Epilepsie und Auto fahren???

Mola @, Wednesday, 22.10.2008, 07:42 (vor 6511 Tagen)

Hallo, habe Eure Seite gefunden und hoffe nun, dass Ihr mich von meinen Ängsten befreien könnt. Ich selbst bin kein Epileptiker, aber mein Lebensgefährte. Ich lebe mit ihm seit fünf Jahren zusammen und es gab keinerlei Einschränkung seiner "Lebensqualität" während dieser Zeit. Da er seit 13 Jahren (unter Tegretal 400) anfallsfrei bleib, wollte er vor drei Jahren gern das Medikament absetzen. Davon riet der Arzt ab, da mein Freund aus beruflichen Gründen auf das Auto nicht verzichten kann.
Letzten Samstag erlebten wir allerdings den "Höllentrip" meines Lebens.(wie ich später erfuhr, hat er seine Tabletten selbst reduziert und seit zwei Tagen keine Tabletten eingenommen, da er den Arzt nicht erreicht hat) Jedenfalls erlitt er während einer Autofahrt einen Anfall. Sein linker Fuss klemmte unter der Bremse und mit dem rechten Fuss trat er voll aufs Gas. Meine Tochter war mit im Auto und wie auch immer irgendwie sahen wir uns mit ca. 180 km/h über die Landstraße donnern. Wie auch immer mit viel, viel Glück habe ich es geschafft das Auto zum Halten zu bringen und alle waren erst einmal unverletzt. Wir reifen den NOtdienst, der meinen Freund mit ins Krankenhaus nahm. Man stellte natürlich fest, dass der Spiegel zu niedrig war. Nun ist es so, dass er wahrscheinlich heute aus dem Krankenhaus kommt und unbedingst wieder auf die Arbeit muss (dafür muss er 2x wöchentlich 180 km auf der Autobahn fahren). Er wartet mit dem Fahren noch so lang, bis der Spiegel wieder in Ordnung ist und dann muss er wieder los. Ich bin total am Ende mit meinen Nerven. Erstens kann ich nicht mehr schlafen. Ständig sehe ich die Bilder wie wir über die Landstraße rasen und zweitens habe ich schreckliche Angst davor, dass er wieder auf Arbeit fährt. Ich wollte ihm das alles ausreden, aber er kann seinen Job nicht verlieren ich bin fix und fertig und habe wahnsinnige Angst um ihn. Er selbst ist der Meinung, wenn der Spiegel okay sei, dann passiert ihm nichts, er hatte ja 13 Jahre lang keinen Anfall. Könnt ihr mir vielleicht weiterhelfen meine Ängste zu verlieren. Wäre Euch über alles dankbar. LG Mola

Re: Epilepsie und Auto fahren???

Frau @, Wednesday, 22.10.2008, 13:36 (vor 6511 Tagen) @ Mola

Hallo,

ja was soll man sagen, ich stell mir vor du machst die Höhle durch.Ich würde versuchen mir therapeutische hilfe zu suchen um das zu verarbeiten.Fragen würde ich den Hausarzt oder Ruf bei einer Frauenberatungsstelle an ,die können dir bestimmt weiter helfen...vielleicht auch der ADAC....ich weis es nicht aber anruf kostet ja erstmal nichts.
Vielleicht würde das ja eurem Kind auch gut tun.
Auf den Seiten hier kannst Du ja die Bestimmungen zum Thema Führerschein nach lesen.Dann noch mit dem behandelnden Arzt von deinem Freund sprechen hören was der sagt.Oder auch hier mal bei einer Epilepsieberatungsstelle nach fragen.
Kann er nicht mit öffentlichen Verkehrsmittel zur Arbeit fahren?
Ich wünsch Dir alles gut.

