Epilepsie in der Schwangerschaft

Juliane @, Monday, 25.08.2008, 20:05 (vor 6569 Tagen)

Hallo!
Während der Schwangerschaft mit meinem Sohn sind bei mir im Alter von 29 Jahren erstmals epileptische Anfälle (so wie es aussieht Schlaf-Grand-Mal, ev. sek. generalisiert) aufgetreten. Ich hatte meinen ersten Anfall im 3ten Schwangerschaftsmonat - den haben wir aber noch nicht als solchen wahrgenommen. Den zweiten Anfall hatte ich dann im 5ten Monat, worauf ich in der Neurologie war und dort die Diagnose Epilepsie gestellt wurde. Von da an wurde ich mit Lamotrigin 100mg/die therapiert. Nach der Geburt unseres Sohnes haben wir uns gemeinsam gegen das Stillen entschieden, da wir Angst vor Wirkungen auf unseren Sohn hatten. Mit dieser Entscheidung komme ich nach wie vor nicht gut klar (obwohl der Kleine jetzt schon 15 Monate alt ist)-ich bin mir aber auch nicht sicher, ob ich mich besser fühlen würde wenn ich gestillt hätte.
Nach dem letzten Anfall in der Schwangerschaft war ich 14 Monate anfallsfrei-dann kam leider wieder ein Anfall im Schlaf..... Nun wurde die Dosis auf 200mg/die erhöht, ich habe aber immer noch Angst vor einem erneuten Anfall!!!! (Ich habe Panik davor, daß ich vielleicht mal einen Anfall tagsüber bekomme und das im Vorfeld nicht merke.)Vor allem deswegen, weil wir in nächster Zeit gerne noch ein Kind bekommen wollen.
Mir fällt es nach wie vor sehr schwer die Krankheit zu akzeptieren und ich wüsste gerne mal, wie andere betroffene Mütter mit ihrer Krankheit umgehen. Ich habe immer Angst davor, daß meinem Kleinen etwas passiert wenn ich einen Anfall bekomme.
Ich danke Euch allen schonmal für Eure Antworten und hoffe, daß ich daraus viel positives für mich entnehmen kann.

Viele Grüße
Juliane

Re: Epilepsie in der Schwangerschaft

Anthony @, Monday, 25.08.2008, 22:40 (vor 6569 Tagen) @ Juliane

Hi das spiel ist denke das du bist ok. Mind over matter.
Ja das helf nicht so gut, aber extra stress auch nicht.
So lange du bist nicht immer allein ist auch ok. Das du
will nicht die S'''t Jungen Amt kommt und macht neue stress. UND du bist ein Machine so machmal etwas geht
kaputt wenn nicht dann du war perfekt und das war langweilen um perfekt zu sein oder?

Re: Epilepsie in der Schwangerschaft

Brigitta @, Monday, 25.08.2008, 23:23 (vor 6569 Tagen) @ Juliane

Hallöchen,

mit der Krankheit ist es manchmal schon schwer umzugehen, da dies im Bekanntenkreis gleich als "bescheuert" abgestempelt wird. Mir ist das zum Glück nicht passiert, ich hatte immer Freunde, die das verstanden haben. Was mir am Anfang schwer fiel, es anderen zu sagen. Es wußte am Anfang nur meine Familie und mein damaliger Freund und mein jetziger Mann. Sonst niemand! Ich hab es und seh es immernoch als Privatsphäre an.
Mittlerweile bin ich stolz drauf, daß ich das hinter mir hab und die Mut hatte mich operieren zu lassen.

Solang das bei dir nachts nur auftritt, wird das denk mal auch so bleiben, mußt keine Angst haben. Und selbst wenn du es mal tagsüber haben wirst dann weißt du ja wie es sich anfühlt und was du tun mußt/kannst.

Ich habe während den Schwangerschaften 300 mg Lamictal täglich genommen. Mir wurde gesagt bei meinem 2. Sohn ich kann ruhig stillen, soll ich sogar wegen Entzugserscheinungen, und immer wieder Blutkontrollen machen lassen beim Kind. Da ich das Stillen aber eh schrecklich fand, hab ich irgendwann ca. 3 Wochen abgestillt. Also scthaden tut das net, aber ohne ist auch net schlecht von daher.....

