Ergenyl Chrono Retard Tabletten: auflösen vor Gabe??

Milena Zahumensky @, Saturday, 08.11.2008, 10:17 (vor 6494 Tagen)

Hallo zusammen,

unser Sohn Leander (3 Jahre) leidet an teiltherapieresistenter/ fokale Epilepsie. Wir hatten mal 3 Medis, Sabril, Topamax und Orfiril. Nun hatten wir seit Januar Sabril und Topamax wieder abgesetzt. Er hatte nur noch Orfiril (Valproatsäure) Saft. Da es keine Retardwirkung hat, wollten wir die Ergenyl Chrono versuchen, da müsste man nur 2 mal tgl. eine Dosis geben.

Meine Frage ist nun: Hat jemand Erfahrung mit Ergenyl Chrono und auflösen der Tabletten vor der Gabe. Unser kann die grossen Tabletten nicht so schlucken deswegen wollten wir diese auflösen, aber...die sind nur aufgequollen (nach Stunden) und haben keine Lösung gebildet, so dass man die Lösung mit der Spritze geben könnte. Ich weiss, es sind retard Tabl. aber ich dachte man kann die trotzdem versuchen zu einer Lösung oder Brei zu machen und dann zu geben.

Die andere Frag ist: haben die Tabletten dann trotz vorheriger Auflösung die gleiche Wirkung wie wenn man sie am ganzen Stück schluckt und diese sich dann im Magen auflösen???

Das Ergenyl Chronosphere haben wir versucht, das geht gar nicht, weil es so griesartig ist und unser Sohn würgen muss und dann auch das weitere Essen verweigert.

Wenn jemand sich hier ein wenig auskennt, bitte schreibt uns bzw. antwortet uns.

Liebe Grüsse an alle

Fam. Zahumensky

Re: Ergenyl Chrono Retard Tabletten: auflösen vor Gabe??

Annika @, Saturday, 08.11.2008, 15:11 (vor 6494 Tagen) @ Milena Zahumensky

[zitat=Milena Zahumensky]Hallo zusammen,

unser Sohn Leander (3 Jahre) leidet an teiltherapieresistenter/ fokale Epilepsie. Wir hatten mal 3 Medis, Sabril, Topamax und Orfiril. Nun hatten wir seit Januar Sabril und Topamax wieder abgesetzt. Er hatte nur noch Orfiril (Valproatsäure) Saft. Da es keine Retardwirkung hat, wollten wir die Ergenyl Chrono versuchen, da müsste man nur 2 mal tgl. eine Dosis geben.

Meine Frage ist nun: Hat jemand Erfahrung mit Ergenyl Chrono und auflösen der Tabletten vor der Gabe. Unser kann die grossen Tabletten nicht so schlucken deswegen wollten wir diese auflösen, aber...die sind nur aufgequollen (nach Stunden) und haben keine Lösung gebildet, so dass man die Lösung mit der Spritze geben könnte. Ich weiss, es sind retard Tabl. aber ich dachte man kann die trotzdem versuchen zu einer Lösung oder Brei zu machen und dann zu geben.

Die andere Frag ist: haben die Tabletten dann trotz vorheriger Auflösung die gleiche Wirkung wie wenn man sie am ganzen Stück schluckt und diese sich dann im Magen auflösen???

Das Ergenyl Chronosphere haben wir versucht, das geht gar nicht, weil es so griesartig ist und unser Sohn würgen muss und dann auch das weitere Essen verweigert.

Wenn jemand sich hier ein wenig auskennt, bitte schreibt uns bzw. antwortet uns.

Liebe Grüsse an alle

Fam. Zahumensky [/zitat]

Hallo zusammen,
ich habe zwar keine Erfahrung mit diesem Medikament, aber wenn sie sich nicht zerlösen versucht es doch einmal mit zerkleinern bzw. zerbröseln und dann mit wasser runterspülen. Ist zwar dann auch etwas grießartig, aber man kann es mal versuchen. Ansonsten würde ich beim Arzt nachfragen, ob es für Kleinkinder nicht ein geeignetes Medikament gibt, dass er auch ohne Probleme aufnimmt.
Also versucht es mal, wünsch euch alles Gute.
Lieben Gruß Annika

Re: Ergenyl Chrono Retard Tabletten: auflösen vor Gabe??

Jenny @, Saturday, 08.11.2008, 23:33 (vor 6494 Tagen) @ Milena Zahumensky

Hallo

Ich nehme zur zeit auch noch die ergenyl chrono.Mußte sie aber reduzieren und in einer woche bin ich von denen weg.Ich habe von denen sehr viel zugenommen und sie fingen an nicht mehr zu helfen.Darf ich fragen wie oft dein kleiner ein anfall hat?Bei mir haben sich leider die anfälle verschlimmert.Ich bekomme keine luft und laufe blau an.Der letzte anfall war doppelt so stark wie sonst immer.Wurde auch schon oft mit dem RTW ins krankenhaus gebracht da ich oft in der stadt hatte und der 2.letzte bin ich mit den kopf auf dem steinboden aufgeschlagen und hatte ne gehirnerschütterung.Ich wünsche euch alles gut

lg jenny

Re: Warum nicht Retard-Medikament von Orfiril?

Frauke @, Wednesday, 12.11.2008, 10:08 (vor 6490 Tagen) @ Milena Zahumensky

Hallo Milena,

ich kann manchmal gar nicht glauben, was für Fragen in diesem Forum auftauchen. Diesmal kann ich mich nicht zurückhalten zu antworten. Kennt Ihr behandelnder Arzt denn nicht das Retardmedikament von Orfiril - Orfiril Long? Wir sind damit sehr zufrieden und im Kampf gegen die Anfälle unseres Sohnes (inzwischen 6 Jahre alt)sehr erfolgreich.
Mit zweieinhalb Jahren traten die ersten Anfälle auf. Begonnen wurde die Einstellung mit Orfiril Saft. Als unser "Feld-,Wald- und Wiesen-Krankenhaus" nicht mehr weiter wusste, haben wir uns an das Kinderkrankenhaus "Auf der Bult" in Hannover gewandt.
Dort fühlten wir uns immer gut aufgehoben und unser Sohn wurde auf Orfiril long umgestellt. Das sind Hartkapseln, die man mit den Fingern auseinander ziehen kann. Darin enthalten sind kleine Streukügelchen (erinnern an Globuli aus der Homöopathie), die wir auf einen Esslöffel mit Joghurt streuen ("Fruchtzwerge" eignen sich besonders gut...). Und so sieht unser alltägliches Ritual aus: Jeden Morgen und jeden Abend gibt es nun diesen Löffel und der Weihnachtsmann weist einmal im Jahr auf die Wichtigkeit hin... Unser Sohn hat das inzwischen verinnerlicht und akzeptiert es. Es ist schwierig, für so kleine Zwerge eine Form der Verabreichung zu finden. Eines Tages wird er bestimmt die Kapseln heil herunterschlucken können. Auch die Dosierung ist relativ leicht, da es sie in verschiedenen Größen gibt. Mein Mann ist mit Ergenyl eingestellt und selbst dieser große Mensch muss jeden Tag bei der Medikamenteneinnahme "kräftig schlucken", diese fetten Bollos gehen für Kinder gar nicht.
Bestimmt kann man unsere Erfahrung nicht auf jeden Anfallstyp übertragen, aber es ist eine Möglichkeit, bei dem Medikament zu bleiben, sofern es gut und hilfreich für Euren Sohn ist.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute und einen positiven Verlauf. Bis dahin

Ihre Frauke