Wo bekommt man Untersützung? alles etwas viel im Moment!

Kate @, Thursday, 08.01.2009, 21:14 (vor 6433 Tagen)

Hallo!

Ich stelle mich kurz vor. Ich bin Mutter einer 4-jährigen Tochter mit Epilepsie seit Dez.2007.
Nun hat mein Mann vor ca. 4 Wochen einen Grand Mal Anfall gehabt. Er wird nun auf Lamotrigin eingestellt. Leider habe ich nun Tochter und Mann mit Epi. ist alles nicht so einfach im Moment!

Nun eines unserer Probleme. Er darf ja jetzt erstmal 3-6- Monate micht Auto fahren. Er ist aber Aussendienstler, d.h.er hat 4 PLZ-Gebiete und fährt bis zu 400km am Tag. Das Arbeitsamt oder versorgungsamt komme nur für Kosten auf, die mit öffentlichen verkehrsmitteln entstehen. Das geht ja bei meinem Mann nicht.

Er hat nun einen Fahrer gefunden, der das natürlich nicht umsonst macht. Gibt es irgend eine Stelle, die uns da finaziell unterstürzen kann? Es ist nicht so einfach einen Fahrer aus eigener Tasche zu zahlen.

Es wäre toll, wenn mir einer weiter helfen könnte.
Ich danke schon mal im voraus!

Grüße Kate

Re: Wo bekommt man Untersützung? alles etwas viel im Moment!

Anton @, Saturday, 10.01.2009, 12:52 (vor 6431 Tagen) @ Kate

Hallo,

schade, dass Dein Mann so aus dem Beruf gerissen wird, weil er nicht mehr Auto fahren darf. Meines Wissens nach bekommt er das Geld für den Fahrer von keiner Stelle zurück.

Er sollte versuchen, in der Firma eine Job zu bekommen, der eine Tätigkeit im Außendienst nicht beinhaltet.

Ich wünsche Euch alles Gute und Deinem Mann mehr Gesundheit.

Viele Grüße
Anton

Re: Re: Wo bekommt man Untersützung? alles etwas viel im Moment!

Kate @, Saturday, 10.01.2009, 16:28 (vor 6431 Tagen) @ Kate

[zitat=Anton]

Hallo,

schade, dass Dein Mann so aus dem Beruf gerissen wird, weil er nicht mehr Auto fahren darf. Meines Wissens nach bekommt er das Geld für den Fahrer von keiner Stelle zurück.

Er sollte versuchen, in der Firma eine Job zu bekommen, der eine Tätigkeit im Außendienst nicht beinhaltet.

Ich wünsche Euch alles Gute und Deinem Mann mehr Gesundheit.

Viele Grüße
Anton[/zitat]

Hallo Anton,

vielen Dank für Deine Antwort,
ach, ich habe sowas schon befürchtet.
Leider hat mein Mann keine andere Möglichkeit innerhalb der Firma eine andere Tätigkeit aufzunehmen.

Dann muß er das aus eigener Tasche zahlen.
Eigendlich gemein, bei öffentlichen Verkehrsmitteln bekommt man was dazu, ob man dafür ein Ticket kauft, oder es einem Fahrer gibt, ist do egal!?

Naja, mal sehen wie es weiter geht.

LG Katharina

Re: Wo bekommt man Untersützung? alles etwas viel im Moment!

Jörg @, Sunday, 11.01.2009, 10:07 (vor 6430 Tagen) @ Kate

Hallo Kate,kann mir sehr gut vorstellen das es zzt eine sehr schwere situation für Euch ist.Leider ist es so das man mit Epilepsie eben nicht Autofahren darf. Doch schaue doch mal unter der seite www.Epilepsie-Dollbergen.de Dort gibt es sehr viele informationen.Und soviel ich weiss kann man auch einen Fahrdienst bekommen wenn der Mann Beruflich auf ein Auto angewiesen ist. Versuch es mal, viel glück [zitat=Kate]Hallo!

Ich stelle mich kurz vor. Ich bin Mutter einer 4-jährigen Tochter mit Epilepsie seit Dez.2007.
Nun hat mein Mann vor ca. 4 Wochen einen Grand Mal Anfall gehabt. Er wird nun auf Lamotrigin eingestellt. Leider habe ich nun Tochter und Mann mit Epi. ist alles nicht so einfach im Moment!

