen. Hatte daraufhin Gangstörungen und fühlte mich echt mies. War vorher eine regelrechte Powerfrau.
war zur Reha und bin beim Neurologen mit Lamotrigin eingestellt.
Soll jetzt wieder arbeiten im schichtdienst, wovor ich Angst habe, da alle Anfälle im Schichtdienst waren. wer weiss Rat?
danke Petra[/zitat]
Hallo Petra,
wichtig für einen Epileptiker ist der geregelte Tagesablauf. Das bedeutet ebend relativ regelmäßige Bettzeiten und Essenszeiten (wegen Medis). Schichtdienst ist da etwas wiedersprüchlich. Denn Du kannst Deinen Körper nicht dauerhaft an eine feste Zeit gewöhnen. Sprich es mal mit Deinem Epileptologen ab, ob er dir nicht für die Zeit Bedarfsmedis geben kann oder die Medi-Dosis zeitlich verschieben kann. Ansonsten ist es sehr wahrscheinlich, das diese Schichtwechselei deine Anfälle fördern 
Gruß Andreas
Re: Schichtdienst bei Epilepsie
Eva
, Wednesday, 09.07.2008, 17:57 (vor 6616 Tagen) @
Petra Ricchizzi
[zitat=Petra Ricchizzi]Hallo, hoffe mir kann einer helfen
Bin im Juli und September 2007 umgefallen mit Krämpfen. Hatte daraufhin Gangstörungen und fühlte mich echt mies. War vorher eine regelrechte Powerfrau.
war zur Reha und bin beim Neurologen mit Lamotrigin eingestellt.
Soll jetzt wieder arbeiten im schichtdienst, wovor ich Angst habe, da alle Anfälle im Schichtdienst waren. wer weiss Rat?
Hallo Petra,
ich kann Deine Sorge sehr gut verstehen.Bin selber als Krankenschwester seit zehn Jahren im Schichtdienst tätig..habe meinen ersten bewussten Anfall ´03 gehabt und den Zweiten im Februar diesen Jahres...seitdem werde ich mit KEPPRA eingestellt..es geht mir ganz gut...nur die unregelmässigen Arbeitszeiten machen meinem Schlaf-Wach-Rhytmus sehr zu schaffen..und ich komme nur schwer zu Ruhe...bin daher z.zt. mit meiner MITARBEITERVERTRETUNG und dem "Chef"im Gespräch in Bezug auf eine langfristige Umstellung meiner Arbeitszeiten....!!Werde evt. in den nächsten Monaten in einem anderen Bereich arbeiten..mit geregelten Zeiten...musste allerdings dafür ein ärztliches Attest vorlegen...womit ich meine Erkrankung preisgeben musste..ist vielleicht auch ganz gut..dieses ewige "Versteckspiel" bin ich eh leid...schade ist nur...dass man gerade im KRANKENHAUS.. auf wenig Verständniss und Respekt stösst...obwohl man sehr gute Arbeit leistet...:( Ich kann Dir trotzdem nur empfehlen es zu versuchen...Deine Gesundheit wird es Dir danken....:):) Lg Eva
danke Petra[/zitat]
Re: Re: Schichtdienst bei Epilepsie
Petra
, Thursday, 10.07.2008, 08:45 (vor 6615 Tagen) @
Petra Ricchizzi
hallo eva,
auch ich habe im krankenhaus im steri gearbeitet, der aber ausgelagert wurde.
bin aber jetzt beim externen, aber mit meinem alten vertrag, den leider die neuen mitarbeiter nicht haben,
dadurch das ich jedes mal bei der arbeit umgefallen bin, ist meine krankheit bekannt. dabei ist auch eine schlafapnöe festgestellt worden.
unverständlicherweise, für mich, soll ich wieder in den schichtdienst, der bei uns sehr stressig ist und es werden 2 überstunden erwartet und das schaffe ich nicht. habe auch keine wirkliche unterstützung vom neurologen.
weiss auch nicht , wo ich mich informieren kann, da ich 55 jahre bin und wirklich auf den stress keine lust habe.
hoffe es irgendjemand einen tip.
mfg petra
Re: Re: Re: Schichtdienst bei Epilepsie
Julia
, Saturday, 12.07.2008, 10:02 (vor 6613 Tagen) @
Petra Ricchizzi
Hallo Petra,
ich bin nun 25, hab seit meiner Kindheit Epilepsie und arbeite seit knapp 2 Jahren auch im Schichtdienst.
Ich bin offen und ehrlich mit meinem Arbeitgeber umgegangen und tus auch heute noch. Habe meine Situation erläutert und ihm klar gemacht, dass es auch für die Firma vorteilhaft ist, weil ich somit meine Leistung bringen kann und weniger Krankheitstage habe!!!!
Die Schichtzeiten wurden angepasst.
Hilfe erhälst du auch über die Deutsche Epilepsievereinigung, die Landesverbände, die Stiftung Michael, Neurologen und Epileptilogen, Epilepsiezentren...
Scheu dich nicht hinzugehen, diese Leute tun dir nichts.
Sie helfen einem gerne weiter und vermitteln auch gerne zwischen dir und deinem Arbeitgeber !!!!
Wünsch dir viel Erfolg dabei!!!
Lieben Gruß
Julia
[zitat=Petra]hallo eva,
auch ich habe im krankenhaus im steri gearbeitet, der aber ausgelagert wurde.
bin aber jetzt beim externen, aber mit meinem alten vertrag, den leider die neuen mitarbeiter nicht haben,
dadurch das ich jedes mal bei der arbeit umgefallen bin, ist meine krankheit bekannt. dabei ist auch eine schlafapnöe festgestellt worden.
unverständlicherweise, für mich, soll ich wieder in den schichtdienst, der bei uns sehr stressig ist und es werden 2 überstunden erwartet und das schaffe ich nicht. habe auch keine wirkliche unterstützung vom neurologen.
weiss auch nicht , wo ich mich informieren kann, da ich 55 jahre bin und wirklich auf den stress keine lust habe.
hoffe es irgendjemand einen tip.
mfg petra[/zitat]