Beim zweiten Kind würd ich es einfach probieren. Bei mir wurde das bei einem Proffessor nachgefragt und er dazu geraten es zu versuchen und zu stillen aber unter Kontrolle vom Kinderarzt eben mit Blutuntersuchungen/-kontrollen.

Mach dir keinen Kopf, du machst schon dann das Richtige wenns soweit sein sollte daß du eine tagsüber bekommst.

Falls du noch Fragen hast kannst sie gerne stellen.

LG

Brigitta


[zitat=Juliane]Hallo!
Während der Schwangerschaft mit meinem Sohn sind bei mir im Alter von 29 Jahren erstmals epileptische Anfälle (so wie es aussieht Schlaf-Grand-Mal, ev. sek. generalisiert) aufgetreten. Ich hatte meinen ersten Anfall im 3ten Schwangerschaftsmonat - den haben wir aber noch nicht als solchen wahrgenommen. Den zweiten Anfall hatte ich dann im 5ten Monat, worauf ich in der Neurologie war und dort die Diagnose Epilepsie gestellt wurde. Von da an wurde ich mit Lamotrigin 100mg/die therapiert. Nach der Geburt unseres Sohnes haben wir uns gemeinsam gegen das Stillen entschieden, da wir Angst vor Wirkungen auf unseren Sohn hatten. Mit dieser Entscheidung komme ich nach wie vor nicht gut klar (obwohl der Kleine jetzt schon 15 Monate alt ist)-ich bin mir aber auch nicht sicher, ob ich mich besser fühlen würde wenn ich gestillt hätte.
Nach dem letzten Anfall in der Schwangerschaft war ich 14 Monate anfallsfrei-dann kam leider wieder ein Anfall im Schlaf..... Nun wurde die Dosis auf 200mg/die erhöht, ich habe aber immer noch Angst vor einem erneuten Anfall!!!! (Ich habe Panik davor, daß ich vielleicht mal einen Anfall tagsüber bekomme und das im Vorfeld nicht merke.)Vor allem deswegen, weil wir in nächster Zeit gerne noch ein Kind bekommen wollen.
Mir fällt es nach wie vor sehr schwer die Krankheit zu akzeptieren und ich wüsste gerne mal, wie andere betroffene Mütter mit ihrer Krankheit umgehen. Ich habe immer Angst davor, daß meinem Kleinen etwas passiert wenn ich einen Anfall bekomme.
Ich danke Euch allen schonmal für Eure Antworten und hoffe, daß ich daraus viel positives für mich entnehmen kann.

Viele Grüße
Juliane[/zitat]

Re: Epilepsie in der Schwangerschaft

Juliane @, Tuesday, 26.08.2008, 12:55 (vor 6568 Tagen) @ Juliane

Hallo Brigitta, hallo Anthony,

vielen Dank schonmal für Eure mails.

Brigitta, ich hätte da tatsächlich noch Fragen an Dich. Du schreibst was von einer Operation-hatte die etwas mit der Epilepsie zu tun und bist Du nun anfallsfrei? Hast bzw. hattest Du nicht manchmal Angst wegen der Krankheit und Deiner Kinder? Vieleicht probiere ich das Stillen beim nächsten Mal auch aus-abstillen kann man ja immer.....

Viele Grüße
Juliane

Re: Epilepsie in der Schwangerschaft

Christina @, Tuesday, 26.08.2008, 15:04 (vor 6568 Tagen) @ Juliane

Hi Christina,

ich habe auch eine grand mal Aufwach Epilepsie und habe mitlerweile eine 11 jährige Tochter.

Ich habe nicht gestillt und würde es auch nicht tun da sich Reste des Medikamentes auch in der Muttermilch befindet. Das heisst, damit gewöhne ich das Kind von Anfang an an diese Mittel.

Im Gegensatz zu Britta hab ich meinem ganzen Umfeld von der Krankheit erzählt auch auf der Arbeit, denn es ist doch schlimm wenn es die Leute um mich herum ganz unvorbereitet trifft und sie dann einen Schrecken bekommen und nicht wissen was zu tun ist.

Warum sollte man es auch verheimlichen?? Es gibt weitaus schlimmere Dinge auf dieser Welt.


Also Kopf hoch und erhobenen Hauptes durchs Leben!!!!

