Hallo,
ich habe Temporallappenepilepsie und das wurde am 30.Juni 08 diagnostiziert. Soll soweit ich gehört haben schwer einstellbar sein. Habe seit 25.Dezember 08 Keppra 500mg frühs bekommen seit ca 4 wochen sind es 500-0-500. Lamictal habe ich seit dem 30.Juni 08 bekommen, also habe jetzt zwei ging auch wirklich lange gut, aber naja kann mich nie an die Regeln 100% halten, muss ich gleich gestehen. War deswegen beim Arbeitsamt, also wegen einer neuen Ausbildung und die sagten mir dort Eiskalt ich soll zum psychologen gehen, wo ich erstmal gleich wieder auf 180 war. Habe aber seit we die Medikamente unregelmäßig genommen. Kann es da zu Anfällen kommen? Hatte mein letzten am Montag nachmittag und am nächsten den Termin beim Arbeitsamt.. Ich fühle mich zur Zeit immer benebelt wie unter drogen, aber ich nehmen keine. Sind das irgendwie die wikrung von der unregelmäßigen einnahme, oder kann es mit dem Anfall zu tun haben, da ich danach auch starke Kopfschmerzen hatte und nur noch ruhig war. Bin sonst immer aufgeweckt und rede wie ein wasserfall.
Wäre dankbar für jede Antwort.
LG Jessi
Re: Medikamenteneinnahme ?
Anton
, Thursday, 19.02.2009, 22:28 (vor 6391 Tagen) @
Jessi
Hallo Jessi,
um nicht krank zu werden, sollte man gesund und diszipliniert leben. Auf alles Exzessive verzichten und einen gut durchstrukturierten Tag haben.
Wenn es aber dennoch zu Krankheiten kommt, ist diese Disziplin doppelt wichtig. Es gibt neben Epilepsie eine ganze Reihe von Krankheiten, bei denen es lebensgefährlich ist, die Medikamente nicht oder nicht regelmäßig zu nehmen. Es sind die Erkrankungen, bei denen dauerhaft ein Spiegel des Wirkstoffs im Blut sein muss, um Schlimmeres zu verhindern. Mittel gegen Epilepsie sind nicht vergleichbar mit Kopfschmerztabletten, die man nur nimmt, wenn der Schmerz da ist.
Wenn Du dich wie benebelt fühlst, bist Du entweder mit den Medikamenten in den Anfängen der Einnahme, in der Eindosierungszeit kann das möglich sein, oder Du verträgst sie nicht. Das solltest Du mit Deinem Neurologen besprechen.
Temorallappenepilepsien sind im Allgemeinen schlecht medikamentös zu therapieren. Dafür sind sie aber problemlos zu operieren. Vorraussetzungen dafür sind jahrelange regelmäßige Medikamenteneinnahmen, stets geregelter Schlaf, keinen Alkohol, keine Drogen und ein solides Leben. Wenn das alles nicht hilft und drei Medikamente nicht zu Erfolg geführt haben, sind Ärzte erst bereit, die Operation durchzuführen. Ich wünsche dir gute Besserung.
Viele Grüße
Anton
Re: Re: Medikamenteneinnahme ?
Jessi
, Friday, 20.02.2009, 16:31 (vor 6390 Tagen) @
Jessi
[zitat=Anton]Hallo Jessi,
um nicht krank zu werden, sollte man gesund und diszipliniert leben. Auf alles Exzessive verzichten und einen gut durchstrukturierten Tag haben.
Wenn es aber dennoch zu Krankheiten kommt, ist diese Disziplin doppelt wichtig. Es gibt neben Epilepsie eine ganze Reihe von Krankheiten, bei denen es lebensgefährlich ist, die Medikamente nicht oder nicht regelmäßig zu nehmen. Es sind die Erkrankungen, bei denen dauerhaft ein Spiegel des Wirkstoffs im Blut sein muss, um Schlimmeres zu verhindern. Mittel gegen Epilepsie sind nicht vergleichbar mit Kopfschmerztabletten, die man nur nimmt, wenn der Schmerz da ist.
Wenn Du dich wie benebelt fühlst, bist Du entweder mit den Medikamenten in den Anfängen der Einnahme, in der Eindosierungszeit kann das möglich sein, oder Du verträgst sie nicht. Das solltest Du mit Deinem Neurologen besprechen.
Temorallappenepilepsien sind im Allgemeinen schlecht medikamentös zu therapieren. Dafür sind sie aber problemlos zu operieren. Vorraussetzungen dafür sind jahrelange regelmäßige Medikamenteneinnahmen, stets geregelter Schlaf, keinen Alkohol, keine Drogen und ein solides Leben. Wenn das alles nicht hilft und drei Medikamente nicht zu Erfolg geführt haben, sind Ärzte erst bereit, die Operation durchzuführen. Ich wünsche dir gute Besserung.
Viele Grüße
Anton
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Hallo Anton,
was genau meinst du, was für erkrankungen?
