Die Hoffnung nicht verlieren

Viktor ⌂ @, Monday, 12.01.2009, 11:03 (vor 6429 Tagen)

Hallo,
ich war 20 Jahre lang Epileptiker und musste in dieser Zeit vieles über mich ergehen lassen. Doch ich habe die Hoffnung auf Besserung oder sogar Heilung nie aufgegeben. Selbst wenn der Urteil der Ärzte "Lebenslänglich" lautete, glaubte ich immer noch, dass es eine Lösung gibt. Um alle, die unter Epilepsie leiden und schon am Verzweifeln sind, habe ich meine Lebens-, Leidens- und Heilungsgeschichte niedergeschrieben. Diese kann man als Ebook für nur 12 € runterladen. Klicken Sie einfach auf meine Homepage und schon können Sie sich von mir ermutigen lassen.

Liebe Grüße

Viktor

Re: Die Hoffnung nicht verlieren

Tina @, Monday, 12.01.2009, 13:35 (vor 6429 Tagen) @ Viktor

Hallo Viktor,

es ist wirklich schön dass Du schon so lange Anfallsfrei bist und so positiv damit umgehst.
Ich denke auch dass diese Einstellung einen entscheidenden Einfluss auf den Verlauf nehmen kann.
Allerdings ist es bei Epi so dass man nicht von Heilung spricht sondern von Anfallsfreiheit.
Keiner kann Gewissheit geben ob je wieder Anfälle auftreten. Fazit man bleibt immer ein Epileptiker nur eben ein Anfallsfreier. Deshalb haben die Ärzte von „Lebenslang“ gesprochen.
Bei jedem Menschen entwickelt sich die Epi anders. Sicher ist das auch von den eigenen Lebensumständen, den allgemeinen Gesundheitszustand und vielen mehr abhängig.
Jeder muß seinen eigenen Weg finden damit umzugehen.
Ich sehe meine Epi für mich nicht als Krankheit an, es gehört halt zu mir.
Mir geht es derzeit super, habe nur gelegentlich kleinere Anfälle, doch ich thematisiere das nicht. Ich halte mich an die bekannten Regeln, lebe gesund und glücklich und genieße einfach diese Zeit.
Wenn ich mich in Angst vor einen neuen Anfall hineinsteigere löst diese wieder neue aus und man geriet in einen Strudel.

LG Tina

Re: Die Hoffnung nicht verlieren

Anton @, Monday, 12.01.2009, 16:48 (vor 6429 Tagen) @ Viktor

Hallo Viktor,

schön, dass Du wieder gesund bist. Ich gönne es dir.

Epileptiker gibt es nicht. "Epileptiker" ist ein Schimpfwort. Dieses Wort sollte schon gar nicht gebraucht werden von Leuten, die Geschäfte mit der Krankheit machen.

Personen, die an Epilepsie leiden, sind entweder anfalls- oder epilepsiekrank.

Viele Grüße
Anton

Re: Die Hoffnung nicht verlieren

Katja @, Monday, 12.01.2009, 19:30 (vor 6429 Tagen) @ Viktor

[zitat=Tina]Hallo Viktor,

es ist wirklich schön dass Du schon so lange Anfallsfrei bist und so positiv damit umgehst.
Ich denke auch dass diese Einstellung einen entscheidenden Einfluss auf den Verlauf nehmen kann.
Allerdings ist es bei Epi so dass man nicht von Heilung spricht sondern von Anfallsfreiheit.
Keiner kann Gewissheit geben ob je wieder Anfälle auftreten. Fazit man bleibt immer ein Epileptiker nur eben ein Anfallsfreier. Deshalb haben die Ärzte von „Lebenslang“ gesprochen.
Bei jedem Menschen entwickelt sich die Epi anders. Sicher ist das auch von den eigenen Lebensumständen, den allgemeinen Gesundheitszustand und vielen mehr abhängig.
Jeder muß seinen eigenen Weg finden damit umzugehen.
Ich sehe meine Epi für mich nicht als Krankheit an, es gehört halt zu mir.
Mir geht es derzeit super, habe nur gelegentlich kleinere Anfälle, doch ich thematisiere das nicht. Ich halte mich an die bekannten Regeln, lebe gesund und glücklich und genieße einfach diese Zeit.
Wenn ich mich in Angst vor einen neuen Anfall hineinsteigere löst diese wieder neue aus und man geriet in einen Strudel.