Re: Epilepsie und Auto fahren???

suschla @, Wednesday, 22.10.2008, 15:35 (vor 6511 Tagen) @ Mola

[zitat=Mola]Hallo, habe Eure Seite gefunden und hoffe nun, dass Ihr mich von meinen Ängsten befreien könnt. Ich selbst bin kein Epileptiker, aber mein Lebensgefährte. Ich lebe mit ihm seit fünf Jahren zusammen und es gab keinerlei Einschränkung seiner "Lebensqualität" während dieser Zeit. Da er seit 13 Jahren (unter Tegretal 400) anfallsfrei bleib, wollte er vor drei Jahren gern das Medikament absetzen. Davon riet der Arzt ab, da mein Freund aus beruflichen Gründen auf das Auto nicht verzichten kann.
Letzten Samstag erlebten wir allerdings den "Höllentrip" meines Lebens.(wie ich später erfuhr, hat er seine Tabletten selbst reduziert und seit zwei Tagen keine Tabletten eingenommen, da er den Arzt nicht erreicht hat) Jedenfalls erlitt er während einer Autofahrt einen Anfall. Sein linker Fuss klemmte unter der Bremse und mit dem rechten Fuss trat er voll aufs Gas. Meine Tochter war mit im Auto und wie auch immer irgendwie sahen wir uns mit ca. 180 km/h über die Landstraße donnern. Wie auch immer mit viel, viel Glück habe ich es geschafft das Auto zum Halten zu bringen und alle waren erst einmal unverletzt. Wir reifen den NOtdienst, der meinen Freund mit ins Krankenhaus nahm. Man stellte natürlich fest, dass der Spiegel zu niedrig war. Nun ist es so, dass er wahrscheinlich heute aus dem Krankenhaus kommt und unbedingst wieder auf die Arbeit muss (dafür muss er 2x wöchentlich 180 km auf der Autobahn fahren). Er wartet mit dem Fahren noch so lang, bis der Spiegel wieder in Ordnung ist und dann muss er wieder los. Ich bin total am Ende mit meinen Nerven. Erstens kann ich nicht mehr schlafen. Ständig sehe ich die Bilder wie wir über die Landstraße rasen und zweitens habe ich schreckliche Angst davor, dass er wieder auf Arbeit fährt. Ich wollte ihm das alles ausreden, aber er kann seinen Job nicht verlieren ich bin fix und fertig und habe wahnsinnige Angst um ihn. Er selbst ist der Meinung, wenn der Spiegel okay sei, dann passiert ihm nichts, er hatte ja 13 Jahre lang keinen Anfall. Könnt ihr mir vielleicht weiterhelfen meine Ängste zu verlieren. Wäre Euch über alles dankbar. LG Mola[/zitat]

hallöli du
ich hatte am 7. 10. auch einen anfall am steuer und musste den führerausweis noch an ort und stelle abgeben (bin gegen eine mauer gefahren). was ich nicht so ganz verstehen kann ist, dass er keine probleme damit hat, gleich wieder zu fahren. ich jedenfalls könnte das zur zeit noch nicht, zu gross ist die angst noch davor.
versuche deinem partner klar zu machen, dass auch ANDERE gefährdet sind. ich finde es egoistisch, wenn er einfach wieder fährt. ich weiss nicht, wie das in deutschland ist, aber hier in der schweiz würde ihm das strassenverkehrsamt den ausweis für mindestens ein jahr entziehen. mach ihm klar, dass er glück im unglück hatte und informiere dich, wie das gesetzlich aussieht. was, wenn ein epileptiker mal dein kind anfährt? mach ihm das klar!

Re: Re: Epilepsie und Auto fahren???

olli ⌂ @, Wednesday, 22.10.2008, 22:13 (vor 6511 Tagen) @ Mola

Hallo,

geh mal auf die erste Seite vom Epilepsie-Netzwerk, da findest Du Infos zum Thema Führerschein.

Soviel ich weiss muss man 1-2 Jahre anfallsfrei sein, um Auto zufahren. Dein Freund sollte das mit einem Neurologen besprechen, trotz einen Anfall Auto zufahren,ist unverantwortlich.

