Ich bin seit 7 Jahren anfallsfrei und habe gerade eine 2-jährige Ausbildung absolviert. Nun habe ich meine erste richtige Arbeitsstelle angetreten und erkenne mit jedem Tag mehr, dass dies definitiv nicht mein Traumberuf ist! Dazu kommt, dass ich eh noch einmal studieren möchte (hab einige Semester studiert, bevor mir schwere Depressionen den Weg versperrten. Die hab ich jetzt Gott sei Dank überwunden!). Um endlich mal auf den Punkt zu kommen: während der Ausbildung hab ich gemerkt, dass mir lernen und Prüfungen viel viel schwerer fallen als im Abi, das ziemlich gut ausgefallen ist, das liegt an den Tabletten. Nun finde ich, dass es nur gerecht wäre, wenn ich in irgendeiner Weise "Vergünstigungen" oder "Sonderrechte" bekommen könnte. Weiß einer von euch, ob da irgendwas machbar ist? Irgendetwas Gutes muss ja bei der ganzen Sache herumkommen! Ich denke, ihr wisst, was ich meine...
Re: Studium
Anton
, Sunday, 28.09.2008, 03:37 (vor 6536 Tagen) @
Cat
Hallo,
die von dir genannten Ausbildungszeiten passen nicht ins Bild. Hast Du denn einen Abschluss für die 2-jährige Ausbildung? Wenn ja, willst Du denn diesen Beruf ausüben?
Jetzt erst hast Du Deine erste "richtige" Arbeitsstelle angetreten und kommst zu der Feststellung, dass es nicht Deine Sache ist. Wie oft hast Du das noch vor?
Wenn Du seit 7 Jahren anfallsfrei bist, sind Sonderrechte und Vergünstigungen wohl kaum angezeigt. Dann bist Du gesund und es wird von dir verlangt, dass Du Erlerntes und Studiertes in produktive Arbeit umsetzt. Sonderzahlungen sind für Bürger, die dazu nicht in der Lage sind.
Gelernt werden muss heutzutage nicht nur während der Berufsabschlussprüfungen, das neue Arbeitsleben erfordert Lernen ein Leben lang.
Bevor Du jetzt wieder für null Perspektive weiterstudierst, eine weitere Ausbildung beginnst, solltest Du dich im Voraus informieren, wie Du unter Berücksichtigung Interessen/Krankheit/Einschränkungen auf dem Arbeitsmarkt glücklich werden kannst.
Ich wünsche dir einen guten Weg und bessere Gesundheit.
Viele Grüße
Anton
Re: Studium
Frau
, Sunday, 28.09.2008, 21:18 (vor 6535 Tagen) @
Cat
Nein ich weis nicht was du meinst!
Du bist relativ gesund hast zwei gesunde Beine
Arme und Hände kannst Treppen und Stufen rauf und runter rennen im gegensatz zu Rollstuhl fahrern.
Ach ja du hast lernschwierigkeiten wie manch ein gesunder auch...Aber jetzt muss ein schuldiger her.Die Epilepsie 7 Jahre Anfallsfrei etwas normales aber auch was wovon andere nur Träumen.
Nebenwirkungen haben sie sicher aber ob der jenige um bedingt bekommen hat ist das nächstes.
Och ich könnte ewig weiter schreiben.....
Also das Glaswasser kann halb voll oder leer sein.meine ureigene Entscheidung.
Geld bekommt heute wie damals im übrigen durch arbeiten.
Frau
Re: Studium
Cat
, Sunday, 28.09.2008, 22:20 (vor 6535 Tagen) @
Cat
Danke für eure Rückmeldungen. Allerdings finde ich es ein wenig unangebracht, so (in meinen Augen) heftig darauf zu reagieren.
Um die Fragen zu beantworten: ich habe eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau gemacht und (mehr oder weniger) erfolgreich abgeschlossen. Ich habe also ganz regulär einen Berufsabschluss. Sonst hätte ich auch nicht geschrieben, dass ich das erste Mal in meinem Beruf arbeite. Vielleicht sollte ich auch erwähnen, dass ich diese Ausbildung begonnen habe, um nicht mit leeren Händen dazustehen, nachdem ich nach einem Suizidversuch ein halbes Jahr in der Psychatrie verbracht habe und hinterher ganz von vorne anfangen musste! Und dass mir von Anfang an klar war, dass es nicht mein Traumberuf ist. Zum damaligen Zeitpunkt war das das Naheliegendste, da ich zu einem erneuten Studium noch nicht in der Lage war. Das ist also die Ausgangslage.