Nun eines unserer Probleme. Er darf ja jetzt erstmal 3-6- Monate micht Auto fahren. Er ist aber Aussendienstler, d.h.er hat 4 PLZ-Gebiete und fährt bis zu 400km am Tag. Das Arbeitsamt oder versorgungsamt komme nur für Kosten auf, die mit öffentlichen verkehrsmitteln entstehen. Das geht ja bei meinem Mann nicht.

Er hat nun einen Fahrer gefunden, der das natürlich nicht umsonst macht. Gibt es irgend eine Stelle, die uns da finaziell unterstürzen kann? Es ist nicht so einfach einen Fahrer aus eigener Tasche zu zahlen.

Es wäre toll, wenn mir einer weiter helfen könnte.
Ich danke schon mal im voraus!

Grüße Kate[/zitat]

Re: Re: Wo bekommt man Untersützung? alles etwas viel im Moment!

Kate @, Sunday, 11.01.2009, 14:03 (vor 6430 Tagen) @ Kate


Hallo Jörg,

danke für Deine Antwort und den Link. Vielleicht haben wir ja doch Glück.
Ein bißchen habe ich mich auch noch im Netz umgesehen und kam immer wieder drauf, das man Zuschüsse, egal welcher Art, wenn man einen Behindertenausweiß beantragt. Das möchte mein Mann nicht, was ich auf eine Art auch verstehen kann.
Ich werde ihn auf jeden Fall den Link lesen lassen und ihm sagen das er sich auf jeden Fall auch noch mal mit seiner Krankenkasse in Verbindung setzen soll.

Ja, man muß sich erstmal an alles gewöhnen.

Gruß, Katharina

Re: Wo bekommt man Untersützung? alles etwas viel im Moment!

Jörg @, Monday, 12.01.2009, 13:20 (vor 6429 Tagen) @ Kate

Hallo Kate,hoffe ich konnte euch weiterhelfen und hoffe es klappt !!! Würde mich freuen wenn ihr mich auf dem laufenden haltet wie es ausgeht. Tschüß Jörg [zitat=Kate]
Hallo Jörg,

danke für Deine Antwort und den Link. Vielleicht haben wir ja doch Glück.
Ein bißchen habe ich mich auch noch im Netz umgesehen und kam immer wieder drauf, das man Zuschüsse, egal welcher Art, wenn man einen Behindertenausweiß beantragt. Das möchte mein Mann nicht, was ich auf eine Art auch verstehen kann.
Ich werde ihn auf jeden Fall den Link lesen lassen und ihm sagen das er sich auf jeden Fall auch noch mal mit seiner Krankenkasse in Verbindung setzen soll.

Ja, man muß sich erstmal an alles gewöhnen.

Gruß, Katharina[/zitat]

Re: Re: Wo bekommt man Untersützung? alles etwas viel im Moment!

Kate @, Monday, 12.01.2009, 15:27 (vor 6429 Tagen) @ Kate


Hallo Jörg,

ja, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.
Ich habe jetzt noch den Tipp bekommen, sich bezüglich einer Fahrhilfe an das Integrationsamt zu wenden.
Link: www.integrationsaemter.de

Ich denke meine Mann wird dem was ich ihm rausgesucht habe, an seinem nächsten Bürotag , auf den Grund gehen.
Im Moment wird er ja von einem Bekannten gefahren, aber natürlich nicht umsonst.

Danke für Deine Antwort,

LG Katharina

Re: Re: Re: Wo bekommt man Untersützung? alles etwas viel im Moment!

Kate @, Tuesday, 13.01.2009, 14:48 (vor 6428 Tagen) @ Kate

Hallo!

So mein Mann hat jetzt bei folgenden Institutionen angerufen und es ist echt ein Witz:

Arbeitsamt
Rentenamt
Berufsgenossenschaft
Integrationsamt
Versorgungsamt
Krankenkasse,

da ist keiner für ihn zuständig, erst ab einer Behinderung von 50%.
Er hatte einen Grand Mal Anfall und deshalb das übliche Fahrverbot von 3-6 Monaten.
Jahrelang zahlt man in alle möglichen Kassen ein, und wenn man Unterstützung braucht, muß man anscheinend erst arbeitslos werden. Der Gesetzgeber scheint kein Interesse daran zu haben, daß mein mann seinen Beruf erhalten und behalten kann. Armseliges Deutschland!

LG katharina

Re: Wo bekommt man Untersützung? alles etwas viel im Moment!

Katja @, Thursday, 15.01.2009, 00:28 (vor 6427 Tagen) @ Kate

[zitat=Kate]Hallo!