Gruss olli

Re: Epilepsie und Auto fahren???

Brigitta @, Wednesday, 22.10.2008, 22:55 (vor 6511 Tagen) @ Mola

Hallöchen,

der Hammer, ihr mußt Glück gehabt haben.
Hol dir aber Hilfe wenn du es net alleine schaffst, das kann schlimme Folgen haben, bis hin zu Depressionen bis hin zu Selbstmordgefährdet sein!!!!

Und was dein Lebensgefährte macht ist UNVERANTWORTLICH!!!!!!!!
Normal hätte man ihm gleich den Führerschein wegnehmen müßen. So wars mal bei mir, als ich einen Anfall hatte beim Fahren wurde mir das weggenommen.
1 Jahr lang mußt du anfallsfrei sein und dann darfst du wieder einen Antrag stellen, daß du den wieder bekommst.

Ich würde mich an deiner Stelle an die Führerscheinstelle wenden, wie das sein kann, daß er da einfach weiter fahren kann, und dene das sagen.Du willst dich nur erkundigen und hast um ihn Angst, was du da machen kannst. Die werden ihm bestimmt den Führerschein abnehmen, das kann net normal sein, daß er den noch hat wenn sowas passiert.

Oder du sagst es seinem Chef auch, er wird ihn auch net fahren lassen! Da mußt du halt damit rechnen, daß er gekündigt wird, aber normal kann er ja nix dafür.

Für euch aber ist wichtig, daß ihr Hilfe bekommt wenn ihr so net damit fertig werden. Wie du das beschreibst du schlafst schlecht träumst schlecht usw..

LG

Brigitta

PS: Falls du noch Fragen hast kannst dich gerne melden!


[zitat=Mola]Hallo, habe Eure Seite gefunden und hoffe nun, dass Ihr mich von meinen Ängsten befreien könnt. Ich selbst bin kein Epileptiker, aber mein Lebensgefährte. Ich lebe mit ihm seit fünf Jahren zusammen und es gab keinerlei Einschränkung seiner "Lebensqualität" während dieser Zeit. Da er seit 13 Jahren (unter Tegretal 400) anfallsfrei bleib, wollte er vor drei Jahren gern das Medikament absetzen. Davon riet der Arzt ab, da mein Freund aus beruflichen Gründen auf das Auto nicht verzichten kann.
Letzten Samstag erlebten wir allerdings den "Höllentrip" meines Lebens.(wie ich später erfuhr, hat er seine Tabletten selbst reduziert und seit zwei Tagen keine Tabletten eingenommen, da er den Arzt nicht erreicht hat) Jedenfalls erlitt er während einer Autofahrt einen Anfall. Sein linker Fuss klemmte unter der Bremse und mit dem rechten Fuss trat er voll aufs Gas. Meine Tochter war mit im Auto und wie auch immer irgendwie sahen wir uns mit ca. 180 km/h über die Landstraße donnern. Wie auch immer mit viel, viel Glück habe ich es geschafft das Auto zum Halten zu bringen und alle waren erst einmal unverletzt. Wir reifen den NOtdienst, der meinen Freund mit ins Krankenhaus nahm. Man stellte natürlich fest, dass der Spiegel zu niedrig war. Nun ist es so, dass er wahrscheinlich heute aus dem Krankenhaus kommt und unbedingst wieder auf die Arbeit muss (dafür muss er 2x wöchentlich 180 km auf der Autobahn fahren). Er wartet mit dem Fahren noch so lang, bis der Spiegel wieder in Ordnung ist und dann muss er wieder los. Ich bin total am Ende mit meinen Nerven. Erstens kann ich nicht mehr schlafen. Ständig sehe ich die Bilder wie wir über die Landstraße rasen und zweitens habe ich schreckliche Angst davor, dass er wieder auf Arbeit fährt. Ich wollte ihm das alles ausreden, aber er kann seinen Job nicht verlieren ich bin fix und fertig und habe wahnsinnige Angst um ihn. Er selbst ist der Meinung, wenn der Spiegel okay sei, dann passiert ihm nichts, er hatte ja 13 Jahre lang keinen Anfall. Könnt ihr mir vielleicht weiterhelfen meine Ängste zu verlieren. Wäre Euch über alles dankbar. LG Mola[/zitat]

Re: Epilepsie und Auto fahren???