Das Keppra bekomme ich seit 25.12.08 und wurde dann mitte januar erhöht von 500 mg auf 100mg am tag. Habe soweit auch keine probleme dadurch gehabt, bekam ein hörsturz aber man sagte liegt nicht daran, ist jetzt auch wieder gut, aber nun wieder mehr Anfälle große so wie auch kleine. Also fühl mich leider zur zeit nicht wirklich wohl damit. Man hatte auch schon überlegt für lamictal mir etwas anderes zugeben, aber da es gut für Schwangerschaften ist, will man es nicht unbedingt absetzen. Aber bin nicht schwanger und ein versuch wäre es wert oder?
Also bin der meinung das es schon mal besser war, aber nur kurzzeitig, für 4 Wochen davor und jetzt ist es wieder schlimmer geworden.
Und naja habe durch das lamictal schlafstörung was mein neurologe auch weis, aber bis jetzt sind die nicht wirklich besser geworden und vielleicht deswegen wieder mehr Anfälle oder?
Hmm an mein neurologen ran zu kommen ist auch immer schwer, entweder Urlaub oder ist so besetzt das man stundenlang warten muss bzw. nicht dran kommen kann.
Eine OP hat mein neurologe auch gesagt das es möglich ist, aber naja nee möchte ich nicht, habe da zu viel Angst das was schief gehen könnte.
LG Jessi
Re: Re: Re: Medikamenteneinnahme ?
Anton
, Friday, 20.02.2009, 19:07 (vor 6390 Tagen) @
Jessi
Hallo Jessi,
das Finden der richtigen Medikation für Epilepsie-Kranke kann Jahre dauern. Du darfst aber nicht mehrgleisig fahren. Wenn Du an eine Schwangerschaft denkst, dann die Medikamente nach Gutdünken ohne Absprache mit dem Arzt reduzierst, hast Du schon verloren.
Von Schlafstörungen vom Lamotrigin höre ich zum ersten Mal. Die sind bestimmt durch Keppra gekommen. Ist schon hundertprozentig geklärt, welche Arzenei dir den Schlaf nimmt? Leider steht vieles bei Behandlung Deiner Krankheit im Mißverhältnis. Du hast einen Arzt, der nur selten Zeit für dich hat, wenn der Neurologe sagt, dass eine OP möglich ist, heißt das soviel, mit Tabletten bekommt man dich nicht anfallsfrei, weil sie therapiefraktär ist. Eine OP kann der Beginn eines neuen Lebens sein. Die Risiken sind da, aber sehr gering.
Aus meiner Sicht solltest Du ein Epilepsie-Zentrum aufsuchen, dort gibt es lange Wartenzeiten auf den ersten ambulanten Termin, aber besser spät als nie Hilfe bekommen. Ich wünsche dir gute Besserung.
Liebe Grüße
Anton
Re: Re: Re: Re: Medikamenteneinnahme ?
Jessi
, Friday, 20.02.2009, 23:07 (vor 6390 Tagen) @
Jessi
[zitat=Anton]Hallo Jessi,
das Finden der richtigen Medikation für Epilepsie-Kranke kann Jahre dauern. Du darfst aber nicht mehrgleisig fahren. Wenn Du an eine Schwangerschaft denkst, dann die Medikamente nach Gutdünken ohne Absprache mit dem Arzt reduzierst, hast Du schon verloren.
Von Schlafstörungen vom Lamotrigin höre ich zum ersten Mal. Die sind bestimmt durch Keppra gekommen. Ist schon hundertprozentig geklärt, welche Arzenei dir den Schlaf nimmt? Leider steht vieles bei Behandlung Deiner Krankheit im Mißverhältnis. Du hast einen Arzt, der nur selten Zeit für dich hat, wenn der Neurologe sagt, dass eine OP möglich ist, heißt das soviel, mit Tabletten bekommt man dich nicht anfallsfrei, weil sie therapiefraktär ist. Eine OP kann der Beginn eines neuen Lebens sein. Die Risiken sind da, aber sehr gering.
Aus meiner Sicht solltest Du ein Epilepsie-Zentrum aufsuchen, dort gibt es lange Wartenzeiten auf den ersten ambulanten Termin, aber besser spät als nie Hilfe bekommen. Ich wünsche dir gute Besserung.
Liebe Grüße
Anton
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Hallo,
es ist sicher das es am Lamictal liegt da ich es 5 Monate genommen habe und ab da kaum schlaf hatte, deswegen bekam ich keppra da es müde machen sollte, aber naja brachte in dem sinne garnichts... bin stundenlang wach, auch um die uhrzeit noch... lege mich ins bett und hmm langweile mich dort... ich schlaf nicht ein, bin nicht müde... habe schon tee und beruhigende musik probiert, aber alles ohne erfolg.
Nee will nicht schwanger werden also will mir damit noch 5 Jahre oder mehr zeit lassen, aber mein Neurologe denk an die Zukunft, da wohl andere Medikamente für schwangerschaften dann wohl nicht so gut sind, aber das ist mir jetzt egal da ich nicht schwanger werden wil zur zeit.
was macht man im Epielspie zentrum? ich wüsste nicht mal wo hier eins ist, ehrlich gesagt, komme aus dem raum leipzig.
naja bin zur zeit wie ich oben schrieb völlig genervt wegen dem komischen dämmerrungszustand, also verwirrt.... durch den wind, neben mir... wie man alles so schön sagt...
danke, ich hoffe es wird besser.
LG Jessi