So mein Mann hat jetzt bei folgenden Institutionen angerufen und es ist echt ein Witz:

Arbeitsamt
Rentenamt
Berufsgenossenschaft
Integrationsamt
Versorgungsamt
Krankenkasse,

da ist keiner für ihn zuständig, erst ab einer Behinderung von 50%.
Er hatte einen Grand Mal Anfall und deshalb das übliche Fahrverbot von 3-6 Monaten.
Jahrelang zahlt man in alle möglichen Kassen ein, und wenn man Unterstützung braucht, muß man anscheinend erst arbeitslos werden. Der Gesetzgeber scheint kein Interesse daran zu haben, daß mein mann seinen Beruf erhalten und behalten kann. Armseliges Deutschland!

LG katharina[/zitat]

Hallo Katharina,
da ich selbst im Außendienst tätig bin und derzeit auch ein 6monatiges Fahrverbot aufgedrückt bekommen habe, habe ich diese Diskussion interessiert verfolgt. Leider konntet auch ihr ja leider keinen Erfolg erzielen. Ich bin jetzt 27 Jahre alt und hatte vor drei Monaten meinen ersten Grand Mal Anfall. Nun steht im Krankenhausbericht, dass mir empfohlen wird, dass Führen von Kraftfahrzeugen für 6 Monate zu meiden. Ich habe nun eine Anfrage diesbezüglich an meinen Anwalt weitergegeben. Morgen werde ich mit ihm darüber sprechen. Gerne kann ich dann nochmal Rückmeldung geben, wie das Ganze nun versicherungsrechtlich aussieht. Ich bin bei einer Krankenkasse im Vertrieb beschäftigt. Aber selbst ein so "soziales" Unternehmen ist nicht dazu in der Lage, mir für 6 Monate entgegen zu kommen. Leider würde mein Arbeitsweg ohne PKW fast 3 Stunden einfach betragen (wenn alle Bahnen und Busse pünktlich sind). Das macht dann mindestens 6 Stunden am Tag, nur um ins Büro zu gelangen, um von dort aus für ein paar Monate halt nur über Telefon und sonstige Mittel Vertrieb zu machen. Nun habe ich gebeten, mir für diesen Zeitraum die Möglichkeit zu geben, von daheim zu arbeiten. Dies wurde bisher strikt abgelehnt. Morgen habe ich erneut ein Gespräch hierzu. Langsam habe ich aber auch keine Lust mehr. Ich mein, ist ja nicht so, dass ich oder dein Mann ein Verkehrsdelikt begangen haben, der uns den Führerschein gekostet hat. Dennoch wird man von allen Seiten bestraft als wäre man selbst schuld!! Nirgends bekommt man Hilfe. Ich finde dies sehr erschreckend, und das in einem sogenannten Sozialstaat. Vielen Dank auch, hierzu habe ich langsam meine eigene Meinung, die ich hier aber nicht äußern möchte, da ich niemanden persönlich angreifen möchte.
Auf jeden Fall bin ich nun seit drei Monaten krank geschrieben, da ich ja meiner Tätigkeit nicht nachgehen kann. Aber nur, weil meine Ärztin hier sehr viel Verständnis hat. Dem Neurologen war meine Existenz egal, er meinte, ich könne auf jeden Fall arbeiten und wie, dass wäre dann mein bzw. das Problem des Arbeitgebers. Klar, er hat ja seinen Job und verdient an meiner Krankheit! Nochmals vielen Dank an diese Gesellschaft. Mittlerweile bin ich dabei, mich um andere Arbeit zu bemühen aber bei der derzeitigen Wirtschaftslage ist das auch nicht so einfach. Und den Gehaltsverlust, den ich evtl. mit einem Arbeitgeberwechsel hätte, zahlt ja auch keiner. Also, gilt nur eins: Zähne zusammen beißen, Augen zu und durch. Und hoffen, dass man das irgendwie packt! Bin ja mittlerweile im Krankengeldbezug aber damit kann man auch keine großen Sprünge machen.
Sollte ich eine positive Rückmeldung vom Anwalt bekommen, so werde ich hierzu nochmal eine Info geben.

Also, nicht aufgeben, Kopf hoch und Zähne zusammenbeißen!

LG
Katja

Re: Re: Wo bekommt man Untersützung? alles etwas viel im Moment!

Kate @, Thursday, 15.01.2009, 16:04 (vor 6426 Tagen) @ Kate

Hallo Katja,
vielen Dank für Deine Antwort.
Ja es ist ziemlich dumm, das sich keiner für sowas Zuständig fühlt.