Mausi ⌂ @, Thursday, 23.10.2008, 07:23 (vor 6510 Tagen) @ Mola

[zitat=Brigitta]Hallöchen,

der Hammer, ihr mußt Glück gehabt haben.
Hol dir aber Hilfe wenn du es net alleine schaffst, das kann schlimme Folgen haben, bis hin zu Depressionen bis hin zu Selbstmordgefährdet sein!!!!

Und was dein Lebensgefährte macht ist UNVERANTWORTLICH!!!!!!!!
Normal hätte man ihm gleich den Führerschein wegnehmen müßen. So wars mal bei mir, als ich einen Anfall hatte beim Fahren wurde mir das weggenommen.
1 Jahr lang mußt du anfallsfrei sein und dann darfst du wieder einen Antrag stellen, daß du den wieder bekommst.

Ich würde mich an deiner Stelle an die Führerscheinstelle wenden, wie das sein kann, daß er da einfach weiter fahren kann, und dene das sagen.Du willst dich nur erkundigen und hast um ihn Angst, was du da machen kannst. Die werden ihm bestimmt den Führerschein abnehmen, das kann net normal sein, daß er den noch hat wenn sowas passiert.

Oder du sagst es seinem Chef auch, er wird ihn auch net fahren lassen! Da mußt du halt damit rechnen, daß er gekündigt wird, aber normal kann er ja nix dafür.

Für euch aber ist wichtig, daß ihr Hilfe bekommt wenn ihr so net damit fertig werden. Wie du das beschreibst du schlafst schlecht träumst schlecht usw..

LG

Brigitta

PS: Falls du noch Fragen hast kannst dich gerne melden!


[zitat=Mola]Hallo, habe Eure Seite gefunden und hoffe nun, dass Ihr mich von meinen Ängsten befreien könnt. Ich selbst bin kein Epileptiker, aber mein Lebensgefährte. Ich lebe mit ihm seit fünf Jahren zusammen und es gab keinerlei Einschränkung seiner "Lebensqualität" während dieser Zeit. Da er seit 13 Jahren (unter Tegretal 400) anfallsfrei bleib, wollte er vor drei Jahren gern das Medikament absetzen. Davon riet der Arzt ab, da mein Freund aus beruflichen Gründen auf das Auto nicht verzichten kann.
Letzten Samstag erlebten wir allerdings den "Höllentrip" meines Lebens.(wie ich später erfuhr, hat er seine Tabletten selbst reduziert und seit zwei Tagen keine Tabletten eingenommen, da er den Arzt nicht erreicht hat) Jedenfalls erlitt er während einer Autofahrt einen Anfall. Sein linker Fuss klemmte unter der Bremse und mit dem rechten Fuss trat er voll aufs Gas. Meine Tochter war mit im Auto und wie auch immer irgendwie sahen wir uns mit ca. 180 km/h über die Landstraße donnern. Wie auch immer mit viel, viel Glück habe ich es geschafft das Auto zum Halten zu bringen und alle waren erst einmal unverletzt. Wir reifen den NOtdienst, der meinen Freund mit ins Krankenhaus nahm. Man stellte natürlich fest, dass der Spiegel zu niedrig war. Nun ist es so, dass er wahrscheinlich heute aus dem Krankenhaus kommt und unbedingst wieder auf die Arbeit muss (dafür muss er 2x wöchentlich 180 km auf der Autobahn fahren). Er wartet mit dem Fahren noch so lang, bis der Spiegel wieder in Ordnung ist und dann muss er wieder los. Ich bin total am Ende mit meinen Nerven. Erstens kann ich nicht mehr schlafen. Ständig sehe ich die Bilder wie wir über die Landstraße rasen und zweitens habe ich schreckliche Angst davor, dass er wieder auf Arbeit fährt. Ich wollte ihm das alles ausreden, aber er kann seinen Job nicht verlieren ich bin fix und fertig und habe wahnsinnige Angst um ihn. Er selbst ist der Meinung, wenn der Spiegel okay sei, dann passiert ihm nichts, er hatte ja 13 Jahre lang keinen Anfall. Könnt ihr mir vielleicht weiterhelfen meine Ängste zu verlieren. Wäre Euch über alles dankbar. LG Mola[/zitat][/zitat]

