hallo an alle,
ich würde gerne mal wissen ob jemand bei lamictal gestillt hat. ich nehme 250mg und würde mein baby gerne stillen, hat jemand erfahrungen?
lg
tanja
Re: stillen bei lamictal
Brigitta
, Tuesday, 20.01.2009, 23:21 (vor 6421 Tagen) @
tanja
Hallöchen,
ich habe bei meinem zweiten Sohn gestillt.
Laut einem Proffessor ist das kein Problem solang man das Blut vom Baby regelmäßig überprüft. Die haben ja während der Schwangerschaft auch was abbekommen.
Ich habe 300 mg genommen (nehme immernoch).
LG
Brigitta
[zitat=tanja]hallo an alle,
ich würde gerne mal wissen ob jemand bei lamictal gestillt hat. ich nehme 250mg und würde mein baby gerne stillen, hat jemand erfahrungen?
lg
tanja[/zitat]
Re: stillen bei lamictal
CARMEN ZLOTOS
, Monday, 26.01.2009, 12:47 (vor 6415 Tagen) @
tanja
Hallo Alle,
die Frage soll sich für mich auch bald stellen, da wir gern bald schwanger werden wollen.
Habe extra wegen Baby von 500 mg Valproat täglich auf 100 mg Lamictal täglich umgestellt. Als ich den Frauenarzt und Hausarzt nach Stillen gefragt habe, kam sofort Ablehnung. Sogar bei meiner Dosis, die wie ich finde sehr gering ist 100 mg Lamictal tägl.
Ich bin im Sept. 08 von Deutschland nach Frankreich gezogen und alle Aerzte sind hier neu für mich. Mein neuer behandelnder Neurologe hat mir vorgeschlagen die Medikamente komplett einzustellen, da ich seit 15 Jahren anfallsfrei bin. Da ich Angst habe und meine Neurologin in Deutschland auch von einer kompletten Einstellung abrät, hatte ich nur beschlossen umzustellen, aber nicht komplett mit der Einnahme der Medikamente aufzuhören.
Da mich alle Aerzte warnen, dass das Baby Schaden durch Medikamente nehmen könnte, habe ich mich letztes WE kurzum entschlossen, komplett die Medikamente einzustellen. LANGSAM natürlich ! Somit können die Medikamente dem Embryo und dem nachher geborenen Kind nicht anhaben.
Natürlich habe ich Angst, dass ich wieder einen Anfall bekomme so ganz ohne Medis, aber ich WILL es dem Kind zu Liebe tun und gehe das Risiko ein.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto neugieriger werde ich auch, ob ich jetzt auch ohne Medikamente leben kann.
Ich muss dazu sagen, dass meine Epilepsie mit ca. Pubertät losging und ich ca. 2 x im Jahr einen Anfall hatte, natürlich auch regelmässig Absencen, bis man mich auf Valproat gesetzt hat, dann ging es besser.
Meine deutsche Neurologin hat auch bestätigt, dass man auf dem EEG sehen kann, dass deutliche Besserung eingetreten ist über die 15 Jahre.
Ich werde es dem Kind zu Liebe ohne Medis versuchen. Ich weiss um das Risiko, doch vielleicht ist das ein Grund um rauszufinden, wie meine derzeitige gesundheitliche Verfassung eigentlich wirklich ist.
Carmen
Re: Re: stillen bei lamictal
Brigitta
, Tuesday, 27.01.2009, 00:47 (vor 6415 Tagen) @
tanja
Hallo Carmen,
sorry aber das ist für mich schwachsinnig!
wie ich schon geschrieben hab nehme/nahm ich 300 mg täglich und hab zwei gesunde Jungs ohne Probleme.
Ich habe seit 2004 nach meiner OP auch keine Anfälle mehr, aber mein Neurologe hat auch zu viel Angst es abzusetzen, da ich wieder anfälle kriegen könnte,w as bei einigen Patienten von ihm der Fall war.
Ich nimm sie lieber, als daß ich einen Anfall wieder habe.
Und Lamictal ist bekanntlich der beste Medi in einer Schwangerschaft.