Ich denke allerdings auch das ein Fahrverbot nicht unsinnig ist. Was ist wenn man einen Anfall am Steuer bekommt. Man gefährdet nicht nur sich sondern auch andere.

Mein Mann fährt gar nicht mehr, bis nicht der Arzt sein o.k. gibt.

Darum finde ich es ja so schlimm, das man auch noch vom Gesetzgeber im Stich gelassen wird.

Nun ja, vielleicht kommen wir mit 3 Monaten hin, sein EEG gestern in gut ausgefallen und er verträgt auch das Medikament.

Ich wünsche Dir auch, das Du so bald wie möglich wieder fahren kannst, und das Du anfallsfrei bleibst!

LG

Katharina

Re: Wo bekommt man Untersützung? alles etwas viel im Moment!

Katja @, Thursday, 15.01.2009, 18:27 (vor 6426 Tagen) @ Kate

[zitat=Kate]Hallo Katja,
vielen Dank für Deine Antwort.
Ja es ist ziemlich dumm, das sich keiner für sowas Zuständig fühlt.

Ich denke allerdings auch das ein Fahrverbot nicht unsinnig ist. Was ist wenn man einen Anfall am Steuer bekommt. Man gefährdet nicht nur sich sondern auch andere.

Mein Mann fährt gar nicht mehr, bis nicht der Arzt sein o.k. gibt.

Darum finde ich es ja so schlimm, das man auch noch vom Gesetzgeber im Stich gelassen wird.

Nun ja, vielleicht kommen wir mit 3 Monaten hin, sein EEG gestern in gut ausgefallen und er verträgt auch das Medikament.

Ich wünsche Dir auch, das Du so bald wie möglich wieder fahren kannst, und das Du anfallsfrei bleibst!

LG

Katharina[/zitat]


Hallo Katharina,
habe heute mit meinem Anwalt gesprochen. Rein versicherungsrechtlich sieht es da ganz gut aus. Der Arzt darf halt nur eine Empfehlung und kein Verbot aussprechen. Nur wenn seiten des Landratsamtes oder Verkehrsamt oder ähnlichem Amt ein Verbot bzw. der Einzug des Führerscheins erfolgt, dann ist das Fahrverbot amtlich!!! Das Fahrverbot gilt übrigens, soweit ich weiß, seit 1939.
Und klar, das ok seitens des Arztes sollte schon da sein und ich drücke euch die Daumen, dass das bei 3 Monaten bleibt!!!
Werde ab nächste Woche wieder arbeiten. Habe mit dem Arbeitgeber ausgemacht, 2 Tage Heimarbeit zu leisten und 3 Tage Vertrieb. Wobei der Vertrieb erstmal langsam angegangen wird, da ich erstmal langsam wieder einsteigen will. Nach drei Monaten nicht hinterm Steuer und ohne Stress möchte ich auch nicht gleich wieder voll reinstürzen und einen Rückfall riskieren. Nach drei Monaten Kampf mit dem Arbeitgeber konnte ich das wenigstens erreichen und das ist auf jeden Fall schon mal besser als nichts. Wie Du schon sagst, vom Gesetzgeber wird man ja leider im Stich gelassen.
Richtig, man weiß nie, was passiert und gefährdet sicher auch andere. Leider wird man tatsächlich teilweise dazu gezwungen, denn was bleibt. Ich kann es mir nicht leisten, mich fahren zu lassen. Habe auch niemanden, den ich darum bitten könnte. Von daher bleibt mir nichts anderes übrig als das Risiko nun einzugehen. Bleibe halt unter ständiger Kontrolle. Sollte das EEG irgendwann nochmal negativ ausschlagen, dann werde ich sicher vom Auto fahren wieder Abstand nehmen aber derzeit sieht es, wie auch bei deinem Mann, zum Glück gut aus. Die Medis scheinen gut anzuschlagen.
Ich muss aber dazu sagen, dass ich mich derzeit halt nach einem anderen Job umsehe, also Bürotätigkeit. Es fällt mir sehr schwer, mich damit abzufinden, den Vertrieb wohl aufgeben zu müssen, denn ich habe dies sehr gern gemacht. Aber gut, wie Du schon richtig sagst, man gefährdet nicht nur sich selbst sondern auch viele andere! Aber gut, solange ich nichts anderes habe, muss ich das Risiko eingehen. Denn sind wir mal ehrlich, drei oder sechs Monate anfallsfrei geben keine Garantie, dass kein Anfall mehr auftritt. Somit wird man stets eine Gefähr bleiben.

Also, drücke Euch die Daumen!!!!

LG
Katja