Re: Re: Epilepsie und Auto fahren???

Annika @, Thursday, 23.10.2008, 16:15 (vor 6510 Tagen) @ Mola

[zitat=Mausi][zitat=Brigitta]Hallöchen,

der Hammer, ihr mußt Glück gehabt haben.
Hol dir aber Hilfe wenn du es net alleine schaffst, das kann schlimme Folgen haben, bis hin zu Depressionen bis hin zu Selbstmordgefährdet sein!!!!

Und was dein Lebensgefährte macht ist UNVERANTWORTLICH!!!!!!!!
Normal hätte man ihm gleich den Führerschein wegnehmen müßen. So wars mal bei mir, als ich einen Anfall hatte beim Fahren wurde mir das weggenommen.
1 Jahr lang mußt du anfallsfrei sein und dann darfst du wieder einen Antrag stellen, daß du den wieder bekommst.

Ich würde mich an deiner Stelle an die Führerscheinstelle wenden, wie das sein kann, daß er da einfach weiter fahren kann, und dene das sagen.Du willst dich nur erkundigen und hast um ihn Angst, was du da machen kannst. Die werden ihm bestimmt den Führerschein abnehmen, das kann net normal sein, daß er den noch hat wenn sowas passiert.

Oder du sagst es seinem Chef auch, er wird ihn auch net fahren lassen! Da mußt du halt damit rechnen, daß er gekündigt wird, aber normal kann er ja nix dafür.

Für euch aber ist wichtig, daß ihr Hilfe bekommt wenn ihr so net damit fertig werden. Wie du das beschreibst du schlafst schlecht träumst schlecht usw..

LG

Brigitta

PS: Falls du noch Fragen hast kannst dich gerne melden!