In meinem neuen Betrieb wurde ich direkt in der ersten Woche zu 12 Stunden Schichten eingeteilt, weil Not am Mann war. Auf meinen Hinweis hin, dass ich Epileptikerin bin und u.a. nicht so belastungsfähig wie gesunde Menschen (ich bin nicht gesund, auch wenn ich momentan anfallsfrei bin)kam so gut wie keine Reaktion und ich hab die Zähne zusammen gebissen und getan, was ich konnte. Um dann in den nächsten Tagen die Quittung meines Körpers dafür zu bekommen.
Ich kann verstehen, dass euch meine Situation im Vergleich zu anderen wie Pipifax vorkommen mag und euch meine Frage lächerlich oder unangebracht erscheint. Ich habe auch lange gedacht: komm, stell dich nicht so an, dir geht es doch jetzt gut! Andere haben es viel schwerer! Bis ich dann auf einmal in der Psychatrie war. Da will ich nicht noch einmal hin. Das ist sicher verständlich.
Ich bin auf dieses Forum gestoßen und habe meine Frage hier gestellt, weil ich dachte, dass es hier Menschen gibt, die sich vielleicht in derselben oder einer ähnlichen Situation befinden oder befanden.
Wenn es euch an dieser Stelle unangebracht erscheint, dann bitte ich euch, diesen Eintrag lieber zu ignorieren, als mir das Gefühl zu geben, ich wäre arrogant, überheblich, völlig fehl am Platz und solle zufrieden sein mit meiner Situation, obwohl da oben in meinem Kopf Gewitter toben, die ich trotz starken Medikamenten mitbekomme, wenn ich in Situationen wie diesen bin.
Ob das Glas voll oder leer ist, entscheidet sich bei mir an jedem Morgen neu und abhängig davon, wie zuverlässig meine Medis z.B. mit den Hormonen koorperieren.
Ich habe nicht diesen ganzen Mist durchgestanden um schließlich in solchen Umständen zu enden. Irgendwie muss es doch ein bisschen Gerechtigkeit geben. Und dieses Gefühl hatte wahrscheinlich jeder von euch schon mal, oder nicht? Unabhängig davon, ob ihr jeden Tag Anfälle habt, einmal im Jahr oder (hoffentlich) gar nicht mehr.
Hoffentlich biete ich hiermit nicht noch mehr Anlass zu negativen Reaktionen, die mir überhaupt nicht weiterhelfen, ganz im Gegenteil.
Ich fühle mich dadurch gezwungen, mich hinzusetzen und einen ellenlangen Text zu schreiben und mich darin zu rechtfertigen für meinen Wunsch, Gleichgesinnte zu treffen und eine positive Rückmeldung zu erhalten.
Ich denke, wir sollten eher zusammenhalten.
In diesem Sinne eine gute Nacht und alles Gute!
Re: Re: Studium
Cat
, Sunday, 28.09.2008, 22:41 (vor 6535 Tagen) @
Cat
Übrigens habe ich mir natürlich gut überlegt, auf welchen Beruf ich jetzt hinstudieren will und wie er sich mit meinen Interessen/Krankheit/Einschränkungen vereinbaren lässt. Ich habe nie für null Perspektive studiert, bzw. gelernt. Dass ich bereit bin, zu arbeiten, habe ich bereits gezeigt und werde es auch weiterhin tun. Nun ist das Problem für mich, dass es in meinem jetzigen Beruf wenig sinnvolle Möglichkeiten gibt, sich weiterzubilden, es sei denn, ich würde auf eine steile Karriere Richtung Filialleitung und darüber hinaus hinarbeiten. Und dazu bin ich erst recht nicht in der Lage. Mit unserer Filialleitung zum Beispiel will ich nicht tauschen, sie arbeitet 51 Stunden die Woche! Ich will lernen und mich weiterbilden, gerne auch mein ganzes Leben lang, alles andere wäre langweilig, aber in eine andere Richtung.
