Schwangerschaft und Keppra

Katja @, Wednesday, 28.01.2009, 18:58 (vor 6413 Tagen)

Hallo an Alle!
Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben. Ich bin in der 4. Woche schwanger, also noch ganz frisch, :-). Wir freuen uns auch sehr. Was bleibt, ist die Angst. Ich nehme seit vorigem Jahr Keppra, hatte einen Grand Mal Anfall, zuvor noch nie einen Anfall. AUf jeden Fall ist die Dosierung nicht so hoch, 500mg jeweils morgends und abends.
Nun meine Frage: Hat jemand Erfahrungen mit Keppra in der Schwangerschaft? Auswirkungen auf das Ungeborene? Leider lese ich oft nur, dass Keppra in Sachen Schwangerschaft noch nicht ausreichend erforscht ist, um es als "ungefährlich" einstufen zu können. Mein Frauenarzt will sich schlau machen und nochmal mit meiner Neurologin sprechen aber ich bin sehr unsicher. Wäre es sinnvoll evtl. ganz abzusetzen? Ich mein, wäre es sinnvoller einen Anfall in der Schwangerschaft zu riskieren und damit dem Kind evtl. im Gegensatz zu den Medikamenten nicht zu schaden?
Würde mich über ein paar Erfahrungswerte sehr freuen. Es sei nochmal gesagt, dass ich voriges Jahr mit 27 Jahren meinen ersten, bisher einzigen Anfall hatte (zumindest wurde vorher noch nie etwas festgestellt).

Vielen Dank und Euch allen einen schönen Abend!

LG
Katja

Re: Schwangerschaft und Keppra

anja @, Friday, 30.01.2009, 13:06 (vor 6411 Tagen) @ Katja

Hallo,

erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft - ich hoffe, es geht Dir gut!

Auf keinen Fall solltest Du Keppra sofort absetzen, wenn Du unsicher bist, sprich selbst mit Deinem Neurologen, was er empfiehlt. Grundsätzlich ist es natürlich immer so, dass viele Medikamente gewisse Risiken für den Fötus mit sich bringen, aber ein plötzliches Absetzen kann einen Anfall auslösen, der dann weder für Dich noch für das Kind gut ist.

Dein Neurologe kann sich schlau machen über die Risiken, in jedem Fall wirst Du in der Schwangerschaft engmaschig kontrolliert werden, damit Du auch sicher sein kannst, das alles in Ordnung ist.

Ich selbst habe vor der Schwangerschaft mein Medikament nach Absprache gewechselt (von Valproat auf Luminal), wurde von Frauenarzt und Neurologen gut betreut und habe einen gesunden Sohn

Alles Gute

Anja
[zitat=Katja]Hallo an Alle!
Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben. Ich bin in der 4. Woche schwanger, also noch ganz frisch, :-). Wir freuen uns auch sehr. Was bleibt, ist die Angst. Ich nehme seit vorigem Jahr Keppra, hatte einen Grand Mal Anfall, zuvor noch nie einen Anfall. AUf jeden Fall ist die Dosierung nicht so hoch, 500mg jeweils morgends und abends.
Nun meine Frage: Hat jemand Erfahrungen mit Keppra in der Schwangerschaft? Auswirkungen auf das Ungeborene? Leider lese ich oft nur, dass Keppra in Sachen Schwangerschaft noch nicht ausreichend erforscht ist, um es als "ungefährlich" einstufen zu können. Mein Frauenarzt will sich schlau machen und nochmal mit meiner Neurologin sprechen aber ich bin sehr unsicher. Wäre es sinnvoll evtl. ganz abzusetzen? Ich mein, wäre es sinnvoller einen Anfall in der Schwangerschaft zu riskieren und damit dem Kind evtl. im Gegensatz zu den Medikamenten nicht zu schaden?
Würde mich über ein paar Erfahrungswerte sehr freuen. Es sei nochmal gesagt, dass ich voriges Jahr mit 27 Jahren meinen ersten, bisher einzigen Anfall hatte (zumindest wurde vorher noch nie etwas festgestellt).

Vielen Dank und Euch allen einen schönen Abend!

LG
Katja [/zitat]

Re: Schwangerschaft und Keppra

Anette @, Monday, 09.03.2009, 21:39 (vor 6373 Tagen) @ Katja

Hallo Katja!
Las grade deinen Beitrag zwecks Keppra u Schwanger- und hatte heute selber was hier reingeschrieben zu schwanger u. Keppra u. Lamotirig.
Also ich habe Keppra neu seit ca. zwei Wochen zu meiner alten Dosierung Lamotriginisis dazubekommen. Ja- wegen den Nebenwirkungen... Das liest sich leider gar nicht gut, und ich habe jetzt ja gesagt zu meiner neuen Medikamention (also Lam.+ Keppra) weil ich einfach auch keinen anderen Rat wusste- die Anfälle wurden echt grade extrem schlimm und für mich war das dann ein abwägen zwischen der Gefährdung durch die Anfälle (Stürze/ Verletzungen/ usw.) und das Risiko von Nebenwirkungen. Und nun habe ich die Hoffnung, dass ich keine Anfälle mehr bekomme. Ich habe auch gehört, dass nach 12 Wochen der Körper sich auch auf die neue Hormonsituation umgestellt hat- und in der Regel dann die Anfälle auch zurückgehen.
Ich wünsch dir alles gute und KEINE Anfälle mehr! Würde mich interessieren, wie`s dir noch weiter erging und hoffe mein Beitrag ist nicht zu durcheinander :-)
Anette