[zitat=Mola]Hallo, habe Eure Seite gefunden und hoffe nun, dass Ihr mich von meinen Ängsten befreien könnt. Ich selbst bin kein Epileptiker, aber mein Lebensgefährte. Ich lebe mit ihm seit fünf Jahren zusammen und es gab keinerlei Einschränkung seiner "Lebensqualität" während dieser Zeit. Da er seit 13 Jahren (unter Tegretal 400) anfallsfrei bleib, wollte er vor drei Jahren gern das Medikament absetzen. Davon riet der Arzt ab, da mein Freund aus beruflichen Gründen auf das Auto nicht verzichten kann.
Letzten Samstag erlebten wir allerdings den "Höllentrip" meines Lebens.(wie ich später erfuhr, hat er seine Tabletten selbst reduziert und seit zwei Tagen keine Tabletten eingenommen, da er den Arzt nicht erreicht hat) Jedenfalls erlitt er während einer Autofahrt einen Anfall. Sein linker Fuss klemmte unter der Bremse und mit dem rechten Fuss trat er voll aufs Gas. Meine Tochter war mit im Auto und wie auch immer irgendwie sahen wir uns mit ca. 180 km/h über die Landstraße donnern. Wie auch immer mit viel, viel Glück habe ich es geschafft das Auto zum Halten zu bringen und alle waren erst einmal unverletzt. Wir reifen den NOtdienst, der meinen Freund mit ins Krankenhaus nahm. Man stellte natürlich fest, dass der Spiegel zu niedrig war. Nun ist es so, dass er wahrscheinlich heute aus dem Krankenhaus kommt und unbedingst wieder auf die Arbeit muss (dafür muss er 2x wöchentlich 180 km auf der Autobahn fahren). Er wartet mit dem Fahren noch so lang, bis der Spiegel wieder in Ordnung ist und dann muss er wieder los. Ich bin total am Ende mit meinen Nerven. Erstens kann ich nicht mehr schlafen. Ständig sehe ich die Bilder wie wir über die Landstraße rasen und zweitens habe ich schreckliche Angst davor, dass er wieder auf Arbeit fährt. Ich wollte ihm das alles ausreden, aber er kann seinen Job nicht verlieren ich bin fix und fertig und habe wahnsinnige Angst um ihn. Er selbst ist der Meinung, wenn der Spiegel okay sei, dann passiert ihm nichts, er hatte ja 13 Jahre lang keinen Anfall. Könnt ihr mir vielleicht weiterhelfen meine Ängste zu verlieren. Wäre Euch über alles dankbar. LG Mola[/zitat][/zitat][/zitat]
Hallöle,
da muß ich dir recht geben, das ist unverantwortlich was er macht. Ich würde auch seinen Chef ansprechen. Und noch unverantwortlicher ist, das er die Medis ohne Absprache einfach von selbst abgesetzt hat. Das weiss eigentlich jeder der Epi hat, egal wie lange er Anfallsfrei war!!!
Gibt es keine andere Möglichkeit z.B. das er mit der Bahn fährt. Mir wurde der Führerschein untersagt wegen der Epi und ich komme trotzdem überall hin.
Alles Gute für dich...

Re: Epilepsie und Auto fahren???

Mola @, Thursday, 23.10.2008, 16:23 (vor 6510 Tagen) @ Mola

Hallo an alle, also erst mal danke für Eure Ratschläge.
War zwischenzeitlich beim Arzt und stehe unter "Drogen". Habe micht jetzt auch bei seinem Arzt erkundigt.
Mein Freund hat ohne ärztliche Kontrolle seine Tablette eigenmächtig reduziert und die letzten zwei Tage vor dem Unfall auch abgesetzt, da er 13 Jahre Anfall frei war. (zu entschuldigen ist das natürlich nicht) Da vor drei Jahren seit EEG völlig i.o.war hat er gemeint, er bekäme keine Anfälle mehr, da man sich vor 13 Jahren auch nicht ganz sicher war, ob es sich um Epilepsie handelt. Der behandelnde Arzt im Krankenhaus vermutet jedenfalls, da auch dieses mal das EEG i.o. war und sein Blutspiegelwert (weis nicht wie dieser heißt) total zu tief war, dass es sich um einen Enzugsanfall auf die Tabletten handelt. Er ist großer Hoffnung, dass mein Freund bei Erreichen des alten Blutspiegelwertes weiterhin anfallfrei bleibt.
Er arbeitet leider 180 km von hier entfernt und muss außerdem ständig mobil in seinem Beruf sein. Momentan fahre ich ihn zum Arbeitsort. In drei Wochen hat er erneut einen Termin beim Neurologen, dann werden wir wohl eine Entscheidung treffen müssen. Kein Führerschein würde sofort die Arbeitslosigkeit für ihn bedeuten. Es ist alles ein Alptraum. LG Mola

Re: Re: Epilepsie und Auto fahren???

Frau @, Thursday, 23.10.2008, 21:03 (vor 6510 Tagen) @ Mola

Hallo,
du fährst morgens 18o hin und wieder zurück
und abend das gleiche ?
Respekt.
Bahnfahren geht nicht oder will er nicht?
Was ist wenn Du nicht fahren kannst was dann?