Ihr packt das schon :-)

LG Christina

e[zitat=Juliane]Hallo!
Während der Schwangerschaft mit meinem Sohn sind bei mir im Alter von 29 Jahren erstmals epileptische Anfälle (so wie es aussieht Schlaf-Grand-Mal, ev. sek. generalisiert) aufgetreten. Ich hatte meinen ersten Anfall im 3ten Schwangerschaftsmonat - den haben wir aber noch nicht als solchen wahrgenommen. Den zweiten Anfall hatte ich dann im 5ten Monat, worauf ich in der Neurologie war und dort die Diagnose Epilepsie gestellt wurde. Von da an wurde ich mit Lamotrigin 100mg/die therapiert. Nach der Geburt unseres Sohnes haben wir uns gemeinsam gegen das Stillen entschieden, da wir Angst vor Wirkungen auf unseren Sohn hatten. Mit dieser Entscheidung komme ich nach wie vor nicht gut klar (obwohl der Kleine jetzt schon 15 Monate alt ist)-ich bin mir aber auch nicht sicher, ob ich mich besser fühlen würde wenn ich gestillt hätte.
Nach dem letzten Anfall in der Schwangerschaft war ich 14 Monate anfallsfrei-dann kam leider wieder ein Anfall im Schlaf..... Nun wurde die Dosis auf 200mg/die erhöht, ich habe aber immer noch Angst vor einem erneuten Anfall!!!! (Ich habe Panik davor, daß ich vielleicht mal einen Anfall tagsüber bekomme und das im Vorfeld nicht merke.)Vor allem deswegen, weil wir in nächster Zeit gerne noch ein Kind bekommen wollen.
Mir fällt es nach wie vor sehr schwer die Krankheit zu akzeptieren und ich wüsste gerne mal, wie andere betroffene Mütter mit ihrer Krankheit umgehen. Ich habe immer Angst davor, daß meinem Kleinen etwas passiert wenn ich einen Anfall bekomme.
Ich danke Euch allen schonmal für Eure Antworten und hoffe, daß ich daraus viel positives für mich entnehmen kann.

Viele Grüße
Juliane[/zitat]

Re: Epilepsie in der Schwangerschaft

Christina @, Tuesday, 26.08.2008, 15:06 (vor 6568 Tagen) @ Juliane

Sorry habe dich mit falschem Namen angesprochen JULIANE

Gruß Christina

[zitat=Juliane]Hallo!
Während der Schwangerschaft mit meinem Sohn sind bei mir im Alter von 29 Jahren erstmals epileptische Anfälle (so wie es aussieht Schlaf-Grand-Mal, ev. sek. generalisiert) aufgetreten. Ich hatte meinen ersten Anfall im 3ten Schwangerschaftsmonat - den haben wir aber noch nicht als solchen wahrgenommen. Den zweiten Anfall hatte ich dann im 5ten Monat, worauf ich in der Neurologie war und dort die Diagnose Epilepsie gestellt wurde. Von da an wurde ich mit Lamotrigin 100mg/die therapiert. Nach der Geburt unseres Sohnes haben wir uns gemeinsam gegen das Stillen entschieden, da wir Angst vor Wirkungen auf unseren Sohn hatten. Mit dieser Entscheidung komme ich nach wie vor nicht gut klar (obwohl der Kleine jetzt schon 15 Monate alt ist)-ich bin mir aber auch nicht sicher, ob ich mich besser fühlen würde wenn ich gestillt hätte.
Nach dem letzten Anfall in der Schwangerschaft war ich 14 Monate anfallsfrei-dann kam leider wieder ein Anfall im Schlaf..... Nun wurde die Dosis auf 200mg/die erhöht, ich habe aber immer noch Angst vor einem erneuten Anfall!!!! (Ich habe Panik davor, daß ich vielleicht mal einen Anfall tagsüber bekomme und das im Vorfeld nicht merke.)Vor allem deswegen, weil wir in nächster Zeit gerne noch ein Kind bekommen wollen.
Mir fällt es nach wie vor sehr schwer die Krankheit zu akzeptieren und ich wüsste gerne mal, wie andere betroffene Mütter mit ihrer Krankheit umgehen. Ich habe immer Angst davor, daß meinem Kleinen etwas passiert wenn ich einen Anfall bekomme.
Ich danke Euch allen schonmal für Eure Antworten und hoffe, daß ich daraus viel positives für mich entnehmen kann.