Und das Geld damals wie heute durch arbeiten kommt, ist mir auch klar, deswegen übe ich meinen gelernten Beruf ja auch aus. Sicher ist nicht jeder glücklich in seinem Beruf, aber es kann nicht sein, dass man morgens im Dunkeln aus dem Haus geht, im Dunkeln wieder nach Hause kommt und sofort schlafen geht, ohne etwas vom Tag gehabt zu haben. Und dann das, was man den ganzen Tag über gemacht hat, nicht als befriedigend empfindet. Das ist mein Anliegen.
Re: Re: Studium
Anton
, Sunday, 28.09.2008, 22:54 (vor 6535 Tagen) @
Cat
Hallo,
aus Deinem ersten Beitrag war leider nicht der Sachstand, wie Du ihn erst in der Fortsetzung (Deinem zweiten Posting) ausführlich und verständlich dargestellt hast, zu erkennen.
Zu dieser neuerlichen Sachlage möchte ich wie folgt ausführen: Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, bist Du aus welchem Grund auch immer vor längerer Zeit von der Bahn gekommen, hattest einen längeren Aufenthalt in der Psychiatrie, womöglich Unterbringung, und hast dann einen Weg gefunden, wieder Normalität in Dein Leben zu bringen. Das hat viel Kraft gekostet und zeigt, dass Du ein disziplinierter Mensch bist.
Aus meiner Sicht ist Dein Problem jetzt nicht die Krankheit, die Vergangenheit oder der Beruf, vielmehr liegt es am Arbeitsmarkt, der sich seit einigen Jahren in einer Härte gestaltet und zeigt, dass die "Schwachen" dabei auf der Strecke bleiben.
Hinsichtlich Deiner Epilepsie kann ich hier nur wiederholen und auf die Epilepsie-Zentren als einzig mögliche Helfer für dieses Krankheitsbild hinweisen. Dort gibt es Wartezeiten bis zu einem Jahr auf den ersten ambulanten Termin.
Damit dir die Psyche nicht wieder entgleitet, empfehle ich, mit dem Hausarzt oder Psychologen über Gesprächstherapie zu reden. Notfalls auch stationär in einer Psychosomatischen Klinik.
Was die gesamtwirtschaftliche Situation angeht, kannst Du Beratung erhalten bei den Sozialdiensten, sie sind zu finden in fast jeder Klinik, bei den Gesundheitsämtern der Städte, der Kommunen und bei den Kreisverwaltungen.
Sofern Du meine erste Antwort als zu hart empfunden haben solltest, entschuldige ich mich dafür mit dem Ausdruck des Bedauerns. Ziel meiner Aktion sollte gewesen sein, im Klartext auf Möglichkeiten, die Lage zu verbessern, hinzuweisen.
In diesem Forum findest Du viele Betroffene, die dir auf klare Fragen jede Menge brauchbare Antworten liefern. Ich wünsche dir viel Glück, bessere Gesundheit und einen guten Weg.
Liebe Grüße
Anton
Re: Re: Re: Studium
Cat
, Sunday, 28.09.2008, 23:46 (vor 6535 Tagen) @
Cat
Danke Anton, damit kann ich was anfangen.
Ich war damals in der Psychatrie, weil ich starke Depressionen hatte, die teilweise durch die Medis, teilweise durch Vererbung immer stärker geworden sind. Nach der Zeit in der Klinik habe ich mich (natürlich mit Unterstützung) tatsächlich wieder hochgearbeitet und dann schließlich, als die Depressionen immer mal wieder zurückkehren wollten, bei der halbjährlichen Untersuchung in der Uniklinik Bonn darum gebeten, daran etwas zu machen. Antidepressiva sind viel zu stark, die haben mich schon mit der halben Dosierung fast umgehauen und zusätzliche Medis wollte ich auch nicht nehmen.
Im Endeffekt hat sich herausgestellt, dass man einfach nur das eine Antiepileptika etwas höher (Lamotrigin) und das andere (Keppra) etwas niedriger zu dosieren brauchte. Seitdem habe ich nur noch in extremen Stresssituationen und wie gesagt hormonbedingt (während der Periode etc) Anflüge von Schwermut. In letzter Zeit war es wie gesagt ziemlich heftig und ich hab einfach Angst, dass das alles wieder schlimmer wird!
