Hallo !
Auch ich habe das Problem mit dem Kinderkriegen. Ich weiss, dass die Tabletten einem Kind nicht schaden werden und Anfälle müssen es auch nicht. Aber wir spielen sowieso schon mit dem Gedanken, eine (Auslands-) Adoption zu versuchen. Ich stürze viel zu oft während einem Anfall, musste im letzten viertel Jahr dreimal in der Klinik behandelt werden (Rippenbruch, Augenverletzung und Wunde am Kopf, die genäht werden musste)? Werden wir trotz meiner Krankheit überhaupt die Chance einr Adoption haben ?
LG, Steffi
Re: Adoption
Frau
, Sunday, 20.07.2008, 13:24 (vor 6605 Tagen) @
Steffi
Hallo,
ich kann dir leider nur erzählen.....vor 2o Jahren hiess es bei uns schon sie sind Eltern zweiter Wahl da sie Behindert sind da dauerts lange bis Sie ein Kind bekommen hier im Land.
Aussland weis ich nicht.
So schade es auch ist keine Kinder zuhaben....muss man ja auch sagen es hat Vorteile.wenn ich Anfälle habe muss ich nicht für ersatz sorgen.der sich ums Kind kümmert.
Ich muss nicht mein Gewissen beruhigen.das es dem Kind vielleicht schlecht geht weil es mir schlecht geht.
ZU denken ich brauch Kinder damit sich im Alter mal jemand um mich kümmert geht auch nicht schau dich um wieviele Alte leute heute allein sind obwohl sie Kinder haben.
Ja wir haben uns irgendwann überlegt das es auch Vorteile hat keine Kinder zuhaben...so schrecklich es klingt so ist es.
Vielleicht schafft Ihr es Euch das Leben mal von dieser Seite an zusehen.
Gruss Frau
Re: Re: Adoption
Anke S.
, Sunday, 20.07.2008, 15:30 (vor 6605 Tagen) @
Steffi
Hallo!
Wir haben uns auch Anfang 2005 entschieden keine Kinder zu bekommen. Hatte damals 2 GM mit Krankenhausaufenthalt und bei dem einen lag ich auf der Straße. Bin damals 3 Monate nicht allein außer Haus gegangen, hatte nur Angst. Und als ich dann noch einen kleinen Anfall hatte war es für uns klar. Das muss nicht auf biegen und brechen sein das wir ein Kind bekommen. In erster Linie geht es darum das es mir gut geht. Und das ging es in der Zeit nicht als ich die Tabletten reduziert habe und es hat auch lang gedauert es es mir wieder gut ging.
Ok, hier gibt es im Forum viele die gesunde Kinder bekommen haben, aber das weiß man ja vorher nicht. Und bei einigen haben aber auch die Kinder Epi bekommen.
Aber wenn du z.B erfährst das dein Kind eine Behinderung hat - ich hätte ehrlich nicht die Kraft ein leben lang ein behindertes Kind zu pflegen und aufzu ziehen. Das klingt viell. hart aber man muss ja auch mal weiter sehen und nicht nur was in den ersten Lebensjahren ist.
Ich denke auch das es ohne Kinder geht. Ok, wenn Freundinnen Kinder bekommen ist es schon komisch aber das ist schon ok.
Vorgestern rief mich eine Freundin an, hat auch Epilepsie, sie hatte früh einen Anfall nachdem der kleine die ganze Nacht nicht geschlafen hatte und sie somit auch nicht.
Man muss auch immer bedenken das es ja nicht nur mit dem schwanger sein abgetan ist da sind dann einige Jahre wo man viell. nicht zur Ruhe kommt.
Mein Freund arbeitet auch noch in 3 Schichten und da wäre ja dann wirklich alles an mir hängen geblieben.
Klingt jetzt viell. doof ist aber so.
Ich habe aber auch mal gehört das Eltern die irgendeine Krankheit oder Behinderung haben Probleme bekommen bei einer Adoption.
Aber probiert es einfach, lasst euch richtig beraten, geht zu deinem Neurologe.
Ich wünsche dir alles Gute.
LG Anke
Re: Adoption
Marion44
, Thursday, 24.07.2008, 03:28 (vor 6602 Tagen) @
Steffi
Hallo Steffi,
ich habe mich auch gegen Kinder entschieden und lebe nun schon bis zum munteren Rentenalter ohne. Als Kind wollte ich immer 4 Kinder haben.
Als dann, im fast Erwachsenenalter, die Epi "über mich hereinbrach", wollte ich das erst gar nicht wahrhaben und brauchte sehr viele Jahre, um sie als Teil von mir zu akzeptieren. Auch manchmal mit schwierigen sozialen Folgen und Berufswechsel.
Eine Schwangerschaft habe ich damals illegal abgebrochen, nachdem ich im 3.Monat und dann noch im benachbarten Ausland eine Art Status ohne Arzt durchmachte. Danach dachte ich immer: Himmel, wenn dir so etwas passiert und dann ist da so ein kleines Würmchen und braucht dich... oder ich bin im Straßenverkehr mit einem Kinderwagen und dann....
Jedenfalls blieb ich dann ohne Kinder, habe aber viele Jahrzehnte mit Kindern gearbeitet. Man kann auch ohne eigene Kinder glücklich sein, wenn man genügend soziale Kontakte und Interessen hat.
Falls du einen guten familiären Hintergrund hast, der dich auch stützt und manches von dir abhält, mag es ja gehen. Aber ohne dieses zusätzliche soziale Netz (also die passenden netten und Zeit habend Großmütter usw.)würde es weder Dir noch dem Kind gut gehen. Auch ein lieber Partner kann nicht alles alleine tragen.
Die Entscheidung musst Du natürlich sowieso selbst treffen. Manche sehen das lockerer, auch hier im Forum, anderen geht es wie dir.
Die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen - nur gucke dir deine gesamte Situation an: Finanzen, Beruf, Familie, Freunde, Interessen.
Alles Gute!!!
Marion44
Ich wünsche Dir alles Gute!
Marion44