Da gibts auch eine Seite die alle Antiepileptikum überprüft hat in der Schwangerschaft und die Ergebnisse (von schwangeren Frauen die mitgemacht haben und Epilepsie haben).
http://www.eurap.de/
Schau dir mal die Seite einfach an.
LG
Brigitta
[zitat=CARMEN ZLOTOS]Hallo Alle,
die Frage soll sich für mich auch bald stellen, da wir gern bald schwanger werden wollen.
Habe extra wegen Baby von 500 mg Valproat täglich auf 100 mg Lamictal täglich umgestellt. Als ich den Frauenarzt und Hausarzt nach Stillen gefragt habe, kam sofort Ablehnung. Sogar bei meiner Dosis, die wie ich finde sehr gering ist 100 mg Lamictal tägl.
Ich bin im Sept. 08 von Deutschland nach Frankreich gezogen und alle Aerzte sind hier neu für mich. Mein neuer behandelnder Neurologe hat mir vorgeschlagen die Medikamente komplett einzustellen, da ich seit 15 Jahren anfallsfrei bin. Da ich Angst habe und meine Neurologin in Deutschland auch von einer kompletten Einstellung abrät, hatte ich nur beschlossen umzustellen, aber nicht komplett mit der Einnahme der Medikamente aufzuhören.
Da mich alle Aerzte warnen, dass das Baby Schaden durch Medikamente nehmen könnte, habe ich mich letztes WE kurzum entschlossen, komplett die Medikamente einzustellen. LANGSAM natürlich ! Somit können die Medikamente dem Embryo und dem nachher geborenen Kind nicht anhaben.
Natürlich habe ich Angst, dass ich wieder einen Anfall bekomme so ganz ohne Medis, aber ich WILL es dem Kind zu Liebe tun und gehe das Risiko ein.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto neugieriger werde ich auch, ob ich jetzt auch ohne Medikamente leben kann.
Ich muss dazu sagen, dass meine Epilepsie mit ca. Pubertät losging und ich ca. 2 x im Jahr einen Anfall hatte, natürlich auch regelmässig Absencen, bis man mich auf Valproat gesetzt hat, dann ging es besser.
Meine deutsche Neurologin hat auch bestätigt, dass man auf dem EEG sehen kann, dass deutliche Besserung eingetreten ist über die 15 Jahre.
Ich werde es dem Kind zu Liebe ohne Medis versuchen. Ich weiss um das Risiko, doch vielleicht ist das ein Grund um rauszufinden, wie meine derzeitige gesundheitliche Verfassung eigentlich wirklich ist.
Carmen
[/zitat]
Re: Re: Re: stillen bei lamictal
Carmen
, Tuesday, 27.01.2009, 12:35 (vor 6414 Tagen) @
tanja
Hallo Brigitta, danke für Deine schnelle Antwort. Das macht mir auf jeden Fall Mut!
Klar, es ist Aufgabe JEDEN Arztes über evtl. Probleme und Risiken aufzuklären, doch es gibt scheiinbar Aerzte, die sich reinknien und einem wirklich helfen wollen.
Man lebt nur einmal und bekommt nicht ständig Kinder. Ich möchte für nichts in der Welt das Stillen missen, wenn ich eines Tages Nachwuchs habe.
Die Allgemeinmedizinerin hat mich gefragt: "Aus welchem Grund wollen Sie denn Stillen ? Die industriell hergestellte Milch ist so gut." Ich habe geantwortet : "Weil die Muttermilch das Beste für das Kind ist ." Dann sagt sie : "Ja, wenn die Muttermilch gut ist." Also gesund für's Baby.
Ich doofe Kuh hätte in diesem Moment die Aerztin fragen sollen, ob sie selbst Kinder hat und gestillt hat . Sie ist noch relativ jung. Mitte 30 denke ich. Wer selbst gestillt hat und es genossen hat, denke ich, weiss warum ich stillen möchte.
Ich stimme dem zu, dass die Milch rein sein sollte ohne jegliche Verunreinigung der Medis. Darum steht mein Entschluss fest und ich werde versuchen ohne Medis zu leben, wenigstens solange ich schwanger bin und danach stille.