Die Klinik oder der Neurologe ist immer meine erste Option, die Einstellung im Moment ist gut. Es geht mir einfach darum, etwas für mich zu finden, was mich nicht dazu bringt, den Arzt aufsuchen zu müssen!
Ich wollte halt erst hier einmal fragen, denn Insider wissen ja oftmals mehr, als Ärzte oder sogar Ämter über solche Dinge!
Natürlich werde ich mich auch noch offiziell woanders erkundigen, das ist klar.
Es tut mir leid, dass ich mich wohl zu schwammig oder unklar ausgedrückt habe, das war natürlich nicht meine Absicht und ich bin froh, dass sich das geklärt hat.
Du hast mir auf jeden Fall den Abend gerettet mit deiner Antwort, danke sehr! :)
Re: Studium
Nicole
, Monday, 29.09.2008, 00:45 (vor 6535 Tagen) @
Cat
Hallo,
ich möchte hier mal die Fernuni Hagen in den Raum werfen.
Ist keinesfalls mit einer Präsenz-Uni zu vergleichen, hat momentan aber keine Studiengebühren.
Und du kannst dir deinen Lernstoff gut selbst einteilen. Will heissen, wenn du mal an einem Tag besonders "gebeutelt" bist, musst/kannst/darfst du auch mal nix machen. Und kriegst nicht gleich eins auf den Deckel.
Ist allerdings auch nicht für jeden was, sich den Lernstoff komplett selbst anhand der Skripten reinzuziehen.
Könntest ja mal in die Richtung nachdenken, wenn dir vorschwebt, was genau du machen willst.
Man muss nicht eine bestimmte Anzahl von Kursen pro Semester machen, und hat keine Höchststudiendauer.
Also keine "Strafzahlungen", falls es Spilepsie-bedingt doch llänger dauern sollte.
Warum ich darauf komme?
Ich studier da selbst neben meinem Vollzeitjob seit einem Semester, und ich finde es bis jetzt (soo viel Erfahrung hab ich ja noch nicht nach nur einem Semester)ganz gut.
Wenn du Fragen dazu hast, kannst du mir auch gerne eine Mail schreiben.
LG
Nicki
Re: Re: Studium
Cat
, Monday, 29.09.2008, 21:15 (vor 6534 Tagen) @
Cat
Hallo Nicole,
das klingt nicht schlecht! Leider bietet die Fernuni diesen Studiengang nicht an, der unter anderem Musik enthält. Da braucht man ja auch jede Menge Praxis...
Aber vielleicht finde ich da ja auch noch Alternativen, das wäre natürlich optimal!
Vielen Dank, liebe Grüße,
Cat
Re: Studium
Sirus
, Tuesday, 30.09.2008, 10:44 (vor 6533 Tagen) @
Cat
[zitat=Cat]Ich bin seit 7 Jahren anfallsfrei und habe gerade eine 2-jährige Ausbildung absolviert. Nun habe ich meine erste richtige Arbeitsstelle angetreten und erkenne mit jedem Tag mehr, dass dies definitiv nicht mein Traumberuf ist! Dazu kommt, dass ich eh noch einmal studieren möchte (hab einige Semester studiert, bevor mir schwere Depressionen den Weg versperrten. Die hab ich jetzt Gott sei Dank überwunden!). Um endlich mal auf den Punkt zu kommen: während der Ausbildung hab ich gemerkt, dass mir lernen und Prüfungen viel viel schwerer fallen als im Abi, das ziemlich gut ausgefallen ist, das liegt an den Tabletten. Nun finde ich, dass es nur gerecht wäre, wenn ich in irgendeiner Weise "Vergünstigungen" oder "Sonderrechte" bekommen könnte. Weiß einer von euch, ob da irgendwas machbar ist? Irgendetwas Gutes muss ja bei der ganzen Sache herumkommen! Ich denke, ihr wisst, was ich meine...[/zitat]
Also ich habe eine epilepsiekranke Tochter in der Realschule und habe nun durch einen sogenannten "mobilen Dienst" erfahren, daß es sehr wohl Erleichterungen gibt. Zum Beispiel das man für eine Klassenarbeit etwas mehr Zeit bekommt, weil man unter Stress und Zeitdruck eher anfallgefährdet ist und weil man, wie du schon schreibst, durch die Medis sediert und somit nicht so schnell ist. Weiterhin darf sie Klassenarbeiten in einem gesonderten schreiben wo es ruhig ist - eben unter optimalen Bedingungen. Sollte in einer Klassenarbeit auffällig viel unsinniges stehen, kann es sein daß sie die Arbeit wiederholen darf, was aber im Ermessen der Lehrer liegt.(Kann ja auch mal so kommen das es ausgenutzt wird).Warum sollte so etwas nicht auf ein Studium anwendbar sein? Mach dich mál sclau!
