Re: seltene form der epilepsie!

Anton @, Sunday, 25.01.2009, 16:00 (vor 6416 Tagen) @ jessika

Hallo Jessika,

leider ist es doppelt belastend, wenn Kinder etwas haben. Ich kann Deine Sorgen verstehen. Es sieht nach Epilepsie aus, muss es aber nicht sein. Gut, dass Euer Arzt so konsequent ist und Euch an eine Fachklinik überweist.

Du kannst Deinem Arzt am besten helfen, wenn Du genauestens aufschreibst oder aufschreiben lässt, wie der Ablauf der Anfälle ist. Was Dein Sohn dabei macht, welche Bewegungen und welche Geräusche Du hören kannst.

Wichtig ist auch das Führen eines Anfallskalenders. Dort trägst Du ein, ob die Auffälligkeit stark oder nur wenig stark zu sehen war und zu welcher Uhrzeit Du sie festgestellt hast.

Das EEG ist mit die wichtigste Methode, die Anfallsart festzustellen. Obwohl es vorkommt, dass ein EEG völlig in Ordnung ist und Anfälle trotzdem nicht ausbleiben. Beim EEG werden die Hirnströme gemessen.

Beim MRT, auch Kernspin genannt, werden die Innereien des Kopfes genauestens geröngt. Daran kann der Arzt sehen, ob dort Auffälligkeiten sind, die zur Epilepsie führen können. Wenn der Kleine zum Beispiel im ersten Lebenjahr oder kurz nach der Geburt einen Fieberkrampf hatte, wird der Arzt die Narben im Gehirn sehen. Er sieht auch, wenn es Komplikationen bei der Geburt gegeben hat, zum Beispiel die Folgen einer Blutung.

Solange Ärzte Interesse an Deinem Sohn haben, solltest Du zufrieden sein. Nur durch Deine Mitarbeit können sie bestimmen, welche Art Epilepsie es ist, das ist wichtig für die medikamentöse Therapie. Ich wünsche dem Kleinen gute Besserung

Liebe Grüße
Anton


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