LG Tina
[/zitat]

Hallo Tina,

genauso sehe ich das auch. Man sollte sich möglichst an einige Regeln halten und mit der Krankheit leben und nicht für die Krankheit. Ich denke, wenn man sich jeden Tag reinsteigert, dann ist das
Anfallsrisiko höher, denn schließlich kann auch psychischer Stress ein Auslöser sein.

Es ist mir bewußt, dass es auch sehr extreme Fälle gibt aber man sollte sich nie selbst aufgeben!!!

Liebe Grüße
Katja

Re: Re: Die Hoffnung nicht verlieren

Tina @, Tuesday, 13.01.2009, 11:29 (vor 6428 Tagen) @ Viktor

Hallo Anton,

was hast du für ein Problem?
Deine Bemerkung zu „Epileptiker“ passt nicht zu Viktors Frage!
Wenn du persönlich schlechte Erfahrungen mit den Begriff gemacht hast dann lass das bitte nur da raus wo es hinpasst und ziehe nicht noch andere damit runter!
Sicher gibt es viele Vorurteile von Leuten die bisher noch nix mit EPILEPTIKERN zu tun hatten.
Ich empfinde es keineswegs als Schimpfwort! Ich habe noch keine schlechten Erfahrungen ge-macht!
So wie man selbst die Epi an Unwissende vermittelt so gehen sie dann auch mit einem um.
Aber vielleicht ist das auch eine Generationsfrage. Die Generation die Jahrzehnte nach dem Krieg geboren wurden, in denen steckt nicht mehr das schlimme „Nazidenken“ usw.
Wenn ich an meine Mutter denke so hat sie auch bissel herumgedruckst als sie von meiner Epi hörte. Die sind halt noch mit diesen Denken aufgewachsen und es steckt noch tief in dieser Generation drin.
Die Jüngeren sehen das ganz anders. Viele sind zwar leider auch noch unwissend aber aufge-schlossen, nicht ablehnend, sehen das eher locker. Die einzig schlechte Erfahrung die ich gemacht habe ist dass mir zu herzliche u. mitleidige Anteilnahme entgegengebracht wurde. Das möchte ich nicht und sage das meinem Gegenüber auch. Wenn dann alle Unklarheiten beseitigt sind läuft es ganz normal wie mit jedem anderen auch.

Ach und als „Epilepsie- oder Anfallskrank“ sehe ich mich eigentlich nicht. Ich bin Epileptikerin und ein ganz normaler Mensch, nur mit einem kleinem Handikap.
Bei Menschen die es ganz schlimm mit der Epi erwischt hat ist das natürlich etwas anderes!

Lieben Gruß von der „Epileptikerin“ Tina

Re: Die Hoffnung nicht verlieren

Tina @, Tuesday, 13.01.2009, 12:07 (vor 6428 Tagen) @ Viktor

P.S:
Viktor hat keine Frage gestellt, habe natürlich seine „Ausführung“ gemeint.
Seine Homepage mit seiner Lebens- u. Leidensgeschichte zum runterladen gegen Bares sehe ich mit den gleichen gemischten Gefühlen wie Anton und teile seine Meinung.

Habe mich an den Begriff EPILEPTIKER von Anton hochgezogen.

Re: Die Hoffnung nicht verlieren

Christof ⌂ @, Wednesday, 14.01.2009, 12:00 (vor 6427 Tagen) @ Viktor

Hallo Viktoria!

Sorry, dass ich einfach so hereinplatze!!!
Ich wollte nur sagen (als gewesener Epileptiker)
ich bin operiert worden und bin jetzt Anfallfrei.
Angefangen hat es mit einer Untersuchung, wo ich
mit Kabeln und Kammera Tag und Nacht überwachtword-
en bin. Ich musste dann die Tabletten weglassen,
damit ich Anfälle bekam, um den ursprünglichen
Punkt nachzufolgen. Sie fanden heraus, das der
Anfall aus dem linken Schläfelappen kam, wurde
operiert und bin jetzt anfallfrei.

"erkundige dich darüber"