Lg
Carmen
Re: Re: Re: Re: stillen bei lamictal
Brigitta
, Tuesday, 27.01.2009, 19:50 (vor 6414 Tagen) @
tanja
Hallo Carmen,
zum Stillen kann ich nur sagen da hat deine Ärztin recht. Wenn es net geht, sei es weswegen auch immer, ist die Pulvermilch genauso gut wie das Stillen.
Ich muß sagen ich hab es beim Großen nie vermisst, er war zu klein und zu schwach zu trinken, die Klinik hat nix als Hilfe angeboten damit ich stillen kann oder angeregt wird wie auch immer, und beim Kleinen hab ich es ca. 3 Wochen lang gemacht und dann hatte ich Schnauze voll vom Stillen! Ich habe es gehasst und meine Kinder sind trotzdem kern gesund, kaum krank.....also das Stillen ist net das wichtigste.
Da wären mir die Medis damit ich keine Anfälle bekomm wichtiger!
LG
Brigitta
[zitat=Carmen]Hallo Brigitta, danke für Deine schnelle Antwort. Das macht mir auf jeden Fall Mut!
Klar, es ist Aufgabe JEDEN Arztes über evtl. Probleme und Risiken aufzuklären, doch es gibt scheiinbar Aerzte, die sich reinknien und einem wirklich helfen wollen.
Man lebt nur einmal und bekommt nicht ständig Kinder. Ich möchte für nichts in der Welt das Stillen missen, wenn ich eines Tages Nachwuchs habe.
Die Allgemeinmedizinerin hat mich gefragt: "Aus welchem Grund wollen Sie denn Stillen ? Die industriell hergestellte Milch ist so gut." Ich habe geantwortet : "Weil die Muttermilch das Beste für das Kind ist ." Dann sagt sie : "Ja, wenn die Muttermilch gut ist." Also gesund für's Baby.
Ich doofe Kuh hätte in diesem Moment die Aerztin fragen sollen, ob sie selbst Kinder hat und gestillt hat . Sie ist noch relativ jung. Mitte 30 denke ich. Wer selbst gestillt hat und es genossen hat, denke ich, weiss warum ich stillen möchte.
Ich stimme dem zu, dass die Milch rein sein sollte ohne jegliche Verunreinigung der Medis. Darum steht mein Entschluss fest und ich werde versuchen ohne Medis zu leben, wenigstens solange ich schwanger bin und danach stille.
Lg
Carmen
[/zitat]
Re: stillen bei lamictal
Anette
, Monday, 09.03.2009, 21:52 (vor 6373 Tagen) @
tanja
Hallo Carmen
ich habe deinen Beitrag gelesen und bin in ähnlicher Situation- bin jetzt schwanger (14.W) und nehme Lamictal und Keppra jetzt aufdosiert wg vermehrten GM Anfällen. Und ich wollte dich fragen, wie du es jetzt gemacht hast? Hast du die Medis abgesetzt?? Und hat es geklappt? Auf jeden Fall wünsch ich dir alles gute und gute Entscheidungen. Viele Grüße von Anette
stillen bei lamictal
oli, Wednesday, 12.03.2014, 22:35 (vor 4544 Tagen) @ tanja
Hallo liebe Tanja,
Lamictal und Stillen ... meine Frau hat leider Schlafep. und Lamictal ist echt ein Wundermittel. Sie ist anfallsfrei. Also: wir haben einen kleinen Sohn mit nunmehr 16 Monaten und er wurde 12 Monate gestillt. Das einzige Problem .. er wächst hat jedoch zu wenig Gewicht. Er entwickelt sich prächtig und ob das geringe Gewicht auf die Medikamentation zurückzuführen ist wissen wir nicht. Was wir jedoch beobachtet haben ist das durch die Lamictal eine Rötung der Haut um die Augen entstanden ist. Nach dem umgehenden Abstillen sofort verschwunden. Es können auch Schlaf- oder Durchschlafstörungen auftreten. Das Problem ist das es keine wissenschaftlichen Forschungen in Zusammenhang mit Stillen und Lamictal vorhanden sind.
Also ... mein Tipp - nur Dein Arzt des Vertrauens und Dein Gefühl kann richtig entscheiden!