Viele Grüße
Juliane[/zitat]

Re: Epilepsie in der Schwangerschaft

Brigitta @, Tuesday, 26.08.2008, 19:15 (vor 6568 Tagen) @ Juliane

Hallöchen,

ja die OP war wegen der Epilepsie, da wurde das Hyppochampus re. entfernt, was die Ursache von meinen Anfällen war. Seit dem bin ich anfallsfrei.
Damals hatte ich meine Kinder noch nicht. Erst danach. Ich nehme, wohl für immer, meine Medis die mich so net stören.

Ich sehe das etwas anders, wenn die anderen das mitbekommen haben wurde es dene auch erzählt, aber solang es kein MUSS ist, gut beim Chef muß man es wo ich es genauso sehe eigendlich ( sonst ist das ein Kündigungsgrund), warum soll ich mir einen Schild um den Hals hängen mit der Aufschrift: "ich habe Epilepsie!"?
Geht doch niemand was an. Wenn ich gefragt wurde oder so dann habe ich das auch erzählt, aber sonst geht das niemand was an, war froh, wenn ich das net ständig hören mußte.
Vor allem warst ja selber schon öfter mit der Frage danach beschäftigt warum ich usw. wenns recht heftig war.
Und vor der OP haben es alle gewußt und kam immer nur die Frage wann werd ich operiert, was/wie wird gemacht o.ä. war froh wenn ich net dran denken mußte vor so einem großen Schritt........und was passieren kann

Wenn du meinen ganzen Bericht lesen willst kann ich es dir gerne schicken.

Zu dem Stillen: klar kriegt das Kind die Medis durch die Muttermilch, aber in der Schwangerschaft hat das Kind ja die Medis schon in sich und kann zu Entzugserscheinungen kommen. So wurde es mir und meiner Klinik von einem Epilepsie - Proffessor empfohlen, deswegen kannst Stillen aber unter Kontrolle!
Muß aber jeder selber für sich entscheiden. Ich hab aber net wegen den Medis bei meinem Zweiten aufgehört.

So nun LG

Brigitta


[zitat=Juliane]Hallo Brigitta, hallo Anthony,

vielen Dank schonmal für Eure mails.

Brigitta, ich hätte da tatsächlich noch Fragen an Dich. Du schreibst was von einer Operation-hatte die etwas mit der Epilepsie zu tun und bist Du nun anfallsfrei? Hast bzw. hattest Du nicht manchmal Angst wegen der Krankheit und Deiner Kinder? Vieleicht probiere ich das Stillen beim nächsten Mal auch aus-abstillen kann man ja immer.....

Viele Grüße
Juliane[/zitat]

Re: Epilepsie in der Schwangerschaft

nini @, Sunday, 31.08.2008, 00:23 (vor 6564 Tagen) @ Juliane

Hallo Juliane! Bin seit 17 Jahren Epileptiker, nach einer Hirn OP vor 22 Jahren. Habe mittlerweile einen 4 jährigen Sohn, den ich unter mehr Medikamenten bekommen habe als du sie nimmst!!! Lamotrigin (500 mg + Carbamazepin 350 mg)!! Er ist kerngesund und ich habe ihn gestillt. Wirklich ohne Probleme - meine Ärzte haben sich schlau gemacht und es unabhängig von einander befürwortet.Eric ist ein echter Wonneproppen - absolut lieb und pfiffig! Halt ein Kind, wie man es sich nur wünschen kann!!! Bei uns bleibt es aber bei einem Kind. Ich nehme wieder mehr Medikamente als in der SS - alleine um sicher zu sein - für mich und meinen Sohn. Jetzt bin ich halbtags berufstätig und mir geht es soweit gut - bis auf ein paar Einschränkungen, mit denen man aber gut leben kann. Ich habe meine Krankheit voll akzeptiert, es bleibt einem ja nichts anderes übrig! Dann lebt es ich auch leichter. Du mußt dir immer vorstellen, dass es weit aus schlimmere Sachen gibt und dass viele Menschen gerne mit dir tauschen möchten, DAS MUSST DU DIR IMMER VOR AUGEN HALTEN!! Ich wünsche dir alles Gute und viel Spaß mit deiner Familie!! LG Steffi