übrig sind die Depressionen

harald @, Thursday, 18.12.2008, 18:33 (vor 6454 Tagen)

Hallo zusammen,
in der Zeit als ich so ca neun Jahr alt war wurde bei mir eine fokale Epilepsie diagnostiziert. Es handelte sich um sehr leite Anfälle und ich wurde fortan mit Timonil behandelt. Meine Schullaufbahn war sehr chaotisch und ich hatte riesige schwächen was das Lesen und die Rechtsschreibung angeht. Regelmäßige Depressionen sind mir leider auch nicht erspart geblieben.

Mir 22 Jahren habe ich trotz der Bedenken meines Arztes das Medikament komplett abgesetzt und lebe nun vier Jahre Anfalls frei :)

Was geblieben ist sind die Depressionen welche sich gerade im Winter sehr bemerkbar machen.
Wenn die Depressionen wirklich schlimm sind und ich vor Müdigkeit nicht mehr aus dem Bett aufstehen kann erinnert mich das inzwischen fast wieder an die Müdigkeit nach einem Anfall.

Mich würde sehr interessieren ob bzw. was Ihr für Erfahrungen mit Depressionen in Zusammenhang mit Epilepsie gemacht habt.


LG
harald

Re: übrig sind die Depressionen

Brigitta @, Friday, 19.12.2008, 00:13 (vor 6454 Tagen) @ harald

Hallöchen,

ich wurde 2004 operiert am Temporallappen (auch fokale Anfälle gehabt). Nach der OP hatte ich sehr starke Depressionen daß ich daheim rumsaß und ohne Grund geweint hab den ganzen Tag.
Ich bin anfallsfrei, aber die Stimmungsschwankungen hab ich immernoch und denk werd ich immer haben. Nehme dagegen einen Antidepressivum was mir das Leben erleichtert. So ist mir das viel lieber wie damals nach der OP. So weit will ich nimmer kommen bzw. kommen lassen.

Ich würd dir empfehlen, mal das deinem Hausarzt/evtl. Neurologen zu erzählen, daß du dagegen evtl. was bekommst. Ist nämlich nicht zu unterschätzen.

Falls du noch Fragen hast kannst sie gerne stellen.

LG

Brigitta

[zitat=harald]Hallo zusammen,
in der Zeit als ich so ca neun Jahr alt war wurde bei mir eine fokale Epilepsie diagnostiziert. Es handelte sich um sehr leite Anfälle und ich wurde fortan mit Timonil behandelt. Meine Schullaufbahn war sehr chaotisch und ich hatte riesige schwächen was das Lesen und die Rechtsschreibung angeht. Regelmäßige Depressionen sind mir leider auch nicht erspart geblieben.

Mir 22 Jahren habe ich trotz der Bedenken meines Arztes das Medikament komplett abgesetzt und lebe nun vier Jahre Anfalls frei :)

Was geblieben ist sind die Depressionen welche sich gerade im Winter sehr bemerkbar machen.
Wenn die Depressionen wirklich schlimm sind und ich vor Müdigkeit nicht mehr aus dem Bett aufstehen kann erinnert mich das inzwischen fast wieder an die Müdigkeit nach einem Anfall.

Mich würde sehr interessieren ob bzw. was Ihr für Erfahrungen mit Depressionen in Zusammenhang mit Epilepsie gemacht habt.


LG
harald
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Re: übrig sind die Depressionen

Ralf @, Friday, 26.12.2008, 22:48 (vor 6446 Tagen) @ harald

Hallo Harald

Hatte mit 14 meine ersten Anfälle und wurde dann auf Zentropil eingestellt was auch eine Zeit lang half, dan kam Timonil dazu und als ich dann 2 Anfälle hinter einander hatte wurde ich umgestellt auf Ergenyl mit dem es dann aufwärts ging, als ich dann längere Zeit Anfallsfrei war habe ich das Medikament in Eigenregie abgesetzt, war dann genau 3 Jahre Anfallsfrei, dann kam der Hammer, nämlich eine Überlastungspsychose und damit auch die Trennung von meiner Freundin die ich selbst zu verschulden habe war dan in der Psychiatrie wo ich Zyprexa morgends und abends 15 mg bekam, was mich sehr ruhug stellte und mich lethargisch und lustlos machte etwas zu unternehmen, nach der Psychiatrie kam dan die Wiedereingliederung in die Arbeit und war weiterhin in Behandlung bei einem Psychiater der mir sowieso nicht geholfen hat und habe dann wieder die Tabletten abgesetzt wegen der starken Nebenwirkungen und weil ich wieder normal leben wollte, dann nach weiteren 2 Jahren, kam mobbing im Betrieb gegen mich auf und ich habe den Arbeitsplatz gewechselt und jetzt ein ruhigeres Leben das ich jedoch teuer erkauft habe, nämlich mit dem Verlust einer sehr guten Freundin, weil ich nicht sehen wollte, das ich krank bin, auch ihre Eltern wollten mir helfen, meine Freundin wohnt im betreuten wohnen und hat es dort sehr gut ich hätte dort auch einen platz haben können, wen n ich nur Einsicht gehabt hätte, jetzt habe ich warscheinlich keine Chance mehr und muss alleine zurecht kommen.

Aber jetzt zum eigentlichen.

Habe endlich kapiert das mir alle nur herlfen wolltén und ich alles selbst zerstört habe.

Und es gibt alternative Heilmittel aus Natur und Homöopatie, koche zu Zeit Lapachotee, gemischt mit Catuabatee und Antistrapazentee, das tut mir sehr gut und gleicht meine Emotionalen schwankungen sehr gut aus
probier das auch mal hab sehr gute Erfahrungen damit,
bei Fragen zum genaueren Vorgehen gebe ich gerne Auskunft, aber noch etwas zuvor, jeder mus selbst heraus finden was ihm gut tut

Gruß Ralf

[zitat=harald]Hallo zusammen,
in der Zeit als ich so ca neun Jahr alt war wurde bei mir eine fokale Epilepsie diagnostiziert. Es handelte sich um sehr leite Anfälle und ich wurde fortan mit Timonil behandelt. Meine Schullaufbahn war sehr chaotisch und ich hatte riesige schwächen was das Lesen und die Rechtsschreibung angeht. Regelmäßige Depressionen sind mir leider auch nicht erspart geblieben.

Mir 22 Jahren habe ich trotz der Bedenken meines Arztes das Medikament komplett abgesetzt und lebe nun vier Jahre Anfalls frei :)

Was geblieben ist sind die Depressionen welche sich gerade im Winter sehr bemerkbar machen.
Wenn die Depressionen wirklich schlimm sind und ich vor Müdigkeit nicht mehr aus dem Bett aufstehen kann erinnert mich das inzwischen fast wieder an die Müdigkeit nach einem Anfall.

Mich würde sehr interessieren ob bzw. was Ihr für Erfahrungen mit Depressionen in Zusammenhang mit Epilepsie gemacht habt.


LG
harald
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