LG Sirius
Re: Re: Studium
Cat
, Tuesday, 30.09.2008, 21:17 (vor 6533 Tagen) @
Cat
Das klingt richtig gut, danke! Hätte ich auch in der Schule gebrauchen können... Ich mach mich mal schlau, ob das an der Uni auch geht.
Re: Re: Re: Studium
Mathilda
, Tuesday, 30.09.2008, 21:43 (vor 6533 Tagen) @
Cat
Ich verstehe nicht ganz, warum du dich kranker machen willst. Es ist v.a. für Epileptiker wichtig, ein so normales Leben wie möglich zu führen! Du bist anfallsfrei, also freu dich doch einfach darüber. Für Epilepsie bekommst du an der Uni sicher keine Vorteile! Als Epileptiker muss man sich einfach mehr anstrengen! Vllt. kannst du ja was über dein Problem bzgl. deiner psychischen Verfassung erreichen...Ich halte das aber für ausgeschlossen, da du, wie du schreibst, eigentlich stabil bist.
Re: Re: Re: Re: Studium
BEpi
, Wednesday, 01.10.2008, 22:07 (vor 6532 Tagen) @
Cat
Hallo Cat,
also ich hab seit über 20 Jahren regelmässig Anfälle (gm ca. null bis zehn mal im Monat) Ich hab mein Mathe-Studium aber ohne irgendwelche Bevorzugungen durchgezogen. Ich hab wg. meiner Epilepsie vielleicht ein bisschen länger gebraucht, als andere, doch viele Andere hatten das gleiche Problem wegen zuviel Parties oder Faulheit. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich keine Bevorzugungen bekommen hab. Es haebn zwar die meisten gewust (wenn man einen Anfall gesehen hat, merkt man sich das doch leicht...)
Bei mir wars auch von vorteil, dass es nicht unbedingt nötig war, in die Vorlesung zu gehen, denn wer Mathe in einer Vorlesung versteht, der hat einen Schatten 
Naja, lass Dich nicht abschrecken und vorsuchs einfach.
VG
BEpi
Studium
Cat
, Sunday, 05.10.2008, 15:38 (vor 6528 Tagen) @
Cat
"Als Epileptiker muss man sich einfach mehr anstrengen"
"Die anderen hatten auch Nachteile durch zu viel Partys und Alkohol"...
In meinen Ohren klingt das nicht sehr überzeugend.
Es ist einfach unfair, wieso sollte ich mich mehr anstrengen müssen, wenn ich schon ein Handycap habe, auch wenn es in gewisser Weise gedämpft ist? Das ist genau wie mit den Tabletten: da hab ich schon diesen Mist am Hals und muss noch dafür büßen, indem ich zahle! Ich weiß, dass ich das sicher anders empfinde als einige andere hier und ich finde es gut, dass ihr so gut mit der Krankheit klar kommt! Aber mich stresst es nun mal.
Wie auch immer, es geht ja nicht darum, hier zu streiten, sondern um hilfreiche Tipps.
Ich habe versucht, mein bestes gegeben und habe meine gesteckten Ziele bis jetzt auch erreicht, aber ich bin doch sehr ernüchtert. Wenn ich schon soviel gebe und trotzdem nicht so viel erreichen kann wie andere, soll das heißen, ich mache mich kränker als ich bin?
Wenn ich nach 9 Stunden Arbeit dastehe und das Blut in meinen Ohren rauschen höre, schon Gleichgewichtsschwierigkeiten habe etc. ist das zuviel verlangt, wenn ich aus diesem Beruf in einen anderen wechseln will und mich erkundige, ob es da eine Erleichterung gibt?
Manchmal mache ich mir schon ein wenig Sorgen, so ist das ja nicht...