Maschinensperre nach Anfall
Mein Sohn ist seit seinem 4. Lebensjahr Epileptiker. Seit dieser Zeit wurde mir immer versichert, dass man als Epileptiker ganz normal leben kann.Doch seit kurzem glaube ich, dass mein Sohn benachteiligt wird und das während seiner Ausbildung. Im vorigen Jahr hatte er einen Anfall durch Alkohol. Seit dem trinkt er keinen Tropfen mehr. Er befindet sich in einer Ausbildungsstätte, die Körperbehinderte ausbildet. Trotzdem wurde ihm mehrere Wochen nach dem Anfall eine Maschinensperre (6 Monate) ausgesprochen. Und das vom medizinischen Dienst des BBW. Zu diesem Zeitpunkt waren alle Werte wieder normal und die behandelnde Neurologin hielt diese Sperre nicht notwendig. Mein Sohn mußte die Schule verlassen mehrere Monate aussetzen und das Lehrjahr wiederholen.
Vor 9 Tagen hatte mein Sohn einen erneuten Anfall und zwar im Internat. Bei diesem Anfall ist er erst im Internat herumgelaufen und dann nach draußen in die Kälte nur mit Unterhosen und T-Shirt bekleidet gelaufen.An einer weiter entfernten Bus-Haltestelle hat er sich dann auf die Bank gesetzt bis Polizei und Krankenwagen eintrafen. Im Krankenhaus hat man dann seinen Medikamentenspiegel ganz schnell wieder normalisiert.Mein Sohn ist aber voll der Meinung, dass er sein Medikament eingenommen hatte.Im Gespräch mit dem Arzt kamen wir dann darauf, wie es dazu gekommen ist. Wir waren seine ganze Jugend im SPZ in Behandlung und haben uns dabei immer gut gefühlt. Aber mit dem Arztwechsel kam dann der Wahrscheinliche Grund. Mein Sohn war viele Jahre anfallsfrei, doch sein Medikamentenspiegel schwankte immer, weil er manchmal eine Tablette vergaß. Daraufhin riet ihm die Ärztin beide Tabletten zusammen zunehmen und das abends. Seitdem nahm er sie so.Durch den Arzt im Krankenhaus erfuhr ich, dass nach 12 Stunden nach der Einnahme das Medikament verbraucht oder ausgeschieden wird und er die anderen 12 Stunden bis zu nächsten Einnahme ungeschützt ist. Doch ich habe die Befürchtung, dass der medizinische Dienst wieder keine Rücksicht auf die Diagnose der behandelnden Ärzte nimmt und wie im vorigen Jahr wieder die Maschinensperre ausspricht und sogar eine weitere Ausbildung in dem Beruf Druckfachwerker ablehnt, obwohl es sich um seinen Traumberuf handelt. Was kann ich mache ? Wo soll ich mich hinwenden ? Wer weiß Rat ?
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Carola Liebhardt,
02.12.2008, 14:13
- Re: Maschinensperre nach Anfall - Andreas Völcker, 02.12.2008, 14:28
- welches BBW - epionline, 03.12.2008, 09:22